Forum: Wirtschaft
Staatsfonds CIC: Chinas Milliarden-Monster

Er hortet Hunderte Milliarden Dollar,*kauft Firmen in*der ganzen Welt: Der chinesische Staatsfonds CIC ist mächtiger als manche Regierung. Der Westen beäugt den Megakonzern mit Sorge. Doch wie gefährlich ist*er wirklich?

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czarpeter 29.05.2011, 13:29
20. Also shauen wir doch mal nach den Fakten

Zitat von hadroncollider
Ich lesen in den Tageszeitungen, dass es auch im Westen Industriespionage gibt, die jedoch nicht offiziell, sondern unter der Decke stattfindet, die verfolgt und nicht selten genug auch bestraft wird. Und was ich nicht verstehe ist, warum dieser Umstand jetzt die chinesische staatlich gelenkte Produktklauerrei legitimiert? Und wie dieser Umstand widerlegen kann, dass so gut wie alles in China eine Kopie geklauter westlicher Technik ist bzw. auf ursprünglich geklauter westlicher Technik basiert? Und was ist mit der Menschenverachtung und Umweltzerstörung, die im chinesischen Produktionssystem steckt?
Es ist wahr das China ein Umweltproblem hat, aber es ist auch wahr, dass der Durchschnittschinese 4.1 ton CO2 ausstoesst, der Durchschnittsdeutsche aber 9.4 ton CO2, also mehr als das Doppelte. Und es ist nun einmal so, dass Asiaten im Allgemeinen ueber Patente eigene Ansichten haben. Oekonomisch ist jedenfalls nicht klar, wie lange etwa ein Patent laufen sollte. Nur die Extreme fuer die Ewigkeit und gar keine Patente werden als offensichtlich suboptimal angesehen.

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suppesuppe25253 29.05.2011, 13:30
21. China China China

Bislang hält sich China am Absatzmarkt USA fest. Da wird ordentlich in die Wirtschaft der USA investiert um den Kurs künstlich niedrig zu halten. Doch wenn der Kurs mal irgendwann freigegeben wird, dann geht es rund.

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vhe 29.05.2011, 13:32
22. ...

Zitat von alcaselzar
1.Woher kommt denn das ganze Geld, wer hat das verdient?
Lauter kleine Chinesen, die wesentlich härter arbeiten als wir.
Zitat von alcaselzar
2.Warum gibt es in Europa keine Staatsfonds? (Norwegen ausgenommen bitte!)
Also, z.B. die Bundesbank hat ca. 100 Milliarden Euro sinnlos in Gold herumliegen.
Wenn Sie das lieber in einem Staatsfonds hätten, schreiben Sie denen doch mal. Die Zeit wird kommen, wo Neodym, Lithium oder Tantal wichtiger sind als der gelbe Tand.
Zitat von alcaselzar
3.Was sagen uns die Antworten zu Frage 1 und 2 in Bezug auf "social accountability" in China?
Keine Ahnung, was sollten sie uns Ihrer Meinung denn sagen?
Zitat von alcaselzar
4.Wäre es nicht an der Zeit, da mal hinzuschauen?
Ich kam, sah - und dann?

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Vanderhellen 29.05.2011, 13:34
23. Fehleinschätzung

In Fehleinschätzungen sind westliche Experten gut. Jetzt wird wieder beschwichtigt - ohne Not. Das macht unvorsichtig.

Die deutschen Regierungen waren nie loyal gegenüber unseren Technologie-Innovatoren. Sie lassen sich zwar mit den Leistungen feiern, aber sie bluten auch mit ihrem Fiskus kleine Marktführer aus und machen sie zu Sonderangeboten. Typisch kleinkariertes deutsches Verhalten.

Es wird Zeit, dass Know-how höher bewertet wird als Geld. Das hier entstandene Know-how muss hartnäckig geschützt werden. Wenn man bedenkt, welche Industrien hier nur aus Geldmangel zugrunde gegangen sind, dann kann man das Heulen kriegen. Andere bauen auf unserem Know-how ganze Volkswirtschaften um - Beispiel Japan mit der Optik-Industrie.

Lizensieren ist okay - kaufen nicht - Geld ist nur Papier. Wissen ist Macht. Wer das leichtfertig aus der Hand gibt, ist einfach dumm.

