Forum: Wirtschaft
Stabiles Konsumklima: Verbraucher stützen Deutschlands Wirtschaft

Wegen der Euro-Krise wird derzeit vielen angst und bange*- doch das verdirbt den Deutschen nicht die Kauflaune: Laut Gesellschaft für Konsumforschung geben sie weiter munter Geld aus. Hauptgrund ist der robuste Arbeitsmarkt.

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nixkapital 25.10.2011, 09:04
1. Hm...

Zitat von sysop
Wegen der Euro-Krise wird derzeit vielen angst und bange*- doch das verdirbt den Deutschen nicht die Kauflaune: Laut Gesellschaft für Konsumforschung geben sie weiter munter Geld aus. Hauptgrund ist der robuste Arbeitsmarkt.
...eine von den vielen Jubelmeldungen, die mich in meinem Konsumverhalten ändern wollen? Also eine Meldung, die lanciert wird, um sich selbst zu bewahrheiten?

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Sapere aude 25.10.2011, 09:07
2. Aufhören, bitte

Zitat von sysop
Wegen der Euro-Krise wird derzeit vielen angst und bange*- doch das verdirbt den Deutschen nicht die Kauflaune: Laut Gesellschaft für Konsumforschung geben sie weiter munter Geld aus. Hauptgrund ist der robuste Arbeitsmarkt.
ROTFL. Nimmt diese Jubelmeldungen eigentlich noch jemand ernst? Nächste Woche kommen dann die echten Einzelhandelsergebnisse, und siehe da, der Umsatz wird stagnieren.... wie seit 10 Jahren.

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spydergyrl 25.10.2011, 09:15
3. Alternative?

Zitat von sysop
Wegen der Euro-Krise wird derzeit vielen angst und bange*- doch das verdirbt den Deutschen nicht die Kauflaune: Laut Gesellschaft für Konsumforschung geben sie weiter munter Geld aus. Hauptgrund ist der robuste Arbeitsmarkt.
Vielleicht erscheint den Leuten "Sparen" von sogenanntem "Geld", eventuell sogar noch in Staatsanleihen, als die unattraktivere Alternative...

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papayu 25.10.2011, 09:15
4. Vorbeugen ist besser als ?

Da ich mir nicht sicher bin, dass mein Geld verschwindet, gebe ich es doch lieber aus. Oder?

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marthaimschnee 25.10.2011, 09:17
5. Konsumforschung?

Was erforschen die denn? Wieviel Geld umgesetzt wird! Und daß mehr Geld von den Verbrauchern ausgegeben wird, liegt bestimmt nicht daran, daß viele Waren des täglichen Bedarfs gerade stattliche Preissprünge hinlegen und der Verbraucher einfach mehr ausgeben muß, um seinen Lebensstandard zu halten! Wenn ich davon auf eine Verbraucherlaune schließen würde, wäre die irgendwo zwischen ärgerlich bis wütend, aber keinesfalls bei "optimistisch"! Ein aus Sicht der GfK optimistisches Klima, das nicht auf einer Verbesserung der Einkünfte basiert (wie sollte das bei der aktuellen Politik bitte funktionieren?) heißt für den Verbraucher also, er darf auch weiterhin damit rechnen, permanent mehr für ein und dieselbe Leistung bezahlen zu müssen.

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kettensprenger 25.10.2011, 09:18
6. GfK-Umfragen auf Golfplätzen

Wo finden solche Umfragen statt? Auf Golfplätzen, bei Porsche-Händlern oder im Bundestag?
Konfrontieren wir die Herrschaften mit der Realität der Armut in Deutschland:

■In Deutschland wächst jedes 6. Kind unter der Armutsgrenze auf. Rechnet man Kinder knapp oberhalb der Armutsgrenze hinzu, ist rd. jedes 4. Kind in Deutschland arm.
■800.000 Bundesbürger sind auf Armenküchen angewiesen.
■Rd. 500.000 Bundesbürger haben nicht einmal ein Bankkonto.
■Lt. Sparkassenverband befindet sich über die Hälfte aller Arbeitnehmer-Konten im Minus.
■8,4 Mio. arbeiten als Minijobber.
■Rd. 2 Mio. Selbständige leben an oder unter der Armutsgrenze.
■Rd. 30% der selbständigen Anwälte, Architekten und Journalisten leben von weniger als 1.250 € netto.
■7 Mio. Bundesbürger müssen von Hartz IV leben (davon rd. 2 Mio. Erwerbstätige zu Löhnen unter Hartz IV-Niveau)
■Rd. 15 Mio. Kinder, Schüler und Studenten haben außer Kindergeld und teilweise Minijobs kein Einkommen.
■Die Niedriglöhne sind seit von 1995 bis 2008 um 14% gesunken.
■7,3 Mio. Menschen sind überschuldet/bankrott.
■Die Privatinsolvenzen boomen.
■Das Statistische Bundesamt stellte fest, daß 2004 10,1 Mio. steuerpflichtige Erwerbstätige ein monatliches Gesamteinkommen von weniger als 834 € hatten – und zwar brutto.
■Lt. Destatis-Pressemitteilung Nr. 305 vom 25.08.2008 verdienten 2004 50% der Steuerpflichtigen weniger als 23.000 € brutto jährlich. Das sind weniger als 1.251 € netto monatlich bei einem Single. Bei Familien ist das Brutto-Haushaltseinkommen (wegen Kindergeld und der günstigeren Steuerklasse) zwar etwas höher, aber da davon auch mehr Menschen leben müssen, ist es pro Kopf meist sogar noch niedriger als bei Singles.
■Laut Rentenversicherungsbericht 2010 des Deutschen Bundestags wurden 2009 insgesamt 220,8 Mrd. € Versichertenrente an 19,03 Mio. Rentner ausbezahlt. So erhielten lt. Punkt 2.2. männliche Rentner durchschnittlich 982 € Rente, Rentnerinnen aus den alten Bundesländern sogar nur 498 € monatlich (!). Durchschnittliche Rentnerinnen sind also Sozialfälle (von denen aus Scham nur 3% das ihnen zustehende Sozialgeld in Anspruch nehmen – was die Regierungsparteien der Öffentlichkeit als Indiz für die angeblich gute finanzielle Lage der Rentner verkaufen).

Einfach mal "systemsklaven" googeln...

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vHayekFan 25.10.2011, 09:19
7. nun ja

Ist es beim Spiegel wirklich immer noch nicht angekommen, dass die sogenannte GfK nicht feststellt, wieviel die Deutschen ausgeben, sondern wieviel sie nach irgendwelchen Berechnungen auszugeben bereit sein sollen und dass gerade die Zahlen der GfK regelmäßig meilenweit von der Realität entfernt sind?

Da ich davon ausgehe, dass man das auch bei SpON weiss, muss ich bei so völlig unangemessenen Überschriften wie "Verbraucher stützen Deutschlands Wirtschaft" zu ner GfK-Meldung wohl keine Zweifel mehr am Charakter dieses Blatts haben.

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NewHuman 25.10.2011, 09:19
8. Kauflaune in Krisenzeiten

Zitat von sysop
....Kauflaune: Laut Gesellschaft für Konsumforschung geben sie weiter munter Geld aus....
Vielleicht leitet manchen Verbraucher ja auch dieser Gedanke: Lieber jetzt das vorhandene Geld noch für vernünftige, reale Dinge ausgeben, bevor gar nichts mehr geht.

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franklinber 25.10.2011, 09:20
9. Nein

Die Leute sind nicht Happy, aber die Leute sind Klug genug ihr Geld lieber selber auszugeben, statt es irgend wann dem Staat abgeben zu müssen!

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