Forum: Wirtschaft
Standard & Poor's: Rating-Agentur entzieht Amerika die Bestnote

Für die Wirtschaftssupermacht USA ist es gehörige Blamage: Als erste der großen Rating-Agenturen hat Standard & Poor's die US-Bonität von der Bestnote "AAA" herabgestuft. Zugleich warnte die Agentur, der langfristige Ausblick sei negativ - nun drohen der Amerika und der Welt wohl noch weitere

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Horatio Caine 06.08.2011, 20:11
180. Es ist entschieden

Zitat von sysop
Für die Wirtschaftssupermacht USA ist es gehörige Blamage: Als erste der großen Rating-Agenturen hat Standard & Poor's die US-Bonität von der Bestnote "AAA" herabgestuft. Zugleich warnte die Agentur, der langfristige Ausblick sei negativ - nun drohen der Amerika und der Welt wohl noch weitere
Ich weiss schon jetzt WORAN in den USA gespart werden wird.
Die Plutokraten ziehen demnächst in einem Siegeszug durch Washington.

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rabenkrähe 06.08.2011, 21:07
181. nene

Zitat von founder
Demokratische Legitimität? Eine durch Wahlbetrug gewählte Regierung kann niemals als demokratisch legitimiert gelten. Welche US Partei hat den Bürgern auch nur annähernd den Zustand der Wirtschft, der Schulden und die Probleme des Landes dargestellt? Keine! Weder Demokraten noch Republikaner.
.....

Also jeder der sich informieren wollte, konnte herausfinden, daß die desaströse Schuldenpolitik der Bush und Greenspan in Turbulenzen geführt hat. Und zwar in überaus schwere See, die ein völliges Umdenken und Neuformieren erfordert hätte.
Obamas Versäumnis ist es sicher, keine wirklich andere Wirtschaftspolitik durchgesetzt zu haben, aber die Verursacher sind fürwahr andere.
Und der größte Aberwitz ist es dann, wenn sich die teaparty der Reps als die Retter der Nation aufspielen, weil sie alles streichen wollen, um die Schulden abzubauen. Warum nur ist ihnen das nicht schon unter Bush eingefallen???
rabenkrähe

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reuanmuc 06.08.2011, 21:17
182. .

Zitat von klaus.heuer
Was für ein Wahnsinn!
Wenn Warentester darauf hinweisen, dass ein bestimmtes Produkt nachweislich nicht zuverlässig funktioniert, ist dann der Warentester schuld, wenn der Hersteller das Produkt billiger verkaufen muss, um es überhaupt noch verkaufen zu können? Ist das nicht im Interesse des Käufers und auch im Interesse des Herstellers, falls er deswegen sein Produkt verbessert?

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spiegelmaus 07.08.2011, 09:30
183. Denkwürdig

ist, dass aller Welt wieder einmal vor Augen geführt wird, dass ihr Goldenes Kalb, der Gott Mammon, inzwischen mehr Macht besitzt, als der "mächtigste Staat der Welt", die USA. Der "TÜV" des Gottes Mammon, die Rating-Agenturen, entscheidet über Wohl und Wehe der ganzen Welt, und das ohne verfassungsrechtliche Legitimation. Das Kapital, die Märkte haben sich im Sinne einer Selbstorganisation eine eigene Weltinstitution geschaffen, die mächtiger ist, als alle souveränen Staaten, die als die Untertanen des Kapitals betrachtet werden können. Angetrieben werden die Märkte von der Raffgier der Menschen. So wenig, wie diese Eigenschaft der Menschen Skrupel, Mitgefühl und Selbstlosigkeit kennt, so wenig zeigen seine Mittel und seine Resultate diese Qualitäten. Der wirtschaftliche Erfolg Chinas beruht beispielsweise auf den sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen des Millionenheers von Arbeitern. Wenn es gelänge, dem Gott Mammon Ethik und Moral beizubringen, könnte aus unserer Welt tatsächlich einmal eine bessere werden. Erst müssten aber allen endlich einmal die Augen aufgehen. Vielleicht erledigt der Markt das nächste Woche selber. Wer Augen hat, zu sehen...

