Forum: Wirtschaft
Staatssanierung im Vergleich: Sparen wie die Griechen

Steuern rauf, Löhne und Renten runter - Griechenland drohen harte Einschnitte. Was bedeutet das für die Bürger? SPIEGEL ONLINE zieht den Vergleich - und zeigt, was in Deutschland passiert würde, ginge die Bundesregierung auf den gleichen Sparkurs wie Athen.

Seite 4 von 30
Gruber 30.04.2010, 08:20
30. Jeder darf raten, aber nur einmal...

...ob die unsittlich überbezahlten Macher, die aber meistens nur durchschnittliche und nicht selten sogar nur unterdurchschnittliche Fähigkeiten besitzen, nicht auch an andere Länder als Griechenland (z.B. diverse Ost- und Balkanländer) trotz fehlender Bonität auch mehr verkauft und mehr Kredite gegeben haben, als diese Länder zu zahlen in der Lage sind.
Wobei man bei dieser Gelegenheit einmal grob zusammenfassen darf, was bis jetzt von den Machern und ihren Politikern an Milliarden versenkt wurde:

1. Ersten wurden auf Kosten der EU-Bürger (nicht der EU-Macher, die wurden ja entlastet) Milliarden und Abermilliarden in völlig korrupte, unverbesserliche Staatskassen der Wirtschaftsversager-Länder gesteckt.

2. Zweitens wurden auf Kosten der EU-Bürger (nicht der EU-Macher, die wurden ja entlastet) Milliarden und Abermilliarden für Exportförderungen und Standortgründungen ausgegeben. Hauptsächlich zum Wohle der Absahner und Großaktionäre. Oder hat ein Normalbürger ähnliche Zuwächse wie diese Leute in seiner Geldbörse gesehen?

3. Zusätzlich konnten und können die Macher bei wirtschaftlichem Versagen ihrerseits auf Kosten der Staatskasse auch noch Milliarden und Abermilliarden als Verluste abschreiben.

4. Na und waren die Rettungspakete für die Großpleitiers und Großversager in Milliarden- und Abermilliardenhöhe vielleicht ohne?

5. Und wer zahlt denn die EU-Beiträge und die EU-Prestigeprojekte, wobei letzteren nicht selten ein Fass ohne Boden darstellen? Zahlen das vielleicht jene, die durch die EU am meisten profitieren? Oder die EU-Bevölkerungen, die mit stark zunehmender Armut und ständig stagnierenden bzw. rückläufigen Einkommen zu kämpfen haben?

Beitrag melden
docmatthew 30.04.2010, 08:22
31. Primitiv-Konzept

Zitat von sysop
Steuern rauf, Löhne und Renten runter - Griechenland drohen harte Einschnitte. Was bedeutet das für die Bürger? SPIEGEL ONLINE zieht den Vergleich - und zeigt, was in Deutschland passiert würde, ginge die Bundesregierung auf den gleichen Sparkurs wie Athen.
Tja, wenn's so einfach wäre! Ein solches Primitiv-Konzept kann doch überhaupt nicht funktionieren.
1. Bei den unteren A-Besoldungsstufen der Beamten kann guten Gewissens nicht gespart werden.
2. Wenn man bei den Kleinrentnern den Rotstift ansetzen würde, dann würden Hunderttausende Grundsicherung in Anspruch nehmen müssen, was wiederum öffentliche Gelder kosten würde.
3. Bei den Hartzern zu sparen, wäre völlig unverantwortlich, und
4. die Mehrwertsteuer drastisch heraufzusetzen, würde unsere ohnehin schwache Binnenkonjunktur noch weiter schwächen.

Dass im Übrigen der SPON-Autor fast ausschließlich bei den sozial Schwachen ansetzt, vermag niemenden mehr zu erstaunen.

Beste Grüße

Beitrag melden
hansglueck 30.04.2010, 08:22
32. Leicht am Thema vorbei...

Öhm, da ist der Autor aber leicht am Thema vorbeigerannt...
All diese Anpassungen sind doch bei uns längst umgesetzt! Die Renten wurden doch mit den Jahren immer geringer im Bezug auf das Renteneintrittsalter, die Bezüge von Beamten gekürzt, die Zahl der Jobs im öffentlichen Dienst reduziert.

Ich kann mich nicht erinnern, dass es bei uns eine ähnlich allumfassende staatliche Versorgung gäbe (sowohl was Renten wie auch Arbeitsplätze angeht) wie im wirtschaftlich bei weitem schwächeren Griechenland.

Die Proteste der Griechen richten sich gegen Einschnitte, die sie auf ein Niveau bringen, das relativ zu ihrer eigenen Wirtschaftsleistung noch weit über dem liegt, das wir hier haben...

Beitrag melden
hägar72 30.04.2010, 08:26
33. Sparen nur bei den Sozialausgaben??

Das ist wieder mal typisch: Dem Auto fällt nur ein, bei Sozialleistungen zu streichen. Dabei sind z.B. die Militärausgaben der zweitgrößte Posten im Bundeshaushalt. Und obendrein wird hier nochjede Menge Geld verschwendet für neue Technik, snnlose Auslandseinsätze u.ä.
Aber ganz dem Zeitgeist entsprechend wird natürlich nur bei den Sozialleistungen gespart. Rentner, Kinder und Arbeitslose sind ja auch nicht systemrelevant.

