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Steigende Altersarmut: So viele Rentner wie nie zuvor brauchen Grundsicherung
DPA

Es ist ein besorgniserregender Trend: Rund 465.000 Rentner in Deutschland waren 2012 auf Grundsicherung angewiesen - 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Frauen aus den westdeutschen Bundesländern sind betroffen. Hochburg der Altersarmut ist eine eigentlich reiche Stadt.

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lord_79 22.10.2013, 10:26
110. Meine Oma

wurde immer von ihren Freundinnen ausgelacht, weil sie Jahrzehntelang auf Steuerkarte vernünftig arbeiten ging. Ihre Freundinnen nur nebenbei putzen. Die Kohle hatten die damals bar auf Kralle. Deren Ehemänner sind früh gestorben, eigene Rente ist kaum der Rede wert - und sie beklagen sich. Meiner Oma geht's gut, die hat ja was getan.

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fort-perfect 22.10.2013, 10:26
111. Falsch informiert....

Zitat von vax10
Wo war das nochmal, wo man mit 55 in Rente gehen konnte? Verwechseln Sie das mit dem Beginn der Altersteilzeit?
Bei dem Ex-Staatsbetrieb Post konnte man als Mittfünfziger in den Ruhestand gehen.... jedenfalls vor 20 Jahren..... genau so ist das nämlich im Bekanntenkreis meiner Eltern abgelaufen....

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serene 22.10.2013, 10:27
112.

Zitat von derlabbecker
... die Rentenkassen geplündert für Frühverrentung, bei Werksschließungen konnten Leute mit 55 in Rente gehen (und haben halt nur bis 55 eingezahlt!), Leute im Osten, die nie eingezahlt haben bekommen Rente usw.... Ich freu mich schon auf meine Rente, mit 67. Ich hoffe sie reicht dann wenigstens für einen halben Monat zum Leben... für den Rest muss ich dann wohl Taxi fahren gehen.
In der DDR war es die Regel, dass sowohl Männer als auch Frauen vollzeitlich berufstätig waren, und das für +/- 45 Jahre. Hausfrau war, anders als im Westen, die Ausnahme. Auch gab es keine Werkschliessungen mit anschliessender Arbeitslosigkeit, weshalb auch Frührente aus diesem Grund eher die Ausnahme war. Daraus erklären sich auch die geringeren Prozentzahlen für den Osten bei der heutigen Rentnergeneration, und das bei einem insgesamt niedrigeren Rentenniveau in den östlichen Bundesländern! Leute, "die nie eingezahlt haben" wird es also zumindest in der heutigen Rentnergeneration eher im Westen als im Osten geben. Bei zukünftigen Rentnern, die den Grossteil ihres Arbeitslebens im vereinten Deutschland absolviert haben, dürften sich dann diese Unterschiede ausgleichen.

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Forist2 22.10.2013, 10:28
113. Arbeiten bis zum Tod !

Ich bin nach 1961 geboren.
Habe inzwischen 150.000 Euro in die Rentenkasse eingezahlt, ohne Arbeitgeberanteil.
Mein Altersrentenanspruch liegt bis jetzt bei 800 Euro !
Auch ich werde eines Tages auf Grundsicherung angewiesen sein !

Mein Vater ist als Beamter Frühestpensionär, hat nicht einmal bis 50 gearbeitet.
Er bekommt inzwischen eine Pension von 3000 Euro monatlich.
Das Rentensystem in Deutschland ist so ungerecht daß es zum Himmel stinkt !

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jamon 22.10.2013, 10:29
114. 31 millionen

Zitat von sysop
Es ist ein besorgniserregender Trend: Rund 465.000 Rentner in Deutschland waren 2012 auf Grundsicherung angewiesen - 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Frauen aus den westdeutschen Bundesländern sind betroffen. Hochburg der Altersarmut ist eine eigentlich reiche Stadt.
die barmherzige kirche....die hätte doch die mittel, diesen menschen etwas unter die arme zu greifen. es sei denn, es befinden sich atheisten oder geschiedenen unter diesen.....das wäre ja ein skandal sondergleichen!