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Gerixxx 07.08.2011, 22:28
184. Also....Patienten und Patienten....

Zitat von weltsichtig
Dass wir unglaubliche Mengen an Geld in das medizinische System pumpen, liegt eben auch daran, dass das Verhalten des Kostenverursachers - des Patienten - im allgemeinen keinerlei Einfluss darauf hat, was er in Form seiner Krankenversicherungsbeiträge bezahlen muss. Es werden viel zu viele sinnlose Arztbesuche, Medikationen und Behandlungen bezahlt. Das läßt sich nur durch Selbstbeteiligung steuern - jeder Patient wird auf Rechnung behandelt, sieht dadurch, was es kostet und erhält 90-95% von der Kasse zurück; um soziale Härten zu verhindern, kann man das ja durchaus degressiv gestalten. Allerdings muss man sehen, dass sich auch viele chronische Karnkheiten durchaus durch Änderung des Verhaltens positiv beeinflussen lassen - weniger fett essen hilft z.B. besser als sog. "Blutfettsenker"; aber letztere sind natürlich deutlich angenehmer als Hungern und kosten außerdem halt nix...
Sicher gibt es die von ihnen beschriebenen Patienten, die wegen alles möglichen zum Arzt gehen. Dazu kommen bei vielen noch ungesunde Lebensweise - und wenn sie über Kosten sprechen, dann müssen sie auch noch die undurchtrainierten Hobbysportler (Winterspurt !) hinzurechnen, deren Brüche und bleibenden Schäden just for fun auch die Allgemeinheit trägt...

Aber darum geht es doch nicht - die Masse der Patienten ist zunächst mal bedürftig und braucht Hilfe. Sie für das Fehlverhalten der anderen kollektiv zu strafen halte ich für völlig unangemessen.
Deshalb würde ich nicht die Bürokratie der Einzelabrechnungen von den Kassen auf die Patienten abwälzen. Wenn ich mir vorstelle meine in Dauerbehandlung befindliche nicht mehr ganz geistig fitte Mutter (Blutkrebs, teilweise blind und hörschwach) sollte Einzelabrechnungen prüfen und ausfüllen - ich bitte sie !
Sattdessen würde ich wirksame Rückerstattungssysteme für unterlassene Arztinanspruchnahmen einführen....

Der größte Kostentreiber sind für mich immer noch Pharmaanbieter (Medikamente sind in D immer noch doppelt so teuer wie in unseren Nachbarländern) und Ärzte (wir haben in D doppelt so viele pro Kopf als unsere Nachbarn - nur falsch verteilt). Ärzte können sich ihre Nachfrage selbst schaffen - wie soll der Patient beurteilen, was notwendig ist ? Deshalb müsten die Ärzte auch ein auskömmliuches festgehalt bekommen, was gar nicht erst in Versuchung führt...

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Gerixxx 07.08.2011, 22:34
185. Mein Gott...

Zitat von Michael Kastner
Das ist das, was auch jede kriminell organisierte Schutgeldbande dem Lokalbesitzer erzählt. Dabei schützt sie den Inhaber lediglich vor Problemen, die es ohne die Bande nicht gäbe. ... Die sog. Finanzkrise ist zuallererst eine Krise der etatistischen Technokratie und der Unmöglichkeit wirtschaftliche Entwicklung zu lenken. Die Auswüchse dieses Experminents müssen die Armen ertragen.
..wieviel Ideologie packen sie denn hier hinein ? Den (unseren - wir sind die Bürger !) Staat ganz allgemein mit einer Schutzgeldbande zu vergleichen ist schon sehr fragwürdig...

