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Stellwerkchaos in Mainz: Reisen mit der Bahn wird zum Glücksspiel
DPA

Das Chaos am Mainzer Hauptbahnhof bringt massive Fehlplanungen bei der Deutschen Bahn ans Licht. Jetzt rächt sich der rigorose Sparkurs von Ex-Chef Mehdorn. Fahrgäste müssen jederzeit mit Ausfällen rechnen.

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hman2 08.08.2013, 18:16
50. Huch

Zitat von tembel
heißt das, was Sie da beschreiben: Die Firma wird "entkernt", die Leistungen werden auf ein Minimum heruntergefahren oder entfallen fast vollständig,
Oder sogar ganz. Die Postbank hat z.B. lange bevor sie von ebendieser gekauft wurde, ihr gesamtes Kontogeschäft an die Deutsche Bank outgesourced.

Was ist denn noch eine Bank, die keinerlei Kontogeschäfte mehr tätigt, und nicht mal mehr ein Rechenzentrum betreibt? Für eine Bank machen Computer ja nicht nur die Wertschöpfung, sie sind auch der Träger des Wertes...

Selbst viele Kunden wussten das nicht, dass die Postbank keinerlei Konten mehr betreibt...

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renee gelduin 08.08.2013, 18:17
51.

Zitat von ernstmoritzarndt
Ich fahre im Jahr für rund € 5.000,-- mit der Bahn. Es geht bisweilen etwas "schief". Grundsätzlich komme ich pünktlich an und kann bequem reisen. Wenn ich natürlich selbst im Minutentakt plane, muß ich bei der Bahn immer mal etwas Zeit "drauflegen" und kann nicht mit einer Übergangszeit in Hannover von 3 Minuten planen. Das ist das Problem.
Da haben Sie vielleicht eine Glücksstrecke erwischt. Exemplarisch von mir: Strecke von 500 km, eigentlich durchgängig mit ICE. Fahrtzeit 5Stunden (!). Auf halber Strecke wurde dann noch der ICE gegen einen IC ausgetauscht, weil er defekt war (aber nicht defekt genug zum Fahren).
Als Bundi bin ich, wie viele Millionen vor und einige nach mir in völlig überfüllten Zügen Woche für Woche zu den selben Zeiten mit ständiger Verspätung in RegioExpressen befördert worden. Für eine 350 km -Strecke in 4 bis 7 Stunden !!!
WENN etwas planbar ist, dann die Auslastung der Züge durch Bundeswehrangehörige.

Zitat von hiwhatsup
Die Bahn ist eben ein überholtes Transportmittel - 300 Jahre alt Es gibt doch inzwischen das Automobil und Busse. Dazu gibt es ein Umfangreiches Strassennetz, viel besser ausgebaut als das Schinennetz - Strassen gibt es bis zu jedem Haus! Warum sollen auf dem Strassennetz nicht also vermehrt Busse fahren? In vielen Ländern z.B. Mexiko hat sich herausgestellt das die Fernbusse kundenfreundlicher und billiger sind als die Bahn. Dort gibt es keine Bahnen mehr - nur noch Fernbusse. Warum kann das Fernbusmodell nicht auch für Deutschland gelten?
Kann man so pauschal nicht sagen.
Zumal sich das deutsche Busnetz erst noch ausreichend entwickeln muss. Für "meine" Strecke gibt es auf den ersten 200 km gar keine Anbindung (trotz > 100.000 Leute Stadt zu Millionenstadt) und von Millionenstadt zur > 250.000 Leute Stadt gibt´s mittags eine verbindung und nachmittags. Das war´s.

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j1958 08.08.2013, 18:17
52. @ gallandor

Die Straßen und die Bahn gehören dem Staat - Investitionsrückstau in mindestens 3 stelliger Milliardenhöhe. Wasser gehört meistens dem Staat, funktioniert so lala. Strom ist ein einziger Verhau, für den der Staat allein die Verantwortung trägt. Telekom und Internet wurde privatisiert, für den Verbraucher eine absolute Erfolgsstory, da Preise
extrem gefallen und Service deutlich besser ist.
Ich teile Ihre Einschätzung bei der Bahn, aber alles andere ist ein Verhau weil der Staat dauernd dazwischenredet.

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fidelc. 08.08.2013, 18:18
53. Nicht nur bei der Bahn

Ich erlebe gerade in meiner Heimatstadt, dass Buslinien ausfallen weil der Krankenstand zu hoch ist. Kein Wunder, wenn man die Arbeitsbedingungen betrachtet. Aber statt die vorhandene Arbeit menschenwürdig zu gestalten wird aus den einen das Letzte rausgequetscht und die anderen in die Arbeitslosigkeit entlassen.Wo ist der Sinn?

