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Standort-Übersicht: EADS-Mitarbeitern in Bayern droht Jobabbau
dpa

Bei EADS steht der Tag der Wahrheit kurz bevor. Konzernchef Enders präsentiert am Montag Kürzungspläne für den Konzern, der bislang in Deutschland mehr als 50.000 Menschen beschäftigt - vor allem in Bayern. Ein Überblick der Standorte.

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gruenertee 07.12.2013, 13:56
30. optional

Gestern T-Systems mit bis zu 8000 (von 30000) Stellenabbau und heute EADS mit bis zu 8000 (von 50000) Stellenabbau. Gut scheint es den Konzernen in D nicht zu gehen, sind das die Nachwirkungen der Eurokrise? Der Mittelstand muss es dann wohl wieder richten?

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tanmenu 07.12.2013, 14:09
31. Nicht vergessen

Zitat von Promet
hochsubventioniertes Bundesland. Neben der Rüstungsindustrie mit ihren Phantasiepreisen und Abnahmegarantien und echten Subventionen gibt es noch die Automobilindustrie mit ihren hochsubventionierten Nobelkarossen. Dorthin fließen echte direkte Subventionen und verdeckte Subventionen in Form von Firmensportwagen finanziert by Steuern vom Deppen Kleingeldverdiener. Die Konzernsteuer liegen hingegen faktisch bei Null. Ach so, Polen steigt mit 1 bis 2 Prozent der Anteile und vermutlich 80% der Arbeitskräfte ein, sofern sie nicht von Rumänen verdrängt werden. Noch eine offene Frage? Wo kommen denn dann die ganzen Praktikanten unter? Die machen ja 50% der am Schreibtisch sitzenden Belegschaft aus. Um die Leiharbeiter bin ich nicht so besorgt, die sind sehr hart im Nehmen, hochflexibel und großes Elend gewohnt. Erwartungen an das Leben haben die längst zu den nutzlosen Akten der Agentur für Arbeit gelegt.
die ganze Landwirtscht ist eine einzige Subventionsmaschine. Bayern kann gut auf Normalmaß zurückgestutzt werden. Dann müssen auch die Steuerzahler der anderen Bundesländer nicht mehr so tief in die Tasche greifen.

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grover01 07.12.2013, 14:12
32.

Zitat von kephalos
"Und trotz des Sparkurses könnte demnächst noch ein fünftes Land mitmischen: Laut unbestätigten Medienberichten erwägt Polen, mit ein bis zwei Prozent bei EADS einzusteigen" Wie das ? Wer entscheidet eigentlich über den Konzern, Enders oder die EU ? Und was, wenn Rumänien, Bulgarien und die Ukraine demnächst noch mitmischen wollen ?
Bei EADS entscheidet hauptsächlich die Politik. Einerseits als Anteilseigner (die Franzosen haben sich schon immer stark eingemischt, vor allem in Standortfragen), aber andererseits auch als wichtigster Kunde. Denn die Staaten sind ja gleichzeitig auch Abnehmer der oftmals unbrauchbaren Kriegsgeräte. Das Ganze ist ein Paradies für Politiker: sie können sich bei den Wählern beliebt machen, indem sie sich für Standorte stark machen, und sie können mit Milliarden an Steuergeldern um sich werfen, um überteuerte Flugzeuge und Hubschrauber zu kaufen. Dabei bleibt immer auch ein großer Teil in Behörden und Verwaltung hängen, offiziell und inoffiziell.

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grover01 07.12.2013, 14:15
33.

Zitat von RobinSeyin
Und wozu soll das führen? Arbeit hat keinen Selbstzweck. Das wusste man vor 5000 Jahren schon. Nur unsere kranke Ideologie heute verdreht das völlig, damit man sich willige Sklaven heranzüchtet, die froh sind, wenn sie Arbeit haben, selbst wenn sie dafür nichts bekommen.
Das Problem ist doch eher, dass die Bundesregierung das Geld trotzdem ausgibt. Früher wurden Militärflugzeuge gekauft, die keiner braucht, aber immerhin wurden sie in Deutschland gebaut. Nun werden die Flugzeuge immer noch gekauft, und man braucht sie immer noch nicht, aber sie werden in Frankreich gebaut.

Ich wäre dafür die Staatsausgaben deutlich zurückzufahren, Steuern zu senken, und sich nicht weiter in Unternehmensentscheidungen einzumischen. Die Franzosen können dann ja gerne weiter subventionieren, aber nicht mehr mit unserem Geld.

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grover01 07.12.2013, 14:19
34.

