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Steueraufkommen: Staat zahlt an Kirchen so viel Geld wie nie
DPA

Die Bundesländer überweisen den Kirchen immer mehr Geld, wie eine neue Erhebung zeigt. Das Geld fließt zusätzlich zur Kirchensteuer.

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PSBBM 05.06.2018, 12:41
180.

Nur weil Zeit vergangen ist werden Vereinbarungen nicht ungültig. Es wäre in einem Rechtsstaat schwer zu erklären, wenn man jetzt sagen würde, dass interessiert uns heute nicht mehr. Das Vertrauen in geschlossene Vereinbarungen ist elementar wichtig in einem Rechtsstaat. Die Kirchen bekommen im übrigen nichts geschenkt. Sie werden entschädigt für Enteignungen in der Vergangenheit.

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juri. 05.06.2018, 12:42
181. Der Geistlichkeit

Zitat von grotefend
Da muss ich Sie leider enttäuschen! Die Entstehung geistlicher Territorien (um die es eben hier im Artikel geht) ist das Resultat des sog. Reichskirchensystems unter Ottonen uns Saliern und nicht der konstantinischen Schenkung. Der Geistlichkeit wurde .....
wurden hier (angeblich) weltliche Gebiete vermacht, mit denen Sie Könige an sich binden konnte und für Ihre Zwecke noch besser steuern konnte. So wird ein Schuh draus; das Geistliche ist im Machtapparat der Kirche seit jeher ein kaschierender Vorhang.
Letztlich ein Resultat der mittelalterlich päpstlichen Machtpolitik, basierend auf einer Lüge.

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Allpassfilter 05.06.2018, 12:43
182. Sie haben vollkommen recht

Zitat von Lexington67
Eine komplette Trennung von Kirche und Staat ist dringend geboten. - Keine Religion im öffentlichen Raum - keine Stillen Feiertage - keine religiösen Symbole in öffentlichen Einrichtungen oder an deren Bediensteten - kein konfessioneller ......
leider ist eine Mehrheit der Bevölkerung so indoktriniert und manipuliert, zusammengefasst dumm sozialisiert, das solche vernünftigen und intelligenten Forderungen keinen Bestand haben und keine Mehrheiten finden werden.

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Oihme 05.06.2018, 12:44
183. Nehmen Sie ...

Zitat von juri.
Und der darauf begründete Gebietszuwachs, die Macht, "Ketzern und Heiden" deren Land zu nehmen und sich selbst einzuverleiben geht auf diesen Betrug zurück. Somit also auch das enteignete Land 1803. Folglich sind die Verträge über die angeblich so günstige Pachtgebühr an und für sich nichtig, da auf kriminell erworbenes Gut angewendet.
... einfach zur Kenntnis, dass der Vorwurf des "kriminell erworbenen Kirchenguts" unhaltbar ist und von keinem seriösen Historiker mehr vertreten wird.

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Olli Ökonom 05.06.2018, 12:45
184.

Zitat von misterknowitall2
Oh jee, sie lassen sich vom sozialen Anstrich der Kirche täuschen. Da passiert nichts aus sozialen Aspekten. Das ist ein Unternehmen und so agiert die Kirche auch. Ich meine damit ausdrücklich nicht die Menschen, die sich (blauäugig) in der Kirche ehrenamtlich engagieren, sondern die Berufspfaffen. Die Kirche ist nicht sozial! Die häufen ein unglaubliches .....
Woher haben Sie denn diesen Unsinn?
Die Kirchen sind als gemeinnützige Organisation anerkannt. Diese haben wirtschaftliche Zweckbetriebe und steuerschädliche wirtschaftliche Geschäftbetriebe wie viele andere gemeinnützige Organisationen auch. Woher ihr unqualifizierter und unsachlicher Hass kommt wissen nur Sie selbst. Aber ohne die Kirche wäre Deutschland ein ganzes STück ärmer.
Es zwingt Sie ja keiner in einer Kirche Mitglied zu sein und sicher gibt es auch Dinge/Skandale, die nicht in Ordnung sind, aber nennen Sie doch bitte eine Organisation in vergleichbarer Größe, die keine Probleme ähnlicher Art hat. Die gibt es nicht.
Die Kirchen wie auch andere Träger von KiTas legen als private Organisationen deutlich Eigenmittel zu Betrieb zu. Es gibt kaum KItas, die kostendeckend betrieben werden können, d.h nur mit staatlichen Förderungen und Elternbeiträgen. Auch in anderen sozialen Bereichen werden keine signfikanten Überschüsse erzielt. Also was ist ihr Problem?
Jeder hat das Recht auszutreten, dafür gibt es Gründe, man sollte aber dann auch so fair sein, die positven Leistungen der Kirchen für die Gesellschaft zu akzeptieren und zur Kenntnis nehmen. Es gibt kein schwarz oder weiss.

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misterknowitall2 05.06.2018, 12:46
185.

Zitat von adrianhb
Kenne sonst kein Beispiel, wo ein Haus gekauft und bis in alle Ewigkeit abgezahlt wird. Im Moment sind noch deutlich über 50% der Bevölkerung in der katholischen oder evangelischen Kirche. Insofern muss man sich über 500 Millionen im Jahr wenig Gedanken machen. Im Moment würden sich die meisten.....
Also ich komme auf 45 Mio. und das ist weniger als die Hälfte. zumal die meisten davon wohl eher an Gott glauben als an die Kirche. Und dann wird man zum Christ, bevor man klar denken kann. Müssten man sich später entscheiden, gäbe es bedeutend weniger Christen.

