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Steigende Altersarmut: So viele Rentner wie nie zuvor brauchen Grundsicherung
DPA

Es ist ein besorgniserregender Trend: Rund 465.000 Rentner in Deutschland waren 2012 auf Grundsicherung angewiesen - 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Frauen aus den westdeutschen Bundesländern sind betroffen. Hochburg der Altersarmut ist eine eigentlich reiche Stadt.

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ole#frosch 22.10.2013, 11:06
190. Armut?

bezahlter Wohnraum, 400? Taschengeld, Zuschüsse zu Waschmaschine, Fernseher, Kühlschrank und Mobiliar.
Man was sind die Armen in Deutschland arm.
Kein Obdach, nichts anzuziehen und zu Essen, kein Zugang zu adäquater Gesundheitsversorgung, das ist in meinen Augen Armut.
Es ging uns Deutschen Wohl jahrelang zu gut, dass wir das jetzt Armut nennen.
Ausserdem, bezogen auf die Anzahl Rentner an der Gesamtbevölkerung, ist der Anteil, der auf Grundsicherung angewiesen. wirklich signifikant gestiegen? und wenn ja, warum? haben mehr Anspruch als früher, mehr Scheidungen usw.
SPON ist meiner Ansicht nach nur noch Schlagzeilen geil, um möglichst viele Seitenaufrufe(werbeeinnahmen) zu generieren. Schade Spiegel

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denkdochmal 22.10.2013, 11:07
191. Falsch!

Zitat von gesell7890
wenn man von Leuten regiert wird, denen nur das Prinzip rechte Tasche, linke Tasche geläufig ist, nicht aber das kleine Einmaleins. Bildung sollten Politiker nicht nur fordern, sondern auch selbst erwerben.
Zumindest ein wichtiger Teil der Politiker ist gebildet. Sie verwenden Bildung, um weniger Gebildete über den Löffel zu barbieren. Der Rest scheint "Stimmvieh".
Reiche werden immer reicher, entziehen sich den Verpflichtungen gegenüber der Allgemeinheit (landläufig: Staat) lassen die, die sie um gerechten Lohn berumschen noch für Strom und Infrastruktur aufkommen, die sie dann genüßlich nutzen, um ihren Reichtum zu mehren. Birne, Gasprom und Calamity Angie sei Dank!
Jene müssen dann häufig "aufstocken", d.h. die Allgemeinheit muß die Löhne die den Beschäftigten vorenthalten werden, aufstocken.
Das dicke Ende kommt noch, wenn die um ihren Lohn Betrogenen dann mit 67 Jahren in eine Rente gehen, die zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel ist.
Reichtum verpflichet? Aber sicher! Nur nicht so, wie das Grundgesetz es meint: Reichtum verpflichtet zu noch mehr Reichtum!
Frage: Wenn diese Unsäglichen endlich das Zeitliche hinter sich haben, wieviel nehmen sie vom Ertrag ihrer Betrügereien dann mit und wozu?

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kielerin78@icqmail.com 22.10.2013, 11:07
192. xxx

Zitat von claus.w.grunow
In so einer Gesellschaft stirbt man schneller. Das bedeutet weniger Stress mit den Behörden und Leiden in Seniorenheime oder Krankenhäuser werden erspart. Nur für den Staat bedeutet das ein Verlust an Rentensteuern, denn es ist anzunehmen, dass ein Erbe oder ein hohes Konto nicht nicht beschlagnahmt werden kann.
DE sollte wie Belgien die Sterbehilfe einführen. Ich hab keine Lust mich nachher mit anderen Rentnerinnen um Pfandflaschen und dem Platz am Abfalleimer zu prügeln. Das wäre humaner, als nachher steigende Selbstmordraten bei Alten, die dies auf umständlichen Wegen selbst ausüben müssen.

