Forum: Wirtschaft
Steueraufkommen: Staat zahlt an Kirchen so viel Geld wie nie
DPA

Die Bundesländer überweisen den Kirchen immer mehr Geld, wie eine neue Erhebung zeigt. Das Geld fließt zusätzlich zur Kirchensteuer.

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womo88 05.06.2018, 09:44
60. Auch Nichtwissen hat was mit Wissen zu tun ...

Zitat von RedOrc
Die Kirchensteuer wird - und das ist eine der beliebten Irrtümer - mitnichten für "soziale Zwecke" verwendet, sondern schlicht und ergreifend für die Gemeinde/Mission, sprich: Administrative ....
1. Ist es kein "sozialer Zweck", wenn Kirchengemeinden z. B. einen Kirchenchor anbieten oder eine Kindergruppe oder anderes? Gesangvereine genießen in diesem Fall den Status der "Gemeinnützigkeit". Irgendwann muss dies natürlich organisiert werden und dann muss man Menschen bezahlen. Das ist wie beim DRK oder anderen.
2. An den Kosten für Kindergärten beteiligt sich die Kirche durchaus aus eigenen Mitteln. Früher gab es die sog. Drittelfinanzierung, also Kirchengemeinde, Kommune und Eltern je ein Drittel. Inzwischen hat sich die Kirche da zurückgezogen auf weniger, aber sie zahlt noch und die Kommune, die Kitaplätze anbieten muss, profitiert, weil es für sie billiger wird.
3. Zumindest in evangelischen Kindergärten werden keine Erzieherinnen nach Scheidung entlassen. Das ist auch so ein Märchen bzw. undifferenziert dargestellt.
Fazit: Sie bedienen uns auf Stammtischniveau.

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karlsiegfried 05.06.2018, 09:47
61. Nicht jammern, handeln!!!

Jammern nutzt nichts. Siehe Bayern, Söder und Kreuze. Das soll Trennung von Kirche und Staat sein? Das ist Staatsreligion wie im frühen Mittelalter. Der Klerus und die Obrigkeit haben sich schon immer gegenseitig gut ernährt. Und, solange Millionen Deutsche sich jeden Monat ihre Kirchensteuer, das muss man sich mal überlegen, Steuern dafür, dass man an den christlichen Gott darf, vom Lohn anziehen lassen, ändert sich nichts. Andere Länder sind da weiter. Zitat:
'Außerhalb des deutschsprachigen Raums existiert in nur wenigen Ländern eine Kirchensteuer. In Frankreich, England, den Niederlanden, selbst im katholischen Polen wird keine Kirchensteuer erhoben. Auch sehr katholisch geprägte Länder wie Italien und Spanien sind weiter als wir: Der Steuerpflichtige kann auf der Steuererklärung angeben, welcher Religionsgemeinschaft seine Steuer zugewiesen werden oder ob sie für soziale Zwecke verwendet werden soll.' Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/2015-03/kirchensteuer-trennung-staat-kirche.
Also was tun? Raus aus der Kirchensteuer. Das schadet dem Glauben nicht und der liebe Gott hat auch nichts dagegen. Nicht die Zahlung der Kirchensteuer begründet den Glauben, sondern wie der persönliche Glauben gelebt wird. Das ist entscheidend. Und so geht’s. Der Austritt aus der Kirche muss persönlich beim Amtsgericht des Wohnortes oder vor einem Notar erklärt werden. Mitzubringende Unterlagen:Personalausweis (oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung) Außerdem sollten Sie möglichst Ihren Taufort angeben können (Diesen finden Sie bspw. im Stammbuch Ihrer Eltern). Die Gebühr für den Kirchenaustritt beträgt 30 €. Aus sozialen Gründen kann die Gebühr ermäßigt oder erlassen werden. Quelle: https://www.kirchenaustritt.de/nrw. Übrigens:
Wer trotzdem weiter bezahlen will, kann das ohne Probleme machen. Direkt dem Pfarrer in die Hand drücken oder in den Klingelbeutel legen. Zweckgebunden mit Leistungsnachweis, wie für neue Glocke, Kindergarten, etc. und sich eine Spendenbescheinigung ausstellen lassen. Dann bleibt das Geld in der Gemeinde und landet nicht beim Bischof oder im fernen Rom und in einer klerikalen Zockerbude, auch Vatikanbank genannt.

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womo88 05.06.2018, 09:48
62. Pacta sunt servanda

Zitat von moev
Für die Enteignung von zusammengeraubten oder von den Räubern geschenkten Vermögen sollte gar nichts mehr gezahlt werden. Wir zahlen ja auch nicht mehr an den Adel dafür, dass deren Vermögen geschmälert ist weil wir keine Leibeigenen mehr sind.
Pacta sunt servanda - das gilt im öffentlichen und privaten Recht.
Das beste Beispiel eines Verstoßes gegen dieses Prinzip erleben wir derzeit bei Trump.