Und die Finanzkrise hat mit Sicherheit auch Fehlverhalten von Landesbanken etc. gesehen - aber die Ursache ist bestimmt nicht "Etatismus" sondern grenzenlose Spekulation und Gier auf ungenügend regulierten Märkten, die zur Blasenbildung führte.

Grüße

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Silverhair 09.08.2011, 09:48
186. Keinerlei Legitimation ..

Zitat von reuanmuc
Wenn Warentester darauf hinweisen, dass ein bestimmtes Produkt nachweislich nicht zuverlässig funktioniert, ist dann der Warentester schuld, wenn der Hersteller das Produkt billiger verkaufen muss, um es überhaupt noch verkaufen zu können? Ist das nicht im Interesse des Käufers und auch im Interesse des Herstellers, falls er deswegen sein Produkt verbessert?
Es handelt sich nur nicht um Warentester bei den Ratingagenturen. Sie sind schlichtweg bezahlte und selbsternannte Notare die im Auftrag der Unternehmen die ihre Produkte verkaufen wollen schein Zertifikate ausstellen - sie sind faktisch damit ein Teil der Unternehmen - und keineswegs neutrale Begutachter!
Auch ist die Betrachtung von Geld als Ware eine mehr als zweifelhafte Angelegenheit - weil Geld ja als "Gegengewicht" sein soll - wenn jetzt aber das Geld die Ware ist , was sind dann die Güter .. die Bezahlung des Geldes?

In keinem System wo richtige Waren "Verkauft" werden ist es erlaubt die Maße - also die Gewichststeine, Volumen, oder das Geld selber beliebig zu verändern - weil damit schlichtweg der Handel der Güter nicht mehr fair und Betrugsfrei stattfindet. Diesem Betrug im Mittelalter , mit manipulierten Waagen und Gewichtssteinen die Käufer übers Ohr zu hauen wurde mit Gesezen unter Strafe gestellt. Es wenn aber Geld selber zu einer Ware wird und damit beliebig im Preis manipulierbar, dann haben wir hier den klassischen Fall von vorsätzlichem Betrug - und die Ratingagenturen sind dort letztlich diejenigen die durch Betrug sich selber eine goldene Nase verdienen wollen!

Sie arbeiten nicht im Sinne der Käufer, den diese setzen nicht zu unrecht auf "Preisstabilität" und unmanipuliertes Geld - und die Zweifel am Geld - und seinem System die wir gerade erleben sind nunmal direkte Folge der Einflussnahme auf die Preise!

Diesen Organisationen fehlt schlichtweg jede Legitimation für ihre Preisbeurteilung - sie sind weder demokratisch legitimiert, noch besteht eine neutralität gegenüber Staat oder Bürgern -sie sind bezahlte handlanger von Spekulanten und Betrügern schlichtweg!

Es waren die - keineswegs neutralen AAA bewertungen der Immobilien Hypotheken - die sie in gefälligkeit für die Banken gegen Bezahlung dort erstellt haben. Ich denke bei dem Schaden von 100'ten Bio Dollar weltweit wären sie als erstes einmal zu Schadensersatz für alle Betroffenen verpflichtet - bevor sie wieder überhaupt ihre Aktivitäten an irgendeinem Markt aufnehmen dürften!

Jedes Beratungsinstitut, jeder Rechtsanwalt und jeder Notar, auch die Verbraucherorganisationen sich für ihre Äusserungen und Bewertungen bei Schäden haftbar zu machen - und benötigen meistens sogar eine Staatliche Erlaubnis für ihre Aktionen .. Bei selbst ernannten Ratingagenturen fehlt das schlichtweg alles - sie deshalb als Prüfer zu bezeichnen ist schon eher wieder Betrug an den Kunden , Anlegern und Staaten!

Ich denke das die Anlegervereinigungen schlicht einen grossen Fehler sogar machen diese "selbsternannten Prüfer" nicht privatrechtlich wegen Falschberatung im Rahmen des Immoblien Crash, und aller falschen Bewertungen zu Schadensersatz zu verklagen - Ich denke unter solchen Sanktionen würden wir von diesen Zockern niemals mehr etwas hören!