Beitrag melden
idealist100 30.04.2010, 08:27
34. Die Griechen

Zitat von sysop
Steuern rauf, Löhne und Renten runter - Griechenland drohen harte Einschnitte. Was bedeutet das für die Bürger? SPIEGEL ONLINE zieht den Vergleich - und zeigt, was in Deutschland passiert würde, ginge die Bundesregierung auf den gleichen Sparkurs wie Athen.
Die Griechen würden nach neuesten Umfragen am liebsten ihre Politikerkaste und Eliten am liebsten in die Wüste schicken. Bei uns möchte ich auch die Möwenpickpartei und die anderen Profiteure ebenfalls dahin schicken. Wie wäre es denn mit einer Spekulationssteuer, einer linearen Einkommenssteuer bis auf 70 %. Was macht es wenn ein 10 Mill. Einkommen 7 Mill. Steuern bezahlt. Ach ja das geht nicht. Die Zocker und Eliten sowie die Politiker würden in andere Statten abwandern und wir würden im Chaos versinken. Ich meine etwas besseres könnte uns gar nicht passieren, wäre das schön diese Klientel los zu werden. Aber leider gehen die nicht.

Beitrag melden
Bayerr 30.04.2010, 08:28
35. Ganz klar

Solche Dinge wie Heraufsetzung des Spitzensteuersatzes auf Vor-Kohl-Niveau (52%) oder Wiedereinführung der Vermögenssteuer und höhere -statt niedrigere - Erbschaftssteuer oder eine Finanztransaktionssteuer werden erst gar nicht erwähnt. Der Spiegel weiß natürlich genau, dass unsere Regierung so etwas auch nicht erwägt !

Beitrag melden
skylark2001 30.04.2010, 08:30
36. Blabla ...

Zitat von solarfighter
Bei dem Artikel ist mal wieder bezeichnend, dass hier nur die Sozialausgaben für die kleinen Leute und die Mittelschicht angeführt werden. Das konsequente Streichen von Subventionen und Steuervergünstigungen bringt etliche Milliarden. Wenn man dann noch eine Erbschafts- und eine Vermögenssteuer einführt, welche die Namen auch Verdienen, dann kann man auch die 100 Mrd. fast aus der Portokasse bezahlen. Wir sind halt auch ein großes, reiches Land.
Erbschaftssteuer? Ich sag Ihnen mal was: Ich habe jahrelang >300h im Monat gearbeitet, damit meine beiden Kinder einmal später je ein Haus haben. Wenn es nach den Sozis und Linken geht, dann trifft es genau die Leute wie mich und meine Kinder, denen es einmal besser gehen sollte als mir (mir geht es übrigens sehr gut).

Mir reicht es jetzt übrigens. Ich arbeite wie ein normaler Mensch und zahle meine (wenigen) Steuern. Ich lebe halt etwas bescheidener. Aber Mehrleistung bringe ich nicht mehr. Wenn alle es in D so machen, wie ich, dann Gute Nacht. Viele machen es schon so. Die haben dann halt statt 50 Angestellten nur noch 25 oder 10. Macht aber nix!

Beitrag melden
pfisti 30.04.2010, 08:31
37. spiegel will mitverdummen

es ist also soweit - der linke spiegel hilft ganz objektiv mit, das volk dumm zu halten - lasst den reichen ihr geld, nehmt es dem volk - alles funktioniert, solange keiner diesen missstand in den medien öffentlich macht. subventioniert weiter die bauern "müller milch" und "lufthansa", senkt steuern für "ordentliche" parteispenden. die mehrwertsteuererhöhung und die kürzungen im sozialen werden es schon ausgleichen...

Beitrag melden
skitime 30.04.2010, 08:32
38. Subventionen machen arm

Auf Deutschland bezogen könnten wir sicher sinnvoller sparen als die hier genannten Vorschlage:

- Einfacheres Steuersystem (spart immense Verwaltungskosten)

- Abbau von Subventionen, wie Steuerbefreiung des Flugkerosins, Pendlerpauschale, Kohleförderung, Agrardieselsteuerbefreiung, Begünstigung von Unternehmen für die Entnahme von Strom über 50 Mwh für betriebliche Zwecke, Energiesteuerbegünstigung für bestimmte Prozesse und Verfahren, USt-Ermäßigung für Umsätze der Zahntechniker...

- Gleichbehandlung von Kapitalerträgen und "Einkommen durch Arbeit"

- Überprufung der abgerechneten Leistunge im Gesundheitssystem durch den Patienten (wie schon bei privater KV, hier sieht der Patient, was abgerechnet wird). Hierdurch könnte der Zuschuß des Bundes ins Gesundheitssystem gesenkt werden.

Wer mal grob nachlesen möchte, für was wir Geld haben:

http://www.bundesfinanzministerium.d...cationFile.pdf

Scho a Wahnsinn...

Beitrag melden
sic tacuisses 30.04.2010, 08:34
39. nein !!!

[QUOTE=sormitz;5430284] Zitat von qwertz999
Der Bericht nennt wie immer objektiv und treffsicher die wichtigsten Einsparpotentiale vorzugsweise bei den schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft. Wie immer werden die größtmöglichen Einsparpotentiale - der Militärhaushalt, die Beteiligung am Afghanistankrieg und die Zuschüsse für die notleidenden Zockerbanken - in solchen Artikeln überhaupt nicht erwähnt. Das naive Volk könnte ja nachdenklich werden und womöglich eine zweite, hoffentlich friedliche Revolution veranstalten!
Sie wird garantiert nicht friedlich sein.
Und sie wird kommen.

Beitrag melden
Seite 4 von 30
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!