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hammadi 05.06.2018, 09:49
63. Steuergeld für christliche Kirchen

Ich, wie auch Millionen andere Deutsche und auch Muslime, finde es unerträglich, dass mit meinen Steuern christliche Kirchen finanziert werden! Wo bleibt die Trennung von Kirche und Staat? Ist es nicht genug, dass in Deutschland der Staat Steuern für die Kirchen eintreibt? Wieso werden soziale Einrichtungen durch den Staat unterstützt, wo man sich an die Regeln der Kirche (die tlw. entgegen dem Grundgesetz laufen) halten muss? Die BRD existiert seit 1949, was haben da Absprachen aus dem 18 jahrhundert zu suchen? Und wenn, sollte eine Religiongleichheit da sein, d.h. auch Geld vom Staat für andere Glaubensrichtungen.........

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holger2010 05.06.2018, 09:53
64. Zahlungen stoppen!

Es ist ein Hohn, dass die Deutschen seit über 200 Jahre Abbitte leisten für das, was die Kirche der unterdrückten Bevölkerung über Jahrhunderte und Jahrtausende unrechtmäßig entwendet hat. Zahlen wir denn auch Abbitte an die Erben der Monarchie? Schließlich gehörte diesen mal das ganze Land. Absurde Welt.

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Analog 05.06.2018, 09:55
65. Und wieviel Jahre soll das deiner Meinung nach,

Zitat von maphry
Die damaligen Enteignungen haben Stadtentwicklung in Deutschland überhaupt erst möglich gemacht. Mit diesen geringen Zahlungen sind wir noch gut bedient. Es ist gut das der Staat hier Vertragstreu bleibt, ansonsten verliert er jegliche Verlässlichkeit.
noch weiter gezahlt werden? Hundert, fünfhundert, tausend oder unendlich? Für eine Atheisten wie mich, nicht zu akzeptier. Jeder soll glauben was er will, aber die Finanzierung dieser Kirchen, sollte dann auch zu 100% von den entsprechenden Mitgliedern getragen werden.

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_unwissender 05.06.2018, 09:56
66. Hier finden Sie mehr:

Zitat von grotefend
Wären Sie so freundlich und würden uns diese Verträge inklusive Inhalt nennen. Im Reichsdeputationshauptschluss steht von Ihrer Behauptung nämlich nichts.
http://www.kirchenrecht-online.de/relrecht/srq.html

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Alexander Del Large 05.06.2018, 09:56
67. Papst?

Wenn man schon dabei ist: Bischof von Rom und nicht Papst, wie immer noch Gebetsmühlenartig auch von Protestanten schwadroniert wird. Wozu sonst haben wir so viele Glaubenskriege geführt um nich dies klarzustellen:-)

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peterpeterweise 05.06.2018, 09:57
68. Verträge von 1803 beinhalteten viel mehr, wollen wir alles umsetzen?

Im Reichsdeputationshauptausschuss, aus dessen Entscheidung die Kirche ihre Ansprüche begründet, wurde aber noch viel mehr beschlossen. Zum Beispiel die Übergabe von freien Reichsstädte an die Landesfürsten. Sollen wir jetzt die Nachkommen der Landesfürsten über Hunderte von Jahren dafür bezahlen, dass sie heute nicht mehr über die ehemaligen freien Reichsstädte herrschen dürfen? Oder werden Hildesheim und Paderborn wieder an die Nachkommen der Herrscher von Preußen übertragen? Wenn die Verträge von 1803 heute noch allgemeine Rechtskraft haben sollen, dann müsste man auch diese Fragen stellen. Nur einen einzelnen Punkt, der finanziell attraktiv für die Kirchen ist, als ewig zu betrachten, aber bei den anderen Beschlüssen festzustellen, dass wir im Jahr 2018 nicht an die Zusagen von, nicht mehr existierenden Fürstentümern, gebunden sind, ist historisch kaum haltbar.

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womo88 05.06.2018, 09:57
69. @ m-zmann

m-zmann heute, 09:44 Uhr
59. Ihre Liste ließe sich (leider!!!) noch beliebig erweitern.
[Zitat von Lexington67anzeigen...]
Auch ich bin für einer klare Trennung von Religion (und quasi-religiösen Glaubenssystemen) einerseits und dem Staat andererseits. Und ja, dazu gehört insbesondere auch die konsequente Abschaffung von Sonderrechten, die mit der Religion begründet werden und anderenfalls Straftaten sind. Angefangen bei der Ruhestörung am Sonntag morgen über das Recht, Nutztiere zu Tode zu quälen bis hin zu dem Privilleg, Kinder am Genital verstümmeln zu dürfen (sexistischerweise auf ein Geschlecht begrenzt).

Mir ist nicht bekannt, dass in deutschen katholischen oder evangelischen Kirchen Nutztiere zu Tode gequält werden, oder Kinder genital verstümmelt werden. Die verbinden ja die Ruhestörung am Sonntagmorgen mal ganz locker mit Tierquälerei und Genitalverstpümmelung. Da müssten Sie dann schon Belege bringen. Ich könnte auch noch den zentralafrikanischen Stammeshäuptling anführen, der einem religiösen Ritus folgte und unter dem Beifall seines Stammes seine Nichte in die Erde eingrub und ihren Kopf mit einem Elefantenstoßzahn spaltete. Das ist aber nicht Kirche, das war ein Stammeshäuptling in Zentralafrika.

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