Forum: Wirtschaft
Starinvestor Buffett: 100 Milliarden Dollar Cash - und kein Deal in Sicht
REUTERS

Minizinsen und Mondpreise für Geldanlagen machen nicht nur Normalsparern zu schaffen - sondern auch Warren Buffett. Der US-Starinvestor findet keine Kaufobjekte mehr. Oder wartet er auf die nächste Krise?

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HerrPeterlein 22.02.2019, 12:56
20. In der Vergangenheit nur Glück gehabt?

Ich bin mir bis heute nicht sicher ob manche Menschen einfach nur Glück gehabt haben, bzw. extrem viel gezockt haben. In den letzten Jahren entwickelten sich die Börsen sehr gut, aber er findet kein passendes Investment?
Das Hauptproblem für mich ist, er viel nicht investieren, sprich einer Firma helfen mit Kapital zu wachsen, sondern wie alle nur irgendwelche Gewinne machen. Gewinn der Firma, tatsächliche Wertsteigerung der Firma, Umsatzwachstum, Dividende, all solche Faktoren spielen eine immer geringe Bedeutung.
Doch so geht es nicht weiter und der Crash kommt dann für solche Firmen die so ihr Geld vermehren wollen.

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thequickeningishappening 22.02.2019, 12:59
21. Nach eigenen Angaben war Die Holding letztes Jahr

gut 700 Mrd wert (Assets 2018) Einem Net Income von ca 45 Mrd (2017). 100 Mrd Cash sind ca 15%. Das ist nicht konservativ.

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Mikrator 22.02.2019, 13:15
22. Komplexe Probleme brauchen komplexe Lösungen

# 17, Mr-Mucki.
im Prinzip richtig umschrieben, doch eine allgemeine Zinserhöhung für Barvermögen allein wird kaum zu höheren Investionen in "Produktive" Bereiche führen.

Abhilfe gibt es schon , entweder als Steuerabschöpfung oder Zwangsinvestionen in Schulen und Stipendien für diese " Stiftungen". Auch Bauhandwerker und Altenpflege
böten eine deutliche Aufwertung durch die hohe Nachfrage., nur ist das nicht einfach börsentauglich.

In Deutschland gibt es spezielle Ungleichgewichte, in Italien wieder andere. Am Beispiel Staatsschulden vs. Privatvermögen.

Und in Afrika ist die Geburtenrate ebenfalls völlig disfunktional und unökologisch wie in unseren Breiten wiederum die Ressourcennutzung.

Alles Ansatzpunkte , aber sicherlich nicht praktikabel für den alten Warren Buffett mit seiner orthodoxen Value Investing Strategie.

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cabeza_cuadrada 22.02.2019, 13:16
23. Crash

Zitat von Papazaca
Dazu bekommt er - außer meiner Sicht - ein APPLE-Problem, weil er sich dick bei APPLE eingekauft hat. Oder zaubert APPLE noch ein weißes Kaninchen aus dem Hut? Ja, es wird krachen. Ende 2019 oder spätestens 2020. Ich würde jetzt verkaufen, sicher aber nichts neues kaufen. Sicher ist: Buffett weiß, was er macht.
das der Crash unmittelbar bevor steht wird mir seit 2012 regelmäßig gesagt, auch dass ich besser alles verkaufen sollte. Naja, soviel dazu. Und wenn er doch 2019 oder 2020 kommt mache ich auch nur Verluste wenn ich verkaufe. Habe ich aber nicht vor.

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scoopx 22.02.2019, 13:38
24. Anlagenotstand..

Zitat von mr-mucki
Dieses Problem ist zurzeit wirklich Akut. Alle Versicherungen, Fonds, Stiftungen usw. suchen dringend nach Anlagemöglichkeiten. Durch die Zinspolitik der Notenbanken und die extrem unsichere Zukunft (USA/China; Brexit; Brasilien usw) entsteht ein Spannungsfeld zwischen Verluste beim Barvermögen (negativer Zins) und Investitionen (Risiko der Weltwirtschaft). Außerdem gibt es im Prinzip nur noch Hochrisiko Investments in Firmen mit neuer Technologie. Alle Mittel- & Tiefrisiko Firmen sind schon verteilt und stehen nicht zum Kauf (Ökonomisch sinnvollem Kauf). Helfen kann im Prinzip nur eine Zinserhöhung der Zentralbanken oder Handelsverträge wie TTIP, CETA usw, weil diese Risiko mindert wirken. Ich möchte hier nochmals sagen, dass es nicht nur einen Buffett (eher gesagt seine Firma) betrifft, sondern dieses auch auf den normalen Sparer durchschlägt, da Fonds und Versicherungen in der gleichen Situation stecken.
..hat es in der Finanzgeschichte ja schon oft gegeben. Aber heute ist das Problem ins Gigantische gewachsen, und zwar aus zwei Gründen:

