Forum: Wirtschaft
Steigende Zinsen, schwacher Export: Darum wird Trumps Wirtschaftsplan scheitern
AP

Der Plan klingt famos: Donald Trump will Milliarden in die Wirtschaft pumpen, die Steuern senken - und die Schulden reduzieren. Das kann nicht funktionieren. Der Welt droht ein ökonomischer Schock.

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gunpot 13.11.2016, 10:07
60. das wir sicherlich nicht so

schlimm kommen, wie befürchtet, schließlich hat der Autor nur ein worst case Scenario an die Wand gemalt.
Man darf Trump auch nicht unterschätzen und ihn für einen halten, der immer mit dem Kopf durch die Wand will.
Das war Wahlkampf. Nun wird man sich einrichten und prüfen, was realisierbar ist. Ein gutes Beispiel hat Trump hierfür schon geliefert, indem er nicht mehr sagt er will Obamacare abschaffen. Hier hat er seine bisherige harte Position immerhin relativiert. Das könnte wird auch für andere Bereiche gelten, wie z.B. der Mauerbau an der Grenze zu Mexiko. Die, die es immer noch nicht wissen: diese Mauer besteht zum Teil schon. Natürlich wird Trump sie jetzt perfektionieren und etwas erweitern. Wetten das dann der mexikanische Präsident verspricht, alles zu unternehmen, um die illegale Einreise seine Landleute in die USA einzudämmen. Dann kann Trump sich auf die Schulter klopfen, und sagen, sein Ziel ist erreicht. Wahrscheinlich ohne vollkommene Beendigung des Bauwerkes.

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spiegelobild 13.11.2016, 10:09
61.

Zitat von Palmstroem
Das Kapitalproblem läge dann in Europa und nicht in den USA!
Hier gibt es kein Kapitalproblem. Draghi druckt und druckt und druckt ...

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Denkt mal selber nach 13.11.2016, 10:10
62. Das neoliberale Paradigma des Herrn Müller

Jetzt wird deutlich, warum Trump so hart bekämpft wurde und immer noch wird. Trump bricht mit den Grundregeln des Neoliberalismus, die seit den 70er Jahren die Welt ins Verderben gestürzt haben.

Da will jemand die Staatsausgaben erhöhen, um Investitionen zu tätigen. Das geht natürlich nicht, denn schließlich soll der Markt es richten. Da will jemand die ausufernde Marktfreiheit einschränken, um den Menschen wieder etwas mehr Sicherhet zu geben. Das ist natürlich der Sündenfall, gilt es doch, auf dem Markt möglicht Anarchie zu erhalten. Keine Regeln kein Problem.

Doch eines muss auch Herr Müller zur Kenntnis nehmen. Der Neoliberalismus scheitert an sich selbst. Wenn die Mehrheit der Menschen erkennt, dass sie die Verlierer sind und ihr Leben dadruch erbärmlich ist, dann wirkt auch die ständige Wiederholung der immergleichen unlogischen Parolen nicht mehr.

Protektionismus ist ein schönes Wort, trifft es doch genau den Punkt. Die Gesellschaft versucht sich zu schützen, vor äußeren Einflüssen, die sie nicht kontrollieren kann und die ihr schaden. Insofern ist der Nationalismus der verzweifelte Versuch des Selbstschutzes der Gesellschaft. Er ist ein Symptom, dass immer dann entsteht, wenn der Gesellschaft die Kontrolle entglitten ist.

Das hatten wir alles schonmal und führte uns direkt in zwei Weltkriege. Damals konnte man sich aber zu Gute halten, dass man es nicht besser wusste, weil die Erfahrung fehlte. Diese Ausrede zählt heute nicht mehr.

Keine Gesellschaft kann auf dauer stabil funktionieren, wenn der gesellschaftliche Ausgleich nicht funktioniert, egal wie wohlhabend sie ist. Daher ist auch der Neolibearlismus zum Scheitern verurteilt, auch wenn Leute wie Herr Müller sich weigern, die Realität zur Kenntnis zu nehmen.

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PolitBarometer 13.11.2016, 10:12
63.

Meine Güte; der Mann ist noch nicht mal richtig im Amt, da fallen schon alle wie Hyänen über ihn her. Auffällig daran ist, dass vor allem diejenigen am Lautesten Meckern, die jetzt plötzlich "Nachteile" auf sich zukommen sehen.
Am Beispiel Deutschlands kann ich nur sagen: Wer jahrzehntelang auf Exportüberschüsse setzt und dabei den Binnenmarkt mangels Innovation vernachlässigt, macht dauerhaft irgendetwas falsch.
So kann Wirtschaft nun mal nicht funktionieren; und das wird sie auch in Zukunft nicht!
Trump hat völlig recht; erst einmal den eigenen Hof fegen. Dann kann man über alles Weitere immer noch verhandeln. Obama war hingegen nur ein angepasster Schwätzer und Diener des Establishments, der es Jedem irgendwie recht machen wollte, aber dann doch früh gescheitert ist. Mit ObamaCare wollte er sich, wie es viele Politiker gerne tun, ein Namensdenkmal, weit über seine aktive Präsidentschaftszeit hinaus, setzen.
Aus den Erfahrungen unserer eigenen deutschen Innenpolitik heraus wissen wir, dass vergleichbare Projekte wie Riester, Rürup, Hartz, etc. zum Scheitern verurteilte, staatlich verordnete Massnahmen sind, die für den Normalbürger nur den Anschein einer sozialen Absicherung haben, es in Wirklichkeit aber nicht sind.
Lassen wir Donald Trump die Chance, seine Fähigkeiten als Manager im Big Business mit dem richtigen Beraterstab an der Hand in der Realpolitik umzusetzen.
Am Beispiel Ronald Reagans war schliesslich gut zu sehen, dass ein erstarktes Amerika, dass vom Rest der Welt respektiert wird, schlussendlich auch gut für uns ALLE und den Weltfrieden ist.

