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Steigende Altersarmut: So viele Rentner wie nie zuvor brauchen Grundsicherung
DPA

Es ist ein besorgniserregender Trend: Rund 465.000 Rentner in Deutschland waren 2012 auf Grundsicherung angewiesen - 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Frauen aus den westdeutschen Bundesländern sind betroffen. Hochburg der Altersarmut ist eine eigentlich reiche Stadt.

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coopms 22.10.2013, 11:12
200.

Zitat von blowup
Sicher, dass das Rentner waren und keine Pensionäre. Ich weiß zumindestens von einer Dame, die schätzungsweise 1600,- pro Monat bekommt - seit über 30 Jahren! Da ist ihr Mann, ein Beamter, gestorben und sie war 42 Jahre alt. Klar, wählt die CDU.
Meine Oma hat mehr Rente als ich jemals verdienen werden. Und ich verdiene eigentlich ziemlich gut.
Andere Generation.
Ein bisschen Hinterbliebenenrente hier, eigene Betriebsrente da, die eigene eigentliche staatlcihe Rente usw. Es läppert sich.

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seine_unermesslichkeit 22.10.2013, 11:13
201.

Leute, was regt ihr Euch auf?! Es sind doch gerade die Rentner, die durch ihr Wahlverhalten den beschissenen Zustand, was das Verweigern einer Rentenreform angeht, zementieren. Den Alten geschieht ganz recht. Weiter so. Denn wer Merkel wählt, soll auch weiterhin Stagnation bekommen!

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chefchen1 22.10.2013, 11:13
202.

Zitat von dompteur_jo
so so... vor allen dingen frauen aus westdeutschland. warum bloß? könnte es daran liegen, dass a) unsere bisherige form der gesetzlichen rente nur bei vollbeschäftigung funktioniert; b) die menschen - auch wenn es zynisch klingt - ein ganzes eck älter werden als noch vor 40 jahren; c) sich aus der generation, die noch in den 50ern geboren wurden kaum jemand um eine wie auch immer geartete private absicherung gekümmert hat (und das, obwohl seit mitte der 80er allerspätestens bekannt war, dass die gesetzliche rente bei viel zu vielen nicht reichen wird), wir d) seit 1991 die "neuen" bundesländer und deren rentner - ohne, dass diese "eingezahlt" hätten - mitfinanzieren (keine wertung, lediglich eine feststellung), und e) gerade westdeutsche frauen sehr gerne nach der geburt der kinder nicht mehr arbeiten gingen, und auch sie entsprechend nichts "eingezahlt" haben? könnten all diese punkte eventuell etwas mit der "altersarmut" zu tun haben?
Nein, nur E.
Die Leute haben nicht genug Anwartschaften.

A) ist völlig quatsch, da das System erstmal prinzipiell immer funktioniert.
B) hier stellt sich die Frage, nach den derzeitigen Einzahlungen und wieso der Beitragssatz gesenkt wird.
C) politisch gewollte Verarmung der gesetzlichen Rente - da muß Dtl. anders wählen
D) Es ist ein Umlagesystem - die arbeitende Bevölkerung zahlt für die Rentner. Es gibt keine "Einzahlungen" durch jetzige Rentner, sondern nur durch deren Kinder. das muß doch langsam mal dem letzten klar sein!
E) richtig... Dazu kommt aber auch die massenarbeitslosigkeit, die der Erwirtschaftung von Anwartschaften im Wege steht.

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krautrockfreak 22.10.2013, 11:13
203. Wir sind selbst schuld!

Wir haben uns für ein politisches System entschieden, bei dem die Politiker nicht unabhängig sind, sondern in Aufsichtsräten sitzen und eher nach ihrem eigenen Wohl schauen, als auf das des Volkes.
Wir werden immer mehr amerikanische Zustände bekommen mit vielen superreichen Rentnern und vielen bettelarmen. Und Alterskriminalität, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
Es lebe die Zukunft!

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steueragent 22.10.2013, 11:14
204. Ja stimmt genau.

Sie haben Recht. Meine Aussage gilt nur für Süddeutschland. In den anderen Landesteilen fehlen mir die Erfahrungswerte. Bei uns liegt der Facharbeiterlohn im Durchschnitt bei 12 bis 15 Euro. Da kann man schon mit durchkommen. Alles was unter 10 Euro ist, da wird es happig. Sehe ich natürlich genauso.

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TheGossip 22.10.2013, 11:14
205. Viele Faktoren

Zitat von sysop
Es ist ein besorgniserregender Trend: Rund 465.000 Rentner in Deutschland waren 2012 auf Grundsicherung angewiesen - 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Frauen aus den westdeutschen Bundesländern sind betroffen. Hochburg der Altersarmut ist eine eigentlich reiche Stadt.

Babyboomer, Pillenknick, niedrige Erwerbsquote von Frauen im Westen, die unselige Vermengung von Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik, unzulässige Privilegierung des Beamtenapparates gerade in Fragen der Altersvorsorge, das Ausdünnen des Mittelstandes, was die durch das Raster Gefallenen ihrer Ersparnisse beraubte, auch die Deutsche Einheit, die Investitionsbedürfnisse rund um den Energieausstieg, eine weite Verlagerung einfacher Tätigkeiten ins Ausland mit entsprechenden Steuerausfällen im Inland, Kapitalvernichtung auf den Geldmärkten, was habe ich vergessen?

Der Artikel ist eine verkürzende Krawallnummer - mit schnellen Formeln und Begründungen ist es nicht getan.

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coopms 22.10.2013, 11:15
206.

Zitat von ofelas
mal schauen aber ich mache mir da keine hoffnungen wenn ich 20 jahre voraussschaue falsch, den wir und NL. A, Suomi sind derren grundsicherung. der euro mit esm etc ist ein umlagesystem, und aus unserem topf werden dann die jaehrlich 40, 60, 80 mrd euro zusaetzlich abfliessen
Die Grundsicherung leitet sich aus dem Sozialstaatsprinzip und der allgemeinen Menschenwürde ab.
Eine Grundsicherung in Höhe des Existenzminimums werden sie nicht los.

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giorgio2012 22.10.2013, 11:15
207. komisch

Zitat von galens
"Die Renten sind sicher!" Genau und deshalb wählt weiterhin die Hälfte der Bevölkerung die wohlhabend ist die CDU.
bei einem der Mitforisten waren es die blöden Rentner, die jetzt zu wenig haben. Einigt Euch mal, wer denn nun für die Katastrophe im Wahljahr verantwortlichist.

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herr.schaften 22.10.2013, 11:16
208. Janusköpfig

Zitat von intschutschuna
Gestern stand noch geschrieben, dass die Steuereinnahmen immer höher sprudeln, vor allem die Einkommensteuereinnahmen. So. Wenn also immer mehr Leute Dumpinglöhne bekommen, wieso steigen dann die Steuereinnahmen???
Naja, ein erhöhtes Einkommen (und damit Steueraufkommen) läßt sich naturgemäß u.A. anhand der Zahlung von Dumpinglohn generieren.

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jouvancourt 22.10.2013, 11:16
209. Der Westen verkommt !

Allen (!) europäischen Staaten geht es heute schlechter als 2002. Die Kapitalverschiebung zu den wenigen Reichen lässt natürlich die Unterschicht immer mehr verarmen!

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