Forum: Wirtschaft
Steigende Altersarmut: So viele Rentner wie nie zuvor brauchen Grundsicherung
DPA

Es ist ein besorgniserregender Trend: Rund 465.000 Rentner in Deutschland waren 2012 auf Grundsicherung angewiesen - 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Frauen aus den westdeutschen Bundesländern sind betroffen. Hochburg der Altersarmut ist eine eigentlich reiche Stadt.

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Duracellhase 22.10.2013, 09:50
40. Unfairer Kommentar

Zitat von BettyB.
Man konnte es sich leisten. Die Frauen mussten nicht für Geld arbeiten. Wenigstens nicht immer. Und dann Altersarmut, weil die Ersparnisse eben nicht lange reichten. Dumm nur, dass einige meinen, dass eine Herdprämie irgendeine Lösung brächte., dabei ist sie ein weiterer Anreiz ohne Überlegung in die Armut zu schliddern...
Ihr Kommentar ist in höchstem Maß ungerecht. Wer -freiwillig oder gezwungenermaßen- zuhause mit Kindern den Laden "am Laufen" halten musste, weiß wovon ich rede.

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ihatezensur 22.10.2013, 09:50
41. Hilfe ja, Bedauern Nein!

Wir sprechen hier über Erwachsene Menschen, die genauso wie jeder andere Erwachsene auch, selbstverantwortlich Ihr Leben gestalten konnten und können. Und das gerade in Westdeutschland! Wie kommt es zu diesem Unterschied zwischen West udn Ost? Mentalitätsproblem der 68ér-Generation? Egoselbstverwirklichung toll, Maloche scheisse! Die Rechnung zahlen wir als Einzelne, die wir unsere Elterngeneration finanziell aushalten müssen, und wir als Gesellschaft. Anstatt in unsere Kinder zu investieren, müssen wir in die faule 68-Generation einzahlen.

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tim-quasineutral 22.10.2013, 09:50
42.

Zitat von spon-facebook-10000009156
Ich gönne jedem Menschen seinen Reichtum, doch was ist das für eine Demokratie und Solidargemeinschaft an der nur wenige am Wohlstand teilhaben können. Rentner bekommen keine Rentenerhöhung. Bis 67 Jahre müssen die Deutschen arbeiten um ihre volle Rente zu erhalten, was kaum einer schafft, also Rentenabzug. 60% der Rentner in Deutschland liegen mit ihrer Rente unter 1000 Euro. In Kindergärten, Schulen, Universitäten, Pflegeheimen, Jugendhäusern oder für Maßnahmen gegen Armut fehlt es an Geld. Löhne unter 10 Euro, wo man weder eine Familie gründen noch von leben kann. Uns wird ständig erzählt wie arm Deutschland ist. Deutschland ist nicht arm, es wird bewusst arm geredet damit wir alle daran glauben sollen. Keine Regierung war und ist in der Lage an diesem Zustand etwas zu ändern. Was man bewusst nicht will!! Dabei ist jeder 80. Deutsche ein Millionär. Wahnsinn.
Geht es Ihnen nun besser, nachdem Sie sich mal so richtig den frust von der Leber geschrieben haben?

Mal zu den Fakten:

(1) Kein Deutscher muss aktuell bis 67 arbeiten, um ohne Abzug in Rente gehen zu können.

(2) Muss eigentlich jeder Rentner seine gesamten monatlichen Ausgaben von der staatlichen renten decken können? Ich denke nicht. Es wird langfristig soweiso darauf hinuaslaufen, allen Rentner zumindest eine Grundischerung zu geben und dann abhängig von den früheren Beiträgen noch einen Zuschalg. Finde ich ok. Es stimmt ja, dass einige Rentner sehr gute Renten bekommen während andere damit kaum auskommen. Letztendlich bleibt es sich aber gleich, woher das Geld kommt, ob nun über die Renten- oder Sozialkasse.

(3) Sie wollen anscheinend einen Mindestlohn von 10 EUR die Stunde. Jeder Dorftrottel soll dann also für jede noch so unproduktive Arbeit 10 EUR die Stunde erhalten. Sind Sie dann auch bereit die steigenden Preise zu zahlen? Oder sollen etwas die gierigen Manager, Unternehmer und Kapitalisten auf Profit verzichten? Wenn es so einfach wäre, gäbe es den Mindestlohn von 10 EUR schon lange. Unterhalten Sie sich mal mit einer Friseurin z.B. auf Usedom, dann verstehen Sie, warum dort ein Mindestlohn von 10 EUr nicht funktiniert.

