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Steuerexperte warnt: Höhere Pendlerpauschale bevorzugt Gutverdiener
dapd

Rekordpreise für Sprit und wahlkämpfende Politiker: Bei dieser Mischung ist die Forderung nach einer höheren Pendlerpauschale fast zwangsläufig. Doch die Rechnung eines Steuerexperten zeigt: So populär ein solcher Schritt auch wäre, er würde vor allem die entlasten, die ohnehin schon gut verdienen.

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moev 10.04.2012, 09:33
10. _

Eine Entlastung trifft anteilsmäßig natürlich die mehr, die mehr bezahlen. Super Erkenntnis

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Stäffelesrutscher 10.04.2012, 09:36
11.

Für die Erkenntnis, dass mit höherer Steuerprogression auch die Steuerermäßigung höher ausfällt, muss man nicht unbedingt Professor sein. Wenn man allerdings einer ist, dann sollte man nicht so tun, als ob die Entfernungspauschale das einzige ist, was Arbeitnehmer absetzen können. Die Behauptung, unter 10 km gehe man leer aus, stimmt ja nur dann, wenn man keine anderen Werbungskosten geltend machen kann. Aber vielleicht musste ja der Geringverdiener so etwas wie Sicherheitsschuhe, Blaumann, Gewerkschaftsbeiträge, Fortbildungskurse etc. bezahlen?

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Tadaa79 10.04.2012, 09:39
12. Das ist ja eine vollkommen neue Erkenntnis!

*ironie aus* Sorry, liebe Leute. Wer nicht mal die grundlegenden Zusammenhänge im Steuersystem und der Mathematik kennt, sollte lieber auswandern.

Sehr verwunderlich, wie die Menschen darauf reagieren.

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juleswdd 10.04.2012, 09:40
13.

Zitat von sysop
Rekordpreise für Sprit und wahlkämpfende Politiker: Bei dieser Mischung ist die Forderung nach einer höheren Pendlerpauschale fast zwangsläufig. Doch die Rechnung eines Steuerexperten zeigt: So populär ein solcher Schritt auch wäre, er würde vor allem die entlasten, die ohnehin schon gut verdienen.
Wirklich sensationell, dass das bisher nocch niemandem aufgefallen ist ... :-) ... !!?? So ist das eben mit Steuersenkungen bzw Steuervorteilen: Wer keine oder nur wenig Steuern zahlt, profitiert nicht oder nur wenig davon!

Aber warum nicht mal denen ein bisschen was geben, die schon das meiste zur Finanzierung unseres Staatswesens beitragen?!

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limauniform 10.04.2012, 09:44
14. Toll!

Zitat von sysop
Rekordpreise für Sprit und wahlkämpfende Politiker: Bei dieser Mischung ist die Forderung nach einer höheren Pendlerpauschale fast zwangsläufig. Doch die Rechnung eines Steuerexperten zeigt: So populär ein solcher Schritt auch wäre, er würde vor allem die entlasten, die ohnehin schon gut verdienen.
Welch eine Entdeckung:bei einem progressiven Steuertarif entlasten höhere Freibeträge jene mehr, die auch mehr Steuern zahlen. Dazu bedurfte es der Expertise eines Professors; kaum zu glauben, aber nicht verwunderlich bei dem Niveau, mit dem sich so mancher Redakteur heutzutage outet.

Übrigens: bei einem Steuersystem nach der Methode Prof. Kirchhof hatten auch Geringverdiener mehr im Geldbeutel; auch ohne höhere Kilometerpauschale. Nur die liegt nicht im Mainstream, dem Freiheit weniger bedeutet als vermeintlich anstrengungfreier Kuschelsozialismus.

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www.yzx.de 10.04.2012, 09:45
15. Bahnbrechende Erkenntnisse

Zitat von sysop
Bei dieser Mischung ist die Forderung nach einer höheren Pendlerpauschale fast zwangsläufig. Doch die Rechnung eines Steuerexperten zeigt: So populär ein solcher Schritt auch wäre, er würde vor allem die entlasten, die ohnehin schon gut verdienen.
Wer viele Steuern zahlt, der bekommt viel zurück, wenn er für die Berufsausübung erforderlichen - und damit steuerfreien - Aufwand hat. Wer wenig Steuern zahlt, der bekommt wenig(er) zurück, weil man nur das zurück bekommen kann, was man bezahlt hat. Welch bahnbrechende Erkenntnis.

Übrigens: Liefe das anders, dann hätten wir wirklich eine Subvention.

Irgendwie geistert gerade auch die Idee durch meinen Kopf, die Pauschale auch für die Steuerbilanz von Unternehmen vorzuschreiben. Also statt der tatsächlichen Kosten dürften dann nur noch maximal 30 Cent pro nachgewiesenem Kilometer als Aufwand bilanziert werden.