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Silverhair 09.08.2011, 09:48
187. Keinerlei Legitimation ..

Zitat von reuanmuc
Wenn Warentester darauf hinweisen, dass ein bestimmtes Produkt nachweislich nicht zuverlässig funktioniert, ist dann der Warentester schuld, wenn der Hersteller das Produkt billiger verkaufen muss, um es überhaupt noch verkaufen zu können? Ist das nicht im Interesse des Käufers und auch im Interesse des Herstellers, falls er deswegen sein Produkt verbessert?
Es handelt sich nur nicht um Warentester bei den Ratingagenturen. Sie sind schlichtweg bezahlte und selbsternannte Notare die im Auftrag der Unternehmen die ihre Produkte verkaufen wollen schein Zertifikate ausstellen - sie sind faktisch damit ein Teil der Unternehmen - und keineswegs neutrale Begutachter!

Auch ist die Betrachtung von Geld als Ware eine mehr als zweifelhafte Angelegenheit - weil Geld ja als "Gegengewicht" sein soll - wenn jetzt aber das Geld die Ware ist , was sind dann die Güter .. die Bezahlung des Geldes?

In keinem System wo richtige Waren "Verkauft" werden ist es erlaubt die Maße - also die Gewichststeine, Volumen, oder das Geld selber beliebig zu verändern - weil damit schlichtweg der Handel der Güter nicht mehr fair und Betrugsfrei stattfindet. Diesem Betrug im Mittelalter , mit manipulierten Waagen und Gewichtssteinen die Käufer übers Ohr zu hauen wurde mit Gesezen unter Strafe gestellt. Es wenn aber Geld selber zu einer Ware wird und damit beliebig im Preis manipulierbar, dann haben wir hier den klassischen Fall von vorsätzlichem Betrug - und die Ratingagenturen sind dort letztlich diejenigen die durch Betrug sich selber eine goldene Nase verdienen wollen!

Sie arbeiten nicht im Sinne der Käufer, den diese setzen nicht zu unrecht auf "Preisstabilität" und unmanipuliertes Geld - und die Zweifel am Geld - und seinem System die wir gerade erleben sind nunmal direkte Folge der Einflussnahme auf die Preise!

Diesen Organisationen fehlt schlichtweg jede Legitimation für ihre Preisbeurteilung - sie sind weder demokratisch legitimiert, noch besteht eine neutralität gegenüber Staat oder Bürgern -sie sind bezahlte handlanger von Spekulanten und Betrügern schlichtweg!

Es waren die - keineswegs neutralen AAA bewertungen der Immobilien Hypotheken - die sie in gefälligkeit für die Banken gegen Bezahlung dort erstellt haben. Ich denke bei dem Schaden von 100'ten Bio Dollar weltweit wären sie als erstes einmal zu Schadensersatz für alle Betroffenen verpflichtet - bevor sie wieder überhaupt ihre Aktivitäten an irgendeinem Markt aufnehmen dürften!

Jedes Beratungsinstitut, jeder Rechtsanwalt und jeder Notar, auch die Verbraucherorganisationen sich für ihre Äusserungen und Bewertungen bei Schäden haftbar zu machen - und benötigen meistens sogar eine Staatliche Erlaubnis für ihre Aktionen .. Bei selbst ernannten Ratingagenturen fehlt das schlichtweg alles - sie deshalb als Prüfer zu bezeichnen ist schon eher wieder Betrug an den Kunden , Anlegern und Staaten!

Ich denke das die Anlegervereinigungen schlicht einen grossen Fehler sogar machen diese "selbsternannten Prüfer" nicht privatrechtlich wegen Falschberatung im Rahmen des Immoblien Crash, und aller falschen Bewertungen zu Schadensersatz zu verklagen - Ich denke unter solchen Sanktionen würden wir von diesen Zockern niemals mehr etwas hören!

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