Forum: Wirtschaft
Stellwerkchaos in Mainz: Reisen mit der Bahn wird zum Glücksspiel
DPA

Das Chaos am Mainzer Hauptbahnhof bringt massive Fehlplanungen bei der Deutschen Bahn ans Licht. Jetzt rächt sich der rigorose Sparkurs von Ex-Chef Mehdorn. Fahrgäste müssen jederzeit mit Ausfällen rechnen.

Seite 9 von 9
maxbee 09.08.2013, 04:10
80.

Zitat von sysop
Das Chaos am Mainzer Hauptbahnhof bringt massive Fehlplanungen bei der Deutschen Bahn ans Licht. Jetzt rächt sich der rigorose Sparkurs von Ex-Chef Mehdorn. Fahrgäste müssen jederzeit mit Ausfällen rechnen.
Wenn schon das "Fitmachen" der DB für den Börsengang, also für die Privatisierung, solch verheerende Folgen zeitigt wie wir sie in den letzten Jahren dauernd erleben durften, dann kann man sich an fünf Fingern ausrechnen, welche Katastophenbahn auf uns zufährt - sofern sie überhaupt fährt -, wenn die angestrebte Privatisierung realisiert ist.

Katastrophale Erfahrungen übrigens, welche Großbritannien seit Jahrzehnten schon macht, weshalb die britische Regierung erwägt die privatisierte Bahn wieder zu verstaatlichen!
Dies hindert aber unsere Politkönner nicht daran die Privatisierung der DB weiter voranzutreiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
johannisbrunnen 09.08.2013, 07:21
81. Fahrgemeinschaften bilden gegen Bahnchaos

Ich habe mich bei dem Pendlerportal wir-pendeln-zusammen.com angemeldet und einen Mitfahrer gefunden. Öffentlicher Nahverkehr ist nun passé. Wir-pendeln-zusammen.com ist kostenlos und vor allem von Haus zu Haus-Nix mehr "Warten bei Wind und Wetter"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
berufskonsument 09.08.2013, 08:54
82.

Zitat von sysop
Das Chaos am Mainzer Hauptbahnhof bringt massive Fehlplanungen bei der Deutschen Bahn ans Licht. Jetzt rächt sich der rigorose Sparkurs von Ex-Chef Mehdorn. Fahrgäste müssen jederzeit mit Ausfällen rechnen.
Schöner Teufelskreis: Weniger Mitarbeiter - mehr Belastung - höherer Krankenstand - noch weniger Mitarbeiter.

Hat vorher sicher niemand gewusst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
berufskonsument 09.08.2013, 08:55
83.

Zitat von ptb29
dass sie aber die Einhaltung von Arbeits- und Ruhezeiten durchsetzen, rechne ich ihnen positiv an. Leider passiert das dann wieder auf Kosten anderer, die dafür "etwas mehr" machen müssen.
Na in diesem Fall hat der Betriebsrat ja irgendwie auch gleich die Ruhezeiten der Triebfahrzeugführer und des Bahnhofspersonals durchgesetzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
OskarVernon 09.08.2013, 09:24
84.

Zitat von aletheianoesis
...bevorzugt eindeutig die Automobilindustrie, dementsprechend die Bahnpolitik. Das hat nun mit Demokratie nichts zu tun
Was denn sonst...??! oO

Die ganz große Mehrheit fährt Auto - oder allenfalls unfreiwillig nicht; völlig in Ordnung also, Verkehrspolitik daran auszurichten.;-)

Was sollte das denn für eine Demokratie sein, wenn sich eine selbsterklärt elitäre Minderheit anmaßt, die Interessen der Mehrheit zu definieren und der notfalls aufzwingen zu wollen? Hatten wir schon mal: "Volksdemokratie" geheißen und zu recht im Orkus der Geschichte verschwunden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Direwolf 09.08.2013, 10:40
85. Wie kommen sie denn darauf

Zitat von mborevi
... der Deutschen Bundesbahn war einer der größten Schildbürgerstreiche, den sich Politiker nach dem Krieg geleistet haben. Ergebnis: Viel teuerer und viel schlechter. War auch nicht anders zu erwarten, denn: Arbeitete die Deutsche Bundesbahn noch quasi zum "Selbstkostenpreis", d.h. sie brauchte keine Gewinne zu machen, so werden heute Gewinne erwartet, um dann als "Dividenden" ausgeschüttet zu werden. Die Bahn ist von einem Beförderungs-Dienstleister zu einem Abzock-Dienstleister umgewandelt worden. Und sie verbraucht mehr "Subventionen" aus Steuergeldern denn je.
das die Bundesbahn zum Selbskostenpreis gearbeitet hat?
Die hatten 1993 nicht mal genug Einnahmen um die Personalkosten zu decken. Nebenbei gesagt heute fahren viel mehr Leute Bahn als zu Bundesbahnzeiten

Beitrag melden Antworten / Zitieren
black-out 09.08.2013, 16:39
86. Absurd -- Züge mit bis 6 Min. Verspätung werden als pünktlich bezeichneth

Die Bahn kalkuliert in ihren Taktzeiten für Anschlußzüge im Nah-und Fernverkehr laut Fahrplanauskünfte an kleinen und mittleren Bahnhöfen mit Umsteigezeiten von 5-8 Minuten.
Wenn ein Zug bis 6 Minuten Verspätung als pünktlich geführt wird, ist der Anschlußzug (z.B. Karlsruhe Hbf) häufig schon fort --da auch die Bahnsteige usw. gewechselt werden müssen.
Somit ist die Quoto der als pünktlich bezeichneten Züge Schönfärberei und KUNDEN-VERDUMMUNG !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klaus meucht 10.08.2013, 16:58
87. Keine Aussagekraft

Zitat von Direwolf
Nebenbei gesagt heute fahren viel mehr Leute Bahn als zu Bundesbahnzeiten
Es wird insgesamt - allein berufsbedingt - mehr gereist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klaus meucht 10.08.2013, 17:28
88. Das sehe ich anderst

Zitat von irobot
Telekom? Können Sie sich noch an die 80er erinnern? .... Nein, die Privatisierung des Telekommunikationsbereichs war mit das Beste, was eine deutsche Regierung je hinbekommen hat!
Was sich vor allem geändert hat ist die Technologie. Die hätte sich auch ohne Privatisierung geändert.

Gegenüber dem Service der heutigen Mobilfunkfirmen war die Telekom aber noch richtig gut.

Ich bin überzeugt dass ohne Privatisierung die Preise teurer wären, dafür würde es deutlich bessere Internetversorgung auf dem Land geben.

Wer sich Mühe gibt kann billig telefonieren und surfen. Wer sich aber nicht auskennt und sich von meist schlecht ausgebildeten und miserabel bezahlten Vertreter beraten lässt, wählt Tarife die absolut überteuert sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hasenfuss27 11.08.2013, 08:49
89.

Zitat von hiwhatsup
Warum sollen auf dem Strassennetz nicht also vermehrt Busse fahren? In vielen Ländern z.B. Mexiko hat sich herausgestellt das die Fernbusse kundenfreundlicher und billiger sind als die Bahn. Dort gibt es keine Bahnen mehr - nur noch Fernbusse. Warum kann das Fernbusmodell nicht auch für Deutschland gelten?
Zum Beispiel, weil auf den Straßen eigentlich schon für das, was da jetzt fährt, zu wenig Platz ist?

Zudem hat Mexico eine viel geringere Bevölkerungsdichte als Deutschland - dortike Erkenntnisse aus der Personenbeförderung lassen sich damit nur sehr bedingt hierher übertragen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 9