Forum: Wirtschaft
Standortfaktor: Arbeit in Deutschland teurer als im EU-Schnitt
DPA

Knapp 32 Euro zahlen Unternehmen in Deutschland für eine Arbeitsstunde. In Osteuropa sind Mitarbeiter für einen Bruchteil der Summe zu haben. Skandinavier und Belgier werden dagegen noch deutlich besser bezahlt.

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malocher77 04.05.2015, 12:48
50. in DM

Würden die Deutschen mehr verdienen,deswegen solche Artikel.Wir zahlen ja mehr als Durchschnitt,dazu irgendwelche 3 Welt Länder in die Statistik mit einfließen lassen und unsere Löhne sind spitze.Ich war in Spanien,dort arbeitet mein Freund,von Pünktlichkeit nichts gehört,15 Minuten hin oder her ist dort egal,auch arbeiten die Menschen dort nicht so gewissenhaft wie in Deutschland.Wenn man nach dieser Statistik gehen würde,wären ja bei uns alle Arbeitslos und BMW würde in Bulgarien produzieren,Nokia hat es versucht,das Ende kennt man ja.

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GoaSkin 04.05.2015, 12:49
51. Wir sind nun einmal Industrieland

Deutschland ist ein Industrieland mit vielen eigenen Unternehmen, die darauf angewiesen sind, ihre Produkte hierzulande absetzen zu können, wozu sie sich die Leute hier auch leisten können muss.
In Bulgarien Leute für 10% des Einkommens zu beschäftigen, das funktioniert nur, weil Bulgarien selbst nicht wirklich der Absatzmarkt für das ist, was dort produziert wird.

Entwicklungs- und Schwellenländer sind auf ausländische Investoren angewiesen und müssen für Diese attraktiv sein. Wir haben unsere eigene Unternehmenslandschaft und müssen darauf achten, dass diese erhalten bleibt. Da geht es primär um ganz andere Dinge, wie Lohnkosten - insbesondere um ein funktionierendes Bildungssystem und die Rekrutierung von qualifiziertem Personal.

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thomas_gr 04.05.2015, 12:49
52.

Titel irreführend, es ist nämlich richtig, dass Deutschlands Arbeitskraft teurer als der Schnitt der EU ist. Deutschland ist noch zu günstig im Vergleich zur Produktivität. Die Leute werden als unterbezahlt

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Das Pferd 04.05.2015, 12:49
53.

Zitat von Ährengast
Jetzt reden wir schon so lange über Lohnkosten, Wettbewerbsfähigkeit usw., dass ich mich gar nicht erinnern kann, dass es irgendwann mal nicht so war. Und trotzdem haben manche -- Wirtschaftsredakteure! -- anscheinend noch nie was von den "Lohnsstückosten" gehört, also davon, dass man, wenn mal die Lohnkosten als Standortfaktor betrachten will, diese unbedingt auf die Produktivität beziehen muss. Es ist vollkommen unsinnig, aus den reinen Lohnkosten irgendwelche Schlüsse auf die Wettbewerbsfähigkeit ziehen zu wollen. Auch eine Aussage wie "Arbeit in Deutschland teurer als im EU-Durchschnitt" ist ungefähr so sinnvoll wie "Mieten in München teurer als die deutsche Durchschnittsmiete".
was mich immer erstaunt: Sie haben verstanden, daß es neben den Kosten pro Stunde die wichtigeren Lohnstückkosten gibt. Warum meinen Sie, alle anderen sind dumm, und dürften nur eine Kennzahl zur Information bekommen?
Der Stundenkostenvergleich hat durchaus seine Berechtigung. Lohnstückkosten auch, was wichtiger ist, ist abhängig von der konkreten Fragestellung. Oder viele andere Kennzahlen, wenn man ins Detail geht. Warum müssen sich alle immer für die schlausten halten? Selbst wenn Sie mit der Information aus dem Artikel rein gar nichts anfangen können, ist der daraus fogende Schluss, daß niemand was damit anfangen kann, ein Zeichen von massiver Selbstüberschätzung.

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dr.ideen 04.05.2015, 12:50
54. Irrelevant

Beim gleichen Arbeitnehmernettolohn, etwa 800€ netto, zahlt ein deutscher Untenehmer ca. 1200€, ein italienischer dagegen knapp 1600€. (Etwa für eine Einzelhandelskauffrau in Teilzeit). Darüber hinaus gibt es in vielen Ländern großzügige Rabatte bei der Unternehmensbesteuerung - siehe Umzug von Fiat nach Holland.
Der direkte Vergleich hat aber auch seine Tücken. Die Qualifikation, Zuverlässigkeit der Arbeitskräfte und weitere aus Unternehmersicht wichtige Faktoren werden durch die im Artikel angeführten Zahlen nicht abbildbar.

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h_hipper 04.05.2015, 12:50
55. Wirklich?

Die Höhe der hiesigen Lohnstückkosten und vorallem der chronische Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands sprechen demhingegen eine ganz andere Sprache.

Und da bin ich noch gar nicht auf den riesigen Niedriglohnsektor bei den Dienstleistungen eingegangen.

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distel61 04.05.2015, 12:51
56. 60.000 € pro Arbeitnehmer und Jahr

Zitat von marthaimschnee
Warum sind wir wohl wirtschaftsstärkster Standort? Weil wir den Arbeiter ausplündern!
Wenn Sie die obigen Arbeitskosten aufs Jahr umrechnen, dann sind das etwa 60.000 € pro Arbeitnehmer und Jahr. Wer das als Ausplünderung bezeichnet, der sollte mal sein Weltbild überprüfen.

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claterio 04.05.2015, 12:51
57.

Zitat von teufelshengst
Also ich hätte kein Problem für 30% weniger Gehalt zu arbeiten, wenn ich wie in Bulgarien 10% Flat Einkommenssteuer zahle.
Dann müssen Sie aber auch schauen, welchen Gegenwert Sie dafür vom Staat als Bürger erhalten. Ich würde mal vermuten, dass die bulgarische Infrastruktur und die Sozialleistungen mit denen in Deutschland nicht vergleichbar sind.

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MartinS. 04.05.2015, 12:53
58. ...

Zitat von Hank-the-Voice
15% Krankenkassenbeitrag mit sinkenden Gegenleistungen und 20% Rentenbeitrag für eine Rente von der später niemand leben kann. Von den Steuern die verschwendet werden um Banken zu retten oder Flughäfen zu finazieren möchte ich erst garnicht anfangen.
Wie meinen sie "was bleibt übrig"?

Die 32€ sind nicht das Einkommen, sondern die KOSTEN für eine Arbeitsstunde.
Das heißt zunächst, dass davon ohnehin maximal die Hälfte tatsächliche Lohnkosten sind. Dazu kommen Lohnnebenkosten, Arbeitsmittel, umgelegte Zeiten für Urlaub und Krankheit, Weiterbildungskosten...

Aus Sicht der Betrachtung der Kosten pro Arbeitsstunde für einen Vergleich, ist es doch vollkommen widersinnig, zu fragen, was davon denn übrig bleibt.

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aender 04.05.2015, 12:55
59. Warum ist die Arbeitsstunde so teuer?

Nicht wegen des Verdienstes der Arbeitnehmer, sondern wegen den extrem hohen Nebenkosten die der Staat bekommt.

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