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Edelweiß 22.10.2013, 11:08
193. Prozentrechnung

Zitat von opeongo
Wo zum Teufel habt Ihr die "6,6 Prozent" her??? Am Ende des Artikels steht: von 2,2 auf 2,7 - das sind bei mir 0,5 Prozent. Und die 120.000 mehr helfen mir auch nicht, wenn ich nicht die jeweilige Gesamtzahl der Rentner weiß. Die ist nämlich auch gestiegen. Und zwar beträchtlich.
Sie bringen ziemlich viel durcheinander. Zunächst mal: die 6,6% ergeben sich aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Ende 2012 waren 465.000 Menschen über 65 in Grundsicherung, dies ist ein Anstieg von 6.6% Prozent gegenüber den 436.210 Rentnern, die Ende 2011 in der Grundsicherung waren. Die letzte Zahl verrät der Artikel zwar nicht, was aber auch nicht unbedingt nötig ist, weil man diese Zahl entweder selbst aus den beiden anderen ausrechnen kann oder aber in nullkommanichts bei Destatis nachschlagen.

Die 2,2% bzw. 2,7% Prozent weiter unten beziehen sich nicht auf die absoluten Zahlen, sondern auf den Anteil an der Gesamtzahl der Rentner. Deshalb sind es ja auch Prozente, und deshalb ist Ihre Aussage "2,2 auf 2,7 - das sind bei mir 0,5 Prozent" falsch, bzw. es sind vielleicht bei Ihnen 0,5 Prozent, aber in Wirklichkeit sind es eben 0,5 Prozentpunkte. Das ist etwas völlig anderes. Ein Anstieg von 0,5% Prozentpunkten innerhalb von nur einem Jahr ist wirklich sehr viel. In jedem Falle aber bedeutet es, dass die Anzahl der Rentner in Grundsicherung erheblich stärker gestiegen ist, als die Gesamtzahl der Rentner. Und da stark zu vermuten ist, dass dieser hohe Anstieg überproportional durch die "Neurentner" zustande gekommen ist, wäre es dringend geboten, die Ursachen in den veränderten Bedingungen des Arbeitsmarktes zu suchen, von denen die Neurentner bereits teilweise betroffen sind, nicht dagegen die "Altrentner".

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nic 22.10.2013, 11:08
194. optional

Die Zahl der Superreichen steigt. Irgendwie müssen die ja an ihr Geld kommen. Der Reichtum der einen ist die Armut der anderen. Also, weiterhin die Rechten und die falschen Linken wählen.

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Rose1997 22.10.2013, 11:08
195.

Zitat von Nizzre
Warum ist es ungerecht offen zu sagen, dass Hausfrauen keine nennenswerten Rentenanwartschaften erwerben? Warum ist es ungerecht offen zu sagen, dass Teilzeitarbeit in die Altersarmut führt? Nicht nur Hausfrauen und Teilzeit-Muttis halten "den Laden am Laufen", sondern auch Mütter, die Vollzeit arbeiten. Denn der Haushalt, die Hausaufgaben und das Vokabellernen machen sich auch bei denjenigen nicht von allein, die Vollzeit arbeiten. Und eine Putze oder Zugehfrau kann sich von den Vollzeit-arbeitenden Müttern kaum eine leisten. Frauen, die sich auf die Rente ihres Mannes verlassen oder darauf, dass "der Staat" die Erziehungszeiten besser und länger anerkennen muss, sind selbst schuld, wenn sie die "Gekniffenen" sind. Schlauer wäre es - wenn man denn schon mit dem Göttergatten vereinbart, dass Frau zuhause bleibt - wenn man dann den "Ernährer" auch verpflichtet, eine private Rentenversicherung für die traute Gattin an Heim und Herd abzuschließen. Oder einen üppigen Sparvertrag auf den Namen der Mutti. Aber lieber lassen sich Frauen ja "vor Liebe blind" machen. Gegenüber dem Gatten, der sich möglicherweise nach 25 Jahren "bemuttelt" werden, eine knackige Karrierefrau aus der Nachbarabteilung krallt und die Holde Kindesmutter mit leeren Händen zurück lässt. Oder gegenüber den Kindern, die ja so viel Liebe und Nähe brauchen, aber nach der Volljährigkeit lieber nach Skandinavien auswandern, als der Mutti bei Opas Pflege zu helfen. Wer sich doof stellt, wird doof enden. Das gilt bei der Rente mehr als irgendwo anders. Ach ja, die allseits beliebte Schwarzarbeit trägt auch einen durchaus nennenswerten Teil dazu bei, dass Mütter, Kleingewerbetreibende und Handwerker nach Renteneintritt in die Röhre schauen. Weil es eben immer schöner ist "100% Schwärzken auf die Kralle" zu haben, als 50% an Steuern und Sozialabgaben (inkl. RENTENBEITRÄGE) zu zahlen. Schöne Grüße.
Gut gebrüllt, Löwe(in)!!! Nur kann sich auch eine alleinerziehende Mutter nicht mehr so richtig auf die Rente nach ca. 47 Arbeitsjahren freuen, denn, wie es bei der zusätzlichen Rente im öffentl. Dienst (VBL) geschehen,denn wenn sie in Rente geht ist sie nämlich keine Mutter mehr und wird als "Alleinstehend" eingestuft!!! Stimmt nicht? Doch.... leider....

