Forum: Wirtschaft
St. Petersburger Wirtschaftsforum: Deutsche Topmanager pilgern zu Putins Wirtschaftsg
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Die Ukraine-Krise eskaliert, dennoch reisen deutsche Top-Manager nach Russland. E.on, Metro, BASF, Daimler - sie alle werden beim St. Petersburger Wirtschaftsforum vertreten sein. Und wohl dem Patron der Konferenz applaudieren: Wladimir Putin.

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syracusa 12.05.2014, 15:43
1.

Zitat von sysop
Die Ukraine-Krise eskaliert, dennoch reisen deutsche Top-Manager nach Russland. E.on, Metro, BASF, Daimler - sie alle werden beim St. Petersburger Wirtschaftsforum vertreten sein. Und wohl dem Patron der Konferenz applaudieren: Wladimir Putin.
Das war doch früher auch schon immer so: Ford und General Motors freuten sich doch auch, mit den Nazis Geschäfte machen zu dürfen.

Wer vom Kapital die Beachtung ethischer Prinzipien verlangt, der ist nicht ganz richtig im Kopf.

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M. Thomas 12.05.2014, 15:43
2. Ungewohnt:

aber hier muss ich zugeben, dass das Geld offenbar sehr viel klüger und weiser als die Politik ist - und einen großen H..... auf die künstlich aufgeblasene Hysterie um die Ukraine sch ..... die bei näherem Hinsehen ohnehin eigentlich keiner will.

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heiko1977 12.05.2014, 15:44
3. optional

Lol Obama rät von teilnahme ab, so sieht Freiheit also aus. ;)

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humorrid 12.05.2014, 15:56
4. Wessen Interessen?

Die Aufzählung der Namen steht in bester Tradition der schwarzen Listen der McCarthy-Ära. Auch die USA mischt hier kräftig mit - deren Wirtschaft ist ja mit der russischen kaum verzahnt. Im Gegensatz zu hiesigen.

Bereits Kaeser war für sein Russland-Besuch häftigst kritisiert. Später hat sich rausgestellt, dass bestimmten Interessengruppen einfach die geplannte Alstom-Übernahme durch Siemens nicht passt. Dem amerikanischen Konzern GE würde so ein Deal entgehen - Frau Merkel übrigens wolle sich in die Übernahme nicht einmischen, es sei eine unternehmerische Entscheidung.

Deutsch-Russisches Wirtschaftsforum gehört wohl nicht mehr zur Unternehmerischen Plattform. Alles soll sich der politischen Polemik beugen, am besten gleich eine Mauer um Russland bauen. Neben gescheiterten Ost-Aussenpolitik steuern unsere Lenker auch ins Versagen der Ost-Wirschaftspolitik.

Seltsam, Deals mit anderen, sagen wir mal, personenbezogen gelenkten Staaten, waren bis jetzt ja gar kein Problem.

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ksail 12.05.2014, 15:56
5. Problem? Keins!

Interessanterweise melden sich jetzt die gleichen Stimmen, die sonst eine zu große Wirtschaftsnähe der Politik kritisieren, zu Wort und fordern eine Art "Staatsräson" der Wirtschaft. Können wir nicht einmal akzeptieren, dass die Wirtschaft durchaus nicht immer identische Interessen mit der Politik haben muss?

Ich sehe nicht die Notwendigkeit, dass wirtschaftliches Handeln immer dem folgen muss, was politisch und gesellschaftlich gerade in Mode ist.
Wie beliebig das werden kann, sieht man ja an der verquerten Verknüpfung von Conchita Wurst und Putins angeblicher Homophobie.

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midastouch 12.05.2014, 15:57
6. Das ist OK so

Man kann nicht immer alles mit genehmer/ungenehmer Weltpolitik verknüpfen und dann von "Zeichen" sprechen, die da "gesetzt" werden. Die Firmenlenker haben eine Verantwortung wahrzunehmen und die Interessen ihrer Firmen zu vertreten. Von daher ist es vollkommen in Ordnung an einem Wirtschaftsforum teilzunehmen. Dass die westlichen Politiker die Veranstaltung zu einer "Putin-Huldigung" umdeuten, ist typisch für Politiker und einfach nur falsch.

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leiboldson 12.05.2014, 15:58
7.

"Business as usual geht für die Konferenzteilnehmer gar nicht", sagt Franziska Brantner, Außenexpertin der Grünen im Bundestag, zu SPIEGEL ONLINE. "Wenn sie dahinreisen, müssen sie das Podium nutzen: ein Zeichen setzen und öffentliche Kritik an Putins Politik üben."

Weltfremd, mehr fällt mir dazu nicht ein.

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Europa! 12.05.2014, 15:58
8. .

Zitat von sysop
Die Ukraine-Krise eskaliert, dennoch reisen deutsche Top-Manager nach Russland. E.on, Metro, BASF, Daimler - sie alle werden beim St. Petersburger Wirtschaftsforum vertreten sein. Und wohl dem Patron der Konferenz applaudieren: Wladimir Putin.
Wie gut, dass wenigstens einige Leute noch bei Verstand sind und bei der Kalten Kriegerei nicht mitmachen.

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mourvedre 12.05.2014, 15:58
9. Titel

"...pilgern zu Putins Wirtschaftsgipfel" Was ist nur aus dem Spiegel geworden? Als wenn Pilger einer Religionsgemeinschaft zu ihrem geistlichen Anführer zögen. Warum wird der Drohnenbomber Obama nicht kritisiert; und warum kritisiert man unsere Spitzenpolitiker nicht, die in die Ukraine pilgern um sich mit Faschisten abzusprechen, statt sie zurechtzuweisen?

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