Forum: Wirtschaft
Stellenabbau bei der Commerzbank: Operation Kahlschlag
AP

Mit einem riesigen Stellenabbau will die Commerzbank aus der Krise kommen - aber ob das gegen Niedrigzinsen hilft? Die Bank, die einst große Ambitionen hatte, schrumpft weiter in Richtung Sparkassen-Niveau.

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schlauchschelle 28.09.2016, 06:27
80. Der Anfang

DAS ist eines der brennenden Themen der Zukunft: Wohin mit all den Menschen, die in Zukunft freigesetzt werden, weil Alles, was sich digitalisieren und automatisieren lässt, auch automatisiert und digitalisiert werden wird? Zahlreiche weitere Firmen und Behörden werden folgen: Niemand braucht in der Behörde oder Bank, Firma etc. Sachbearbeiter, welche nach Vorgabe abarbeiten, das kann ein PC auch, Hartz4 ablehnen oder bewilligen, Buchungen vornehmen usw.. Die CoBa ist Eine von Vielen. Zudem hat diese Bank, wie die DB, nichts, aber auch Garnichts aus der Vergangenheit lernen wollen, warum auch? der Staat, zu Hilfe, Geld her!!! Diese Krise der CoBa ist für mich ein weiteres Zeichen, dass unser Wirtschaftsmodell Kapitalismus in seiner jetzigen Form am Ende ist, Geld lässt sich nicht mehr ohne Wertschöpfung risikolos generieren. Die nächsten Jahre werden lustig (nicht im Sinne von witzig)....

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mettwurstlolli 28.09.2016, 06:58
81.

Zitat von buero
Für mich unverständlich ist das Gerede über die Niedrigzinsen. Entscheidend ist schon immer die Differenz zwischen dem Zins der EZB und dem Zins, der Schuldnern abverlangt wird. Und diese Differenz hat sich doch nicht geändert.
Banken orientieren bei Kreditvergaben ihre Margen an den Zinsdifferenzen zwischen Basiszins und Kreditzins. Keine Zinsdifferenz - keine Marge - so einfach ist das. Außerdem leben Sie von der Zinsdifferenz zwischen Einlagenzinsen, Zentralbankzinsen und Kreditzinsen, langfristigen und kurzfristigen Zinsen. Keine Zinsen - keine Zinsdifferenzen - keine Marge. Die Niedrigstzinsen erodieren das grundsätzliche Geschäftsmodell der Banken. Das ist das Drama und der fundamentale Grund für die schlechte Situation der europäischen Banken. DiemDeutschen sind da keine Ausnahme, sondern die Regel.

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Patrik74 28.09.2016, 08:04
82. Das Gegenteil ist der Fall

Zitat von dirtmcgirt
@buero Der Niedrigzins hat alles damit zu tun und kann nicht funktionieren weil er jeden vom Sparen abhält, da man dafür keine Zinsen mehr bekommt. Aber ohne Erspartes gibt es keine kapitalinvestitionen, und ohne die Wiederum wird nicht in neue Technologien oder sonstiges investiert um die Produktivität zu erhöhen, was letztendlich eine Wirtschaft WIRKLICH zum wachsen bringt. Im Moment haben wir nur eine Wirtschaft auf Opium, da sich jeder umsonst Geld leihen kann. Diese Blase wird bald platzen
Es gibt mehr als genug "Erspartes"; die Unternehmen und reichen Haushalte sitzen auf so viel Kohle, dass sie Bundesanleihen sogar zu Negativzinsen kaufen. Sogar Unternehmensanleihen wurden schon zu negative Zins gekauft (Henkel). Das ist nicht das Problem.

Aber weder ist "Erspartes" Voraussetzung für Investitionen, noch ist es unschlüssig, warum Nullzinsen Investitionen verhindern sollten - die Theorie lautet grade andersherum: Wenn es auf festverzinsliche Anlagen keine Zinsen mehr gibt, dann müssten die Leute nach Alternativen suchen und bspw. in "neue Technologien" investieren.

