Forum: Wirtschaft
Start-up im öffentlichen Nahverkehr: "Bald braucht niemand mehr ein privates Auto"
door2door

Maxim Nohroudi will die Mobilität revolutionieren - mit dem sogenannten On-Demand-ÖPNV. Dabei betreiben örtliche Verkehrsverbünde Kleinbusse, die ohne festgelegte Route und ohne fixen Plan fahren.

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realplayer 12.06.2017, 14:16
90. ÖPVN staatlich organisiert

Ich wohne auf dem Land. Werde sicherlich nicht bummelige 3 h mit den Öffentlichen in die nächste Stadt fahren lassen wenn ich mit dem Auto 1 h brauche.

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sachfahnder 12.06.2017, 14:16
91. Und schon wieder...

... solch ein Träumer, mit dem missionarischen Traum vom großen Geld!

Aus purer Nächstenliebe macht er das mit Sicherheit nicht, und ich bin mal gespannt, wann die Firma als "gelöscht" im Register auftaucht !

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jschm 12.06.2017, 14:16
92. zu Uber

nicht nur in Deutschland gescheitert, weil sie sich nicht an geltende Gesetze und Bestimmungen halten wollen. Zu LATAM: dort hat Uber Erfolg, weil die Fahrer identifiziert und registriert sind und man eine geringeres Risiko eingeht in ein Piratentaxi mit Überfall und Expressentführung einzusteigen. Die Gefahr besteht in Europa weniger.

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Steben 12.06.2017, 14:16
93. Selber Spinner

Zitat von emporda
21. Die Spinner sterben nicht aus ... wohl weil Dummheit unheilbar ist Ich fahre seit 30 Jahren eine schwer behinderte Frau, die für 95 Verrechnungspunkte Rente bekommt. Wir brauchen das Auto unbedingt zum Einkaufen und für Arztbesuche. Wir leben am Berg, selbst per Sänfte können wir unser Haus nicht erreichen, die Steigung ist zu groß.
"die 95 €/Monat Rente bekommt."

Das gibt es nicht. Vor 30 Jahren, als die Frau um 30/40 war, gab es keine so kleinen Renten. Falls sie schwerbehindert ist, bekommt sie die Arztbesuche per Taxi per Krankenschein. Also Sie kohlen den Leuten hier was vor. Viel einzukaufen wäre bei der Rente ebenfalls nicht, weil das Essen auf Rädern für diese Menschen kostenlos ist und gebracht wird.

Wer seine Berghütte nicht mehr krankheitshalber zu Fuss erreichen kann, sollte sich ein Seegrundstück mit Haus zulegen.

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r.mehring 12.06.2017, 14:18
94. Ist kein neues Konzept

kennt man aus jedem Land der dritten Welt

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misterknowitall2 12.06.2017, 14:18
95. @valmel

ja, es leben rund 53% der deutschen in Städten. Tendenz steigend. ich mein nur wegen "filterblase" und so. bei diesen Konzepten geht es nicht um die landbevölkerung oder kleinstädte, sondern um Großstädte, und ja, diese Innenstädte gehören autofrei. da verödet auch nichts, sondern Touristen, Fußgänger und Radfahrer freuen sich über den entstandenen Raum.

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kl1678 12.06.2017, 14:20
96. attestbeantragung

Ich liebe mein Auto. Ich genieße es, seinen Lack zu polieren, die Polster zu saugen. Gern lausche ich dem vertrauten Schnurren seiner 12V-Maschine, lasse dafür oft das Radio aus. Der jährliche Öl- und der halbjährliche Reifenwechsel sind kleine saisonale Highlights. Fahren darf den Wagen höchstens noch meine Frau. Und dabei ist es kein besonders protziges Modell, um den Status geht es mir gar nicht. Vielleicht werde ich in der schönen neuen Welt ein nervenärztliches Attest beantragen, dass mir das Führen eines Privatpkws erlaubt.

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skylarkin 12.06.2017, 14:20
97.