Wenn China es zur Bedingung macht, nur Joint-Ventures zuzulassen, dann können wir auch Bedingungen stellen. Wenn nur die Geldgier nicht wäre.

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Stinksocken 29.05.2011, 13:41
24. Zustimmung

Zitat von martian-spy-trap
westlicher Snobismus gepaart mit Xenophobie und primitivem Futterneid, der viele von uns blind macht und nicht erkennen lässt dass der chinesische Weg flexibler und erfolgreicher ist als unsere starren, verkrusteten Systeme. Anstelle laufend Schreckensbilder von einer chinesischen Bedrohung zu malen und westliche Militärstützpunkte an den Grenzen zu China anzustreben, sollten wir einfach mal auf Kooperation setzen. Nur so werden sich langfristig durch steigenden Wohlstand der Bevölkerung und steigendem Vertrauen zum Westen und seiner Systeme auch Demokratisierungsprozesse stärker durchsetzen. Wir sollten mal vom hohen Ross herunter. Kurz: wenn wir wirklich Demokratie in China wollen (und nicht nur Heuichelei von unserer Seite aus im Spiel ist), dann müssen wir auch eine starke chinesische Wirtschaft dulden.
Ich möchte Ihnen hierzu gern beipfichten, mit China auf Kooperation zu setzen und abzuwarten. Ich glaube, daß China auf Dauer seine 500 Mio. Wanderarbeiter bei steigendem Wohlstand nicht mehr so billig kaserniert arbeiten lassen kann. Ebenso wird es auf Dauer nicht seine Bevölkerung vom Westen abschotten können.Bisher sind in China nur wenige, bestimmte Regionen vom Wohlstand erfasst. Auf dem Lande hungert man zwar nicht mehr, aber deren Lebensumstände sind gewiß auf dem Stand von Entwicklungsländern. Zudem gibt es immer wieder Hinweise, daß die Leute dort die Knute der Partei, die teilweise korrupt und diktatorisch vor Ort arbeitet, nicht mehr hinnehmen. Auch ein chinesischer Bauer wird sich irgendwann fragen, wenn er die Wolkenkratzer in Shanghai sieht, was für ihn davon übrig bleibt.
Weiterhin ist der Reichtum zum Teil auf Kosten der Umwelt erfolgt, der dort irgendwann wieder investiert werden muß.

Zudem ist die Hortung dieser Mengen von Dollars zukünftig immer mehr von Risoken behaftet, da die Amerikaner immer weiter Scheine drucken und weiterhin neue Schulden machen werden. Ich denke, es wird dort irgendwann alles implodieren wie in Arabien, wenn die Menschen dort für sich langfristig keine Zukunftsperspektiven haben

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geotie 29.05.2011, 13:52
25. Yohh

Zitat von Litajao
............, dass so gut wie alles in China eine Kopie geklauter westlicher Technik ist bzw. auf ursprünglich geklauter westlicher Technik basiert?] Sorry, aber Ihre hochemotionale, pauschalierte und faktenlose Scheinargumentation läßt leider einen gedeihlichen Gedankenaustausch nicht zu.
Komisch, auf jeder Messe läuft inzwischen der Zoll die chinesichen Vertreter ab und kontrolliert auf Plagiate. Vielfach werden diese fündig. Andere Länder sind da nicht so berühmt berüchtig.
Oder fragen Sie doch einige Firmen die zu den geschädigten zählen. Es sollte keine Schwierigkeit für einen clever Menschen sein, diese im Web ausfindig zu machen.

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Terek 29.05.2011, 14:05
26. Nö!

Zitat von Terek
China? Klar! Indien? Mal sehen. Aber die arabische Welt als Global Player der Zukunft? Jetzt mal von einigen mit Öl gesegneten Ländern abgesehen: in was denn?

Zitat von Altesocke
Sand?
Oh, ich vergaß :-)

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Norbert1981 29.05.2011, 14:06
27. ...

