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Start-up im öffentlichen Nahverkehr: "Bald braucht niemand mehr ein privates Auto"
door2door

Maxim Nohroudi will die Mobilität revolutionieren - mit dem sogenannten On-Demand-ÖPNV. Dabei betreiben örtliche Verkehrsverbünde Kleinbusse, die ohne festgelegte Route und ohne fixen Plan fahren.

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martin.michaelis 12.06.2017, 15:45
160.

Gibts doch schon. Nennt sich Taxi.

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gerd0210 12.06.2017, 15:46
161.

Zitat von zweiter
Das ist eine weitgehend irrelevante Aussage, dazu so dick aufgetragen dass ich sehr misstrauisch werde. Wenn die 3.000 Busse dazu vergleichbar viel oder gar mehr km "erzeugen" ist nichts gewonnen, weder bei der Umweltbelastung während des Betriebes und auch nicht bei der Produktion, da die Busse dann auch weit schneller verschleissen würden. Ob das System gut ist, zeigt sich erst wenn der Anteil der Leer-Km bekannt würde, der durch Umwege und tatsächliche Leerfahrten entsteht. Zumindest verglichen mit einem kleinen Stadtwagen ist der Bus darüber hinaus aus Gewichtsgründen, z.B. dem zusätzlich zu transportierenden Fahrer und der immer mitgeschleppten Überkapazität mit höherer Umweltbelastung unterlegen. Grund zum Jubeln gibt es also erst nachdem diese Informationen vorliegen. Meinen Informationen nach ist der "Taxi on demand" Dienst anstelle schwach benutzter Buslinien wenig erfolgreich, teuer und wenig umweltschonend.
Es wird also nur noch mietbare selbstfahrende Autos geben. Eine Einsparung von Fahrzeugen kann aber nicht geplant sein. Was sollte das für ein Geschäftsmodell sein?

Nein, durch dieses Verfahren lassen sich noch mehr Autos herstellen. Die Frage, die ich mir jetzt stelle ist, wo parken dann die zig Millionen Autos?

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martin.michaelis 12.06.2017, 15:47
162.

Zitat von haresu
Die Zukunft! Jetzt muss man nur noch das Autofahren und vor allem auch das Parken teurer machen um den deutschen Dreckschleuder- Fetischismus aus den Städten zu verbannen.
Wer die weitere Verödung der Städte fördern will der macht das.

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alpstein 12.06.2017, 15:47
163.

Zitat von erlachma
Für manche Leute mag das funktionieren. ... Ich denke, für keine meiner vier Einsätze in den letzten vier Wochen kann mir weder Ihr Dienst noch sonst ein Dienst etwas anbieten. Mein Privat-PKW aber schon. Und so, wie ich im Wohnzimmer nicht die billigste Musikanlage hinstelle, sondern die mit dem besten Klang für das günstigste Geld, ist es auch im Auto. Ich will meine Zeit dort genießen, nicht absitzen.
Die Fälle 1- 3 sind kein Problem, ausser vielleicht die Abstandsregelung auf der Autobahn, unser Reisekombi hat das nur zum als Parkhilfe..
Der 4. Punkt ist bei rechtzeitiger Buchung auch kein Problem. Hätten sie sich an Pfingsten ganz spontan dazu entschlossen wäre aber ein Corsa auch noch dagewesen.

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schlaueralsschlau 12.06.2017, 15:47
164.

Zitat von MapleLeaf
Irgendwie scheinen das Leute wie Wie nicht zu verstehen... Bei CarSharing und Mietwagen kommt immer ein zusätzlicher logistischer Aufwand für den Nutzer hinzu. Nicht jeder Wagen steht auch direkt vor der Tür, oder es ist nicht die benötiget Fahrzeugklasse. Sie können den Pool an Fahrzeugen auch nicht an der Spitzenlast ausrichten. Genauso wie man das nicht mit Straßen tut. Deshalb wird es in Spitzenzeiten immer zu Situationen kommen, wenn zur gewünschten Zeit kein Fahrzeug zur Verfügung stehen kann. Dann viel Spaß, wenn Sie in den Alpen am Bahnhof stehen, aber kein Fahrzeug bekommen, weil eben Urlaubszeit ist. Und dann? Carsharing mag für einige funktionieren, aber eben nicht für alle! Und wie ich mein Kapital einsetze... ist irgendwie immer noch meine Sache. Oder?
Sie haben Carsharing auch nur halb verstanden, oder? Es muss ja nicht für irgendwelche Alpenregionen oder den Ostharz funktionieren. In der Stadt läuft es aber. Es steht hier (in HH) ständig irgendwo ein freier Wagen herum. Spitzenzeiten gibt es kaum, da diese Autos nicht für das klassische Pendeln zu Arbeit gnutzt werden. Dafür gibt es Bus und Bahn. Und das gute Stadtrad:)

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muellerthomas 12.06.2017, 15:51
165.