Nun ist diese Annahme aber genauso grundfalsch wie auch der Rest der ökonomischen Glaubenslehre, denn sie hat mit Wissenschaftlichkeit nichts zu tun; sie ist ein in sich geschlossenes Weltbild, dass sich gegen die Realität immunisiert hat und letztlich nur eine Rechtfertigungsgrundlage für die fortwährende Verteilung von unten nach oben bietet.

Die Wahrheit ist: Es wird so lange nicht investiert, so lange die Unternehmen keine Chance auf zukünftigen Absatz sehen. Diese zukünftige Nachfrage hängt aber an der Lohnentwicklung, und die schon seit Jahren mehr oder weniger 0. Kein Zusatzeinkommen, keine Zusatznachfrage, keine Investition.

Da können die Leute viel oder wenig sparen, der Zins hoch oder niedrig sein, das spielt offensichtlich keine Rolle. Siehe real existierende Wirklichkeit, q.e.d.

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Homer Offenbach 28.09.2016, 08:22
83. Pflichtlektüre für das sogenannte Management

Anstatt Bonuszahlungen, von deren Höhe "normale" Angestellte nur träumen können, sollte dem sogenannten Management das Buch "Nieten in Nadelstreifen" ausgehändigt werden.

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capote 28.09.2016, 08:44
84. Alles hat einmal ein Ende !

Es gibt 2 Möglichkeiten, wie eine Bank Geld verdienen kann:

1) wirklich verdienen, indem man für Dienstleistungen ein Hohorar abrechnet. Das ist ein sicheres Geschäft,bringt aber keine Milliarden.

2) Lügen und Betrügen mit dubiosen Papieren, das bringt Milliarden, nur irgendwann ist das Geld der Leichtgläubigen Kunden zu Ende und dann wa es das. Da sind wir jetzt.

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mettwurstlolli 28.09.2016, 10:07
85.

Zitat von scsimodo
Jeder Mitarbeiter einer Firma hat die Möglichkeit die Kundenzufriedenheit aufrecht zu erhalten. Sei es durch persönlichen Einsatz, freundliches Wesen am Telefon oder einfach nur guten Service. Macht man das nicht stehen halt Entlassungen vor der Tür. Und nein, daran ist nicht ausschliesslich der CEO verantwortlich! Ich könnte hier mal schnell 10 Firmen aufzählen, die einzig und allein wegen gelangweilter/unfreundlicher/unwilliger Belegschaft (also besch**** Service) zu Grunde gegangen sind. (was evtl. teilweise an der GF liegen kann) Kann ein AN daran nichts ausrichten ist schnellstens ein Stellenwechsel angesagt. Banken sind keine Firma bis zur Rente. Das war mal...
Wie aus einem Ihrer anderen Posts hervorgeht, ist die Commerzbank Kunde Ihres Unternehmens. Ihre Wortwahl hier und wie Sie sich über Ihren Kunden äußern, spottet wirklich jeder Beschreibung. Ist das die Art wie Sie "Kundenzufriedenheit" herstellen? In Internetforen Ihre Kunden, die Ihr Gehalt zahlen, schlechtmachen und aufs Übelste bepöbeln?

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khid 28.09.2016, 10:07
86. Der Spiegel, 36/2016 - Sie sind entlassen!

Nein, das was die Commerzbank da macht ist keine Antwort auf die Weltwirtschafts- und Finanzkrise, es ist die Umsetzung einer längst angekündigten Veränderung der Arbeitswelt.

Speziell der Jobabbau im "Backoffice" wurde z.B. in "Der SPIEGEL 36/2016 Sie sind entlassen" thematisiert.
Die Prognose darin: "In spätestens drei Jahren...".
Die Commerzbank fängt nun nach drei Wochen damit an...andere Banken, vermutlich die Deutsche Bank als nächste, werden folgen.

Die "Volksparteien", inklusive der selbst ernannten "Volks"-Partei AfD haben nicht kapiert, was längst begonnen hat:
Wirtschaft 4.0 wird weltweit rund 40-80 % der Arbeitsplätze vernichten. Nicht, das diese Arbeiten nicht mehr getan werden müssen - aber sie werden nicht mehr von Menschen getan werden dürfen! Da betrifft Industrieländer - aber eben auch Schwellenländer und sogar Entwicklungsländer!

