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Steueraufkommen: Staat zahlt an Kirchen so viel Geld wie nie
DPA

Die Bundesländer überweisen den Kirchen immer mehr Geld, wie eine neue Erhebung zeigt. Das Geld fließt zusätzlich zur Kirchensteuer.

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Kater Bolle 05.06.2018, 08:18
1. Verträge von 1803???

Langsam wird es lächerlich.
Wenn ich richtig weis, sind Staat und Kirche in Deutschland komplett getrennt.
Wie wir sehen, haben wir aber eine Staatskirche.
Wenn alle die seit 1803 durch Wirren etwas verloren haben noch jedes Jahr Geld vom Staat bekommen würden,
wären wir längst pleite.
Was soll so etwas?
Ich poche auf eine komplette Trennung von Kirche und Staat.
Auch das Finanzämter die Kirchensteuer einziehen ist sicher nicht in Ordnung.

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maphry 05.06.2018, 08:21
2. Die Zahlungen sind gerechtfertigt

Die damaligen Enteignungen haben Stadtentwicklung in Deutschland überhaupt erst möglich gemacht. Mit diesen geringen Zahlungen sind wir noch gut bedient. Es ist gut das der Staat hier Vertragstreu bleibt, ansonsten verliert er jegliche Verlässlichkeit.

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Thagdal 05.06.2018, 08:21
3. Eine halbe Milliarde?

Ohne nachzuweisen, wofür das verwendet wird?
Also da gehört ja mal gründlich aufgeräumt! Das ist ein Aberglaubenverein, der soll gefälligst seine eigenenen Kosten aus den Mitgliedsbeiträgen decken. Kosten aus der Trägerschaft von sozialen Einrichtungen müssen aufgelistet und genau abgerechnet werden.

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grain 05.06.2018, 08:22
4. Unglaublich

Nach dem Gesetz haben wir eine strikte Trennung von Staat und Kirche.
Wer die Kirche gerne alimentieren möchte, soll es doch bitte über seine Kirchensteuer machen. Ich möchte aber nicht, dass von meinem Steueranteil auch nur ein Cent in diesen Haufen von Dogmatikern und selbsternannten Heilsbringern fließt.
Wenn ich das wollte wäre, wäre ich Mitglied in diesem Verein geblieben.
Es ist unerhört, mit dem Hinweis auf Ereignisse aus der tiefsten Vergangenheit sich ungefragt Staatsgelder anzueignen, die viel dringender an anderer Stelle gebraucht werden.
Wenn man dort ansetzt, wo sind dann die Reparationszahlungen der Kirche an die Nachkommen die als Hexen und Zauberer verbrannt wurden, wo die Zahlungen an die Nachkommen der armen Witwen, die um Land, Hab und Gut betrogen und erpresst wurden ? Die Liste ließe sich endlos fortsetzen (bis heute).
Wir sollten ganz schnell eine Bremse in die Vergangenheit reinhauen und jeder soll mit dem klar kommen, was er selber aus seinen Leuten rauspresst ...... also Staat und Kirche jeweils für sich.

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Blendy 05.06.2018, 08:24
5. ""..für Sozialleistungen erhält."

""..für Sozialleistungen erhält."?? wie bitte?? wir unterwerfen uns bei unserer kirchlichen Kita allen kirchlichen Regeln (obwohl wir damit eigentlich nichts zu tun haben und es natürlich keine Alternative im Dorf gibt): kirchliche Lieder und Rituale, fehlenden Satzungen, wodurch eine Platzvergabe nach intransparentem Gutdünken der kirchlichen Leitung erfolgt, und finanziellen Regelungen, Bittstellen bei Schäden beim Kirchenkreis usw. und jetzt erfährt man, dass die Kirchen sogar Geld dafür bekommen? alle Angestellten dort müssen sich dem feudalistischen Kirchenarbeits"recht" unterwerfen usw. dann sollen sie das Geld einfach dem Staat geben und der kann dann die Leistungen nach Recht und Gesetz anbieten!!

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ellge 05.06.2018, 08:26
6. Übersicht

Gibt es auch Zahlen über staatliche Zuschüsse an andere religiöse Organisationen. Wenn ja, wofür und an wen?

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pepe-b 05.06.2018, 08:27
7. Ja Wahnsinn

14 Millionen Euro mehr. Das entspricht ca 2,5%. Gerade mal der Inflationsausgleich. Und das ist nun eine Meldung?

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OrgwMwerg 05.06.2018, 08:27
8. Genau deshalb

bin ich ausgetreten. Die Kirchen bekommen genug von meinem Steuergeld.

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anselmwuestegern 05.06.2018, 08:30
9.

Der Staat ist durch Verträge in der Pflicht. Es wäre kein positives Zeichen, diese einseitig zu kündigen.
Nach dem Krieg war im Westen auch ein Gedanke, dass die Kirchen ein weiteres Korrektiv neben der Presse darstellen können, wenn der Staat abgleitet. Diese Funktion haben sie auch bisweilen erfüllt, manchmal aber auch nicht zum Vorteil.
Ein positives Zeichen der Kirchen wäre es, auf diese Zahlungen zu verzichten. Wenn es nur unter 3 Prozent ihres Haushalts ist, sollte das möglich sein. Diesen Verzicht könnten sie auch zur Image-Pflege nutzen.

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