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Sprechstundenausweitung: Ärzte wollen 25 Prozent mehr Geld
DPA

Union und SPD wollen die Versorgung gesetzlich Versicherter verbessern - und Sprechstunden für Kassenpatienten ausweiten. Die Ärztelobby findet, an das Vorhaben "gehört ein Preisschild dran".

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victoria101 08.04.2018, 10:49
20. Tja, ganz ehrlich?

Das ist ein Schuss ins Knie. Ich sitze bereits auf einer vollen Stelle. Mache 21 Std. In der Woche. Plus Überstunden. Sitze ich nicht mehr auf einer vollen Stelle... mache ich trotzdem nur 21 Std. Und der Chef hat statt 1 offenen Stelle halt anderthalb... Mein Chef arbeitet sowieso schon 10 Std/ Tag und kriegt das Praxismanagement wegen der vielen Patienten nicht mehr auf die Reihe. Was ändert das? Gar nix. Außer, dass es offenbar keine Selbstverständlichkeit ist, mehr Arbeit auch mehr zu bezahlen... Lohnausgleich im Gesundheitswesen...

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sonya222 08.04.2018, 10:49
21. Umsonstmentalität

Zitat von Nordstadtbewohner
""Ein Viertel mehr Sprechstunden heißt auch ein Viertel mehr Geld", sagte Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). "Da gehört ein Preisschild dran."" Ich kann Herrn Gassen nur zustimmen. Wer ein Viertel mehr Leistung will, der muss auch dementsprechend ein Viertel mehr zahlen. Ein Skandal ist das nicht, denn der Praxisbetrieb muss sich einerseits auch rentieren und andererseits wollen die Beschäftigten wie zum Beispiel Arzthelferinnen ja auch bezahlt werden, wenn sie mehr Stunden leisten. Ein Arztbesuch ist eine Dienstleistung und die muss entsprechend vergütet werden, auch wenn viele Menschen dies mit ihrer Umsonstmentalität nicht verstehen wollen.
Öffnen Sie doch mal Ihr großes Herz für andere Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Pflegekräfte, Physiotherapeuten etc. werden es Ihnen danken.

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mghi 08.04.2018, 10:51
22. Artikel richtig lesen

Was dabei herauskommt verhandeln die beteiligten Parteien (GKV und Ärzte). Die 25% mehr beziehen sich auf den GKV-Anteil, was nicht bedeutet, dass die Ärzte dann insgesamt 25% mehr haben. Insofern ist die Überschrift schon eine deutliche Antiparteinahme für die Ärzte und eines seriösen Journalisten unwürdig.

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derhey 08.04.2018, 10:59
23. Nichts dagegen

habt ihrs gehört, liebe Gewerkschaften? Weshalb immer diese Zurückhaltung? Mal so richtig wehtun bis der Arzt kommt und ebenfalls mal um die 25 % fordern z.B. für Pflegepersonal, aber nicht nur dort.

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Theoretiker 08.04.2018, 10:59
24. Falsche Überschrift

Lieber Spiegel- bei allen Diskussionen um das Thema empfinde ich den gewählten Titel des Artikels als pure Hetzerei. Denn der Hauptinhalt ist ja “Union und SPD wollen die Versorgung gesetzlich Versicherter verbessern - und Sprechstunden für Kassenpatienten ausweiten“. Wieso sollte man für 25% mehr Arbeit nicht auch entsprechend mehr Lohn erhalten? Aber sicher generiert ein reißerischer Titel auch mehr Klicks- man nennt das Click-baiting. Bitte ändern Sie also die Überschrift, Sie sind der Sachlichkeit verpflichtet.

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rockogranata 08.04.2018, 11:00
25. Polemik von betriebswirtschaftlich ungebildeten