Zitat von biesi61
Ein wenig praxistaugliches Modell für kleinere Nischen und ausbeutungsbereite Fahrer. Mehr als Mindestlohn wird es da nicht geben und trotzdem wird es den meisten Nutzern zu teuer sein. Und zu unflexibel, einen Wochenendeinkauf für eine mehrköpfige Familie oder einen größerer Einkauf im Garten- bzw. Baumarkt wird man so nicht erledigen.
Die Mehrköpfigen Familien gibt es aber immer weniger und für die zwei Großeinkäufe im Garten-/Baumarkt pro Jahr macht ein großes Auto nur dafür offenkunding wenig Sinn.

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gerd0210 12.06.2017, 15:52
166.

Zitat von sok1950
...aber: Bei uns in der Strasse hat jede Familie mindestens zwei Autos - und die sind jeden Früh weg, weil jeder zur Arbeit muss, und dann noch in unterschiedliche Richtungen. Ich fahre mein Auto, und vor allem dass von mir ausgesuchte, mögen sich andere in dreckige, stinkende und von Vorbenutzers vollgemüllte Autos setzen. Sharing-Modelle sind nur was für Leute, die sich eh nur einen Dacia leisten können und froh sind, mal ein besseres Auto fahren zu dürfen...
Dafür wird es hochwirksame Reinigungsmittel geben, wenn auch etwas schädlich. Solche Fahrzeuge werden dann aber auch schneller verschrottet, das fördert den Umsatz.

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schlaueralsschlau 12.06.2017, 15:54
167.

Zitat von alpstein
Mit einer (abnehmbaren AHK und einem Anhänger, den man in der Regel auch günstig vom Baumarkt leihen kann hätten wäre das auch gegangen. So haben sie 12000 in den Sand gesetzt und verpesten die Umwelt . Bei 15 l /100 km kommt da einiges hinten raus- ungefiltert. ,Mehr als 2x im Jahr werden sie kaum ackern -allerdings für sehr teures Geld.
Der Beitrag, auf den Sie geantwortet hatte, diente nur darum das Konzept kleinzureden. Die besagte Motorhacke hat ja bereits, wenn mehr schlecht als recht, in den Benz und SUV gepasst. Wen man einem das nicht past, dann kauft man keinen Truck, sondern eine zweite Hacke;)

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jeremy_osborne 12.06.2017, 15:55
168. Schöne Idee, utopische Utopie.

Ich bin ein großer Verfechter des ÖPNV, habe aber so meine Zweifel, ob solche "on demand"-Lösungen innerhalb von Städten wirklich so viel besser sind als Bus und Straßenbahn. Und die Reduktion des Fahrzeugbestandes... naja. Das mag bei Leuten funktionieren, die sowieso schon kein Auto haben, weil sie nur alle paar Monate eines brauchen und im Termin flexibel sind. Der Pendler, der jeden Tag um 8 Uhr zwanzig bis dreißig Minuten zur Arbeit fährt (und nachmittags entsprechend zurück) und für seine Privatsphäre und Bequemlichkeit bewusst nicht den ÖPNV benutzt, wird wohl kaum auf dieses Modell umsteigen. Aber wer weiß, am Ende klappt's doch, also probiert es ruhig aus.

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c.PAF 12.06.2017, 15:56
169.

Zitat von almeo
Werden die gelben Säcke bei Ihnen nicht abgeholt? Und was spricht dagegen, dass z.B. schweres Gartengerät wie bei der Müllabfuhr zentral einmal die Woche gebracht oder geholt wird? Oder ihr örtlicher REWE Ihnen nach dem Einkauf die erstandene Ware ebenfalls nach Hause liefert?
Nein. Und soviel ich weiß in der nächsten Stadt mit 24.000 Einwohnern auch nicht, aber da bin ich mir nicht ganz sicher.

Und warum sollte ich mein (!) Gartengerät, das ich z.B. verliehen habe, nicht geholt oder gebracht werden können, wenn ich es brauche, sondern über einen zentralen Lieferdienst? Der fährt dann auch der nächsten Stadt 6km zu mir, die 3km zu meinem Freund, und 9km zurück. Macht 18km. Ich fahre dagegen 3km hin und zurück, kann ratschen, ein Bierchen trinken, bei Bedarf nochmal Hand anlegen am wackelnden Gartenzau etc., und habe der Umwelt auch noch 12 sinnlose km gespart.

Ich soll also mich mit dem Sammelauto zusammen mit der Familie (4 Personen) zu REWE fahren lassen, dort einkaufen, und REWE bring mit dann mit einer extra Autofahrt das Gekaufte nachhause? Wie absurd ist das denn?

Ja, ich würde ein Sammelfahrzeug schon nutzen, wo es Sinn macht, aber man kann das Ganze auch ins Absurde übertreiben.

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