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Xircusmaximus 22.10.2013, 10:30
115. Es braucht keinen Sonderfonds

.
Die verpflichtende Mitgliedschaft aller Einkommen in den gesetzlichen Sozialversicherungen unter Wegfall der Beitragsbemessungsgrenzen, würde die politisch gewünschten und auch berechtigten versicherungsfremden Leistungen, ganz locker finanzierbar machen. Dazu müsste man allerdings an die Privilegien der zu Unrecht Privilegierten heran und genau dies wird natürlich nicht passieren. Ganz im Gegenteil wird man wie seit Jahren schon, Tag und Nacht den Leuten, eine freilich völlig frei erfundene demographische Katatsrophe, nahe bringen und Jung gegen Alt, Ost gegen West usw. usw. gegeneinander in Stellung bringen. Divide et impera
Zitat von jonath2010
Die Rentenkassen haben auf Betreiben der Politik seit 1957 bis heute rd. 600 Milliarden Euro (!) so genannte „versicherungsfremde Leistungen“ ausgeschüttet. Wäre dies nicht passiert, würden die Rentner von heute finanziell wesentlich besser dastehen. Es entspricht der.....

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Gluehweintrinker 22.10.2013, 10:32
116. Legen Sie etwas zur Seite!

Zitat von Oemmelkopp
Wenn ich (34) dann nur noch einen Bruchteil von dem der heutigen Rentner bekomme und Vorsorge und auf das, was ich dann bekomme auch noch einen heute unbekannten Steuersatz zahlen darf...
Wer all dies weiß und 34 Jahre jung ist, sollte zusehen, etwas zur Seite zu legen. Muss es denn immer das neueste Smartphone sein? Geht es nciht vielleicht doch ohne Auto? Möglichkeiten gibt es für jede und jeden, ein bisschen private Vorsorge zu betreiben.

Aber wer zum Teufel hat dann wieder diese Ausbeuterpartei gewählt, wenn die breite Masse nichts davon hat?

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galens 22.10.2013, 10:33
117. Norbert Blüm

"Die Renten sind sicher!"
Genau und deshalb wählt weiterhin die Hälfte der Bevölkerung die wohlhabend ist die CDU.

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si tacuisses 22.10.2013, 10:33
118. Durch den Nebel hindurchsehen hilft:

Zitat von jamon
die barmherzige kirche....die hätte doch die mittel, diesen menschen etwas unter die arme zu greifen. es sei denn, es befinden sich atheisten oder geschiedenen unter diesen.....das wäre ja ein skandal sondergleichen!
Wäre die Kirche barmherzig, hätte sie nicht solche Vermögen anhäufen können.

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harry362 22.10.2013, 10:34
119. Eine besondere, fast zynische Ungerechtigkeit

besteht darin, dass, während jeder keine Grundsicherung benötigende Rentner so viel zuverdienen kann, wie er kann und möchte, Rentner, die mit der Grundsicherung nur zum Hartz-IV-Satz von 391 Euros über der Miete aufgestockt werden, höchstens 93 Euros monatlich abzugsfrei hinzuverdienen "dürfen".

Sicher macht es keinen Sinn, Rentnern Grundsicherung zu zahlen, die regelmässig 500, 1000 oder mehr Euros über dem Hartz-IV-Satz dazuverdienen. Aber einen regelmässigen Zuverdienst von vielleicht 300 Euros, den ohnehin nur wenige der 2,6 Prozent betroffenen Rentner erreichen werden, sollten man ihnen belassen, ohne gleich die Grundsicherung zu entziehen oder zu kürzen-

Die abzugsfreie Zuverdienstgrenze für Grundsicherung erhaltende Rentner von 93 Euro müsste unbedingt angehoben werden.

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