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Steigende Wohnkosten, aggressive Investoren: Wo die Mieterangst regiert
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In Berlin haben sich die Mieten in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Vor allem für Geringverdiener ist das oft eine Katastrophe. Wenn sie eine neue Wohnung suchen müssen, haben sie kaum eine Chance.

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Olli Ökonom 24.03.2019, 18:32
70.

Zitat von redwed11
Wegen solcher asozialen Einstellungen wie bei Ihnen beschrieben ist es absolut notwendig die Immobilienkonzerne zu enteignen, was das GG ja hergibt. Außerdem ist ein Mietendeckel einzuführen der die Mieten auf einer bezahlbaren Höhe hält. Die Miethaie sind aus den Städten zu verdrängen. Was gehen uns die Mieten in den Großstädten anderer Länder an? einen feuchten Dreck. Daher muss endlich konsequent gegen diese Wucherer vorgegangen werden und das mit aller Konsequenz.
Sie doch genau so asozial wie der von Ihnen so kritisierte Kommentator. Enteignen funktioniert nämlich nicht so einfach wie Sie es sich als Betonsozialist vorstellen - zum Glück! Als Grund geringere Mieten anzuführen geht schon einmal gar nicht!
Zum Glück entscheiden nicht solche Typen wie Sie, was Mietwucher ist und was nicht. Solange Sie nicht in solchen Städten selbst als Vermieter aufteten, dann würde Sie sehen, welche Kosten entstehen und das Mieten von unter 10 Euro ohne Kosten für das Grundstück bei Neubauten unmöglich geworden ist. Mal abgesehen davon könnten solche Städte wie Berlin sich Enteignungen nicht leisten.

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Olli Ökonom 24.03.2019, 18:34
71.

Zitat von vliege
Die ständigen Vergleiche mit London, Paris etc. Sollen diese Entwicklungen etwa erstrebenswerte Vorbilder sein? London wird kaum noch von Londonern bewohnt und ganze Strassenviertel stehen teilweise leer wegen der Spekulation. Arbeitende Pariser werden an den Stadtrand und in die Banlieus weil Spekulantentum grassiert und die "Investoren" nicht genug Dividende bekommen können. Wohnen ist ein Grundrecht, auch Working Poor haben ein Recht auf Wohnraum in den Städten. Es gilt die Neoliberalen menschenverachtende Ideologie wieder aus dem kapitalistischen System zu drängen in dem er schon so lange wuchert.
Wenn man nicht weiss, was neoliberal bedeutet, sollte man die vorlaute vor Inkompetenz nur so strotzende sozialistische Schute besser halten. Es wird sonst sehr peinlich!!!

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lathea 24.03.2019, 18:37
72. @flopi3 Nr.63 - Sie sind ein Scherzkeks

"Eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals sollte selbstverständlich möglich sein und zB 5%/Jahr betragen." Etwas aus der Realität. wir haben letztes Jahr eine Wohnung an den damaligen Mieter verkauft und letzte Woche eine gebrauchte kleine Wohnung gekauft, die wir gerade sanieren. 5% Rendite sind heute beim Kauf einer Immobilie schon lange nicht mehr drin, sondern stattdessen zusätzlich das (momentan noch nicht so gewaltige) Risiko eines künftigen Wertverlustes. Die Darlehensraten für diese Wohnung werden - ohne Berücksichtigung des eingesetzten Eigenkapitals - 15 Jahre lang höher als die erzielbare Miete sein. Es muss noch zusätzlich mit Sonderumlagen gerechnet werden und in 15 Jahren wird die nächste Renovierung fällig werden. Diese künftigen Kosten sowie unser eigener Sanierungsaufwand sind bei der Verzinsung der Immobilie in der Miete auch noch gar nicht berücksichtigt. Wir haben diese Wohnung nur gekauft, weil in BW die Mietpreisbremse gerade problematisch ist, wir durch Zufall vom anstehenden Verkauf erfahren haben und der Preis noch akzeptabel war . Sonst hätten wir in Wien investiert, obwohl die Renditen dort momentan noch niedriger sind, weil sich dort die Vorschriften für Vermieter ändern und noch mit Wertsteigerungen gerechnet werden kann. Wir können uns trotz sozialer Ader gar nicht leisten, an einen sozialschwachen Mieter zu vermieten, weil dann das Risiko noch grösser wäre. Schauen Sie mal in die Immobilienanzeigen hinein, mit welchen Renditen heute kalkuliert wird: plus/minus 3% und Hoffnung auf Rendite nach über 10 Jahren. Bei diesen Berechnungen, die in den Immobilienanzeigen oft von Maklern angegeben werden, sind die Kaufnebenkosten, notwendige Rücklagen sowie Renditekürzungen durch Verwalterkosten u.a.m. noch teilweise überhaupt nicht berücksichtigt - wohl dem, der nachrechnen kann.. Deutschland ist ein stabiler Markt und die Mieten in Top-Lagen und deutschen Metropolen sind niedriger als in anderen Metropolen innerhalb und außerhalb der EU. Ausserdem haben wir Hartz4 und Wohngeld. Das mindert das Risiko für Investoren erheblich. Darum kommen viele Investoren aus anderen EU-Ländern. Deshalb sollte es eigentlich EU-weit eine bessere Harmonisierung der Besteuerung geben, damit bei uns weniger Schwarzgelder aus der ganzen EU über Immobilienkäufe gewaschen werden können, was momentan in wohl großem Umfang geschieht. Dann würden die Kaufpreise auch nicht mehr so stark und so schnell steigen.

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Hinrich7 24.03.2019, 18:42
73. Man kann es nicht mehr hören

Wir schauen 20 Jahre zurück Schröder/Eichel, Merkel/Steinbrück, Merkel/Schäuble an dieser Liste kann man sehen wer diese Investorengläubigkeit maßgeblich schürte: Eichel SPD, Steinbrück SPD, Schäuble CDU - diese Finanzminister haben das Bundesvermögen nach Kräften unters Volk, nämlich unters Investorenvolk gebracht.
Wohnungen und Bauland wurden einfach verteilt und verscherbelt, es ist müßig über die Gier von Investoren zu meckern, die Wähler hatten es in der Hand. Die Gier ist nur dann zu stoppen wenn es kein Futter mehr gibt, man hätte die Investoren aufhalten können - allein es fehlte der Wille und er fehlt immer noch.

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bluebill 24.03.2019, 18:46
74. Wenig verdienen bei hohen Kosten

Deutschland ist nicht gerade beliebt bei Hochqualifizierten. Arbeit wird mickrig bezahlt, aber die Steuern und Abgaben sind sehr hoch. Dazu kommen noch absurd hohe Lebenshaltungskosten, hauptsächlich Wohnkosten. Warum sollte jemand, der jahrelang studiert hat, dort bleiben, wo er lebenslang wie ein Bettler leben muss? So entsteht ein Fachkräftemangel. - An all die suoerschlauen, neoliberalen Schwabenseelen, die jetzt klugschwätzen "Ja hättet ihr ein Eigenheim erworben" - auch dafür muss man halt erstmal das Geld haben. Ohne Erbe ist es heutzutage praktisch unmöglich, über Erwerbseinkommen ein Häusle zu bauen oder auch nur eine ausreichend große Wohnungzu kaufen. All die Betongold-Kleinanleger, die eine gewisse Rendite wollen, tragen kräftig zur Wohnungsnot bei. Und wer in guten Zeiten eine Kleinwohnung erworben hat, um diese zeitweise bis zum Eigenbedarf zu vermieten, sollte sich auch mal fragen, was aus den Mietern wird, wenn der Sohn oder Enkel eines Tages einziehen will.

