Forum: Wirtschaft
Staatliche Unternehmensbeteiligungen: Was vom Tafelsilber übrig ist
DPA

In den Jamaika-Verhandlungen will FDP-Chef Lindner den Verkauf von Staatsbeteiligungen zum Thema machen: Post, Telekom oder Commerzbank. Welche Anteile könnte der Bund zu Geld machen? Der grafische Überblick.

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chlorid 12.11.2017, 14:38
60.

Zitat von n.wemhoener
Die Lindner- FDP hat aus den Privatisierungs-Absichten kein Geheimnis gemacht. Hier in NRW stand die zynische Parole "privat vor Staat" wortwörtlich im FDP-Wahlprogramm.
Ja, deswegen habe ich sie auch gewählt. Wir haben ganz eindeutig viel zu viel Staat in Deutschland. Wird Zeit, das (weiter) zu reduzieren. Ich kann daran nichts Negatives erkennen. Wir haben jetzt endlich einen Markt mit Wettbewerb. Der Staat soll gefällt die Finger vom Markt lassen. Post, Telekom, Bahn, Wasser, Strom - alles keine staatlichen Aufgaben.

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Dogbert 12.11.2017, 15:04
61. Ist das Satire ??

Zitat von chlorid
Ja, deswegen habe ich sie auch gewählt. Wir haben ganz eindeutig viel zu viel Staat in Deutschland. Wird Zeit, das (weiter) zu reduzieren. Ich kann daran nichts Negatives erkennen. Wir haben jetzt endlich einen Markt mit Wettbewerb. Der Staat soll gefällt die Finger vom Markt lassen. Post, Telekom, Bahn, Wasser, Strom - alles keine staatlichen Aufgaben.
oder haben Sie wirklich so wenig Ahnung vom Thema ?? Falls letzteres sollte Sie, bevor Sie hier alberne Kommentare posten, sich mal informieren was´, auch in anderen Ländern, immer die Folge von Privatisierung war: Chaos und Zusammenbruch der geregelten Versorgung. Die Deutsche Bahn ist heute nur noch eine Lachnummer, verglichen mit der Bundesbahn, in England ist der geregelte Bahnverkehr praktisch nicht mehr existent, In Frankreich hat die Privatisierung der Wasserversorgung zu exorbitanten Preisehöhungen geführt usw. Jede ökonomische Theorie beweist die Zwangsläufigkeit solcher Entwicklungen, es gibt nun mal Dinge die sich nicht privatisieren lassen.

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Scribulus 12.11.2017, 15:11
62. Am Thema vorbei

Die Frage hier ist ja nicht, wer die Aktien kauft, sondern ob Unternehmensanteile im Bundesbesitz veräußert werden sollen. Noch mehr Unternehmensanteile. Erfreulich erkennt und benennt die Mehrheit der Kommentatoren den sozialpolitischen Unfug der totalen Privatisierung. Vielleicht kann Herr Linder einmal erklären, worin der Vorteil seines widersinnigen Begehrens für die von ihm zu vertretenden Bürgerinteressen liegt.
Im Übrigen, WeltStattHalle, ist bei Ihrer Empfehlung, für die Altersvorsorge Aktien zu kaufen,das inhärente Risiko von Kursverlusten zu bedenken.Ein Beitrag, dass lokale Unternehmen überwiegend in lokalen Händen bleiben, ist ebenfalls fragwürdig, da Aktien auch ins Ausland verkauft werden..

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Badischer Revoluzzer 12.11.2017, 15:11
63. Wir haben zur Zeit

die höchsten Steuereinnahmen seit Bestehen der Bundesrepublik. Weshalb soll Bundeseigentum verkauft werden? Das ist wirtschaftlicher Unsinn und zeugt weder von Wirtschafts- noch von Volkwirtschaftskompetenz. Es ist blanke Dummheit. Natürlich kommen unsere Eliten auch mit den noch so unglaublich hoehen Steuerauflommen nicht aus. Es ist diesen Wirtschaftskoryphäen niemals genug, denn sie haben niemals gelernt verantwortungsvoll mit Steuergeldern umzugehen. Der Bund der Steuerzahler, der zahnlose Hund, mahnt jährlich und gebetsmühlenartig aber ebenso erfolglos.