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böseronkel 22.10.2013, 11:08
196.

Zitat von testthewest
Nichtmal 3% aller Rentner sind also arm. Wo ist das Problem???? Diese Generation hatte die fetten Jahre, sie hatte Zeit genug, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Die nächsten Generationen werden länger arbeiten müssen und weniger bekommen und dank immer höherer Steuern auch noch weniger Chance haben etwas zurückzulegen. Mein Mitleid mit diesen "armen Rentnern" hält sich in Grenzen.
Die edlen Parteienspender oder besser Käufer der Parteien wie die Quandts sorgen schon dafür, dass die Anzahl der armen Rentner weiterhin exponentiell ansteigen wird. Man darf auch nicht übersehen, dass die großzügige Spende der Quandts nur einen winzigen Promillebruchteil ihrer Einnahmen ausmacht und diese Einnahmen stammen ja nicht nur aus Gewinnausschüttungen von BMW. Und so können wir absolut sicher sein, eine gerechte Besteuerung der Reichen und Superrechen wird es mit dieser Großen Koalition der Selbstbediener nicht geben. Übrigens mit "Große Koalition der Selbstbediener" ist ein interessanter Kommentar in der heutigen "Neue Westfälische" aus Bielefeld überschrieben.

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grenoble 22.10.2013, 11:09
197. Sie kennen nicht...

Zitat von magumpus
"Insgesamt waren es in Deutschland 2,7 Prozent der über 65-Jährigen." Irgendwas scheinen die 97,3 Prozent dann richtig gemacht zu haben, oder? So schlecht kann das System nicht sein, es funktioniert. Fakt ist doch, dass nur das ausgezahlt werden kann, was auch eingezahlt wurde. Vielleicht sollte man bei den 2,7 Prozent mal nachfragen, was dort schief gelaufen ist und warum über die 65 Jahre (offensichtlich) keine Rentenbeiträge eingezahlt wurden? Für diejenigen, die wenig bis gar keine Rentenbeiträge eingezahlt haben, bleibt glücklicherweise die Grundsicherung. Das ist sozial! Wo ist das Problem?
... die Repressionen, die Einschränkungen die Grundsicherungsempfänger ausgesetzt sind? Wenn doch, sind sie sehr schlichten Gemütes und Ihre Einteilung in Gut, Böse, Richtig, Falsch zeigt ihre Beschränktheit in einer komplexen Welt. Ich nehme an das dies der Fall ist, denn sonst hätten sie substanziell und objektiv Bewerten und bezeichnen können was die 97,3 Prozent denn richtig gemacht haben und warum Erwerbsunfähigkeit, Erwerbslosigkeit, Kindererziehungszeiten "Falsch" sind und warum sie "Falsch" synonym für "individuelles Versagen" benutzen.

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coopms 22.10.2013, 11:10
198.

