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Steigende Altersarmut: So viele Rentner wie nie zuvor brauchen Grundsicherung
DPA

Es ist ein besorgniserregender Trend: Rund 465.000 Rentner in Deutschland waren 2012 auf Grundsicherung angewiesen - 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Frauen aus den westdeutschen Bundesländern sind betroffen. Hochburg der Altersarmut ist eine eigentlich reiche Stadt.

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Robert Baratheon 22.10.2013, 10:53
160. DE gehts zu gut.

Tja. Um mal den Grundgedanken dieser Menschen zu zitieren:
„Was schert mich das Morgen – ich lebe Heute.“
Was ich heute nicht zurücklege das krieg ich morgen in den Hintern geblasen!

Deutschland geht es gut, weil wir es uns leisten können die Renten aufzustocken. Das ist ein Hohn den Rentnern gegenüber die dafür tatsächlich gearbeitet haben.

Wartet mal ab, bis wir uns es nicht mehr leisten können und die Aufstocker-Rentner betteln gehen und auf der Straße verhungern. Das wird ein Fest – da freu ich mich drauf.

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grenoble 22.10.2013, 10:54
161. Sie begreifen nichts...

Zitat von tim-quasineutral
Geht es Ihnen nun besser, nachdem Sie sich mal so richtig den frust von der Leber geschrieben haben? Mal zu den Fakten: (1) Kein Deutscher muss aktuell bis 67 arbeiten, um ohne Abzug in Rente gehen zu können. (2) Muss eigentlich jeder Rentner seine gesamten monatlichen Ausgaben von der staatlichen renten decken können? Ich denke nicht. Es wird langfristig soweiso darauf hinuaslaufen, allen Rentner zumindest eine Grundischerung zu geben und dann abhängig von den früheren Beiträgen noch einen Zuschalg. Finde ich ok. Es stimmt ja, dass einige Rentner sehr gute Renten bekommen während andere damit kaum auskommen. Letztendlich bleibt es sich aber gleich, woher das Geld kommt, ob nun über die Renten- oder Sozialkasse. (3) Sie wollen anscheinend einen Mindestlohn von 10 EUR die Stunde. Jeder Dorftrottel soll dann also für jede noch so unproduktive Arbeit 10 EUR die Stunde erhalten. Sind Sie dann auch bereit die steigenden Preise zu zahlen? Oder sollen etwas die gierigen Manager, Unternehmer und Kapitalisten auf Profit verzichten? Wenn es so einfach wäre, gäbe es den Mindestlohn von 10 EUR schon lange. Unterhalten Sie sich mal mit einer Friseurin z.B. auf Usedom, dann verstehen Sie, warum dort ein Mindestlohn von 10 EUr nicht funktiniert. (4) Jeder 80. Deutsche ist Millionär, aha. Das sind also 1,25% der Deutschen. Ja, wirklich wahnsinnig viel. Zumal da sicher auch einige Leute bei sind, die ein Haus in guter Lage geerbet haben.
... daher dürfte ihre Rente bei 0 liegen lege ich ihre Anschauung zugrunde.

Sie schwafeln von unproduktiver Arbeit, Wo gibt es diese? sie werden vergeblich danach suchen, denn kein Arbeitgeber stellt einen Arbeitsplatz zur Verfügung der nicht zumindest die Fixkosten deckt und somit Kostenneutral und auch produktiv ist. Auch wird kein Arbeitgeber solchen Arbeitsplatz unbefristet oder auf längeren Zeitraum befristet bereitstellen. Dabei ist zu berücksichtigen das solcher Arbeitsplatz trotzdem existenzsichernd bezahlt wird.

Die Friseurin auf Usedom? Es ist egal wo eine Friseurin arbeitet! Der Arbeitgeber der nicht in der Lage ist einen Arbeitsplatz einzurichten, der Kostendeckend und profitabel ist wird niemanden beschäftigen und mit Niedriglohn abspeisen, da die Erlöse dem Aufwand nicht entsprechen.
Bezahlt der Arbeitgeber dem Beschäftigten einen Niedriglohn so muß davon ausgegangen werden das die Kosten gedeckt der Profit aber einzig dem Arbeitgeber zugute kommt und den Anteil darstellt der dem Arbeitnehmer nicht ausgezahlt sondern in Form von staatlicher Aufstockung dem Arbeitnehmer mit Inkaufnahme von Repression zur Verfügung gestellt wird.

Ihr Beitrag zeigt ihre vollkommene Ahnungslosigkeit!

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xehris 22.10.2013, 10:54
162. Massive finanzielle Umverteilungen

Zitat von muunoy
Oh Mann, wir haben kein Problem mit Migranten, unser System ist das Problem, was selbst Sarazin nicht begriffen hat.
Nicht die Migranten sind das Problem, sondern eine Zuwanderungspolitik, die Zuwanderung zu wenig regelt und es seit Jahrzehnten zulässt, dass viele Migranten direkt in unsere Sozialsysteme einwandern. Die Finanzierung dieser ungeregelten Zuwanderung findet durch massive finanzielle finanzielle Umverteilungen von öffentlichen Geldern statt, d. h. dass viele Einheimische ärmer werden.

