Forum: Wirtschaft
Steuerhinterziehung in Deutschland: Die Oase lebt
DPA

Im Kampf gegen Steueroasen inszeniert sich Deutschland gerne als Vorreiter. Ein neues Buch hält dagegen: Reiche Steuerhinterzieher haben auch hierzulande leichtes Spiel - sie müssen nur ins richtige Bundesland ziehen.

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data68 11.09.2015, 11:17
1. Data68HH@gmx.de

Betriebsprüfer kommen übrigens nicht unerwartet, sondern mit Anmeldung. Und bei Vermögensmillionären ist zu bedenken, dass diese meist keine eigenen Einzelunternehmen haben, die ein Betriebsprüfer prüfen kann, sondern "nur" an (ihren) Firmen beteiligt sind - diese Einkünfte werden erfasst. Wenn dort also etwas gefunden werden könnte, dann zumeist im Bereich der Kapitaleinkünfte - und das ist dann nicht Sache der Prüfer, sondern der Fahnder...

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klausbrause 11.09.2015, 11:18
2.

Es wird nicht lange dauern und die Schwarzen werden mit treuem Augenaufschlag behaupten, daß die Steuerprüfer in Bayern und BaWü eben soooooooooooooo viel leistungsfähiger seien als diejenigen aus den Sozen-Ländern. Und dann ist da ja auch noch der Länderfinanzausgleich, und überhaupt.

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belinda3333 11.09.2015, 11:25
3. Bremen ist also Spitze?

Und Bayern Schlusslicht? Irgendetwas muss hier doch wohl nicht stimmen....

Wenn es einen Zusammenhang gibt zw. Überwachungintensität und Steuereinnahmen, dann müsste man sagen: je weniger die Steuerbürger geschröpft und verfolgt werden, umso besser geht es den Bundesländern, umso höher die Einnahmen und umso besser die Versorgung mit öffentlichen Leistungen (Schule, polizei usw.). Oder?

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Rotter 11.09.2015, 11:27
4. Was für eine Täuschung!

Und ich habe immer gedacht, dass sich Betriebe dort ansiedeln, wo die Menschen angeblich so fleißig und flexibel sind. Und nun das! Hinterziehungsmöglichkeiten und mangelhafte Kontrollen entscheiden!

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ulli7 11.09.2015, 11:30
5. Steuerprüfer von Finanzämtern sind nicht selten antriebsarm

Die Steuerprüfer, die ich kenne, halten sich mit ihrem Arbeitseifer merklich zurück. Wie sie mir erklärten, würde ihnen allzu großer Eifer von ihren Vorgesetzten nicht gedankt. Die Vorgehensweise in Hessen dürfte allen noch aus den Medien bekannt sein : mehrere Steuerprüfer wurden wegen Übereifer von der Finanzverwaltung in den Ruhestand versetzt.

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M.P.F.C. 11.09.2015, 11:33
6. Wär hilfreich

mit derselben Akribie einmal die Steuerverschwendung im Bund wie den Ländern zu untersuchen. Vor allem könnte man dann klären, ob Hinterziehung oder Verschwendung von Steuern den größeren Betrag ergeben. Wenn dann noch die Verschwendung von Steuern ebenso kriminalisiert wird wie die Hinterziehung von zwangsweise abgepressten Gelder sprich Steuern, wären wir weiter in der Diskussion, wie sich ein Staat finanzieren kann. Es gibt ja neben den Steuern noch jede Menge Abgaben, Beiträge und Zwangsmitgliedschaften, die auf den Prüfstand gehören. Vom Steuerdschungel gar nicht zu reden. Drei Steuerarten von über 100 bringen über 90% des Steuerertrages - da gibts also reichlich Potential....

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Nebhrid 11.09.2015, 11:41
7. Wäre interessant

diese Thema mal in Bezug zur Einkommens- und Vermögensentwicklung i zu betrachten.
Steuerberater sind ebenso wie Anwälte die auf Arbeits- und Sozialrecht spezialisiert sind nicht verfügbar. Rechtsstaat ist eine Illusion.

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Ishibashi 11.09.2015, 11:47
8. ist doch nur konsequent

Warum soll ein Betriebsprüfer sich in Bayern denn groß rein hängen? Die eventuellen Mehreinnahmen gehen doch eh nur in den Finanzausgleich oder gleich nach Griechenland. Sozialismus funktioniert halt nicht mal im Finanzamt. Jeder braucht doch das Gefühl dass er etwas sinnvolles macht. Geld einsammeln das dann eh verschwendet wird ist bestimmt nicht sehr motivierend.

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schorri 11.09.2015, 11:54
9. Bayern, das Bananen-Bundesland

Nach und neben der Bananen-Republik gibt's - seit Jahren wenig beachtet aber immer wieder bloßgestellt - auch ein Bananen-Bundesland.
Das ist seit Jahrzehnten Bayern.
Spätestens seit der Übervater der CSU geäußert hat, Steuerprüfer seien ein Standortnachteil.

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