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Stellwerkchaos in Mainz: Reisen mit der Bahn wird zum Glücksspiel
DPA

Das Chaos am Mainzer Hauptbahnhof bringt massive Fehlplanungen bei der Deutschen Bahn ans Licht. Jetzt rächt sich der rigorose Sparkurs von Ex-Chef Mehdorn. Fahrgäste müssen jederzeit mit Ausfällen rechnen.

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diddi99 08.08.2013, 16:30
1. Mehdorn?

Das Stellwerk in Stuttgart soll im Zuge von S21 auch nach Karlsruhe verlegt werden. Was Mehdorn nicht geschafft hat, macht Grube jetzt vollends kaputt.

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ulrich_frank 08.08.2013, 16:34
2. Wie gehabt, Großprojekte

statt sinnvoller gebrauchstauglicher Bahninfrastrukturplanung. Aber solange Führungsstellen politisch besetzt werden statt nach fachlichem Können geht es so weiter.

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ptb29 08.08.2013, 16:35
3. Ich bin kein großer Fan von Betriebsräten,

dass sie aber die Einhaltung von Arbeits- und Ruhezeiten durchsetzen, rechne ich ihnen positiv an. Leider passiert das dann wieder auf Kosten anderer, die dafür "etwas mehr" machen müssen.

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MartinB. 08.08.2013, 16:38
4. Managerwesen statt Unternehmertum

Die große Krankheit der letzten Jahrzehnte: Es herrschen die Manager, die an Quartals- und Jahreszahlen gemessen werden und nach zwei, drei Jahren in ein anderes Unternehmen wechseln. Die Unternehmer alter Schule, die ein *Unternehmen* leiten und am Ende ihrer Karriere möglichst gesund an den Sohn, Juniorpartner etc. weitergeben wollen, sind doch inzwischen die Ausnahme. Turbokapitalismus angloamerikanischer Machart führt eben genau da hin: Kurzzeitige Gewinnoptimierung, langfristige Debakel.

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Gallandor 08.08.2013, 16:38
5. Öffentliche Hand ..

Es gibt Dinge, die nicht in die freie Wirtschaft gehören. Dazu gehören alle Dinge der grundlegenden Infrastruktur wie Straßen, Bahn, Wasser, Strom, Telefon und Internet .. Hat in den letzten 30 Jahren jemals eine Privatisierung etwas Gutes hervorgebracht außer einige wenige Leute reicher zu machen?

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nils1966 08.08.2013, 16:41
6.

Das war insgesamt schon länger abzusehen. Mit der Einführung von elektronischen Stellwerken, die ganze Streckennetzte überwachen bis 100 km Entfernung, werden ja alle betroffenen Bahnhöfe ihrer Fahrdienstleiter obsolet. Insgesamt ist dann also nur noch sehr wenig kundiges Personal notwendig, und es wird logischerweise nur sehr wenig Vertretung in (wie Urlaub absehbaren und somit gut kalkulierbaren) Abwesenheitsfällen verfügbar sein.

Ein ähnliches Szenario ist ja schon um 2009 von den kompetenten Eisnbahnperiodika prognostiziert worden bei der Indienststellung des Frankfurter E-Stellwerks in der Galluswarte.

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dimetrodon190 08.08.2013, 16:43
7. So lange

Zitat von diddi99
Das Stellwerk in Stuttgart soll im Zuge von S21 auch nach Karlsruhe verlegt werden. Was Mehdorn nicht geschafft hat, macht Grube jetzt vollends kaputt.
wir es bezahlen und man die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft zieht sondern ihnen noch ein weiteres Großprojekt gibt, sollte sich niemand wundern.

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pennywise_the_clown 08.08.2013, 16:44
8.

Zitat von sysop
Der Grund: Der Betriebsrat der Deutschen Bahn hatte durchgesetzt, dass die Fahrwerksleiter im Stellwerk endlich wieder die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhepausen einlegten.
Das muss man mehrfach lesen, bis man es glaubt.
Die Bahn hat als Arbeitgeber verlangt, dass ihre Mitarbeiter Gesetze (sic!) brechen?
Was wäre wohl passiert, wenn dann durch Übermüdung ein Unfall passiert wäre?
Hätte der Fahrwerksleiter da eine SCHRIFTLICHE Weisung vorlegen können? Sonst wäre er der Dumme gewesen.
Eigentlich ist so ein Verhalten der Bahn ein Fall für die Staatsanwaltschaft (Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr). Aber der Super-Dupper-Sanierer Mehdorn hat ja diese Firmenpolitik geradezu herausgefordert.

Ich kann mich noch dran erinnern, dass die Bahn noch pünktlich war.
Und dann die Selbstverliebtheit, mit der man dann die ICEs einführte. Die nun eine Lachnummer geworden sind.
Traurig wie man ein solches Vorzeigeunternehmen ruinieren kann

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ernstmoritzarndt 08.08.2013, 16:45
9. Abwegig

Ich fahre im Jahr für rund € 5.000,-- mit der Bahn. Es geht bisweilen etwas "schief". Grundsätzlich komme ich pünktlich an und kann bequem reisen. Wenn ich natürlich selbst im Minutentakt plane, muß ich bei der Bahn immer mal etwas Zeit "drauflegen" und kann nicht mit einer Übergangszeit in Hannover von 3 Minuten planen. Das ist das Problem.

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