Zitat von dreizack-benztown
Das kann doch gar nicht sein. Ich denke, Deutschland ist der größte Profiteur des Euros? Lese ich zumindest immer noch sehr häufig in diversen Medien ... ja, was denn nun? Es scheint, als würde den Anbetern des EUR-Götzen und den EU-Zentralisten langsam die Lügen ausgehen ...
Du verwechselt das Land mit den Einwohnern.
Der Euro sorgt durch seine Unterbewertung aus deutscher Sicht für billigen Export. Davon profitieren die exportorientierten Firmen und deren Besitzer. Deren Gewinne und Vermögen entwickeln sich ja auch sehr positiv mit immer neuen Rekordmarken.
Du oder ich sind nicht gemeint.

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sternfalke77 22.10.2013, 11:12
199. Seit 2010, keine Rentenbeitragszahlung in Hartz-IV

Auch ein Grund der Rentenabsenkung :

Sparpaket: Abschaffung der Rentenbeiträge für Hartz IV – Empfänger

In der Diskussion über das aktuelle Sparpaket der Bundesregierung ist bisher viel zu wenig beachtet worden, dass die geplante Abschaffung der Zahlung der Rentenbeiträge für Hartz IV- Empfänger für diese nicht lediglich zu Einbußen bei der Altersrente führen würde, sondern dass bei einem erheblichen Teil der Betroffenen der Anspruch auf Erwerbsminderungsrenten sowie Maßnahmen zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation massiv eingeschränkt oder beseitigt würde.

Bisher haben die Pflichtbeitragszahlungen für Hartz IV- Empfänger gem. § 3 Satz 1 Nr. 3a SGB VI in Höhe von 40 € monatlich nach einem Jahr Bezug einen (Alters-)Rentenzuwachs von etwas mehr als 2 Euro monatlich bewirkt. Für diesen Renteneffekt – eine verzichtbare Leistung oder besser: eine Leistung, die erheblich verbessert werden müsste, damit ein wirklich spürbarer Renteneffekt eintreten könnte.

Durch die beabsichtigte Abschaffung der Zahlungen der Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung von Hartz IV-Empfängern würde aber auch für einen nicht unerheblichen Teil der Betroffenen der Zugang zu einer (Teil-)Erwerbsminderungsrente (gem. § 43 SGB VI) beseitigt. Denn neben den arbeitsmedizinischen und weiteren Voraussetzungen ist für den Bezug einer (Teil-) Erwerbsminderungsrente eine mindestens dreijährige Pflichtbeitragszeit in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung notwendig.
Damit wäre es Arbeitslosen, die mehr als 2 Jahre Hartz IV-Empfänger sind, nach entsprechender Feststellung der Erwerbsminderungsvoraussetzungen nicht mehr möglich, in den Erwerbsminderungsrentenbezug zu gelangen. Die Betroffenen wären dann weiter auf Leistungen der Sozialhilfeträger oder im Fall der Teilerwerbsminderung auf Leistungen der JobCenter angewiesen. Somit würde die Abschaffung der Beitragszahlungen in diesen Fällen lediglich zu einer Verschiebung der staatlichen Aufwendungen vom Rentenversicherungsträger auf die Sozialhilfe/AlG II- Träger führen und zu einer geringeren Unabhängigkeit der Betroffenen als bisher, da sie im Sozialhilfe-/Grundsicherungssystem verbleiben würden.
Diese Fälle sind leider nicht selten, da immer häufiger Arbeitslosigkeit im Zusammenhang mit chronischen gesundheitlichen Beinträchtigungen entsteht oder der langjährige Bezug von ALG II bestehende Beeinträchtigungen verstärkt oder solche Beinträchtigungen erst entstehen lässt.

Da auch die Leistungen des Rentenversicherungsträgers zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation gem. §§ 15 f. und § 31 SGB VI (vor allem Kuren zur Abwendung der Gefahr von Erwerbsminderung sowie Eingliederungsleistungen in das Arbeitsleben) u. a. in den letzten zwei Jahren mindestens 6 Monate Pflichtbeitragszeiten voraussetzen, würde sich die beabsichtigte Abschaffung der Beitragszahlungen auch in diesen Bereichen anspruchsmindernd auswirken

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