Angesichts der erheblichen Differenzen dürfte da doch bestimmt das eine oder andere Einnahmepotential, das eine oder andere Milliärdchen, schlummern. :-)

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droliver 10.04.2012, 09:46
16. Pauschaler Unsinn

Zitat von sysop
Rekordpreise für Sprit und wahlkämpfende Politiker: Bei dieser Mischung ist die Forderung nach einer höheren Pendlerpauschale fast zwangsläufig. Doch die Rechnung eines Steuerexperten zeigt: So populär ein solcher Schritt auch wäre, er würde vor allem die entlasten, die ohnehin schon gut verdienen.
Man muss kein Experte sein, um zu wissen, dass sich einkommensteuerliche Entlastungen immer eher zu Gunsten der Besserverdienenden auswirken. Dies ist das Prinzip des progressiven Einommensteuertarifs. Deswegen ist die Erhöhung der Pauschale keineswegs "sozial ungerecht" oder ein "Skandal" sondern Ausfluss des Leistungsfähigkeitsprinzips. Bei einem Arbeitnehmer mit einem Jahreseinkommen von 30.000 € wirkt sich die Pendlerpauschale bislang auch höher aus als bei Arbeitnehmern mit einem Jahreseinkommen von 25.000 €.

Außerdem ist die Aussage, dass sich eine Erhöhung nur bei einer Wegstrecke ab 10 km auswirkt falsch. Dies würde NUR dann gelten, wenn sonst keine Werbungskosten anfallen. Hat der Arbeitnehmer noch andere Werbungskosten (z.B. Fachbücher, Beiträge zur Gewerkschaft, sonstige Arbeitsmittel), dann kann sich eine Erhöhung schon ab dem 1. km auswirken. Es kommt eben nur darauf an, dass seine berufsbezogenen Kosten mit seinen Werbungskosten INSGESAMT die Werbungskostenpauschale von 1.000 € überschreitet.

Ich bitte um eine Korrektur (in dem Artikel der Süddeutschen Zeitung ist dieser Fehler ebenso enthalten).

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adam68161 10.04.2012, 09:47
17. Na ja..

Das bedurfte nun wirklich keiner intellektuellen Glanzleistung eines "Steuerexperten", um zu verstehen, dass bei einem progressiven Einkommensteuersatz eine höhere Pauschale die Gutverdiener eher "begünstigt".

Ein langweiliger Beitrag zur allgemeinen Neiddebatte.

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brido 10.04.2012, 09:47
18. Erstens kommt sie nicht

zweitens , und die Negativsteuer auch nicht. Gutverdiener tragen die Hauptlast der Steuer.

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BuergerMichel 10.04.2012, 09:48
19.

Zitat von sysop
Rekordpreise für Sprit und wahlkämpfende Politiker: Bei dieser Mischung ist die Forderung nach einer höheren Pendlerpauschale fast zwangsläufig. Doch die Rechnung eines Steuerexperten zeigt: So populär ein solcher Schritt auch wäre, er würde vor allem die entlasten, die ohnehin schon gut verdienen.
Um herauszufinden, dass ein Abzug von Werbungskosten sich bei einem Gutverdiener steuerlich stärker auswirkt, als bei einem Geringverdiener, brauche ich keinen Steuerexpertern.
Der Gutverdiener hat einen hohen Steuersatz, der Geringverdiener hat einen niedrigen Steuersatz. So will man das doch. Logischerweise wirkt sich der Abzug von Werbungkosten bei einem hohen Steuersatz stärker aus, als bei einem niedrigen Steuersatz. Wen das überrascht, dem fehlt es nicht an steuerlichen Fachwissen, sondern an banaler Allgemeinbildung.

Genauso wirkt sich auf Grund des höheren Steuersatzes z.B. eine Fortbildung bei einem Gutverdiener stärker aus als bei einem Geringverdiener, weil der Geringverdiener aus sozialen Gerechtigkeitsgründen einen niedrigeren Steuersatz haben soll und weniger Steuern zahlen muss.

Und die pauschale Aussage, dass ein Autofahrer mit einem Arbeitsweg unter zehn Kilometern ganz leer ausgeht, weil seine Kosten unter dem Freibetrag von 1000 Euro liegen, ist so einfach falsch, ohne zu wissen welche weiteren Werbungskosten bei ihm vorliegen. Eine Erhöhung der Entfernungspauschale kann sich selbst bei einem Arbeitsweg von einem km Entfernung auswirken.

Im Gegenteil, wer weniger Werbungskosten als 1.000 Euro hat, erhält eine steuerliche Subvention, weil er trotzdem Werbungskosten in Höhe von 1.000 Euro absetzen darf, obwohl er die Kosten gar nicht hatte.

Hier werden Fakten genau falsch rum ausgelegt. Bitte nicht auf solche irreführenden Meldungen hereinfallen.

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