Forum: Wirtschaft
Steigende Altersarmut: So viele Rentner wie nie zuvor brauchen Grundsicherung
DPA

Es ist ein besorgniserregender Trend: Rund 465.000 Rentner in Deutschland waren 2012 auf Grundsicherung angewiesen - 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Frauen aus den westdeutschen Bundesländern sind betroffen. Hochburg der Altersarmut ist eine eigentlich reiche Stadt.

Seite 53 von 53
Locusta 23.10.2013, 12:20
520. Erwartung an eine Familie.

Zitat von kielerin78@icqmail.com
Seht die mal die Realität: die Gesellschaft ist mittlerweile so, dass sie viele Alleinerziehende hat, die nunmal auch noch eine Rente bekommen müssen. In Holland sind diese Frauen wesentich besser abgesichert, auch unabhängig von einem versorgenden Ehemann. Die Gesellschaft hat sich mit ihrer zunehmenden Singularisierung nunmal verändert.
Die Gesellschaft hat "sich verändert?" NEIN! Die Gesellschaft ist von ideologischer Politik verändert worden.

Womit wir beim 2. Punkt wären:

Zitat von
Es fehlen in DE auch massenhaft Männer, die noch eine Familie wollen - ich bin seit mehreren Jahren Single, man findet heutzutage in DE keine vernünftigen Männer mehr - die sind ausgestorben. Daher auch der Kindermangel.
Wenn man sich zur Ehe entschließt, hat man gewisse Erwartungen.
Man will ein familiäres Miteinander, ein gepflegtes Zuhause, Kinder, um die sich die Familie kümmert.

All das wurde von politischen Ideologen über diverse Steuerungsinstrumente nahezu unmöglich gemacht.

Indem man ehemalige Hausfrauen in Erwerbsarbeit nötigte, kam es zu einem Überangebot an Arbeitskräften. Besonders die AGENDA tat ein Übriges, um die Löhne zu "dumpen".

Inzwischen können es sich Männer bis weit in den akademisch gebildeten Mittelstand nicht mehr leisten, mit ihrem Einkommen eine Ehefrau und 1-3 Kinder zu versorgen.

Politik und Ideologen haben es geschafft, die Familie auf eine WG zu reduzieren, in der Kinder tagsüber komplett "outgesourced" werden, man sich allenfalls abends kurz trifft.

Und auch dann hat die Familie kaum Zeit für einander. Die Nerven liegen blank. Kein Essen steht auf dem Tisch, kein Haushalt ist erledigt.

Es herrscht Hektik. Im schlimmsten Fall wird gestritten, wer schnell ein paar Tiefkühlpackungen zum Aufwärmen aus dem Supermarkt holt, wer die Kinder aus der Fremdbetreuung abholt, wer waschen, bügeln, staubsaugen... muss.

Um es mal klar auszudrücken: Das neue Unterhaltsrecht im Scheidungsfall hat dafür gesorgt, dass es für Frauen zum existenziellen Risiko wird, wenn sie für ein Dasein als Hausfrau entschließen.

Selbst hervorragend ausgebildete Frauen laufen Gefahr, im Scheidungsfall einen weit unterbezahlten Job annehmen zu müssen oder gar "verhartzt" zu werden.

Der Mann, der noch eine funktionierende Familie will, muss sich erst mit seiner Partnerin zum Rechtsanwalt begeben und einen Ehevertrag ausarbeiten, der der Frau die nötige Sicherheit bietet.

Ansonsten wird der Mann kaum noch eine Frau finden, die sich auf das politisch herbeigeführte Armutsrisiko im Scheidungsfall einlässt.

Das, was sich der Staat heute als "Familie" vorstellt, wird den Erwartungen nicht gerecht.

Auch Männer sind keine "Zuchthengste", die sich lediglich als Reproduktionsfaktor für "die Gesellschaft" sehen und die Kinder zur Erziehung dem Staat überantworten wollen.

Auch Männer orientieren sich an den Personen, die ihnen emotional nahestehen und nicht an einem "anonymen Haufen" - der "Gesellschaft".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 53 von 53