Forum: Wirtschaft
Steigende Altersarmut: So viele Rentner wie nie zuvor brauchen Grundsicherung
DPA

Es ist ein besorgniserregender Trend: Rund 465.000 Rentner in Deutschland waren 2012 auf Grundsicherung angewiesen - 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Frauen aus den westdeutschen Bundesländern sind betroffen. Hochburg der Altersarmut ist eine eigentlich reiche Stadt.

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chickenkiller 22.10.2013, 10:05
70. Ja!

Zitat von theReverendSpeaks
Haben wir vergessen, was der Generationenvertrag eigentlich bedeutet? Diejenigen die arbeiten unterstützen diejenigen, die nicht arbeiten können (Kinder, Rentner). Da jeder Mensch diese Lebensphasen durchläuft, ist per Saldo alles ausgeglichen. Da alle arbeitenden heute soviel verdienen wie nie zuvor, können sie auch soviel bezahlen wie nie zuvor. Das Gejammere über zuwenig Geld zeigt nur, dass wir schleichend aus dem Generationenvertrag aussteigen. Das ist politisch so gewollt, damit Versicherungen sich in diesem neuen Markt der privaten Altersvorsorge dumm und dusselig verdienen können. Ist das die Gesellschaft die wir alle anstreben?
Genau das ist die Gesellschaft in der wir leben! Und wenn Sie einer Versicherung Ihr Geld und einen Arbeitsauftrag geben, damit es Ihnen im Alter besser geht (und die mit Ihrer Kohle was verdienen), dann ist es Ihre Entscheidung. Sie können ja auch selbst am Finanzmarkt...
Meine Familie unterstütze ich ... warum soll ich zusätzlich für andere gerade stehen? Für die Allgemeinheit zahle ich Steuern.

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pelemele 22.10.2013, 10:06
71. Wer ist Deutschland?

Zitat von realist29
Deutschland geht es gut und das ist ein Grund zur Freude
Die Person mit Namen Deutschland kenn ich nicht. Ich weiß nur, dass bestimmte Teile seines Körpers krass unterversorgt sind und nicht gesund und ein paar wenige andere dick und fett. Attraktiv stelle ich mir den nicht vor.

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moosbummerl8 22.10.2013, 10:07
72. Altersarmut

Zitat von sysop
Es ist ein besorgniserregender Trend: Rund 465.000 Rentner in Deutschland waren 2012 auf Grundsicherung angewiesen - 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Frauen aus den westdeutschen Bundesländern sind betroffen. Hochburg der Altersarmut ist eine eigentlich reiche Stadt.
Ich freue mich schon auf meinen Ruhestand mit 63, da werde ich nach 49 Jahren Erwerbsleben, das leider nicht Lückenlos war, (Kindererziehung, Teilzeitarbeit, Artbeitslosigkeit) meinen 40 Stunden Arbeitsplatz den Jüngeren zur verfügung stellen,
meine jetzige Berechnung vom Arbeitsamt ist 950,00 €, abzüglich 10 % wegen Vorruhestand,
und nein, ich habe nicht immer im Niedriglohnsektor gerarbeitet, ich bin gut ausgebildet, bekomme aber seit 6 Jahren keine Gehaltserhöhung mehr, da ich in meinem Alter sowieso keine andere Arbeit mehr kriege, das senkt jährlich meinen Rentenanspruch.

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u.loose 22.10.2013, 10:07
73. Und?