Von den 300 mio. bleibt sicher kaum was über. Das ist eine Aufwandsentschädigung, mehr nicht. Und die Kirchensteuer würde auch ohne Kirche in Deutschland ausgegeben, denn es ist ja das Geld des "kleinen Mannes" von dem sie da reden.

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liberaleroekonom 05.06.2018, 12:48
186. Alles ist völlig legal - man könnte es aber trotzdem ändern

Zitat von KingTut
Der Grund für diese Zahlungen wird schon im ersten Absatz geliefert: Für Kindergärten, Schulen oder Krankenhäuser. Ich bin sicher, eine Gegenrechnung würde offenbaren, dass der Staat mit diesen Zahlungen von gerade mal ein paar hundert Mio. Euro sehr, sehr viel Geld spart. Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass man bisher daran festgehalten hat. Ich sehe hier absolut kein Problem bei diesem Thema.
Wenn Sie den ersten Absatz nochmals aufmerksam durchlesen finden Sie drei Kategorien von Geldleistungen an die Kirche:
1. Staatsgelder die die Kirche (immer noch) als quasi Entschädigungsleistung für die damaligen Enteignungen der Kirchenbesitztümer durch den Staat erhält (zu Zeiten der Säkularisation).
2. Die (freiwillige) Kirchensteuer, die der Staat quasi als Erfüllungsgehilfe für die Kirchen eintreibt, damit diese hierfür keine eigene Bürokratie aufbauen müssen.
3. Kostenerstattungen für soziale Leistungen (z.B. in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern) für die sich sonst der Staat kümmern müsste.
Für alle drei Kategorien gibt es entsprechende gesetzliche Grundlagen/Rechtfertigungen. Ein Kirchen-Bashing ist daher völlig unangebracht.
Aber das heißt noch lange nicht, dass diese Gesetze durch den Souverän nicht geändert werden könnten.

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grotefend 05.06.2018, 12:51
187. Geschichte 7. Klasse

Zitat von misterknowitall2
die Geschichte. Aber wieso befand sich all das Land überhauptr in der Hand der katholischen Kirche? Hat natürlich nichts damit zu tun, das schon damals die Kirche die Leute geprellt und betrogen hat. Ablasshandel usw. Ich denke, kein Bischof hat wirklich Anspruch auf das Land, mal ganz abgesehen davon, was die Kirche lehrt und predigt und was auch der .......
Ihre Abneigung gegen die Kirche möchte ich Ihnen nicht nehmen, doch können Sie der doch am besten sachlich Ausdruck verleihen und nicht durch historische Unwahrheiten, das macht Sie unglaubwürdig. Vor allem auch Ihr Rundumschlag zeigt, dass Sie sich nicht zur Sache äußern wollen. Was hat beispielsweise der Ablasshandel mit geistlichen Territorien zu tun? Der wurde auch in weltlichen Territorien ausgeübt - und vor allem dort, weil er den Landesherren Geld in die Kassen gespült hat.
Nun aber zu Ihren Fragen, die ich Ihnen gerne beantworten möchte. Genau, die Kirche kam nicht an ihre Territorien, weil sie "die Leute geprellt und betrogen hat" - da haben Sie vollkommen recht. Im Zuge des Reichskirchensystems unter denn Ottonen und Saliern wurden Geistlichen (oftmals Verwandten) auf Basis des Lehnswesens Territorien vergeben, um sie politisch an den Kaiser zu binden. Das hat der Kaiser auch mit weltlichen Herrschern gemacht. Sohaben sich letztlich alle Territorien des Reichs herausgebildet. Das hat nichts mit Mafia oder ähnlichem zu tun, sondern war im mittelalter legitimes und geltendes Recht.

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Pickle_Rick 05.06.2018, 13:03
188.

Zitat von PSBBM
Nur weil Zeit vergangen ist werden Vereinbarungen nicht ungültig. Es wäre in einem Rechtsstaat schwer zu erklären, wenn man jetzt sagen würde, dass interessiert uns heute nicht mehr. Das Vertrauen in geschlossene Vereinbarungen ist elementar wichtig in einem Rechtsstaat. Die Kirchen bekommen im übrigen nichts geschenkt. Sie werden entschädigt für Enteignungen in der Vergangenheit.
Wie lange soll die Enteignung denn kompensiert werden? Irgendwann sind die Verluste auch beglichen. Wie lange man für den Wegfall äußerst fragwürdiger Geschäftspraktiken einen Ausgleich erhalten sollte, ist ebenfalls fraglich. Man hat auch irgendwann amerikanischen Sklavenhändlern das Geschäft kaputt gemacht aber würden Sie sagen, dass man deren Nachkommen dafür heute noch entschädigen sollte?

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wirklichkeitkorrekt 05.06.2018, 13:03
189. Die ablehnenden Foristen ...

betonen ihre Religionsferne und mixen Klischees mit Gefühlen und Befindlichkeiten. Leute, beschäftigt Euch mal mit dem Reichsdeputationshauptschluss und dem geltenden Recht. Wir sind nicht nur eine ‚ich finde‘, ‚ich meine‘ und ‚man sollte‘ Gesellschaft. Es geht hier auch um (historische) Fakten!

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