Zitat von Stinksocken
Ich glaube, daß China auf Dauer seine 500 Mio. Wanderarbeiter bei steigendem Wohlstand nicht mehr so billig kaserniert arbeiten lassen kann. Ebenso wird es auf Dauer nicht seine Bevölkerung vom Westen abschotten können.Bisher sind in China nur wenige, bestimmte Regionen vom Wohlstand erfasst.
500 Miilionen Wanderarbeiter?
Die Zahl derjenigen, die für einen Job umziehen, steigt offenbar auch. Nach den Ergebnissen der Volkszählung leben 261 Millionen Chinesen seit mehr als sechs Monaten nicht an dem Ort, wo sie sich angemeldet haben

http://www.spiegel.de/politik/auslan...759457,00.html

Ebenso wird es auf Dauer nicht seine Bevölkerung vom Westen abschotten?
Verzehnfachung der Auslandsreisen bis 2020
Nach Schätzungen der Welttourismusorganisation (WTO) werden sich die Auslandsreisen der Chinesen von 2000 bis 2020 auf jährlich 120 Millionen verzehnfachen.

In der gleichen Zeit werde die Zahl der Touristen, die sich aus dem Rest der Welt nach China aufmachen, auf rund 130 Millionen zulegen, was einem jährlichen Wachstum von 8 Prozent entspreche.

http://www.faz.net/artikel/C31151/to...-30018374.html

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fred_s. 29.05.2011, 14:09
28. Yuan

Zitat von suppesuppe25253
Bislang hält sich China am Absatzmarkt USA fest. Da wird ordentlich in die Wirtschaft der USA investiert um den Kurs künstlich niedrig zu halten. Doch wenn der Kurs mal irgendwann freigegeben wird, dann geht es rund.
Der Yuan ist z.Zt. nicht frei handelbar, aber man muss zu Kenntniss nehmen, dass diese Umstellung nicht so schnell geht. Die Vorbereitungen laufen jedoch schon. Noch in diesem Jahr werden alle chinesischen Unternehmen ihre Auslandsgeschäfte in Yuan abwickeln können. Desweitern haben die BRICS-Staaten vor kurzem beschlossen, ihren Handel untereinander nicht mehr in Dollar abzuwickeln und China schließt mit immer mehr Ländern Verträge ab, die als Handelswährung den Yuan zulassen. In 5 bis 10 Jahren könnte es also soweit sein.
Interessant wird es in 5 Jahren, dann muss China automatisch als Marktwirtschaft anerkannt werden. Dann sind einige protektionistische Maßnahmen der USA und EU nicht mehr möglich. Dabei sind die Aussichten für China gut, dass die Anerkennung bereits früher erfolgt, denn solange die Anerkennung aussteht, lässt sich mit China noch ein Preis dafür aushandeln. Bei der wirtschaftlich und finanziell angespannten Lage der EU und der USA ist das eine durchaus wahrscheinliche Variante.

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Vanderhellen 29.05.2011, 14:15
29. Deutschland verkauft seine Kinder

Hier noch ein Beispiel, welches schon in Vergessenheit geraten ist, aber ganz sicher dazu beigetragen hat, China zum weltgrößten Stahlproduzenten werden zu lassen.

Um Stahl herstellen zu können, wird Koks gebraucht. Nur, weil ein paar Investoren und Experten die Lage falsch einschätzten und nicht genügend Rendite herauskam, entliessen sie die Arbeiter und machten die weltweit modernste Kokerei dicht. Das allein war schon tragisch.

Aber aus lauter Geldgier und mit einer gehörigen Portion Blauäugigkeit verkauften sie diese innovative Anlage ausgerechnet an den größten Copyshop der Welt.

Hier nachzulesen: http://www.wiwo.de/unternehmen-maerk...andert-335554/

Wenige Jahre später stieg der Bedarf an Stahl und Deutschland musste auf ein wesentlich größeres Geschäft verzichten. Und nicht nur das:

China hat die Anlage gleich mehrfach geklont und kann seitdem u.a. günstig Autos, Flugzeuge, Züge, Brücken, Stadien etc. bauen. So hat ein kleiner Fehler aus Dortmund Riesenauswirkungen auf die Weltwirtschaft. Wobei das Know-how für die Erzeugnisse eben auch noch aus dem Westen stammt.

Dafür tüfteln hier Klein-Unternehmer an Fahrrädern aus Bambus. Na prima.

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