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Stellenabbau: Griechenland erfüllt Bedingungen für Hilfstranche
REUTERS

Griechenland kann mit der Auszahlung der nächsten Hilfstranche über 2,5 Milliarden Euro rechnen. Das Parlament in Athen hat die letzte der 22 Maßnahmen beschlossen, die die internationalen Geldgeber zur Bedingung gemacht hatten. Es geht um den Personalabbau im öffentlichen Dienst.

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si tacuisses 25.07.2013, 18:02
1. Griechenland hat die Bedingungen erfüllt ?

Zitat von sysop
Griechenland kann mit der Auszahlung der nächsten Hilfstranche über 2,5 Milliarden Euro rechnen. Das Parlament in Athen hat die letzte der 22 Maßnahmen beschlossen, die die internationalen Geldgeber zur Bedingung gemacht hatten. Es geht um den Personalabbau im öffentlichen Dienst.
Ach so, es wurde beschlossen, die Bedingungen zu erfüllen.
Wann ? na ja, irgendwann schon.
Beschlossen wurde so viel. Umgesetzt wurde was ?
Stimmt. Ist ja garnicht nötig. Die ganzen Pleitestaaten sind alle auf
jeder Menge guter Wege.

Sogar die spanischen Banken verdienen wieder Geld.
Bis der Tag kommt, an dem die jetzt schon unverkäuflichen Bauruinen
nichtmal mehr die Material- und Grundstückskosten wert sind.
984 Milliarden fauler Kredite und die Banken verdienen wieder Geld.

SPON, nicht nur für Parlamente gilt: wählt Intelligente in die Parlamente.
Aber lasst nur, die europäische Katastrophe wird galaktische Ausmasse haben.

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spreepirat 25.07.2013, 18:06
2. Griech. Verfassung verbietet Entlassung von Beamten

Alle Maßnahmen werden ins Leere laufen. Nach der Militärdiktatur wurde die Verfassung dahingehend geändert, dass nie mehr Beamte entlassen werden können. Wenn man der Troika nun verspricht, Entlassungen vorzunehmen, ist das einfach griechische Chuzpe: Die Betroffenen werden sich an die Gerichte wenden, und die werden sie wieder in den alten Status einsetzen, samt Zahlung der Bezüge für die Zwischenzeit. Das kann in GR sehr lange dauern, bis eine Gerichtsentscheidung fällt, so dass die Troika in einem oder zwei Jahren erst merkt, dass sie über den Tisch gezogen wurde.

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sansiro222 25.07.2013, 18:50
3. Wie prima,

dass Sie die frohe Nachricht verbeiten, dass wieder ein paar Miliarden nach Griechenland fließen.....
Das ist geeignet, die heute unter Druck geratenen Börsen erstmal wieder hochzupushen.
Ich hab mich schon gefragt, wieso die Börsen angesichts der schlechten Daten und Zahlen schon wieder steigen.
Jetzt passts aber.
So hat jeder etwas von der Griechenland-Krise:
Die Banke allesamt und/oder die Insider an den Börsen.
Klar, dass dafür einige Tausend Mitarbeiter rausfliegen müssen - von nix kommt nix.

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sansiro222 25.07.2013, 18:54
4. Extrem geschickt

finde ich auch die Stückelung der Gesamttranche, so kann man immer wieder mit der Ankündigung, es gäbe neues Geld für Griechenland die Börsen anfachen, wenn sie fallen wollen.
Wer hatte diese Super-Idee?

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forsthaus-neuhaus 25.07.2013, 19:11
5. Nikolaus und Weihnachtsmann

Wer diese Nachricht glaubt, glaubt auch noch an die vorgenannten beiden Wesen. Was sollen wir uns Gedanken machen, wen die Griechen entlassen oder nicht, das geht uns garnichts an. Die sollen nicht mehr Personen im öffentlichen Dienst beschäftigen, wie sie benötigen und vor allem Geld haben. Ich habe keinen Bock griechische Faulenzer zu finanzieren.

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realpolitiker 25.07.2013, 19:25
6. die unendliche Geschichte

Zitat von sysop
Griechenland kann mit der Auszahlung der nächsten Hilfstranche über 2,5 Milliarden Euro rechnen. Das Parlament in Athen hat die letzte der 22 Maßnahmen beschlossen, die die internationalen Geldgeber zur Bedingung gemacht hatten. Es geht um den Personalabbau im öffentlichen Dienst.
Ich denke, die Wahrheit ist, dass GR nicht zu helfen ist. Es wird seine Schulden nie und nimmer zurückzahlen können - wovon auch?
Die GR-Rettung wird ein Fiasko wie alle Großbaustellen der deutschen Politik und am Ende des Schlußaktes hat keiner der Politiker - wie immer - etwas gewusst.
Nachfolgende eine kleine Story zur Erbaung:

Man fand Blaumacher in vier Ministerien (griechischer FS Megatv v. 20.07.2013)
"Die Inspekteure der Staatsverwaltung lokalisierten bei überraschenden Kontrollen, die sie in vier Ministerien vornahmen, Staatsbeamte, die gewohnheitsmäßig von ihrem Posten abwesend waren und Vorgesetzte, die keine Bereitschaft zeigten zu kontrollieren, ob die Arbeitszeit eingehalten wird.