(1) Das 2008-9 frisch gedruckte Geld zur Rettung des Bankensystems ist im Finanzsektor geblieben und nicht beim Konsumenten gelandet, deshalb hat es auch keine Hyperinflation gegeben, und

(2) hat es auch keine Blasenbildung gegeben, weil schon damals dafür die Anlagemöglichkeiten gefehlt haben. Grund ist der von mir schon oft angeführte "tech slowdown". Apple, Google und Tesla sind anlagemäßig ausgereizt, und es kommt seit dem Smartphone in der digitalen Welt kaum noch was Neues außer Ankündigungen. Und weder von "Hyperloop" noch von "SpaceX" noch erst recht von "Neuralink" sind Anlagemöglichkeiten zu erwarten, und vom selbstfahrenden Auto auch nicht. Wir befinden uns im "selbstfahrenden Winter".

"Start-Ups" machen heute in Lieferservice, Stichwort "Flaschenpost". Und das x-te "soziale Netzwerk" wird die Investoren auch nicht vom Hocker reißen, jetzt wo "Pinterest" an die Börse will. Die einzige Hoffnung für Wirtschaftswachstum ist der Klimawandel, weil er neue Technik erzwingt.

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Papazaca 22.02.2019, 13:44
25. Genaues weiß niemand!

Zitat von cabeza_cuadrada
das der Crash unmittelbar bevor steht wird mir seit 2012 regelmäßig gesagt, auch dass ich besser alles verkaufen sollte. Naja, soviel dazu. Und wenn er doch 2019 oder 2020 kommt mache ich auch nur Verluste wenn ich verkaufe. Habe ich aber nicht vor.
Das der Crash unmittelbar bevorsteht habe ich nicht geschrieben. Kann ich auch nicht, das weiß letztlich niemand. Aber es gibt einige Hinweise, die das vermuten lassen. Die Entwicklung der kurzfristigen zu langfristigen Zinsen, Die Entwicklung der Konjunktur, zum Beispiel in Deutschland. Im Moment befinden wir uns offiziell in einer Rezession,, Vorhersagen von Instituten wie dem IFO-Institut. Auch das Verhalten der Zentralbanken. Aber richtig, !00% kann das niemand sagen, man kann es nur vermuten. Im Moment spricht einiges dafür, auch Buffett's Verhalten.

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sponuser936 22.02.2019, 13:47
26. Steile Aussage

Zitat von Papazaca
Ja, es wird krachen. Ende 2019 oder spätestens 2020. Ich würde jetzt verkaufen, sicher aber nichts neues kaufen. Sicher ist: Buffett weiß, was er macht.
Auch Buffet greift hin und wieder mal ins Klo; IBM Aktien 2011, Walmart 2014 und Tesco 2014. Nur um mal ein paar Aktienkäufe zu nennen, bei denen Herr Buffet definitiv falsch lag.

Aber es spielt auch keine Rolle. Niemand - ich wiederhole - absolut niemand, weder Sie, Buffet noch der Papst, kann voraussagen, wann es krachen wird.

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fatfrank 22.02.2019, 13:47
27. Was ihm helfen könnte...

Erike Händeler lesen! Die Geschichte der Zukunft. Sehr schön beschrieben, in welcher Situation wir alle - nicht nur Herr Buffet - gerade sind. Es wird noch eine Weile dauern, bis der nächste Kondratieff-Zyklus die Investments lohnen lässt. Bis dahin? Vielleicht überbrückt er sich ja die Zeit damit, einen Fußball-Zirkus zu kaufen oder so.

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larsmach 22.02.2019, 13:50
28. Wirtschaftswachstum ist der Deckel

Wenn man überschaubare Summen in vielversprechende Ideen steckt, kann die investierte Summe sich vervielfachen (oder in Luft auflösen). Wenn aber viele Investoren, darunter einige sehr große, in einer Volkswirtschaft Geld vermehren wollen, dann ist das reale Wachstum dieser Volkswirtschaft die Orientierungsgröße! - Andernfalls wüchse sie ja viel schneller...
Was bleibt, sind die üblichen Bewertungsorgien. Die sind freilich unabhängig von realer Produktivität und Wertschöpfung.

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rudi_ralala 22.02.2019, 13:56
29.

Zitat von teichenstetter@gmail.com
kann einen Crash vorsehen.....
Weit gefehlt, den letzten crash hatten viele vorausgesehen,
nicht nur Max Otte. Das Schöne ist, alle lagen richtig.

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