Niedergelassene Ärzte betreiben kleine Unternehmen mit diversen Angestellten, von den Arzthelfern/innen über angeschlossene Laboratorien und deren Personal bis hin zu den Reinigungskräften, die die Praxen sauberhalten. Mehr Patienten bedarf auch mehr Personal in diesen Rollen und irgendwie müßen die Leute bezahlt werden. Dass kein Geld für Krankenpflege da ist, wird sicher nicht besser, wenn man den Ärzten und damit ihren Angestellten in den Praxen die wirtschaftliche Lage noch weiter verschlechtert, wo doch der Ärztemangel gerade im ländlichen Bereich daher stammt, dass mit den hohen investitionen, die zur Eröffnung einer Praxis notwendig sind, und den für den Betrieb notwendigen hohen Personalkosten kein wirtschaftlicher Betrieb mehr möglich ist. In meiner Hausarztpraxis kommen auf zwei Mediziner acht Angestellte. Das ist ne kleine Praxis ohne eigenes Labor. Bietet mein Hausarzt nun mehr Sprechstunden an, muss er zusätzliche Helfer einstellen oder den bestehenden mehr Geld bezahlen. Nur wovon, wenn wegen des Neidkomplexes einiger weniger dafür kein Geld bezalt werden soll?!?

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dr.haus 08.04.2018, 11:02
26.

Ja,ja, 25% mehr Arbeit ,aber nichts bezahlen wollen,das bei ohnehin schon 30% nicht bezahlter Tätigkeit,dafür dann auch wieder die" Ethik " ins Feld zu führen, typisch für die üblichen Neid-Basher. Wir,die wir im Ausland ordentlich bezahlt werden für unsere Leistung, sehen diese immer miesere Behandlung unser Kollegen in D mit dem innigen Wunsch des in kürzerer Zukunft erwartungsgemäss völligen Zusammenbruchs der ärztlichen Versorgung in D
Nur so kann man dann,von vorne beginnend , wieder leistungsgerechte Honorierung erwarten.

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meier12 08.04.2018, 11:03
27.

Neu eröffnete Arztpraxen buhlen ganz intensiv um jeden Patienten. Da werden auch Kassenpatienten hofiert. Ist die Praxis etablierter, ändern sich Tonfall und freie Öffnungszeiten. Einerseits kann also kaum eine Arztpraxis den Betrieb eröffnen und auf ein Überleben durch Privatpatienten hoffen. Andererseits will man die Kassenpatienten so kurz wie möglich halten, weil sie zu wenig Geld bringen. Jetzt ist die Gelegenheit da, der Politik mal zu sagen, dass Kassenpatienten gefälligst genauso gut zu vergüten sind wie Privatpatienten. Das zahlt dann ..... der Kassenpatient. Folge: Die Beiträge werden drastisch erhöht. Es ist an der Zeit, dass die Zulassung an Ärzte und Ärztinnen zur Behandlung von Kassenpatienten nur noch vergeben wird, die Sprechstunden für diese zu 75% garantiert nur Kassenpatienten zur Verfügung stehen. Wer das als Arzt nicht will, soll nur Privatpatienten behandeln. Von denen gibt ja so viele, dass sich alle Ärzte und Ärtzinnen von ihnen nähren können, oder? Es ist schon interessant, dass die Ärzteschaft die Krankenkassen mit einem Thema erpressen will, mit dem eigentlich sie selbst wunderbar erpresst werden könnten. Noch gespannter bin ich, ob Herr Spahn ebenfalls nur die Interessen der Pharma- und Ärztelobby vertritt wie alle Vorgänger letztlich auch.

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vliege 08.04.2018, 11:04
28. An der Realität vorbei!

Die Ärzte arbeiten doch jetzt schon auf Kante, die meisten Praxen sind in Ballungsräumen rappelvoll und Termine selbst für Private nicht von heute auf morgen selbstverständlich. Das diese Berufsgruppe überdurchschnittlich gut verdient sei ihnen auch gegönnt. Das es abet mittlerweile sehr viele "Götter in Weiß" gibt die mehr die Absahner anstatt Hippokratischer Eid Mentalität an den Tag legen ist auch Tatsache. Ärzte werden dank starker Lobbyarbeit gepampert wo es nur geht. Schwestern oder Pflegekräfte haben eine MMn nicht viel weniger Anspruchsvolle Aufgabe und werden Jahr für Jahr Aussen vor gelassen.

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sischwiesisch 08.04.2018, 11:06
29. ...oder

Zitat von sischwiesisch
Was meint eigentlich unser neuer Gesundheitsminister Spahn dazu ? Diesen Namen hab ich in dem kurzen Artikel nicht gefunden. Hat dieser auch 'ne Meinung zu Themen seines Ressorts ?
... kümmert er sich nur noch um die Vorbereitung der konservativen Revolution ?

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