Zitat von jonath2010
Die Rentenkassen haben auf Betreiben der Politik seit 1957 bis heute rd. 600 Milliarden Euro (!) so genannte „versicherungsfremde Leistungen“ ausgeschüttet. Wäre dies nicht passiert, würden die Rentner von heute finanziell wesentlich besser dastehen. Es entspricht der Logik der Mathematik, dass nicht 100 Personen ausreichend Rente beziehen können, wenn davon nur 80 ihre Versicherungsbeiträge entrichtet haben. So werden heute aus dem allgemeinen Rententopf Renten an Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion, an Bürger der ehemaligen DDR, an Kriegerwitwen, an Frührentner wegen Arbeitslosigkeit und an Mütter für Kindererziehungszeiten geleistet. Das sind alles Personen, die ganz oder zeitweise keine Beiträge in die allgemeine Rentenversicherung eingezahlt haben. Der vorgenannte Personenkreis müsste konsequenterweise aus einem Sonderfonds des Bundes unterstützt werden - nicht aber aus der Rentenkasse. So aber fällt den Politikern nur eines ein: Renten kürzen, wo es nur geht. Den Westrentnern wurde zum 1. Juli 2013 nur eine Rentenerhöhung von 0,25 % (!) bewilligt. Da ist es doch nur logische Folge, dass die Renten immer mehr durch Sozialhilfe (Grundsicherung) aufgestockt werden müssen.
aktuell schießt der Fiskus 80 Mrd im Jahr in die marode Rentenkasse zu... Wie hoch waren denn die Steuerzuschüsse in der Zeit 1957 bis heute? Allein in den letzten 10 Jahren sind doch nachweislich schon 800 Mrd Zuschüsse geflossen...

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blurps11 22.10.2013, 10:08
74. Fünf nach Zwölf

Zitat von frietz
nun lasst uns doch mal etwas weiter denken als von 12 Uhr bis es läutet. immer mehr der heutigen Arbeitnehmer bekommen niedriglohn, es gibt keinen anständigen Mindestlohn, die rente wird durch Kürzungen und renteneintrittsalter immer weiter gekürzt. WEM um himmels willen ist bei dieser asusgangslage NICHT klar, dass es für eine steigende anzahl menschen im alter nicht reichen wird und diese grundsicherung brauchen? das können nur kurzfirstig veranlagte Politiker sein.
Kurzfristig veranlagt ? Nö, für bestimmte Akteure ist diese Entwicklung eben nicht besorgniserregend, sondern war genau das Ziel.

Die INSM und ihre Handlanger zündeln mit der "Chance 2020" ja schon wieder kräftig -Leider wird es gerade in einer großen Koalition keine Kräfte der Vernunft geben, die diese geistigen Brandstifter abwehren können ( oder auch nur wollen ).

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kontinuität 22.10.2013, 10:09
75. Antwort

Zitat von vax10
Wo war das nochmal, wo man mit 55 in Rente gehen konnte? Verwechseln Sie das mit dem Beginn der Altersteilzeit?
nur mal so: einen der mit 55 in Rente gegangen ist, kenne ich - bis auf einen Lehrer - keinen. Aber alleine in meinem näheren und weiteren Bekanntenkreis kenne ich circa 10 Leute, die in den letzten Jahren vor ihrem 60sten Lebensjahr mit guten bis hohen Abfindungen in Rente gegangen sind. Die entsprechenden "Firmen" bzw. Institutionen, aus denen ich die Leute persönlich kenne:
Technische Universität Berlin, Freie Universität Berlin, eine ARD-Anstalt und schließlich BP (früher VEBA-Oel) in Gelsenkirchen. Letzteres besonders interessant, da hier jemand mit einem Jahresgehalt von circa 150Tausend mit Hilfe der Sozialkassen ("stille" Absprache zwischen dem Konzern und entsprechenden Stellen) mit 58 in den Ruhestand geschickt wurde. Ich selbst werde erst Rente mit 65 Jahren + fünf Monate beziehen. Sehe ich einige meiner erwähnten Bekannten munter um mich herumspringen, muss ich schon sagen, dass ich mir irgendwie oft dumm vorkomme.

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pelemele 22.10.2013, 10:09
76. Ich frage mich...

warum diejenigen, die im Berufsleben viel verdienen gleichzeitig hohe Renten erhalten und dazu noch gut vorsorgen können und diejenigen, die wenig verdienen sowohl als auch leer ausgehen. Dabei arbeiten die doch alle in der selben Arbeitszeit, z.B. im Kindergarten, beim Bäcker, als Friseur, Schneider... oder eben da, wo´s angemessene Geld gibt. Komisches Spiel.

