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SPON-Wirtschaftsmonitor: Den Deutschen geht es gut - doch sie fürchten den Abstieg
Getty Images/EyeEm

Den jahrelangen Aufschwung spüren viele Bürger auch persönlich. Sie sind gegen Ungleichheit und für Umweltschutz. Eine alte Plage hat außerdem ihren Schrecken verloren. Das zeigt der erste SPON-Wirtschaftsmonitor.

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phg2 15.07.2019, 16:22
70.

Zitat von Crom
Und? Manche sparen eben nicht, aber denen geht's dennoch gut. Überhaupt, wer schlau ist, legt sein Geld auch an. Klar, das sehen die deutschen Banken nicht so gern, profitieren sie doch von den ganzen Sparbuch-Inhabern.
Manche haben sogar Schulden und denen geht's bestens.
Das Ganze ist schwer zu objektivieren. Schaut man sich die Zufriedenheits Statistiken an, glaubt man's kaum.

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sf60 15.07.2019, 16:23
71. Na dann mal los,...

Zitat von mostly_harmless
Ihre Behauptung ist reine Phantasie und hat mit der Faktenlage NULL zu tun. Keine Ahnung, in welcher Filterblase Sie leben, aber ich kann Ihnen attestieren, dass sie funktioniert.
...frei nach Helmut Markwort: "Fakten, Fakten, Fakten!" Ich bin gespannt!

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bluebill 15.07.2019, 16:26
72. Fünfeinhalb Tausend Befragte vs. 80 Millionen Einwohner

Eine nicht ganz repräsentative Umfrage, würde ich sagen. Teilgenommen haben nur vergleichsweise wenige. Nämlich eher gebildete Menschen mit Internetzugang und freier Zeiteinteilung. Die sich erst durch die Civey-Registrierung gequält haben, um ein paar Fragen zu beantworten. Für die sie vermutlich mit ungeplanter Offenlegung ihrer persönlichen Daten bezahlen, weil diese meistbietend an Werbetreibende verkauft werden. Ich schätze, dass eine viel beschäftigte Krankenschwester oder ein Bauarbeiter nicht die Muße dafür haben, also auch nicht befragt werden. Sonst sähe das Meinungsbild sicher anders aus.

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böseronkel 15.07.2019, 16:27
73.

Zitat von zzipfel
gibt es so viele Lebensmittel-Tafeln. Wenn es vielen Menschen schlecht geht (zB. direkt nach dem letzten WeltKrieg) gibt es kaum gratis Lebensmittelangebote, es ist ein Zeichen von Überangebot und Wohlstand, daß es viele Gratisangebote wie Tafeln gibt. Obdachlose: viele aus Osteuropa ohne festen Job und Lebensplanung hergezogen. Das ist traurig und mehr Hilfsangebote sind nötig. Noch mehr Leute sind obdachlos, weil sie Drogen nehmen (auch ein Wohlstandsphänomen, manche Leute haben zu viel Geld, so daß sie anfangen davon Crack und Heroin kaufen und damit ihr Leben aus der Spur bringen). Rentner erhalten nur 500 EUR Rente, wenn sie nicht Vollzeit erwerbstätig waren oder große Zeiträume, in denen sie nicht in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Auch das eine Frage der individuellen Lebensgestaltung. "Warum müssen viele Menschen einen Zweitjob annehmen, um überhaupt ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können?" Weil es viele Menschen gibt, die einfach zu viel ausgeben, Luxusprodukte wie ein Auto betreiben wollen, ständig überteuertes Fastfood erwerben möchten, jedes Jahr ein SmartPhone neu kaufen oder für sich andere sehr materiell orientierte Lebensmodelle wählen. Diiese Phänomene können Sie letztlich nur mit massiven Freiheitseinschränkungen zurückdrängen, wenn Sie das wollen. Oder für sich eben entscheiden, einen anderen Lebensstil zu wählen. Stichwort: Eigenverantwortung.
Klar, das doch recht beträchtliche Heer der Leihsklaven kann doch bequem zu Fuß zur 10 Kilometer entfernten Arbeitsstelle kommen. Immerhin sind die Einkommen der Billigsklaven derartig üppig, dass es sogar für die tägliche Portion Schweinefutter reicht. Natürlich, wenn sich die Billiglöhner mal einen Buddel billigen Rum gönnen, landen sie schon mal flott in der Suppenküche. Erstaunlich ist auch die große Anzahl derer da unten mit abgeschlossener Berufsausbildung in Berufen, die nach Arbeitgebergejammer der Arbeitsmarkt gar nicht her gibt.