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widderfru 12.11.2017, 16:25
64. Typische FDP Politik-

Allgemeinheit enteignen zum Vorteil des Kapitals. Private Kapitaleigner kennen nur einen Gott--das ist der Profit- Genau gegensätzliche Zielstellung- im Interesse des Volkes ist aus Erfahrung der Vergangenheit angesagt.
Was zur Grundversorgung gehört: Energie, Wasser, Bahn, kommunales Wohnungen- in staatlicher Hand--die
Vergangenheit hat das ausreichend bewiesen.

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der_weisse_wal 12.11.2017, 21:52
65.

Zitat von Das Pferd
Welche Staatsunternehmen wurden denn in den USA in den letzten 100 Jahren so privatisiert? Es gab da nie ein staatliches Fernmeldemonopol (auch wenn Bell/AT&T sich vor der Antitrustklage so aufführten), die Stromversorgung, Eisenbahnnetz, Bankensystem (incl. Zentralbank), Hochschulen usw waren traditionell überwiegend traditionell privatwirtschaftlich geführt. Umgekehrt gibt es wenig Tendenzen, die staatlichen Assets (Straßennetz z.B.) zu privatisieren, um Veräußerungserlöse in Staatshaushalte einzustellen. Es gibt natürlich Dinge wie privatisierte Gefängnisse (die meist in Wirklichkeit nicht privatisiert sonder privat finanziert gebaut wurden), die grundsätzlicheTendenz gibt es nicht. Das hängt schlicht damit zusammen, daß die europäischen Staaten, wenn man die Geschichte bis in feudale Zeiten zurück verfolgt, eben aus einer Zeit kommen, als letztlich alles dem Staat (wobei der mit Einzelpersonen als Souverän und Adel völlig anders funktionierte) gehörte, was irgendwie von Bedeutung war. Über entsprechend lange Zeiträume gibt es einen Rückzug des Staates auf staatliche Aufgaben. Diese langfristige Tendenz gibt es in den USA nicht (in Einzelbereichen schon), weil die einfach von Anfang an einen starken Privatsektor hatten.
Also zuerst widersprechen und dann doch ein bisschen Recht geben. USA, ok. Lasse ich durchaus gelten. Trifft eingeschränkt, wie Sie selbst sagen aber trotzdem zu. Zumindest zeigt sich dort, wie private Unternehmen bei der Grundversorgung versagen. In den USA wünscht man sich ja traditionell einen schwachen Staat, ist aber bereit die daraus folgenden Auswüchse als persönliche Freiheiten zu glorifizieren. Ich bezweifle, dass der deutsche Bürger ähnliche Vorstellungen hat.
Sie haben in Ihrer Antwort vergessen, die Lage im United Kingdom zu rechtfertigen.

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Das Pferd 14.11.2017, 13:33
66.

Zitat von der_weisse_wal
............................. Sie haben in Ihrer Antwort vergessen, die Lage im United Kingdom zu rechtfertigen.
sie haben das mit der Meinungsfreiheit nicht verstanden. Es gibt keinen Grund, warum Sie mich auffordern könnten, irgendwas zu rechtfertigen. Übrigens, wenn Sie drüber nachdenken, auch schon das Wort "rechtfertigen" hat was herablassendes, oder?
Wenn ich meine eine Meinung vertreten zu wollen, dann darf ich das. Wenn nicht, kann ich es auch lassen. Und ich kann mir die Ansichten, die ich zu vertreten gedenke, sogar aussuchen. Tolles Land, nicht wahr?

Ach ja, zur Sache. in UK gibt es natürlich auch eine ganz langfristige grundsätzliche Entwicklung, daß sich der Staat aus Wirtschaft, insbesondere Infrastruktur heraus zieht. Und kein besonders glückliches, eher, grade bei der Eisenbahn, ein gutes Beispiel wie man diesen Wandel nicht gestalten soll.

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