Forum: Wirtschaft
Steigende Beiträge: Rentenchefin warnt vor CSU-Forderung nach höherer Mütterrente
Getty Images/ PhotoAlto

Die CSU will eine weitere Anhebung der Mütterrente durchsetzen - doch die Chefin der gesetzlichen Versicherung warnt vor steigenden Beiträgen. Zudem bringen die sieben Milliarden Euro altersarmen Frauen nichts.

Seite 6 von 22
Berliner42 29.10.2017, 11:45
50.

Zitat von mkaemmer
Bravo wie Sie den Politikern auf den Leim gehen. Jung gegen Alt, Alt gegen. kann ich übrigens auch. Verzichten sie einfach jedes Jahr auf ein neue iPhone, Schlabberdrinks für 15 EUR in der Disco, jedmögliche "Flat", Karibikurlaub und sparen Sie dafür auf eine Eigentumswohnung. ...dann bleibt auch genug für die Rente. Derweil wir uns zoffen lachen sich Dritte die vierte Million EUR an.
Der Karibikurlaub ist eher eine Sache der jetzigen Rentner. Die zukünftigen werden das nicht mehr so ausgiebig haben. Es ist eben doch ein Generationenkonflikt Den kann man nicht wegreden, nur weil man das Thema gerne kleinhalten will, weil man selber davon profitiert.

Beitrag melden
Berliner42 29.10.2017, 11:47
51.

Zitat von neutron76
Die Mütterrente kommt denen zu gute, die zu einer Zeit Kinder in die Welt gesetzt haben, als es noch keine Elternzeit, Ganztagsbetreuung, Gleichstellungsgesetz usw. gab. Das ist nur gerecht. Man sollte aber zur Gegenfinanzierung kinderlosen und kinderlosen Paaren die Renten kürzen.
Blödsinn. Rente gibt's gegen Beiträge. Wer keine zahlt, kriegt keine Rente. Es war eine private Entscheidungm, nicht zu arbeiten und keine freiwilligen Beiträge zu zahlen. Und nebenbei konnten sich das eh nur die eher gutgestellten Familien leisten. Warum soll man die nun noch pampern?

Beitrag melden
Das Pferd 29.10.2017, 11:48
52.

Zitat von christoph_drenk
Staat ausgewählten Interessengruppen Sonderbehandlungen zukommen zu lassen, sollte die Apartheid in der RV beendet werden. Es gibt keine rational haltbare Begründung, warum verschiedene Rentenkassen nebeneinander existieren sollen. Die Sonderbehandlung für Beamte gehört abgeschafft und schon gibt es viel Geld zum Neuverteilen.
gibt es nicht. Dann stehen die Beamten nämlich mit dem Argument da, sie hätten ja auf Tele der Bezahlung gewissermaßen verzichtet.

Keine Frage, es ist ein Anachronismus. Und, daß die zukünftigen Pensionslasten selten in eine Bilanz auftauchen (weil Staaten halt nicht bilanzieren) ist ein Blindflug. Aber das können Sie nur über Jahrzehnte ändern, im Nachhinein an Pensionszusagen was zu ändern ist annähernd unmöglich.


Ich sehe ein Problem: der Zeithorizont der Reform der Versorgungssysteme die Sie andenken ist so weit, daß er sich erheblich mit einem anderen Zeithorizont überschneidet.
Nämlich dem, der abnehmenden Bedeutung der Erwerbsarbeit.

Kann also sein, daß der große Wurf sich gar nicht lohnt, weil auf der Zeitskala eigentlich der viel größere fällig wäre.

Beitrag melden
h.kuebler 29.10.2017, 11:48
53. Bringt nix? Klar bringt das was!

Wenn eine Frau zum Beispiel im Jahr 1965 ein Kind bekommen hat, es als Alleinerziehende großgezogen hat, bekam sie 30 D-Mark Kindergeld. Also 15 Euro pro Monat. Dazu hatte sie, wenn sie berufstätig war, nicht etwa Anspruch auf einen Kindergartenplatz oder eine Nachmittagsbetreuung. Nein, das musste selbst organisiert und erstmal gefunden werden (nicht so einfach, gab es kaum). Ich kann wirklich keinen Skandal und keine Ungerechtigkeit darin sehen, wenn diese Frauen jetzt als Rentnerin 35 Euro mehr Rente im Monat bekommen. Sprengt dies tatsächlich das Rentensystem? Ist das ungerecht (weil die Geburt vor 1992)? Nein. Da hat die CSU wirklich recht. Das ist richtig. Richtiger und gerechter als zum Beispiel die abschlagsfreie Rente ab 63, die die SPD für ihre gut gewerkschaftlich organisierte und gut verdienende Industrie-Arbeiterschaft durchgesetzt hat.

Beitrag melden
Berliner42 29.10.2017, 11:49
54.