In den Dienststellen des Innenministeriums wurden sechs Beamte lokalisiert, die ungerechtfertigt über einen großen Zeitraum abwesend waren. Unter diesen eine Beamtin, die mehr als zwei Jahre abwesend war und ein anderer Beamter für sieben folgende Monate.

Wenn auch in den Dienststellen des Generalsekretariats für Kultur des Kultus-/Sportministeriums 1998 ein elektronisches System zur Überwachung der Einhaltung der Arbeitszeit installiert wurde, wurde dieses gerade 2012 in Betrieb genommen – 14 Jahren später!
Allein im November 2012, wo die stichprobenartige Kontrolle geschah, ergab sich, daß 69% der Beamten die Arbeitszeit nicht einhielten und vor allem 115 Beamte fehlten über Stunden, die insgesamt einen Arbeitstag im Monat überschritten.

Im Tourismus-Ministerium hielten im Zeitraum März – Mai 2012 77% der Beamten die Arbeitszeit nicht ein und sogar 13 Beamte fehlten Stunden, die insgesamt drei Tage überschritten. Vor allem kontrollierte die Dienststelle nicht die kurzen Erholungsurlaube.
Es ist charakteristisch, daß 2012 von 246 Beamten 180 Beamte 1.765 Tagen Erholungsurlaub nahmen, nämlich jeder im Durchschnitt 10 Tage.

Im Ministerium für Verwaltung und Reform waren 19 Beamte insgesamt mehr als 8 Stunden auf monatlicher Basis abwesend.
Der Bericht der Inspekteure rief die Intervention des Ministers für Verwaltung und Reform hervor, der „Glocken“ ankündigte für die Blaumacher und die Vorgesetzten, die die Augen zudrückten"….(aus dem Griechischen übersetzt)

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malocher77 25.07.2013, 19:38
7. keine Einzige Bedienung

Wurde erfüllt, es wurde beschlossen.
Die Gerichte kippen alle Entlassungen von Beamten.
Das lustigste ist, dass kurz vor der Wahl Bedienungen gestellt werden, damit die Deutschen ruhig sind und an die Regierung glauben.
Vor allem sind schon 200 Milliarden geflossen und bei den letzten 6 Milliarden stellt man Bedienungen, lächerlich und traurig zugleich.

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wirklick 25.07.2013, 20:06
8. Lächerlich

Hier wird wieder gemogelt, dass sich die Balken biegen. Die Mobilitätsreserve ist ein Trick, um die Beamten von einer Ecke in die andere zu schieben, wie beim Schattenhaushalt. Vermutlich wird kein einziger entlassen. Wieso auch, Deutschland und die anderen Retter zahlen ja sowieso - alternativlos. Wer jetzt immer noch nicht kapiert, was da gespielt wird, dem ist nicht zu helfen. AfD wählen!

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rudolf-koblitz 25.07.2013, 20:53
9. Scheingefechte

Durch die korrupte Vetternwirtschaft ist der Beamtenapparat unglaublich aufgeblasen. Ein einziger Mikado-Haufen (wer sich bewegt, hat verloren).
Dass die Regierung jetzt ausgerechnet solche Beamte entlässt (Lehrer) die sie eigentlich dringendst bräuchte, spricht ja Bände. Klar, man kann ja nicht erwarten, dass den Kumpeln, denen man zu einem bezahlten Nichtstun verholfen hat, gekündigt wird. Das versteht sich doch von selbst.
Problem ist doch einfach , dass die Politiker, die vor Jahren diese Vetternwirtschaft, Korruption und den ganzen Schlamassel gefördert und durchgesetzt haben, jetzt auf einmal diesen Misthaufen sanieren sollen!? Das kann doch gar nicht klappen!
Da werden die Frösche beauftragt, den Sumpf trockenzulegen. Wenns nicht so traurig wäre, müsste ich schallend lachen!
Aber "Griechenland ist auf einem guten Weg".
Für wie dumm halten uns eigentlich unsere Politiker?

Einzige Konsequenz: endlich die "Hilfszahlungen" einstellen!! Es gibt nur eine Partei in Deutschland (AfD), die so etwas überhaupt in Erwägung zieht!

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