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dagmar1308 24.03.2019, 18:50
75. Ungarn, da haben die mit Orban

ja noch Glück gehabt, dass die ärmsten 20% der Haushalte dort, die den größten Anteil ihres Einkommens für Miete abführen müssen in Europa, nicht noch deutlicher abgezockt werden, wenn einige 10 000 an Menschen aus Nahost und Afrika in 2015 dort geblieben wären.
Ist schon interessant, wenn man gelegentlich ein paar Zahlen außerhalb des Tellerrandes erfährt und dann die Einstellungen der Betroffenen sic dann in ganz anderem Licht erklären und nicht aus dem Blickwinkel eines Journalisten oder Politikers, die Quote und Stimmen als Hauptziel haben.

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zylinderkopf 24.03.2019, 18:55
76.

Ich muss immer wieder lachen, wenn ich solche meinungsmachenden auf Artikel auf SPON lese. Ist doch schön wenn man aus erster Hand von Kollegen aus Berlin erfährt, wie es da wirklich ist. Es gibt in Belrin überhaupt kein Mietproblem und keiner muss auf der Straße wohnen. Diese Geschichte ist nur eine vom linken und grünen Part des Senats geschickt geschürte Kampagne im Sinne eines Running Gag, um von deren absoluter Unfähigkeit abzulenken. Und deren willfähriger Teil der Medienlandschaft macht natürlich wie ein Büttel mit. Selbst der Skandal um das vom Senat beschlossene Bebauungsvverbot für Tempelhof wurde so noch schnell den "pöhsen" Spekulanten untergeschoben. Und noch eine ökonomische Rechenaufgabe an all die Kommunisten hier: wenn sie 500 Wohnungen haben und 1000 Interessenten - wie viele bekommen dann eine nach der sozialistischen Enteignungsmathematik? Alle?????

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karlsiegfried 24.03.2019, 19:04
77. Vollkommen richtig,

weil auch Hundertausende Hilfesuchende eine Wohnung haben müssen. Dieser brechtigte Anspruch muss auch erfüllt werden. Oder sollen diese nur in einem Gettho in der Pampas wohnen?

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Ivar1975 24.03.2019, 19:04
78. In Norditalien ist es nicht anders....

Ich lebe in der Naehe von Padua und muss monatlich kalt 550 Euro bei 55 Quadratmeter bezahlen. Und es ist noch guenstig. In Mailand muessen da schon 1300-1400 Euro her. Ehrlich gesagt, sollte man in Deutschland ein bischen weniger klagen.....anderswo gibt es auch solche Probleme!!!!!

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beckalexbeck 24.03.2019, 19:05
79. Die Gier kennt keine Grenzen

Die Wohnung, in der wir von der Deutschen Wohnen wohnen, hat im Durchschnitt keine 20000 Euro gekostet. Dafür legen wir 700 Euro warm hin. 2 Zimmer, Küche und Bad knapp 55 qm im schönen Spandau. Die Küche mussten wir noch selber einbauen, einfach nur krank. Wir sind zwar keine Geringverdiener, aber das hier ist unverschãmt. Es wird unsere Notlage, in bezahlbaren Wohnraum zu leben, charmlos ausgenutzt. Quasi enteignet, denn investiert wurde hier schon Jahre nicht mehr, gleichzeitig wird jede Mieterhöhung mitgenomlen. KRANK.
Werde bald auch nicht lzhr arbeiten, lohnt sich einfach nicht. Wir leben zeitweise zu fünft in dieser Wohnung, weil Miete und Lohn soweit auseinander klaffen. Für den sozialen Frieden jedenfalls langfristig eine tolke Idee.
Macht auf die Tür die Tore macht weit. Ach wie schön, dass ausländisches Kapital so reichlich in diese schmutzige Stadt Berlin fließt. Super, dann können wir uns ja bsld in Dänemark ein Haus kaufen. Ach das geht ja als Deutscher nicht, stimmt ja!!!

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