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newbie99 15.07.2019, 16:27
74. Reallohnentwicklung

Zitat von techkritik
Harter Tobak - und es stellt sich die Frage, wer tatsächlich in einer Filterblase lebt. In der Wissenschaft gibt es unzählige Publikationen, die von einem Rückgang des Reallohnes seit den 90er berichten. Auf die Schnelle konnte ich ohne große Mühe den folgenden Artikel finden: https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/erschreckend-die-loehne-in-deutschland-sind-jetzt-kaum-hoeher-als-1992_H90774886_305209/ Man braucht aber nicht unbedingt eine komplizierte Wirtschaftsrechnung: gehen wir einfach mal davon aus, dass die Preise für Immobilien etwas "realleres" über den Wert des Geldes darstellen, als der Nominallohn oder ein Früchtekorb. Dann fällt auf, dass die realen Kosten für ein Grundbedürfnis sich seit den 90ern vervierfacht haben. Glücklich der Erbe oder der der früh gekauft hat. Als Leistungsanreiz für alle anderen hat der vielfach utopische (unfinanzierbare) Immobilienbesitz an Strahlkraft verloren. Leistung lohnt nicht mehr - zumindest in einem der wichtigsten Lebensbereiche. Oder anders formuliert: der Immobilienmarkt zeigt uns tagtäglich, dass unser Geld immer weniger wert ist.
Schon die Überschrift des verlinkten Artikels widerlegt Ihre Aussage, wenn sie behaupten, der Reallohn sei seit den 90igern zurückgegangen. Tatsächlich ist er nicht wesentlich gestiegen - also eher gleichgeblieben (genauer: leicht gestiegen). Das ist von "er ist gestiegen" zunächst einmal genauso weit weg wie "er ist gesunken" (sogar eher neäher an "er ist gestiegen").

Sehr durchsichtig ist die Argumentation mit den Immobilienpreisen. Warum sollte ausgerechnet die Entwicklung dieser Preise eine besonders hohe Aussagekraft haben? Im durchschnittlichen Warenkorb zur Berechung der Inflationsrate sind Wohnkosten berücksichtigt. Genauso gut könnten wir den Wert des Geldes besonders gut an der Preisentwicklung für Lebensmittel oder Falchbildfernseher festmachen wollen.

Die Immobilienpreise spiegeln derzeit mal in erster Linie quasi umgekehrproportional die langanhaltende Niedirgzins-Situation wider. Der Effekt daraus ist alles andere als besonders "Real", sonder lässt sich nach Meinung vieler Experten besser mit dem Effekt einer "Blasenbildung" beschreiben. Den aktuellen Preisboom für Immobilien quasi gleichzusetzen mit einer Geldentwertung, ist zumindest mal totaler quatsch!

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Watschn 15.07.2019, 16:27
75. Völlig richtig..., Klarer Befund...

Zitat von janos71
Den Deutschen geht es gut. Wenn man solche Sätze nur oft genug nutzt glauben es die meisten auch. Ok im Vergleich mit Afrika, Teilen Asiens und Osteuropa mag Deutschland ganz gut beim Lebensstandard dastehen jedoch sollte man Deutschland als westeuropäische Nation viel eher mit West- und Nordeuropa vergleichen und da wird man schnell feststellen, dass wir eher im unteren Drittel landen. Unser sogenanntes Fachkräftemanel problem können wir ja nicht mal mit den gut ausgebildeten Schweizern, Schweden, Dänen, ... lösen weil die nicht wirklich in ein Land mit deutlich geringerem Lebensstandard migrieren möchten. Wohingegen die Deutschen in der Schweiz mit eine der größten Gruppen stellen.
War Deutschland mit der DM bis Ende den Neunzigern noch sozial und ökonomisch mit Schweden, Dänemark, Norwegen, Schweiz/ Liechtenstein, Österreich unter den Liga-TOP-Ländern Europas (u. somit auch der Welt..), so änderte sich das Bild massiv zum Schlechten, als mit Hartz u. vor allem mit dem Niedriglohnsektor, Deutschland ab den Milleniumsjahren zum unattraktiven Billig/Niedriglohnland Europas abstieg. Gut berufl. ausgebildete Europäer locken seit diesem Umschwung in den Niedergang....die USA, Kanada, Australien, Neuseeland, arab. Golfländer, Österreich u. die Schweiz.

Es ist doch bezeichnend, dass wegen der flüchtenden deutschen Ärzte in die Schweiz (ganz andere entspannte Arbeitsbedingungen, Aufstiegs- u. Salärchancen), - Spahn defacto der hiesigen, generell schlechten Verhältnisse...., fast verzweifelt Ärzte-Nachschub aus Polen, dem Baltikum, Serbien, Kosovo oder sogar aus Weissrussland holen muss...

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Willi2001 15.07.2019, 16:32
76.