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jo_as 13.11.2016, 10:15
64. ist es nicht so....

...dass genau dieser Plan (Sparen, Schulden reduzieren, Milliarden in die Wirtschaft pumpen) seit langer Zeit von der EU praktiziert wird und als das Wundermittel gegen den Zusammenbruch der EU gilt? Z.Zt. 80 Milliarden monatlich haut die EZB raus und wenn Trump vergleichbares ankündigt ist eben jener Plan Teufelswerk? Kommt mal alle wieder runter und reflektiert mal eure eigene Verlogenheit.

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markus.w77 13.11.2016, 10:15
65.

ich habe nur etwas Angst vor dem Tag, an dem Trump merkt das er wenig gutes bzw eher negatives bewirkt hat. Daran wird irgendjemand schuld haben, nur nicht er. Er wird um sich treten und ablenken. Ich tippe so in gut einem Jahr geht das los.

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spon-facebook-18971142471 13.11.2016, 10:17
66. SPON ist nun auch Wirtschaftsweiser

Da der Spiegel alles, vor allen Dingen besser, weiss, sollte der Spiegel, das Wirtschaftsministerium übernehmen. Ich glaube nicht, dass das Wirtschaftskonzept von Trump aus einem Satz besteht. Vielleicht sollte man es gesamtheitlich analysieren und nicht einfach verwerfen, weil er (Hr. Trump) nicht in das Weltbild von Hr. Augstein passt, der Wasser predigt und Schampus geniesst.

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Sumerer 13.11.2016, 10:19
67.

Zitat von cicero76
Liebe SPON-REDAKTION. Ich bitte Sie inständig darum, sich mit dem Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung zu beschäftigen. Das bedeutet, daß man selbst das Verhalten eines Anderen durch eigenes Verhalten beeinflussen möchte. In ihrem Fall wird so lange nach einem Klischee gesucht, bis es sich bewahrheitet. "Donald Trump ist ein.., deshalb muss er einfach sich wie ein ... verhalten, er muss ein ... sein." Ich frage Sie ernsthaft: ist es das, was wir als Bürger von Ihnen zukünftig dauerhaft erwarten dürfen?"
In dem Artikel von Müller wird nur auf wirtschaftliche Zusammenhänge hingewiesen, die sich in der Vergangenheit, so wie beschrieben, halt ausgewirkt haben. Als Orakel würde ich das nicht deuten. Sondern als Faktendarlegung.

Auch ein Donald Trampel kann keine Ausnahmen von wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten für sich beanspruchen.

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humanewirtschaft 13.11.2016, 10:21
68. Die Leitzinsen werden / wurden von den Zentralbanken

in Europa und USA reduziert um Wachstum zu induzieren, aus Angst vor einer Deflation. Wir haben jetzt schon Mühe, die Geldschwemme in wirtschaftliche Aktivität umzusetzen. Wenn jetzt die Leitzinsen steigen, woher sollen dann - bitte schön - die bonitären Schuldner kommen, denen man noch zutraut, außer den Zinsen noch eine Rendite zu erwirtschaften?

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Der Viertelvorzwölfte 13.11.2016, 10:22
69. Ja, interessant

Zitat von spiegelobild
Durch Erhöhung der Staatsschulden die Wirtschaft anzukurbeln nennt man deficit spending oder Keynsianismus. Interessant, wer das auf einmal kritisiert
Ha! Keynesianer kritisieren keynesianische Maßnahmen.
Vor allem kann man sich bei Müllerschen Untergangsszenarien - wie immer - beruhigt zurücklehnen: der Untergang wird ausbleiben.

Nie war die Zeit günstiger, ein derartiges Programm aufzulegen, von dem niemand behauptet, dass es risikolos wäre - es bietet jedoch immense Chancen.

Natürlich ist uns derartiges völlig fremd: in einer Zeit, da unser Berliner Buchhalter trotz Null-Zinsphase die Autobahnen an Banken und Versicherungen verscherbelt, statt mit einer entsprechenden Kreditaufnahme die Infrastruktur Deutschland aus den 90ern des letzten Jahrhunderts abzuholen.

Aber egal: man muss sich sowieso fragen, ob es hier überhaupt um sachliche Auseinandersetzung geht.

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