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Steueraufkommen: Staat zahlt an Kirchen so viel Geld wie nie
DPA

Die Bundesländer überweisen den Kirchen immer mehr Geld, wie eine neue Erhebung zeigt. Das Geld fließt zusätzlich zur Kirchensteuer.

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rudi_ralala 05.06.2018, 12:15
170.

Zitat von bluebill
.... Dass ein Staat hohe Reparationen zahlt für ein über 200 Jahre zurückliegendes Ereignis, dürfte schon einzigartig sein....
Ich denke nicht, dass das einzigartig ist. So weit ich informiert bin, macht das auch die Schweiz und Österreich.

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misterknowitall2 05.06.2018, 12:17
171. @steve.joe

Zitat von Steve.Joe
Deutschland ist ein überwiegend christliches Land. Meine persönliche Meinung ist, dass die Kirchen eine soziale Rolle übernehmen. Ich vermute, dass die Leute die hier am lautesten gegen die Kirche schimpfen sicherlich keine Kirchensteuer zahlen. Wenn diese Leute sich nicht irgendwie anderwertig für die soziale Gemeinschaft einbringen, entweder durch ehrenamtliche Tätigkeit oder einer der Kirchensteuer adequaten anderwertigen gemeinnützigen Spende ... dann ist dies unhöfflich gegenüber allen Menschen in dieser Republik, die sich sozial engagieren. Dann sollten sich diese Personen her schämen und bitte einfach die Klappe halten.
Oh jee, sie lassen sich vom sozialen Anstrich der Kirche täuschen. Da passiert nichts aus sozialen Aspekten. Das ist ein Unternehmen und so agiert die Kirche auch. Ich meine damit ausdrücklich nicht die Menschen, die sich (blauäugig) in der Kirche ehrenamtlich engagieren, sondern die Berufspfaffen. Die Kirche ist nicht sozial! Die häufen ein unglaubliches Vermögen an und leben in Saus und Braus. Wenn irgendwo finanzielle Hilfe gebraucht wird suchen sie die Kirche vergeblich. Die Kirche hart auch in manch anderen Sache reichlich Dreck am Stecken. Ich bin aus der Kirche ausgetreten, weil ich diese Scheinheiligkeit nicht mehr ertragen konnte. Und nun kämpfe ich dafür, dass die Kirche auch nicht mehr vom Staat ausgehalten wird, da die meisten Menschen der Kirche schon längst den Rücken gekehrt haben. Das ist nicht mehr Zeitgemäß und überflüssig.

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kobold17 05.06.2018, 12:21
172. Wer hat der hat….

Andere beklauen und dafür noch belohnt werden. Naturwissenschaftlerin Frau Dr. Angela Merkel studierte das greifbare, aber was in Deutschland passiert ist ein riesengroßer Haufen von Heuchelei wie im Mittelalter. Nach wie vor wird das Volk enteignet und das alles im Namen Gottes. Herzlich willkommen im Zeitalter der Digitalisierung, denn genauso macht Berlin auch seine Politik im Vordergrund immer das große C.

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grotefend 05.06.2018, 12:23
173. Nein!

Zitat von juri.
http://12koerbe.de/arche/const.htm Bitte die Absätze 17 und 18 und deren Übersetzung studieren. Der Kaiser hatte doch bitte die gesamten westlichen Gebiete abzutreten und seinen Machtbereich (in die östlichen Gebiete, also......
Da muss ich Sie leider enttäuschen! Die Entstehung geistlicher Territorien (um die es eben hier im Artikel geht) ist das Resultat des sog. Reichskirchensystems unter Ottonen uns Saliern und nicht der konstantinischen Schenkung. Der Geistlichkeit wurde hier mehr weltliche Macht eingeräumt, um sie an den König zu binden. Sie sind also letztlich Resultat der kaiserlichen Machtpolitik im Früh- und Hochmittelalter. Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

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cyberpommez 05.06.2018, 12:24
174. Kirche selber machen,

geht nicht. Die CFSM versucht sich schon lange als Glaubensgemeinschaft eintragen zu lassen und ihre Geschichte ist genauso schlüssig, wie die der Christen, aber sie werden nicht anerkannt. Das Monopol auf Gott bleibt bei den üblichen Verdächtigen. Schade

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adrianhb 05.06.2018, 12:25
175.