Zitat von wauz
Leider ist das alles nur zu wahr. Jetzt trifft es mal wieder viele, die meinten, auf einer Beamtenstelle zu sitzen, und den Kleinbürger heraushängen lassen zu können. Jetzt kommt das Kapital und beweist ihnen, dass eben doch Proletarier sind. Und die, die da ohne Geld "investiert" haben, merken plötzlich, dass sie Diener zweier Herrn sind: ihrem nun bald ex-Arbeitgeber und einer Bank. Es gilt eben immer noch: Ein Arbeiter hat kein Vaterland, und wer mehr hat, als auf einen Handkarren passt, hat zu viel. Es ist auch keineswegs der böse, der dies ausspricht, sondern unser Wirtschaftssystem ist böse und menschenfeindlich. Und wer bisher die Hartzer dafür verantwortlich gemacht hat, dass ihm soviel "abgezogen" wurde, der bekommt jetzt eine neue Perspektive. Wer ganz unten ist, weiß nämlich, dass das Elend von Oben kommt.
Naja, EADS hat nun wirklich nicht mehr viel mit Kapitalismus zu tun. Im Gegenteil ist das schon fast Planwirtschaft, man trifft Entscheidungen nach politischen Interessen, und lebt zum großen Teil von Steuergeldern.

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super.constellation 07.12.2013, 17:06
35. Man kann dem Tom Enders nur raten,

anständig mit all den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umzugehen, für die fortan kein Platz mehr im EADS-Konzern ist, pardon bei Airbüüüüs. Diejenigen, die nicht gefeuert werden, werden sicher ganz genau beobachten, ob und wie die Geschassten massakriert oder unfair behandelt werden. Die HRler unterschätzen immer, welche Folgewirkung unmenschliche Behandlung auf den Rest der Belegschaft hat. Der sitzt nämlich wie paralysierte Kaninchen in der Ecke und macht - bevor er was falsches macht und es ihm genauso ergeht wie den anderen - gar nichts mehr. Schon jetzt ist das in den Teilen des Konzerns so, die mehrfach personell ausgedünnt worden sind, obwohl irre viel Arbeit da ist, die ohne Überstunden, Zeitarbeiter, Werkverträge, Outsourcing etc. gar nciht mehr gepackt werden kann. Bitte nicht vergessen ! EADS - pardon Airbüüüs - ist der Konzern mit dem weltweit größten Auftragsbestand. Die sollen erstmal ihre Verpflichtungen erfüllen, bevor sie Personal abbauen. Mir graut davor, in Airbus Flugzeuge, pardon - Airbüüüüs- einzusteigen und mir vorzustellen, wie demotivierte Mechaniker und desillusionierte Ingenieure, die tagtäglich von unfairen Chefs aus Frankreich gemobbt werden und jetzt auch noch um ihre Jobs bangen müssen, das Ding zusammengeschraubt haben. ...

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wauz 07.12.2013, 18:12
36. Planwirtschaft ist gleich Sozialismus

Zitat von grover01
Naja, EADS hat nun wirklich nicht mehr viel mit Kapitalismus zu tun. Im Gegenteil ist das schon fast Planwirtschaft, man trifft Entscheidungen nach politischen Interessen, und lebt zum großen Teil von Steuergeldern.
...und EADS ist der letzte VEB. Der liefert seine Gewinne direkt bei der Linkspartei ab und die Genossen fühlen sich wie im siebten Himmel.
Zurück zur Realität: den berüchtigten Schweinezyklus gibt es inzwischen vor allem an Universitäten, und selbst Kartoffelbauern wirtschaften nicht mehr auf gut Glück, sondern mit langfristigen Lieferverträgen.
Unser Wirtschaftssystem besteht schon lange nicht mehr aus Handwerkern wie Bäckern, Metzgern, Töpfern und Böttchern, die sich auf dem Marktplatz treffen. Irgendwie haben irgendwelche kleine Brüder des alten Adam Smith in irgendwelchen Zeitfalten Jahrhunderte überdauert und kommen uns jetzt mit einer Theorie der Marktwirtschaft, die sich selbst die neoliberalen Marktfanatiker nicht mehr auszusprechen trauen.
Karl Marx nannte die Ware einen Fetisch. Da ist etwas dran. Man muss es eben ergänzen: Markt ist die dazugehörige Religion.

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dieternoetzold 07.12.2013, 23:14
37. Weshalb

Weshalb bitte ist der Eurofighter pannenträchtig? Von Flugzeugen, ja von jeder Art Technik, haben Sie doch gar keine Ahnung. Dies kann man ja ihren Verlautbarungen entnehmen, die nicht einmal zwischen einem Kampfflugzeug und einem Kriegsschiff unterscheiden können. Ihr Medium ist das Dümmste in Deutschland.
Dies sagt Ihnen jemand, der in der Flugzeugindustrie tätig war.

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hermann.mairhofer 09.12.2013, 21:54
38. Entlassungen?!

Wie Ich gelesen hatte wollte die Betriebsspitzte bis zu 8000 Angestellte entlassen. Ein klassischer neoliberalistischer Schachzug um Gewinne wieder zu erhöhen.
"Ist ja nicht weiter schlimm da ja nur die Arbeitnehmer, erstrangig ältere Personen mit den kleinsten Chancen auf neue Jobstellen, darunter leiden müssen! Gell, ihr ganzen bösen Menschen die einem die Konjunkturkurve des Betriebs vermiesen, ihr werdet dann für euer schlechtes Vergehen an den Lobbyistenklassen Buße tun!
Für mich ist es immer erfrischend sich in einen Liberalen zu versetzen.

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