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Stellwerk-Chaos in Mainz: Bundesnetzagentur droht Bahn mit Zwangsgeld
DPA

Die Probleme der Bahn am Mainzer Hauptbahnhof rufen die Regulierer auf den Plan: Die Bundesnetzagentur droht dem Unternehmen eine Geldstrafe an, falls das Bahnnetz dort weiter unbenutzbar bleibt. Das Zwangsgeld dürfte für den Milliardenkonzern aber locker zu zahlen sein.

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fpwinter 15.08.2013, 18:02
1. Dsa kommt davon ...

Da rächen sich wieder einmal Personalabbau und die Privatisierung von Infrastruktur-Unternehmen, die eigentlich in Staatshände gehören (abgesehen mal davon, daß wir seit 1990 ja keinen mehr haben...).
Der Leidtragende ist immer der Kunde. Aber der Deutsche ist ja bekanntlich geduldig. Und was soll man auch machen dagegen?
Die Sanktionsandrohungen der "Netzagentur" sind hier nur Makulatur. Der Vorgang zeigt, wie wenig Befugnisse solche "Aufsichts-Institutionen" eigentlich in Wirklichkeit haben. Die Bahn AG zahlt solche Konventionalstrafen lieber aus der Portokasse (und aus dem Bundeszuschuss), anstatt wieder vermehrt Personal einzustellen. Herr Grube, dieser so unglaublich kompetente Manager, versucht wieder einmal, Öl aufs Wasser zu gießen, anstatt richtige Entscheidungen zu treffen. Wunderbar. Das ist Deutschland. Das Land, in dem es sich immer noch zu leben lohnt - angeblich. Weil - uns gehts hier ja angeblich so gut.

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petrasha 15.08.2013, 18:03
2. genehmigte urlaube?

das waren doch wohl alles genehmigte urlaube. vielleicht sollte man mal überlegen, ob die genehmigungen von vielen mitarbeitern zum gleichen zeitpunkt unverhältnismässig war? krankheiten sind immer möglich und müssen verkraftet werden!

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joot 15.08.2013, 18:10
3.

Nachdem die Bahn nun privatwirtschaftlich organisiert ist, ist die (Nicht)Besetzung von Stellen ein reiner Business Case wie das in Neusprech heißt... bedeutet: sind die finanziellen Auswirkungen durch die fehlende Stelle geringer als die Stelle kosten würde.
Der Bahn ist schlechte Publicity und Servicegedanke offensichtlich egal (das hat sie in der Vergangenheit schon mehrfach unter Beweis gestellt), also dürfen wir wirklich nur die Personalkosten rechnen. Die Strafe müsste also weitaus höher sein, als all die unbesetzten Stellen der Bahn derzeit an Einsparungen bringen... und da werden 250.000 Euro wohl bei weitem nicht reichen.

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na,na,na 15.08.2013, 18:17
4. Bundesnetzagentur und Eisenbahn Bundesamt

welche Vollpfosten haben eigentlich dort das Sagen? Vielleicht sollten sie mal TV-Werbung anschauen, dann könnten sie viellicht feststellen, dass die Bahn seit Monaten händeringend nach Personal sucht und zwar für alloe Sparten. Die Geschichte in Mainz ist von der Gewerkschaft hausgemacht, die wollen nur noch mehr Mitspracherecht bei allen Teilen der Bahn.
Mal Nachfragen ob Pensionisten der Bahn da einspringen können, wäre doch mal was.

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thor1708 15.08.2013, 18:27
5.

250000 Euro Strafe ist doch ein Witz. Bei der geringen Summe, machen die doch so weiter. Bin der Meinung da müssen noch zwei Nullen ran. Die Situation muss für die Bahn so sein, das mehr Personal weniger kostet, als eventuelle Strafen.

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Minster 15.08.2013, 18:38
6. optional

Den Herren sollte aber auch klar werden, das es nicht "sofort" geht, solange der Rest Krank ist oder noch im Urlaub verweilt. Weiteres Personal wird schließlich erst nach erfolgreicher Ausbildung und Einarbeitung zu Verfügung stehen und das geht nunmal nicht "unverzüglich". Das einzige, was die Bahn machen kann ist, Maßnahmen für die Zukunft zu treffen.

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attilav 15.08.2013, 18:39
7. Putzig

205.000,00 Euröchen
Wieviel investiert die Bahn derzeit in Saudi-Arabien ? Mehr als eine Milliarde!
Und dann in Polen,
und eine Joint Venture in Russland...

NATÜRLICH!
Einfach den Verkehr in Deutschland zu sichern, ist nicht spannend. Den Adrenalinkick bringt Saudi-Arabien die Strecke zwischen Mekka und Medina....

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delta058 15.08.2013, 18:45
8.

Zitat von sysop
Die Probleme der Bahn am Mainzer Hauptbahnhof rufen die Regulierer auf den Plan: Die Bundesnetzagentur droht dem Unternehmen eine Geldstrafe an, falls das Bahnnetz dort weiter unbenutzbar bleibt. Das Zwangsgeld dürfte für den Milliardenkonzern aber locker zu zahlen sein.
Das Beste daran für de bahn ist doch, dass das Zwangsgeld ja letzendlich vom Steuerzahler finanziert wird. Der muss nämlich für Verluste, Wartungskosten und vieles andere Aufkommen, alles nachzulesen in den Privatisierungsverträgen. Die Gewinne dagegen werden natürlich kapitalisiert.

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rosenvater 15.08.2013, 19:01
9. Schelm

Eigentümer, bzw. alleinger Aktionär ist der Bund. Im Aufsichtsrat sitzen Staatsbedienstete und Arbeitnehmervertreter. Alle schauen dem Treiben seit Jahren munter zu. Was soll also diese Scheinheiligkeit?

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