(4) Jeder 80. Deutsche ist Millionär, aha. Das sind also 1,25% der Deutschen. Ja, wirklich wahnsinnig viel. Zumal da sicher auch einige Leute bei sind, die ein Haus in guter Lage geerbet haben.

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zaphod1965 22.10.2013, 09:52
43. Pervers

Das Rentenniveau wird kontinuierlich abgesenkt, damit die Arbeitgeberbeiträge stabil bleiben. Gleichzeitig erlaubt man Arbeitsverhältnisse mit skandalös niedriger Bezahlung. Den Geringverdienern verkauft man dann noch private Zusatzversicherungen, die zu nichts weiter nutze sind, als im Alter den Staat von Grundsicherungskosten zu entlasten. An der Armut der Rentner, die sich vom geringen Lohn noch "geriestert" haben, ändert das natürlich nichts.

Es ist eine Schande, was aus unsere,Land geworden ist und wir werden für diese alleinige Ausrichtung auf Kapital und Profit, für die gleichzeitige Abschaffung der Solidarität einen hohen Preis zahlen. Nicht nur in Geld sondern auch in Menschenleben.
Im Unterschied zu anderen Finanzdiktaturen wird es in Deutschland aber vor allem der stumme Tod der Armen sein, deren Zahl immer größer wird und die den Preis für die Gier Weniger mit ihrer verkürzten Lebenserwartung zahlen müssen. Wenn man als Arbeitnehmer nicht mehr ausgebeutet werden kann, soll man sich möglichst schnell ins Grab verabschieden und der Gesellschaft gefälligst nicht auch noch lange auf der Tasche liegen. Das geht am besten, wenn man Rentner in die Armut schickt, denn die verkürzt nachweislich die Lebenserwartung am effektivsten. Das ist nichts weniger, als Genozid an der eigenen Bevölkerung, geplant und durchgeführt von der Klasse der Kapitaleigentümer.

Ich dachte immer, eine moderne Gesellschaft erkennt man an der Zurückdrängung der Armut und verbreitetem Wohlstand, nicht an der Zahl der wenigen Superreichen.

Es ist wirklich trostlos und eine Wende nicht in Sicht. Die jetzt seit 30 Jahren betriebene Entsolidarisierung der Gesellschaft bräuchte mutige und charismatische Politiker, vor allem aber eine Abkehr vom Grundsatz, dass dem Gewinnstreben alles andere unterzuordnen sei.

Oder eben eine echte Revolution.

Irgendwie werde ich noch zum Fan von Papst Franziskus, der ausnahmsweise genau das Richtige predigt und vorlebt; und das sage ich als überzeugter Atheist!

Naja. Vielleicht wird dieser Beitrag mal ausnahmsweise nicht zensiert. Wäre mal ein Fortschritt hier.

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chickenkiller 22.10.2013, 09:52
44. Norbert Blüm

Als mir "Nobbi" auf jeder Plakatwand "Die Renten sind sicher" entgegen schleuderte, hatte ich in den 80ern so ein komisches Gefühl... und die Chance noch rechtzeitig aus der Solidargemeinschaft auszutreten!
Hier liegt das Problem, das niemand mehr auflösen kann (zumindest nicht, ohne die jetzt arbeitende Generation noch mehr über den Tisch zu ziehen).

Steuerfinanzierte, gesetzliche und gleiche Mindestrente für alle und persönliche private Vorsorge des Einzelnen.
Wenn man jedoch Eigenverantwortlichkeit verhindert, in dem man zwecks Solidarprinzip das Restgeld einzieht, dann muss sich der Staat nicht wundern, wenn Altersarmut die Folge ist.

Ich bekomme zwar niemals Rente ... liege aber auch niemandem auf der Tasche und entscheide mit Ende 50 selbst ob und wann ich noch weiterhin freiberuflich arbeiten möchte. Warum dürfen das nicht alle?

Irgendjemand muss an diesem Solidarprinzip verdammt gut verdienen...

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kbank 22.10.2013, 09:53
45. Traurig

Traurig ist dieser Zustand und traurig sind auch einige Kommentare in diesem Forum. Eine Frau über 80 musste ohne Verrechnung irgendwelcher Leistungen nach dem Krieg in russischer Zwangsarbeit schuften, hat in ihrem Leben Kinder großgezogen und wurde von einem durchaus vermögenden Mann ihrer Rentenanteile mit Unterstützung deutscher Gerichte beraubt. Die Restrende taugt eigentlich nicht zum Leben und Heizkosten gibt es auch nur für milde Winter - ansonsten muss wie nach dem Krieg halt gefrohren werden.