Ein anderes Problem ist die Flutung des Arbeitsmarktes mit Zuwanderern und die daraus entstehende hohe Massenarbeitslosigkeit, die immer mehr Deutsche vom Arbeitsmarkt in die Sozialsysteme verdrängt. Die Generation der älteren Arbeitnehmer sind heute bereits zu großen Teilen nicht mehr erwerbstätig, weil junge Zuwanderer bevorzugt werden. Auch diese Verdrängungsprozesse tragen zur Altersarmut bei.

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chefchen1 22.10.2013, 10:55
163. Ostrenten

Zitat von der_kommentator
Ach' wie groß wäre das Geschrei, wenn die Zahlen im Westen besser wären als im Osten. Ein Skandal sondergleichen, dass die ungleichen Lebensbedingungen vor 1989 bei der Rente nicht berücksichtigt werden. Meine Mutter hätte ihr Kind gerne in eine staatliche Kita gebracht - in den 60ern gab's die im Westen aber nicht. Sie zahlt insgesamt dreimal drauf: Damals weniger Einkommen, mit den Steuern die Strukturen im Osten subventioniert, und heute weniger Rente. Aber kein Politiker würde sich jemals trauen, hierfür einen Ost/West-Korrekturfaktor bei der Rente vorzuschlagen...
Das ist doch eine Frage von Angebot und Nachfrage...
aus Wikipedia (Kindergarten
Ende 1971 standen in der BRD für je 100 Kinder an Kindergartenplätzen zur Verfügung[14]:

72,2 Plätze in Stuttgart
59,6 Plätze in Würzburg
59,3 Plätze in Saarbrücken
58,4 Plätze in Mainz
57,1 Plätze in Frankfurt am Main
48,0 Plätze in Augsburg
43,9 Plätze in Nürnberg
43,1 Plätze in München
40,4 Plätze in Regensburg
39,1 Plätze in Dortmund
33,9 Plätze in Köln
31,8 Plätze in Bremen
30,7 Plätze in Westberlin
23,4 Plätze in Hamburg
17,5 Plätze in Kiel

Wenn die Bundesrepublik ihre Einnahmen woanders einsetzt und Kultur und Infrastruktur lieber pushed als Bildung, dann ist das die politische Entscheidung der damaligen Zeit. Wieso wollen sie denn den Osten dafür verantwortlich machen?
Der sogenannte "Aufbau Ost", der nichts weiter als die völlige Deindustrialisierung des Ostens war, war eine einzigste Steuerumverteilungsmaschine von Steuergelder West zu Unternehmen West.
Und vom weniger Rente kann der Osten ein schönes Lied singen, denn der Osten hat eine 13% geringe Bezugsgröße bei der Rentenberechnung, d.h. bei gleicher Leistung wird 13% weniger ausgezahlt.

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HerrKeule 22.10.2013, 10:55
164.

ich (28) werde im Alter nur einen Bruchteil der gesetzlichen Rente bekommen was die jetzige Generation bekommt. Mit dem unterschied dass die aktuelle Generation der Rentner noch wunderbare Zinsen bei der privaten Vorsorge bekommen hat. meine Generation hat fürs alter nur Nachteile: kaum gesetzliche Rente, kaum Zinsen für die private Rente und völlig überzogene Preise fürs Eigenheim (was ja eh nicht nötig ist da ja totale Flexibilität verlangt wird). das ist das Erbe der Ü50 Generation an die Jugend. danke

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kielerin78@icqmail.com 22.10.2013, 10:55
165. xxx

Zitat von BettyB.
Man konnte es sich leisten. Die Frauen mussten nicht für Geld arbeiten. Wenigstens nicht immer. Und dann Altersarmut, weil die Ersparnisse eben nicht lange reichten. Dumm nur, dass einige meinen, dass eine Herdprämie irgendeine Lösung brächte., dabei ist sie ein weiterer Anreiz ohne Überlegung in die Armut zu schliddern...
Die meisten Frauen verdienen auch mit VOLLZEIT so wenig, dass sie so oder so in Altersarmut landen. Nur wenige Frauen verdienen auch mit Vollzeit mehr als 2500 Brutto. Wenn ich in meinem bisherigen Beruf bleiben würde, wär für mich auch mit Vollzeit nie eine Rente über GRUSI erreichbar. Deshalb arbeite ich auch nicht mehr als Krankenpflegehelferin.

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gottfriedjosephbertram 22.10.2013, 10:55
166.

Ich bezweifle sehr,dass das DENKEN unserer POLITIKER sich von diesem eindeutigen Faktum wesentlich dahingehend beeindrucken wird lassen,dass in kurzer Zeitdimension die Anzahl der auf GRUNDSICHERUNG angewisenen sich reduzieren wird können ! Es ist im Grunde nur ein Armutszeugnis des Staats !!!!!!!!!!!

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Hermandl 22.10.2013, 10:56
167. Kunststück!

