Forum: Wirtschaft
Stellenstreichungen: Nokia Siemens Networks baut 17.000 Jobs ab

Fast jeder vierte Arbeitsplatz fällt weg: Der Mobilfunkausrüster Nokia Siemens Networks will 17.000 Stellen streichen. Zurzeit arbeiten noch rund 74.000 Menschen für das finnisch-deutsche Gemeinschaftsunternehmen. Bis Ende 2013 soll der Jobabbau abgeschlossen sein.

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timewalk 23.11.2011, 13:34
1. NOKIA ist am Ende

Zitat von sysop
Fast jeder vierte Arbeitsplatz fällt weg: Der Mobilfunkausrüster Nokia Siemens Networks will 17.000 Stellen streichen. Zurzeit arbeiten noch rund 74.000 Menschen für das finnisch-deutsche Gemeinschaftsunternehmen. Bis Ende 2013 soll der Jobabbau abgeschlossen sein.
Und die anderen folgen noch. Später werden dann bei Microsoft 100 ehemalige eingestellt.

Der Microsoft Deal zementiert den Untergang von NOKIA

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Haio Forler 23.11.2011, 13:40
2. .

Zitat von timewalk
Der Microsoft Deal zementiert den Untergang von NOKIA
Schon wieder mal.

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ZiehblankButzemann 23.11.2011, 13:41
3. Nach dem Boom kommt der Absturz!

Diese amerikanische Hire und Fire Mentalität hält immer mehr Einzug in unsere europäische Wirtschaftskultur. Meistens wurden vorher noch Millionen Subventionen vom jeweiligen Staat eingestrichen um sich dann klammheimlich aus dem Staub zu machen, wie es gerade die Handysparte von Nokia in den letzten Jahren immer wieder unrühmlich bewiesen hat. In dem Fall werden einfach mal 17000 Schiksale übergangen, bis man dann in ein paar Jahren wieder aufwändig nach Spezialisten sucht, die dann längst umgeschult wurden.

Das ist der Masterplan der Kurzsichtigkeit!

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Baerliner73 23.11.2011, 13:50
4. ..

Zitat von ZiehblankButzemann
Diese amerikanische Hire und Fire Mentalität hält immer mehr Einzug in unsere europäische Wirtschaftskultur. Meistens wurden vorher noch Millionen Subventionen vom jeweiligen Staat eingestrichen um sich dann klammheimlich aus dem Staub zu machen, wie es gerade die Handysparte von Nokia in den letzten Jahren immer wieder unrühmlich bewiesen hat. In dem Fall werden einfach mal 17000 Schiksale übergangen, bis man dann in ein paar Jahren wieder aufwändig nach Spezialisten sucht, die dann längst umgeschult wurden. Das ist der Masterplan der Kurzsichtigkeit!
Mit Verlusten zahlen sich Gehälter auf Dauer ziemlich schlecht, aber das ist ja nicht das Problem von Angestellten. Sie finden es wohl besser, wenn nicht 17.000 Jobs wegfallen, sondern 74.000. Zu "hire & fire" gehört nicht nur das Abschaffen von Jobs, sondern auch das Schaffen. Wollen sie diese Aufgabe übernehmen?

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leser008 23.11.2011, 14:04
5. Hauptsache Bonuszahlungen und Kurse stimmen

Da hatten sich aber auch zwei Traumpartner gefunden. Völlig abgekoppelt von den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden träumten Siemens und Nokia vor sich hin.
Beide vertrauten auf pure Marktmacht.
Z.B. wusste seit Jahren alle Welt, dass die Kunden die verspielten Touch-Smartphones wollen. Da hätte Nokia reagieren und investieren müssen. Einzige Reaktion der Elite: Massenhaft Leute rausschmeissen und sich selber dicke Bonuszahlungen genehmigen, weil das so anstrengend war.
Genauso wusste jeder, dass in aller Welt riesige Handynetze neu oder aufgerüstet werden. Da hätte man sich mit Huawei und Ericson absprechen müssen und investieren.
Ablauf, siehe oben, 17000 AN rausgeschmissen.

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eigene_meinung 23.11.2011, 14:04
6. no title

Nach dieser Ankündigung werden wohl noch weniger Kunden bei NSN Produkte bestellen. Denn wer soll diese noch qualitativ hochwertig produzieren und den Service erbringen, wenn jede vierte Stelle wegfällt?

Diese "hochqualifizierten" Führungskräfte bei NSN haben mal wieder nicht rechnen können. Dass Mitarbeiter nicht nur Geld kosten, sondern (im gegensatz zu den Führungskräften) auch Werte produzieren (die in der Regel die Arbeitskosten mehr als wieder einspielen), vergessen die Chefs erneut. Und die Kosten für die "Restrukturierung" werden auch wieder mal bei der Rechnung außen vor gelassen.

Dieser Wahnsinn übertrifft erneut jede Satire. Die Bestellung eines "Chief Technology Officers" ist bisher wohl nicht einmal dem Dilbert-Erfinder eingefallen.

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williwupp 23.11.2011, 14:08
7. Siemens

... das hat ja Siemens wieder geschickt eingefädelt, erst werden die eigenen Mitarbeiter in eine andere Gesellschaft ausgelagert, die dann eine Zeitlang rumwurschtelt und die man dann die Drecksarbeit (Entlassungen) machen lässt....siehe BENQ , Siemens Enterprise Communications und jetzt NokiaSiemens.

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Der_Franke 23.11.2011, 14:27
8. Und hier sind schon die neuen Jobs

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...798485,00.html

Da jedoch viele der "Freigesetzten" Männer sein dürften, stellt sich die Frage, ob die erforderliche Geschlechtsumwandlung für den neuen Job durch die Krankenkassen bezahlt wird.

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lorberost 23.11.2011, 14:31
9. Die Kuh ist tot

Zitat von Baerliner73
....Zu "hire & fire" gehört nicht nur das Abschaffen von Jobs, sondern auch das Schaffen. Wollen sie diese Aufgabe übernehmen?
Mein lieber Baerliner

- Nokia (ja, ich weiß, nicht Nokia Siemens) ist von Deutschland nach Rumänien gewandert. Nachdem die deutschen Subventionen aufgebraucht waren.
Hat also in Rumänien Arbeitsplätze geschaffen (und in Deutschland aufgelöst. Gespielt wie Müller-Milch in West- und Ostdeutschland)

- ein Großteil der Arbeiter in Rumänien waren Leiharbeiter, Monatsverdienst nicht ganz 150 €. Um dieses Geld kannst nicht einmal in Rumänien leben.

- jetzt hat Nokia in Rumänien dicht gemacht (die rumänischen Subventionen sind wohl aufgebraucht)

- das Werk in Rumänien, oder Teile davon, ist vom Finanzamt versiegelt, konfisziert, weil Nokia angeblich an die 10 Mio USD oder auch mehr an Einfuhrzoll unterschlagen hat.

Soviel zum Thema Arbeitsplätze schaffen. Ich kann´s nämlich nimmermehr hören, weil, weitersagen:

D i e K u h i s t t o t.

Bernhard

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