Zitat von spon-facebook-10000009156
Ich gönne jedem Menschen seinen Reichtum, doch was ist das für eine Demokratie und Solidargemeinschaft an der nur wenige am Wohlstand teilhaben können. Rentner bekommen keine Rentenerhöhung. Bis 67 Jahre müssen die Deutschen arbeiten um ihre volle Rente zu erhalten, was kaum einer schafft, also Rentenabzug. 60% der Rentner in Deutschland liegen mit ihrer Rente unter 1000 Euro. In Kindergärten, Schulen, Universitäten, Pflegeheimen, Jugendhäusern oder für Maßnahmen gegen Armut fehlt es an Geld. Löhne unter 10 Euro, wo man weder eine Familie gründen noch von leben kann. Uns wird ständig erzählt wie arm Deutschland ist. Deutschland ist nicht arm, es wird bewusst arm geredet damit wir alle daran glauben sollen. Keine Regierung war und ist in der Lage an diesem Zustand etwas zu ändern. Was man bewusst nicht will!! Dabei ist jeder 80. Deutsche ein Millionär. Wahnsinn.

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si tacuisses 22.10.2013, 10:10
77. ..und ganz sicher hat eine breite Mehrheit dieser

Zitat von sysop
Es ist ein besorgniserregender Trend: Rund 465.000 Rentner in Deutschland waren 2012 auf Grundsicherung angewiesen - 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Frauen aus den westdeutschen Bundesländern sind betroffen. Hochburg der Altersarmut ist eine eigentlich reiche Stadt.
465.000 Rentner brav Mutti wiedergewählt.
Sorry, Leutchen, das geschieht euch nur zu recht.
Wer nicht hören will, muss fühlen. Es muss noch viel schlechter werden, damit auch diese schweigende Mehrheit, denen alles egal ist, endlich am eigenen Leib merkt, wem sie das alles in einem so wohlhabenden Land zu verdanken hat.
Nur bittere Medizin hilft.

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Duracellhase 22.10.2013, 10:12
78. Vollkommen korrekt

Zitat von leserin13
wenn ich im Kommentar lese, dass die Ostdeutschen nichts in die Rentenkasse eingezahlt hätten. Erst einmal: auch zu DDR-Zeiten wurden Rentenbeiträge gezahlt. Nun haben wir aber inzwischen auch 23!!! Jahre deutsche Einheit, in der viele der jetzt ostdeutschen Rentner reichlich Beiträge in D-Mark bzw. Euro in die Rentenkasse gezahlt haben. Geht die Mauer denn nie aus den Köpfen raus??? Ordentliche Löhne, Einzahlungen in die Rentenkasse ohne Beitragsbemessungsgrenzen und Einzahlung aller in die Rentenkasse - auch der Beamten - würde das Problem verringern. Voraussetzung wäre aber auch, dass genug Arbeitsplätze vorhanden sind und Betriebsabwanderungen in Billiglohnländer erschwert werden.
In diesem Forum gibt es leider sehr viele Schwätzer. Selbst wenn man auf dem Standpunkt steht, die Einzahlungen aus der DDR-Zeit sind nichts Wert, so verweisen Sie vollkommen zurecht auf die mittlerweile 23 Jahre Einheit. Im Übrigen war es IMMER Konsens aller demokraktischen Parteien und breiter Gesellschaftschichten in der Bundesrepublik die Bürger in der DDR als Deutsche mit den selben Rechten anzusehen, die einfach nur das Pech hatten unter einer Diktaktur zu leben. Dass man für diese bei einer Wiedervereinigung gewisse Dinge übernehmen musste, sollte jedem jederzeit klar gewesen sein.

Stören Sie sich nicht an den paar Nörglern. Es gibt immer welche, die irgendwas stört, sagt Ihnen ein ehemaliger Wessi.

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wurzelbär 22.10.2013, 10:13
79. Steigende Altersarmut

Der vorsätzliche politische Rentenbetrug wird immer offensichtlicher. Man wird gezwungen, über die Zwangsabgaben für seine Altersversorgung als Bürger Abgaben zu leisten, als Rücklage für die Rente. Das ist vom Prinzip her auch gut, wenn die Politiker, der Staat sich damit nicht bereichern würden.
Wenn man die Rente dann braucht, ist sie nicht mehr vorhanden, da sie auf den Konten der Politiker liegt. Rentenbetrug am Volk !
Das wird erst noch spannend, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Aber die Volksüberschuldung wird das schon übernehmen. Merkel hat ja schon 600 Milliarden Euro produziert, da kommt es auf eine weitere Billion Euro auch nicht mehr an.

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