Zitat von quidquidagis1
..dieser populistisch Mythos von der "Frage der individuellen Lebensgestaltung"..Bilden Sie sich und lesen Sie dazu die Satistiken,was passiert wenn man in eine arme Familie geboren wird;wie Armut durch Scheidung und Krankheit verursacht wird.Was hat das mit Lebensplanung zu tun,wenn der eigene Arbeitgeber Insolvenz anmeldet und man mit 55Jahren zum Jobcenter muss.Den Satz:"jeder ist seines Glückes Schmied" hört man meistens von den Balkonen der Penthousewohnungen im München Grünwald und danach lautes Gelächter!
Natürlich gibt es ein gewisses Lebensrisiko und auch das beeinflussende "Eltern-/Geburtshaus", Dinge auf die man keinen oder wenig Einfluss hat - Aber die Wahrscheinlichkeit dass man mit seiner Einstellung zur Arbeit, dem Willen und vor allem dem Willen sich ein Leben Lang Fortbilden zu lassen (und Eigeninitiative ergreift) dann ein positiven Ausgang erfährt ist doch um ein vielfaches höher als wenn man immer nur den Kopf in den "sozialen" Sand steckt.
Mir macht es nur Angst dass es eine Partei gibt (Grün) die genau diese Leute die den Willen haben sich immer weiter zu bilden, sich den hintern aufreissen für die Arbeitgeber (und die Wirtschaft), in Zukunft bestraft werden sollen - Dass man versucht die Wirtschaft ins bodenlose zu verGRÜNen - solang bis nichts mehr überbleibt als eine leere Hülle.

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tsavorit 15.07.2019, 16:33
77. Propaganda ala Göbels

Wenn man dem Volk oft genug einredet: "Es geht Euch gut" ; "Noch nie ging es dem deutschen Volk so gut wie heute" Wenn man es genug oft wiederholt. Glauben sogar diejenigen daran, die als Obdachlose unter uns leben. sorry vegetieren.

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bstendig 15.07.2019, 16:34
78. Na dann können Sie sich doch

Zitat von diplpig
In meinen Firma kann man mit den Stellenanzeigen die Wände tapezieren. Das geht von ungelernten Jobs im gewerblichen Bereich bis zur qualifizierten Pflegekraft mit Weiterbildung. Selbst die gewerblichen Jobs sind allesamt besser als Paketbote oder andere Ausbeuterjobs. Wie kann man diese Lage als "schlecht" bezeichnen? Neben dem Klimawandel und der Wohnungsnot finde ich vor allem das Anspruchsdenken schlecht. Etwas mehr Demut wäre auch nicht schlecht. Mal die Nachkriegsgeneration fragen, wie die gelebt und geackert haben.
auf 18.000 Investmentbanker der Deutschen Bank freuen. die sind bestimmt heiß auf ihre "gewerblichen Jobs".

Pflege ist halt nicht jedermanns Sache. Manche können das einfach nicht. Aber wenn die Bezshlung in etwa so wie für Investmentbanker wäre, bräuchte man sich um den Nachwuchs sicher nicht sorgen.

Das schlimme sit, das in den Ballungszentren uch eine ausgebildete Pflegekraft so wenig verdient, dass sie sich das auch leisten kann. Eine Wohnung in Stuttgart ist da nicht drin, zumindest nicht für Alleinverdiener.
Also raus auf's Land. Und da kommt dann die Politik und erklärt, dass ab möglichst schnell CO2 etwas ksoten "muss". Getroffen wieder die Pendler. In Stuttgart z.B. kann man ja mit ÖPNV klarkommen, aber nicht, wenn man außerhalb wohnt.
Und durch die "umsichtige Verkehrsplanung" der letzten paar Regierungen (eigentlich seit Gründung der Republik) steht man in erster Linie im Stau und verbraucht wesentlich mehr, als notwendig wäre.

Und voon den viel zu geringen Löhnen gibt's dann noc h48% Rente, wenn man etwa 1.000 Jahre eingezahlt hat und nie krank war oder so.

Ob man das alles als "Gut" bezeichnen kann, steht auf einem anderen Blatt. Für mindestens 60% der Bevölkerung ist das frommer Selbstbetrug und die Aussage muss lauten: Nein mir/uns gehr es nicht gut.

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axelmueller1976 15.07.2019, 16:34
79. Sie haben zu 100% Recht

Zitat von hansaeuropa
wir sind seit über einem Jahr in einer Abwärtsbewegung und die Deutschen beurteilen die wirtschaftliche Lage des Landes als gut. Herzlichen Glückwunsch an die Medien für diese Leistung!
Nur wollen das die meisten Bürger nicht begreifen ,weil man Ihnen Dinge schön schreibt welche nicht so sind.Aber das Härteste von Trump die Zölle kommen noch. Und natürlich die Finanzsituation der EU.

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