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Rido 08.08.2013, 18:22
54. Die Bahn

Wie heißen die vier Todfeinde der DB?

Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Wie nennt man die Zeit zwischen den kaputten Klimaanlagen und den vereisten Stellwerken?
- Bahnstreik.

Ok, Spaß bei Seite.
Mit der Bahn zu fahren ist schon ein Abenteuer.
Ich habe mal drei Stunden im Schneechaos im Zug festgesessen. Natürlich war die Heizung nicht in Ordnung und ich haber erbärmlich gefroren.
Die Bahn hat IMMER Probleme.

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vt798 08.08.2013, 18:23
55. Die missera Trägt der Deutsche Bundestag

Bahn Post Telekom Wasser hätten nie privatisiert werden dürfen. Das ist nur der Anfang. Es sollte Schleunigst damit begonnen werden diese Unternehmen wieder 100% ohne Ausnahme in Stattliche Kontrolle zu bringen ohne Ausnahme. Das Geld hierfür sollte bei der EU eingespart werden.

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tdmdft 08.08.2013, 18:24
56. Ich verstehe die Aufregung nicht

Wir wollen alle Mobil sein. Mit dem Auto, mit der Flugzeug und mit der Bahn. Und das möglichst oft und möglichst billig. Und als Arbeitnehmer möchte ich ein möglichst hohes Gehalt, viele Arbeitspausen und viel Urlaub. Also ein klassisches Optimierungsproblem, dass nur mit Kompromissen zu Lösen ist. Jetzt läst sich die Gewerkschaft feiern, weil eine Pause wieder durchgegesetzt wird. Zudem hat die Bahn personalmangel. Also wird jetzt eingestellt. Aber: wir als Kunden sollten dann hinterher ganz still sein, wenn es wieder um eine 5% Preiserhöhung geht. Man kann eben nicht alles haben: billig Bahnfahren mit viel und teuerem Personal!

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hman2 08.08.2013, 18:30
57. Huch

Zitat von j1958
Wasser gehört meistens dem Staat, funktioniert so lala.
Im Gegenteil, funktioniert super. Ganz Europa beneidet uns darum. Vor allem die Konzerne...

Zitat von
Telekom und Internet wurde privatisiert, für den Verbraucher eine absolute Erfolgsstory, da Preise extrem gefallen und Service deutlich besser ist.
Das ist absolut falsch. Ein paar Preise sind gesunken. Abgezockt wird immer noch, nur halt jetzt von mehreren Playern statt einem. Beispiel gefällig? Vodafone günstigster (!) Auslands-Datentarif: 6 EURO pro Megabyte bei Überschreiten des mickrigen Volumens. Euro. Megabyte. Nicht Cent, nicht Gigabyte...

Und der Service ist grottiger als jemals zuvor. Auch die Wartezeiten sind wieder da. Während man früher mal schlimmstenfalls einen Monat auf eine Telefonleitung gewartet hat, wartet man in vielen Gemeinden auf schnelles Internet - gänzlich vergeblich. Da kommt gar nichts. Und die Telekom presst das uralte Kupfer immer noch aus, und die Koreaner lachen uns aus, wenn sie erfahren, dass unsere Geschwindigkeitsklassen in Mbit/s und nicht in Gbit/s sind...

Erst mit einem nationalen Glasfasercarrier nach dem Vorbild Australiens wird sich das bessern. Der legt die Infrastruktur bis ins letzte Dorf. Darf aber kein Endkundengeschäft haben, dafür ist er verpflichtet, die Fasern zu absolut gleichen Preisen an alle Internetanbieter zu vermieten. Das beste aus beiden Welten, öffentlich-rechtlich und privat in einem...

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ADie 08.08.2013, 18:31
58. Privatisierungsfehler

Das Schienennetz hätte nie und nimmer in den Händen der deutschen Bahn AG verbleiben dürfen. Es hätte in eine separate bundeseigene Betriebsgesellschaft ausgelagert werden müssen, die dann die Timeslots an den Bieter mit dem besten Angebot vergibt.

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irobot 08.08.2013, 18:39
59.

Zitat von vt798
Bahn Post Wasser hätten nie privatisiert werden dürfen.
Telekom? Können Sie sich noch an die 80er erinnern? Telefonieren erst nach 18 Uhr, da sonst zu teuer. Modems mussten von der Post zu horrenden Kosten gemietet oder gekauft werden. Und das Schönste war, für den populärsten Computer der damaligen Zeit gab es nicht mal offizielle Modems.

Stellen Sie nur mal vor, heute würde ein Provider sagen, "Internet gibbet nicht für Windows-Rechner". Damals war das so. Nein, die Privatisierung des Telekommunikationsbereichs war mit das Beste, was eine deutsche Regierung je hinbekommen hat!

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