Leider alles Tatsachen und gleichzeitig stecken sich Staatsdiener in Politik und Verwaltung viel Geld in ihre Taschen, ach so - die vielen Mitläufer in den Staatsdiensten der NS Zeit haben/hatten natürlich alle ihre ordentlichen Versorgungsbezüge.

So etwas nennt man dann Gerechtigkeit!

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der_kommentator 22.10.2013, 09:53
46. Ost/West

Ach' wie groß wäre das Geschrei, wenn die Zahlen im Westen besser wären als im Osten. Ein Skandal sondergleichen, dass die ungleichen Lebensbedingungen vor 1989 bei der Rente nicht berücksichtigt werden. Meine Mutter hätte ihr Kind gerne in eine staatliche Kita gebracht - in den 60ern gab's die im Westen aber nicht. Sie zahlt insgesamt dreimal drauf: Damals weniger Einkommen, mit den Steuern die Strukturen im Osten subventioniert, und heute weniger Rente. Aber kein Politiker würde sich jemals trauen, hierfür einen Ost/West-Korrekturfaktor bei der Rente vorzuschlagen...

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xehris 22.10.2013, 09:53
47.

Zitat von RandalThorBlau
Hinzu kommt - wie Sie richtig anmerken - die völlig falsche Signalwirkung einer "Herdpämie", getreu der Devise "warum soll ICH für mich sorgen, das macht doch sowieso der Staat".
Es ist wohl eher so, dass ältere Frauen häufig dachten, dass ihr Status als Ehefrau reichte, um sich eine anständige Rente zu sichern.
Bei seit Jahren hohen Scheidungsraten, prekären Arbeitsverhältnissen, hoher Arbeitslosigkeit Älterer erweist sich ein solches Denken als gefährlich.

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muunoy 22.10.2013, 09:54
48. Staatsgläubigkeit

Zitat von RandalThorBlau
Und das ist ja auch noch nicht alles: gerade Frauen haben sich in früheren Jahren ihre bereits erwirschaftete Rente auszahlen lassen und sind somit jetzt - wo sie darauf angewiesen wären - bedürftig. Natürlich hat man diesen "Systemfehler" korrigiert, aber zu spät! Hinzu kommt - wie Sie richtig anmerken - die völlig falsche Signalwirkung einer "Herdpämie", getreu der Devise "warum soll ICH für mich sorgen, das macht doch sowieso der Staat".
Danke für Ihren Beitrag. Das größte Problem in unserem Land ist die grassierende Staatsgläubigkeit. Diese schlimme Krankheit ist insbes. bei Leuten zu diagnostizieren, welche Transferleistungen erhalten. Nein, der Staat wird es nicht richten. Der Staat ist nur daran interessiert, seinen Politikern und Beamten ein schönes und sorgenfreies Leben zu garantieren.
Die staatliche Rente ist Betrug. Zu meiner Zeit als Angestellter wurden 122 TEUR eingezahlt, wovon ich dann nach dem aktuellen Stand der Dinge ab 67 monatlich 639 EUR ausgezahlt bekomme. Es handelt sich somit um ein unglaublich schlechtes Investment. Auch gehe ich davon aus, dass selbst dieser Betrag verschwinden wird, bis ich 67 bin. Riester ist auch Betrug. Als Selbständiger habe ich nun eine Rürup-Versicherung. Aber auch die lohnt sich nur, wenn man den Spitzensteuersatz zahlt. Und selbst da bin ich mir nicht sicher. Wenn man nicht so lange lebt, ist Rürup sowieso raus geworfenes Geld. Nein, man muss sich heute selbst um eine ordentliche Altersvorsorge kümmern. Leider muss man hierzu aus bereits versteuertem Geld Investitionen tätigen und auch Risiken eingehen. Eine Säule meiner Altersvorsorge fehlt jedoch noch. Dies ist Kapital im Ausland. Ja, auch das wird wohl wichtig werden, weil beim aktuellen Trend zur DDR 2.0 diejenigen, die vorgesorgt haben, später für diejenigen aufkommen müssen, die nicht vorgesorgt haben. Der Sozialismus führt nun einmal in die Armut. Aber es sind immerhin bis auf ein paar Auserwählte dann alle ungefähr gleich arm.

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PublicTender 22.10.2013, 09:55
49.

Zitat von sysop
Es ist ein besorgniserregender Trend: Rund 465.000 Rentner in Deutschland waren 2012 auf Grundsicherung angewiesen - 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Frauen aus den westdeutschen Bundesländern sind betroffen. Hochburg der Altersarmut ist eine eigentlich reiche Stadt.
Bezeichnend dass es sozialdemokratisch regierte Stadtstaaten sind die das Feld anführen.

Kann es sein das traditionelle Lebensformen auch Vorteile haben?

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