Zitat von jujo
Diese "Spinnerei" funktioniert hier in Schweden seit Jahren ganz hervorragend! zumindest in unserer ländlichen Kommune. Ich rufe morgens um 8Uhr den Fahrservice an und bestelle mir für 10Uhr einen Wagen, der steht pünktlich vor der Tür und fährt mich und auch andere wenn sie auf dem Weg wohnen zum einkaufen 7km in den Ort. und auch wieder zurück, das kostet nicht mehr als ein normales Busticket. Der örtliche Verkehr mit Bussen wurde abgeschafft, weil es "Spinnerei" ist die Busse regelmäßig nahezu leer herumkreisen zu lassen. Unterm Strich ein plus für den Steuerzahler. Diese Visionen wurden ganz ohne Arztbesuch verwirklicht.
Einige Frage dazu. Haben sie und die anderen Nutzer deswegen das Auto abgeschafft? Wie sieht es aus bei spontanen Fahrten oder größeren Gütern? Wie werden Ausflüge u.ähnl.absolviert?

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charlybird 12.06.2017, 14:20
98. Fakt ist,

die ''Ich – will – ein – Auto – um – jeden – Preis – Fraktion'' wird auch Herr Nohroudi vorerst nicht ausmerzen können. Fakt ist aber auch, dass wenn man den Verkehr nicht reduziert und kanalisiert, werden wir bald in den Städten in Blechbeulen ersaufen, was wir teilweise heute schon tun.
Individuelle Mobilität zur reinen Freude ist da schon vielfach pure Lust am Zeithaben oder reines Showlaufen.
Die Grundidee von Nohroudi ist nicht schlecht, aber sie wird nur funktionieren, wenn er das komplette Taxigewerbe mit einbeziehen kann und nicht einen weiteren Nebenkriegsschauplatz aufbaut.
Und wenn da ein bezahlbarer Point to Point Service rauskommt, den u.a. auch zB. Familien und Freiberufler adäquat logistisch nutzen könnten, werden sich zumindest die Städte von den SUV - beparkten Geh - und Fahrradwegen leeren.
Man läuft aber eben auch Gefahr, dass das heute schon ziemlich teure Autofahren nur noch zunehmend den reicheren Menschen vorbehalten sein wird, was definitiv auch nicht der Weg sein kann. Da ist Politik gefragt, aber nicht die Wegducker und Warmduscher, die permanent Wahlkampfpolitik machen, sondern.......aber die gibt’s ja gar nicht. :-)

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erlachma 12.06.2017, 14:24
99.

Zitat von alpstein
Nach über 20 Jahren carsharing - wir gründeten 1992- kann ich sagen dass die genannten Probleme keine sind. Unsere Fz sind alle Vollkasko mit 400 € Selbstbeteiligung versichert. Unsauberkeit kommt äusserst selten vor und lässt sich gut regeln. Einzig die Engpässe an Brückentagen sorgen dafür dass eine spontane Nutzung nicht immer möglich ist.
Für manche Leute mag das funktionieren.

Was ist denn Ihr Angebot für meine Fahrzeugnutzung des letzten Monats, von München aus:

(1) Verlängertes Wochenende in einem langstreckentauglichen Auto (Navi, gute Sitze mit Sitzbelüftung, gute Klimaautomatik, viel Stauraum, Helferlein wie Tempomat, Abstandsregelung, ...) für eine Fahrt zu einer Hochzeit in Ungarn.
(2) Verlängertes Wochenende mit plötzlichem Schnee (ich bin dann einfach auf das Auto der Frau mit noch Winterreifen umgestiegen) in Österreich auf einer Berghütte
(3) Spontan am Samstag Abend an einen See
(4) Schnell aufs Land nach Sachsen-Anhalt über Pfingsten, Abfahrt nach Stau, Ankuft noch vor Mitternacht (d.h. Tempodurchschnitt 160 mit Spitzen von 250 wenn möglich).

Ich denke, für keine meiner vier Einsätze in den letzten vier Wochen kann mir weder Ihr Dienst noch sonst ein Dienst etwas anbieten. Mein Privat-PKW aber schon. Und so, wie ich im Wohnzimmer nicht die billigste Musikanlage hinstelle, sondern die mit dem besten Klang für das günstigste Geld, ist es auch im Auto. Ich will meine Zeit dort genießen, nicht absitzen.

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