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Jugendlicher 28.09.2016, 12:45
87. Nun ja, jemand hat schon vor Jahren gewarnt.

Zitat von khid
Nein, das was die Commerzbank da macht ist keine Antwort auf die Weltwirtschafts- und Finanzkrise, es ist die Umsetzung einer längst angekündigten Veränderung der Arbeitswelt. Speziell der Jobabbau im "Backoffice" wurde z.B. in "Der SPIEGEL 36/2016 Sie sind entlassen" thematisiert. Die Prognose darin: "In spätestens drei Jahren...". Die Commerzbank fängt nun nach drei Wochen damit an...andere Banken, vermutlich die Deutsche Bank als nächste, werden folgen. Die "Volksparteien", inklusive der selbst ernannten "Volks"-Partei AfD haben nicht kapiert, was längst begonnen hat: Wirtschaft 4.0 wird weltweit rund 40-80 % der Arbeitsplätze vernichten. Nicht, das diese Arbeiten nicht mehr getan werden müssen - aber sie werden nicht mehr von Menschen getan werden dürfen! Da betrifft Industrieländer - aber eben auch Schwellenländer und sogar Entwicklungsländer!
im Vorstand der Commerzbank sitzt auch jemand der Bundesregierung. Sie ist ja mit fast 16,00 % beteiligt.

Zum Thema Banken :
Gregor Gysi, eröffentlicht am 03.11.2013

https://www.youtube.com/watch?v=X5P4fd1aOEw&index=6&list=PLoLW_yO5UIuDE1qc GMZuOQV-rZuAbiI8O

öffnet vielleicht so manchen vielleicht die Augen.

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mettwurstlolli 28.09.2016, 13:27
88.

Zitat von derlabbecker
... als Kunden, IT. Schrecklich. Selbst auf Abteilungsleiterebene sitzen ab und an Externe, oft erst darüber eigene Leute. Für Kleinigkeiten rennt man Wochen rum, von Dr. zu Dr. zu Dr.... jeder will involviert werden, aber keiner entscheidet, keiner ist Verantwortlich, man kommt nicht weiter. Rechner mit Windows XP..... usw..... und trotzdem tausende von Mitarbeitern in der IT, die sitzen da und tun.... NICHTS! Die Arbeit machen die Externen, die internen koordinieren und malen bunte Bildchen. Serversystem soll 7*24 * 365 laufen.... wird aber am Wochenende nicht überwacht! Usw..... unfassbar. Die 9000 kann man wahrscheinlich schon in der IT rauswerfen....
Wissen Sie was noch viel schrecklicher ist, IT-ler ohne jede soziale Kompetenz und Kinderstube, denen nicht mal aufgeht, dass das letzte was man als Mensch mit Erziehung tut ist, öffentlich über seine eigenen Kunden herzuziehen, die einem den Lebensunterhalt sichern. Von der Empathie zu verstehen, dass an 9.000 Stellen auch 9000 Familien hängen, will ich gar nicht reden...

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Demokrator2007 28.09.2016, 13:31
89. Re:Verlogene Banksterwerbung

Zitat von peter-11
wenn man sich dann noch diese verlogene Werbung anschaut .... muss man aber nicht
Wie wahr und dann noch das bei uns kundenfreundliche Verhalten die Filialen bzw. die Geldautomatencasinos nachts abzuschließen statt einen Wachschutz zu engagieren, der verhindert das die Räume als Schlafräume von osteuropäischen Obdachlosen genutzt und vollgepinkelt werden.
Stattdessen muß man als Zwangskunde dann durch halb Berlin fahren um Geld am Automaten zu ziehen.

Ciao
DD

P.S. Zwangskunden sind die die eine Negativschufa haben und deshalb für alle Bankster uninteressant sind. Merke(l):"Hochmut kommt vor dem Fall"

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