Zitat von agathon68
Meine Frau würde für unsere drei vor 1992 geborenen Kinder, für die sie jahrelang ihre Berufstätigkeit aufgegeben hat, 93 Euro mehr Rente kriegen; das ist nicht unbeachtlich. Ob das aus Steuermitteln oder aus Mitteln der Rentenversicherung bezahlt wird, ist uns im Prinzip egal.
Klar, Ihnen war ja auch egal, ob sie selber Beiträge zahlt. Egoisten.

Beitrag melden
citizen_k 29.10.2017, 11:49
55. Rentenversicherte als Haftungsgemeinschaft

Es ist ein sozialpolitisches Verbrechen, dass Sozialversicherungspflichtige und Rentner in eine abgekapselte Haftungsgemeinschaft überantwortet werden, die die Transfers untereinander ausmacht. Der Charakter der beitragsbezogenen Rente wird immer mehr ausgehöhlt, Rentendifferenzierungen unterhalb der Grundsicherung sind eh theoretischer Natur und müssen zwingend aus Steuermitteln ausgeglichen werden. Die politische Beamtenschaft verteidigt dagegen die althergebrachten Grundsätze der Alimentation mit Zähnen und Klauen. Warum nicht eine Pensionsformel auf der Grundlage der lebensdurchschnittlichen Bezüge und einem Bezügeersatzfaktor der Versorgung, der analog der Rente ebenfalls bis auf 42 Prozent vom Netto fallen kann. Eigentlich hatte die Agenda-SPD die inhaltsgleiche Übertragung ihrer Wohltaten auf die Beamtenschaft 2004 angekündigt.

Beitrag melden
kuschl 29.10.2017, 11:50
56. So,so Typisch CSU?

Zitat von bobo7
Mit so was kann auch nur die CSU Wahlkampf machen:"Wir plündern die Rentenkasse, um gut situierte ältere Damen besser zu stellen, wählt uns!" Unglaublich.
Die Rente mit 63, von Frau Nahles eingeführt, belastet die Rentenkasse viel schlimmer, entzieht Fachkräfte zwei Jahre zu früh vom Arbeitsmarkt und wird auch noch dazu von denen in Anspruch genommen, die sich das leisten können. Alle Parameter also kontraproduktiv und teuer. DAS hat die SPD durchgedrückt und sie lamentieren jetzt hier herum über eine CSU Absicht, denen etwas zu geben, die es auch einmal verdient haben, weil sie auf bessere Karriere verzichtet haben und damit auch Renteneinzahlungen, zu Gunsten ihrer Kinder, nämlich den Müttern, die mitunter von einer kümmerlichen Rente leben müssen. Aber die SPD hat ja in letzter Zeit eher Politik für die Gutverdiener gemacht, zu denen ihre Politiker ja auch gehören.

Beitrag melden
Berliner42 29.10.2017, 11:51
57.

Zitat von captflat
Zwischen 2008 und 2010 wurden auf wundersame Weise und ohne viel tralala der investigativen Medien *Hust* 400 Milliarden für die armen Bankster gefunden. Für die deutschen Rentnerinnen ist aber ums verrecken kein Geld da. Prioritäten halt.
Beides ist Unsinn.

Beitrag melden
sibbi78 29.10.2017, 11:51
58. Wie bereits im Artikel erwähnt,

werden Mütter mit einem Betrag deutlich unter EUR 50.-/Monat rechnen können: Für Rentnerinnen, die an oder gar unter der Armutsgrenze liegen zu wenig, zumal der Betrag von der Grundsicherung abgezogen wird.
Wer profitiert also letztendlich von diesem "Wahlgeschenk"? In erster Linie Mütter, die nur wenig oder nichts an Rente eingezahlt haben, weil sie zu Hause die Kinder erzogen und den Hauhalt geführt haben. Upps: Das sind im bayerisch-ländlichem Raum ja fast alle Mütter! Wie schön, dass die CSU auch bundesweit nur landespolitisch denkt - bald sind Lantagswahlen in Bayern...

Beitrag melden
von Hinnen 29.10.2017, 11:57
59. Das ist die Gerechtigkeit, die die SPD anstrebt.

Die ganz Armen beuten die etwas weniger Armen aus.

Die die Arbeit machen und das ganze System am laufen haben, haben am wenigsten davon. Die bekommen sogar die Arbeit Ihrer schwangeren Kolleginnen zusätzlich aufgebürdet und dafür bekommen die auch noch eine bessere Rente. Nein, nicht die, die zusätzlich ohne einen Cent mehr Lohn für die Schwangere arbeiten. Sondern die, die Kinder auf Kosten der Anderen grossziehen. Und ganz gross im Jammern sind.

Und alles nur, damit man mit Frauen Lohndumping betreiben konnte und kann.

Beitrag melden
Seite 6 von 22
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!