Forum: Wirtschaft
Staatslotterie: Spanien will "den Dicken" verkaufen

Sie ist ein spanisches Kulturgut:*Die Weihnachtslotterie "der Dicke" , organisiert von der staatlichen Lottogesellschaft. Nun will die Regierung das Unternehmen privatisieren - und den*größte*Glücksspielkonzern schaffen.

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Over the Fence 25.05.2011, 11:34
1. Weg aus der Wirtschaftskrise?

Zitat von sysop
Sie ist ein spanisches Kulturgut:*Die Weihnachtslotterie "der Dicke" , organisiert von der staatlichen Lottogesellschaft. Nun will die Regierung das Unternehmen privatisieren - und den*größte*Glücksspielkonzern schaffen.
Ich hoffe die Spanier haben noch andere Mittel aus der Wirtschaftskrise zu kommen, als den Lotteriebetrieb.
Lotterien dürften wohl kaum für besonderes Wirtschaftswachstum sorgen im Land sorgen.

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fritz1949 25.05.2011, 11:46
2. :-)

Zitat von sysop
Sie ist ein spanisches Kulturgut:*Die Weihnachtslotterie "der Dicke" , organisiert von der staatlichen Lottogesellschaft. Nun will die Regierung das Unternehmen privatisieren - und den*größte*Glücksspielkonzern schaffen.
Is' klar, wenn man sparen muss verscherbelt man als erstes seine Einnahmequellen.

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idealist100 25.05.2011, 11:49
3. Richtig

Zitat von fritz1949
Is' klar, wenn man sparen muss verscherbelt man als erstes seine Einnahmequellen.
es fehlt nur noch der Nachsatz " für nen appel und en ei"

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avollmer 25.05.2011, 11:56
4. Wie wäre es ...

... wenn die deutsche Regierung, sprich der Bund, die zu privatisierenden Staatsbetriebe der notleidenden Staaten kauft und mit den übernommenen Schulden bezahlt? Würde uns erst mal nichts kosten, Erträge ermöglichen und man könnte den Grundstock für eine kapitalgedeckte Altersversorgung ansparen, eine Staatsholding, die schlussendlich dem Rentenfond gehören wird.

Zusätzlich ließe dies die Option offen, dass diese Staaten bei Rückkehr der Liquidität auch zurückkaufen können oder sich an dieser Holding beteiligen.

Vielleicht gehören dann irgendwann große Teile der europäischen Infrastruktur einer gemeinsamen Staatsholding, die dann Synergieeffekte ausnutzen kann und bei dieser Größe auch eigene Forschung und Fortentwicklung professioneller betreiben kann, über Kapazitäten zur Soforthilfe im Katastrophenfall verfügt und mit der pauschalen Ausschreibung von Werkleistungskontingenten Flexibilität gewinnt. Wir würden Mautpauschalen für Straßenklassen einmalig zahlen und europaweit fahren können, Stromnetze wären europaweit bis hin nach Nordafrika mit Hochlastgleichspannungsnetzen erweiterbar, Bahn, Lotterien. Die ganzen alten Staatsmonopole wären in einem Giganten gebündelt, der als träge und stabile Masse auch die Wirtschaft stabilisieren kann, den Boom dämpfen und Rezessionen verhindern allein durch eigene antizyklische Investitionen und Auftragsvergabe.

Eine Einbindung in die staatliche Altersversorgung würde fast alle Bürger zu Nutznießern machen und ermöglichen über entsprechende Wahlgremien eine demokratische Kontrolle sicherzustellen. Da man die eigene Rente nicht weiterverkaufen oder vererben kann, wären Missbrauch und persönliche Bereicherung weitgehend ausgeschlossen.

Eine Investition von deutscher Seite in der aktuellen Situation wäre ein Einstieg in diese Entwicklung.

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Alf.Edel 25.05.2011, 11:57
5. Einnahmequellen...

Zitat von fritz1949
Is' klar, wenn man sparen muss verscherbelt man als erstes seine Einnahmequellen.
Was soll der spanische Staat sonst verkaufen?
Seine Beamten?

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Family Man 25.05.2011, 11:57
6. ....

Max Keiser (RT) nennt die neue (post-Krise) Wirtschaft "Casino-Gulag". Ein treffender Begriff finde ich, zumal sie auch im Orwells 1984 ausführlich beschrieben wurde. Das Vergnügen der Proles sind dort; Schlechtes Bier, dämliche Schlager und Lotto, wo sie nie gewinnen werden.

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wander 25.05.2011, 12:02
7. bekanntes Schema

Zuerst stürzt man die Menschen ins Elend, dann plündert und verschachert man das wertvolle Gemeinschaftseigentum für den Profit einer winzigen Oligarchie und zum Schaden des ganzen Volkes.
Die aktuelle neoliberale Welle ist für Europa schädlicher als ein Bombenangriff.

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wander 25.05.2011, 12:41
8. und es fehlt auch noch

Zitat von idealist100
es fehlt nur noch der Nachsatz " für nen appel und en ei"
der Nachsatz:... an nicht legitimierte, jedoch bestens vernetzte Akteure, die das gemeinschaftlich erwirtschaftete und kontrollierte Vermögen im Börsencasino abfackeln.

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Henson222 25.05.2011, 12:42
9. Klar

Zitat von fritz1949
Is' klar, wenn man sparen muss verscherbelt man als erstes seine Einnahmequellen.
Natürlich. Denn es geht ja nur darum maximal die nächsten vier Jahre zu überleben. Langfristig planen ist nichts für Politik.

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