Zitat von ksail
Ich kann ja verstehen, dass man am liebsten ein Haus kaufen würde und nach ein paar Jahren von den Zinszahlungen nichts mehr wissen will, aber rechtmäßig ist das halt nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir die Verträge nicht wieder rückabwickeln wollen; das würde der Bundeshaushalt kaum hergeben...
Kenne sonst kein Beispiel, wo ein Haus gekauft und bis in alle Ewigkeit abgezahlt wird.
Im Moment sind noch deutlich über 50% der Bevölkerung in der katholischen oder evangelischen Kirche. Insofern muss man sich über 500 Millionen im Jahr wenig Gedanken machen.
Im Moment würden sich die meisten Politiker die Finger an dem Thema verbrennen.
Wenn der Anteil in der Bevölkerung weiter runter geht, werden die Verträge mit den Kirchen auch ein größeres politisches Thema - dann wird es aber nicht um die Rückabwicklung gehen, sondern um Vertragsänderungen und um die zukünftigen Empfänger und die Verwendung. Und ich denke, dass der Staat dann den deutlich größeren Hebel besitzt und an anderen Stellen durchaus geeignete Daumenschrauben anlegen kann.

P.S.
Der Staat bekommt für den Einzug der Kirchensteuer ca. 3 Prozent, da dürften über 300 Millionen als Gewinn hängen bleiben. Das Modell lohnt sich sowohl für den Staat als auch für die Kirche ...
Ein großer Teil der Kirchensteuer wird auch in Deutschland wieder ausgegeben.

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misterknowitall2 05.06.2018, 12:32
176. Ok. Das war

Zitat von grotefend
...da hauen Sie doch mal Ihre geballte historische Unkenntnis heraus. Respekt! Spaß beiseite: Schlagen Sie doch einmal ein Geschichtsbuh auf und schauen Sie sich einmal die Karte des HRR an. Sie werden staunen, wie viele geistliche Territorien und Städte es gegeben hat, die im Zuge des Reichsdeputationshauptschluss weltlichen Territorialherren zugeschlagen ......
die Geschichte. Aber wieso befand sich all das Land überhauptr in der Hand der katholischen Kirche? Hat natürlich nichts damit zu tun, das schon damals die Kirche die Leute geprellt und betrogen hat. Ablasshandel usw. Ich denke, kein Bischof hat wirklich Anspruch auf das Land, mal ganz abgesehen davon, was die Kirche lehrt und predigt und was auch der Religionsstifter von den seinen erwartet: Armut und Demut. Aber das ist ja egal. Haben sie mitbekommen, wie die Kirche im Mittelalter und später ihre Macht ausgebaut und die Menschen drangsaliert und ausgebeutet hat? Sie erzählen von der Rechtmäßigkeit? Dann müssten sie genauso die Gewinne der Mafia gutheißen, denn die Kirche war sehr lange Zeit ähnlich struktiert und hat ähnlich gearbeitet. Machen sie die Augen auf, unrechtmäßig erworbener Besitz ist kein Besitz.

Ich denke, die Kirche kann von den eigenen Gelder, die sie immer noch haben (zur Erinnerung, dass sind Milliarden!), gut leben. Es braucht keine Unterstützung vom Staat. Ich denke es wäre sogar an der Zeit den Grund und Boden, den sie noch haben zurück zu geben.

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Moewi 05.06.2018, 12:34
177.

Zitat von KingTut
Der Grund für diese Zahlungen wird schon im ersten Absatz geliefert: Für Kindergärten, Schulen oder Krankenhäuser.
Eben nicht: "(...)Diese sogenannten Staatsleistungen überweist der Staat den Kirchen ZUSÄTZLICH zu Kirchensteuern und zu den Zahlungen, welche die Kirchen für ihre Arbeit im sozialen Sektor erhalten, also etwa in Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern.(...)"

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schamot 05.06.2018, 12:36
178. Wundert es irgendwen?

1. Ist das bekannt und 2. Ist die CDU/CSU eine Kirchenpartei

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benmartin70 05.06.2018, 12:37
179.

Zitat von parresia
Bei all dem Eifer hier: Kirchen sind eben kein Wirtschaftsunternehmen, die Gewinne wie ein Bill Gates erzielen können und dürfen.
Und die Unternehmen die der Kirche gehören? Und die Vatikanbank? Die erwirtschaften keine Gewinne?
https://rp-online.de/panorama/deutschland/vom-klosterbier-bis-zur-tv-firma_aid-9409463

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