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Statistik: Deutsche stellen Sparrekord beim Wasserverbrauch auf
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Die Deutschen gehen immer sparsamer mit Wasser um - im Jahr 2010 nutzte jeder Einwohner im Schnitt so wenig davon wie noch nie seit Einführung der Statistik vor nahezu 50 Jahren. Besonders die Ostdeutschen gehen mit gutem Beispiel voran.

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fernossi 09.11.2012, 13:54
1. Gutes Beispiel??

Zitat von sysop
...Besonders die Ostdeutschen gehen mit gutem Beispiel voran.
Wieso "gutes Beispiel"? Mittlerweile ist doch bekannt, dass Wassersparen in Deutschland den Niederschlag in der Sahelzone nicht erhoeht und in Deutschland alles andere als Wassermangel herrscht. Die Wasserbetriebe muessen dann en masse nachspuelen.

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b399y 09.11.2012, 13:56
2. Wasser sparen kostet richtig

Da die Kosten des Wasserverbrauchs fast nur durch die Fixkosten entstehen wird am ende nix gespart.
im Gegenteil.
Unsere Kanalisation im Dorf wird jedes Jahr 2 mal gereinigt und es stinkt aus den Gulli weil nicht genug wasser verbraucht wird.
Der Sparwahn ist brutal

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Tevje 09.11.2012, 13:57
3. Besonders die Ostdeutschen gehen mit gutem Beispiel voran.

Was soll an dem Beispiel gut sein?
Das Gegenteil ist richtig, die fast schon manische Sparsucht der Ökos kostet viel Geld und schädigt die Infrastruktur zur Wasserentsorgung, treibt die Wasserpreise - ohne Sinn und Verstand.
Im (Grund)wassermanagment kann man von der (jährlichen) Neubildung dieser erneuerbaren Ressource theoretisch 75% gebrauchen -es wird ja nicht VERbraucht!-, ohne irgendeinen Schaden anzurichten. Derzeit werden in Deutschalnd etwa 3% GEbraucht - nicht VERbraucht. Alles landet nach Gebrauch wieder da, wo es auch ohne hingegangen wäre, im nächsten Vorfluter (= Fluß) und dann im Meer (Ostsee, Nordsee, Mittelmeer), und dies inzwischen weitgehend gut gereinigt, also mit geringsten Belastungen für die Umwelt, was Haushaltsabwässer angeht.

Wassersparen ist ebenso aburd, wie Strom aus regenierbaren Energien zu sparen - wenn man mehr verbraucht, sinkt der Preis für den Endverbraucher, der Ausbau der entspechenden Netze wird intensiviert und Schaden richtet es keinen an, volkswirtschaftlich ist eher das Gegenteil der Fall.

Haben die Ökos ihr eigenes Wirtschaftsmodell nicht verstanden? Es ist zu befürchten. Leider, denn es sabotiert die nützlichen Seiten des Gebrauchs von -hier- Wasser. Je verdünnter es in der Kläranlage ankommt, desto einfacher und gründlicher kann es gereinigt werden, desto besser wird die Kanalisation frei gehalten, desto günstiger wird es für den Endverbraucher.

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uezegei 09.11.2012, 14:03
4.

Zitat von sysop
Die Deutschen gehen immer sparsamer mit Wasser um - im Jahr 2010 nutzte jeder Einwohner im Schnitt so wenig davon wie noch nie seit Einführung der Statistik vor nahezu 50 Jahren. Besonders die Ostdeutschen gehen mit gutem Beispiel voran.
Wer sich kaum noch etwas zu essen leisten kann, der muss auch weniger und verbraucht auch weniger Wasser.
Eine logische Folge der Verarmung breiter Bevölkerungsteile.

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eulenspiegel_neu 09.11.2012, 14:04
5. Deutsche stellen Sparrekord beim Wasserverbrauch auf

Seitdem private Firmen oftmals die Wasserversorgung der Bevölkerung etc. den kommunen abgekauft hatten, stiegen die preise an, so daß die bevölkerung den Wasserverbrauch drosseln mussten. Aber die Preise blieben nicht stabil und je mehr Wasser gespart wurde, um so teuerer wurde das böse Spiel. In Berlin sind die Folgen zum Beispiel im Anstieg des grundwassers in der Innenstadt bzw. im Verlauf des Urstromtals zu sehen. Millionen an Kosten kommen auf die Eigentümer zu. Konsequenz: Rückkauf der Wasserwerke in die kommunale Hand zu vertretbaren Preisen, damit das Abzockmonopol der privaten Wasserbetriebe ein Ende findet. Anstatt zu sparen, müssen die Leute wieder mehr Wasser verbrauchen können (zu wesentlich billigeren Preisen) als bisher. Ansonsten wird die Gesellschaft zig Millionen zur Sanierung der Immobilien aufbringen müssen ...