Zitat von sysop
Es ist ein besorgniserregender Trend ...
Wenn die versicherungsfremde Leistungen (Kriegsfolgelasten (Kriegerwitwen-, Kriegswaisen-, Kriegsversehrtenrenten), Anrechnungszeiten, z. B. für Ausbildung, wegen Arbeitslosigkeit oder wegen Krankheit, Kindererziehungsleistungszeiten (KLG), Kindererziehungszeiten (wobei hierfür mittlerweile vom Bund Pflichtbeitragsleistungen aufgrund eines Urteils des BVerfG erbracht werden), Rentenberechnung nach Mindesteinkommen, Absicherung des Arbeitsmarktrisikos durch Rentenzahlung, Bestandsschutz für Renten in den neuen Bundesländern, Renten für Aussiedler, Ausgleich von NS-Unrecht und Ausgleich von SED-Unrecht) nur von den Mitgliedern der gesetzlichen Rente bezahlt werden statt von der gesamten Bevölkerung (z.B. über Steuern), dann ist dieser Trend nicht verwunderlich.
Für diese o.a. Posten nimmt der Staat jährlich klammheimlich 170 Mrd. aus der Rentenkasse und bezuschusst dann lauthals schreiend die GRV mit 70 Mrd.

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bauklotzstauner 22.10.2013, 10:56
168.

Zitat von chickenkiller
Als mir "Nobbi" auf jeder Plakatwand "Die Renten sind sicher" entgegen schleuderte, hatte ich in den 80ern so ein komisches Gefühl... und die Chance noch rechtzeitig aus der Solidargemeinschaft auszutreten! Hier liegt das Problem, ....
Genau! Das Problem der Entsolidarisierung. Oder sollte ich besser von A-Sozialisierung sprechen, damit deutlicher wird, was solch eine Flucht aus den Sozialsystemen derer, die es sich leisten können, in der Praxis bedeutet?
Zitat von
Ich bekomme zwar niemals Rente ... liege aber auch niemandem auf der Tasche und entscheide mit Ende 50 selbst ob und wann ich noch weiterhin freiberuflich arbeiten möchte. Warum dürfen das nicht alle?
Die Frage ist eher, warum KÖNNEN das nicht alle? Nun, weil es immer noch eien Masse von Menschen gibt, die sich den A*** aufreißen, und nicht mal ansatzweise von Ihren Einkommen träumen können!

Im Übrigen befinden Sie sich in einem riesigen Irrtum! Wenn Sie dereinst aufhören werden zu arbeiten, liegen auch Sie anderen Menschen "auf der Tasche!". Oder glauben Sie, daß das Essen dann vom Himmel fällt?
Nein, auch dann wird es Menschen geben, die für IHREN Lebensunterhalt arbeiten müssen! IHR Brot backen, IHR Gemüse anbauen, IHRE Straßen bauen/erhalten, IHRE Leiden kurieren etc. pp! Und überwiegend werden das Menschen sein, die für Löhne arbeiten, die ihnen später keine auskömmliche Rente ermöglichen werden...

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infoseek 22.10.2013, 10:57
169. Leider ...

... muss man immer wieder feststellen, dass allzu viele hierzulande das Rentensystem absolut nicht begriffen haben.

Unsere Renten basieren - noch! - im Kern auf dem Umlagesystem, das heißt, die HEUTE arbeitenden finanzieren mit ihren Beiträgen in die staatliche Rentenkasse die Renten der HEUTE lebenden.

Wer ständig davon faselt, irgendwer hätte nicht genug eingezahlt, verwechselt das mit der kapitalbasierten Rente, bei der mit Eintritt ins Rentenalter nur so viel Geld zur Verfügung steht, wie man eingezahlt hat.

Letzteres mag zwar "gerecht" erscheinen - aber das ist eine Falle: Weder ist die kapitalbasierte Rente sicher (Krisen, Banken- und Versicherungspleiten können das eingezahlte Kapital ein für alle mal schlagartig vernichten, und das war's dann mit der Rente), noch ist sie für den Einzahler lukrativ, denn um auf Kaufkraft bezogen wenigstens etwas mehr als den Wert der Einzahlungen herauszubekommen, ist ein dauerhaft relativ hohes Zinsniveau notwendig. Bei der nun schon seit vielen Jahren anhaltenden Niedrigzinsphase ist das ein Verlustgeschäft.

Die kapitalbasierte Rente - auch die a la Riester - mästet nur die Finanzindustrie, der sie Abermilliarden zum Zocken in die Kassen schwemmt. Für den Bürger hat sie auf lange Sicht nur Nachteile, insbesondere für die Geringverdiener, für die sich das schon gleich gar nicht rechnet, weil sie bei aller Sparsamkeit keine Chance haben, damit die Grundsicherung aufzustocken.

Im übrigen ist das Gerede von "Gerechtigkeit" ohnehin Unsinn. Wollte man dergleichen ernst nehmen, müsste jeder Rentner zwecks Bemessung der Rentenhöhe ein moralisches Tribunal überstehen, bei dem festgestellt wird, ob er zeitlebens fleißig, bemüht oder ein Faupelz war. Wollen wir das? Ich glaube nicht.

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