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Ingmar E. 09.11.2012, 14:13
6.

Zitat von fernossi
Wieso "gutes Beispiel"? Mittlerweile ist doch bekannt, dass Wassersparen in Deutschland den Niederschlag in der Sahelzone nicht erhoeht und in Deutschland alles andere als Wassermangel herrscht. Die Wasserbetriebe muessen dann en masse nachspuelen.
Dann müssen sie eben downsizing betreiben.

Fakt ist doch, die Bereitstellung von Trinkwasser und die Wiederaufbereitung kostet Energie. Energie wird immer knapper.
Dass die Anlagenbetreiber so riesige Anlagen gebaut haben, dass sie auf einen Mindestverbrauch angewiesen sind, und sonst Wasser zum Spülen ihrer Rohre nutzen müssen, ist doch nicht der Fehler der sparsamen Bürger, sondern ein Fehler der Versorgungsunternehmen die den Verbrauch falsch prognostiziert haben. Diese Unternehmen sind die Energieverschwender.

Sparsam zu sein mit Trinkwasser ist weiterhin nicht falsch. Die Forderung kann nicht lauten: verschwendet wieder soviel wie möglich, sondern muss lauten: liebe Versorgungsunternehmen, baut in Zukunft Strukturen auf, die auch zu den sparsamen Bürgern passen.

Interessant wäre es auch, mal eine Statistik zu bemühen, wie stark die Nutzung von Brauchwasser, z.B. gesammelten Regenwasser zugenommen hat. Vllt. kommt ja am Ende heraus, dass die Deutschen gar nicht sparsamer mit Wasser sind, sondern nur sparsamer mit Trinkwasser?

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henryb_de 09.11.2012, 14:13
7. Rechnen ...

Können viele auch nicht:

In vielen Eigenheimsiedlungen baut sich fast jeder einen Brunnen (wo sa möglich ist) für den Garten.
Mal von dem Irrsinn abgesehen alle 20m einen Brunnen zu Bohren, ist es auch wirtschaftlicher Unfug. Bei Herstellungskosten von ca. 2000Euro (inkl. Pumpe etc.) sind selbst die Kapitalkosten bei mickrigen 2% Verzinsung sind schon 40 Euro/Jahr = 20m^3. Rechnet man noch die Energiekosten und den "Verschleiss/Wartung" liegt man mit 100 Euro/Jahr sicher nicht falsch, was wiederum 50m^3 bedeuten würde.
Der Zweitzähler kostet alle 5 Jahre ca 40 Euro und 7Euro Fixkosten/Jahr. Verfügbarkeit nahe 100% Warungsaufwand nahe 0.
Aber der Sparwahn ... hier die Wasserrechnung ... macht blind und manchmal wie hier sogar ärmer.
Ist wie mit dem Neuwagen, der 1l/100km weniger braucht aber wenn man beim Händler vom Hof gefahren ist schon 5000 Euro weniger wert ist.
Viele Grüße

Zitat von fernossi
Wieso "gutes Beispiel"? Mittlerweile ist doch bekannt, dass Wassersparen in Deutschland den Niederschlag in der Sahelzone nicht erhoeht und in Deutschland alles andere als Wassermangel herrscht. Die Wasserbetriebe muessen dann en masse nachspuelen.

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trader_07 09.11.2012, 14:15
8. Stimmt

Zitat von sysop
Die Deutschen gehen immer sparsamer mit Wasser um
Stimmt. Ich bin letztens ausnahmsweise einmal nach langer Zeit wieder mit Öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren. Dass viele Leute anscheinend sparsamer mit Wasser umgehen, konnte man deutlich riechen.

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Meta 09.11.2012, 14:19
9.

Zitat von
121 Liter nutzte jeder Einwohner im Jahr 2010 dem Statistischen Bundesamt zufolge durchschnittlich pro Tag für die Körperpflege, Nahrungsaufnahme, Waschen und Putzen.

121 Liter pro Kopf und Jahr? Das ist ein Drittel Liter pro Tag. Für Körperpflege, Nahrungsaufnahme, Waschen und Putzen. Unglaublich.

Vor allem, wenn man bedenkt, dass einige Leute ja wohl deutlich mehr verbrauchen. Das bedeutet dann ja, dass auch einige Leute deutlich weniger verbrauchen. Wie machen die das?

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