Forum: Wirtschaft
Steuerhinterziehung: Razzia bei elf deutschen Banken
Frank Rumpenhorst / DPA

Ermittler durchsuchen die Büros von elf deutschen Banken. Hintergrund ist der Verdacht auf Steuerhinterziehung gegen mehrere vermögende Privatleute. Auslöser sollen Enthüllungen über Steuerparadiese gewesen sein.

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thoscha 15.05.2019, 13:10
10. Recht & Gerechtigkeit

Die DeuBa wird also namentlich genannt, ok - aber was ist mit den anderen Banken bzw. Instituten die involviert sind in dieses Steuersparkonstrukt? Wenn das reiche Kunden - Klientel der anderen Banken seine Steuern nicht unbedingt an den Fiskus abführen möchte, wurden doch bestimmte Steuerspar-Modelle aufgelegt, oder? Da ich davon ausgehe das nicht alle Banken / Sparkassen soviel Auslandserfahrung haben wie die DeuBa, werden sich diese kleineren Banken an sie mit einer konkreten Anfrage/Vorstellung gewandt haben. Da ist es nur fair die Namen der anderen Beteiligten auch zu veröffentlichen. Oder soll hier zum wiederholten Male auf der DeuBa herumgehackt werden, wie auf divers. anderen deutschen Firmen?! Eine Strategie des langsamen Mürbemachens & Zerstörens? Komisch immer wieder voll drauf auf die Deutschen. Wenn die stärkste Volkswirtschaft der EU einen Schlag abbekommt - kann man dann den Rest leichter
auf eine Linie bringen bzw. manipulativ auf sie einwirken? Irgendwie bekomme ich das Gefühl, das aus dem Osten im weitestens Sinne, eine Gefahr auf uns zukommt die wir nicht wirklich kontrolliert abwehren können. Und die Erfinder der Demokratie oder war es die Kleptomanie - beteiligen sich hier auch mit einer beachtlich, fiktiven Summe daran!!
Die Steuerhinterziehung betrifft uns alle, denn wir sind die breite Masse die brav dafür aufkommen muss ob sie will oder nicht! Leider. Deshalb muss sowas -nicht übertrieben - aber doch so bestraft werden, das es denen wehtut,ok?!

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SchönsteNebensachederWelt 15.05.2019, 13:22
11. Eine Schlagzeile auf BILD-Niveau

So trägt man zur Diskreditierung der Bankenbranche bei. Dass Aktienkurse deutscher Banken underperformen, liegt u.a. auch an der Berichterstattung der Medien.
Hier wird offensichtlich nicht gegen Banken, sondern gegen Privatpersonen ermittelt. Die Überraschung suggeriert einmal mehr, dass es ein Fehlverhalten von Banken geht.

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e.schuermann 15.05.2019, 13:25
12. Es lebe der Niedrigzins

Ich mache mir jetzt Sorgen, weil auch Sparkassen ins Visier geraten sind. Könnte es sein, dass auch meine Sparkasse betroffen ist? Sie ist doch gemeinnützig und hat mir gerade 6,95 € an Zinsen für‘s vergangene Jahr ausgezahlt. Zinssatz 0, 005%. An Negativzinsen werde aber nicht gedacht, versicherte man mir.
Ich ging deshalb beruhigt nach Hause und dachte, EZB ist doch was Gutes. Da kannst Du dich auf einen niedrigen Zinssatz verlassen.
Schön ist auch, dass unser Sparkassenvorstand gut abgesichert ist mit etwa 600000 € pro Jahr plus Gewinnbeteiligung.

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at.engel 15.05.2019, 13:35
13.

Also wenn in Europa irgendwer etwas ernsthaft gegen Steuerparadiese unternommen hätte, hätte sich das eigentlich schon herumsprechen müssen. Da der ehemalige Premierminister eines Steuerparadieses EU-Kommissionpräsident ist, ist das ja auch nicht wirklich zu erwarten!
In der EU kann man ja auch problemlos etwas zu neugierige Journalisten beseitigen lassen, ohne dass das jemanden stört. Und dass dann eine Bank mit dem, was auf ihren Konten passiert, nichts zu tun haben will - und damit wahrscheinlich sogar durchkommt - ist sowieso ein Witz für sich.

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rilepho 15.05.2019, 13:39
14. Liegt das am neuen Finanzminister?

Unter Wolfgang Schäuble wurde über dieses Thema immer der Mantel des Schweigens gelegt!
Endlich regt sich das etwas!

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latrodectus67 15.05.2019, 13:40
15. Der Fisch stinkt vom Kopf

Steuerhinterziehung ist eine Straftat. Als solche wird sie von der Staatsanwaltschaft verfolgt. Und die untersteht nach dem Beamtenrecht weisungsmäßig den Justizministerien. Sollte es also Reiche betreffen, dann wahrscheinlich nur diejenigen die nicht ihren Freunden in der Politik ausreichend gespendet haben. Und ja, diese System ist "natürlich und alternativlos". Und sollte es mal Knirschen, kriegen unbotmäßige Staatsanwälte einen Reset, wir erinnern uns an die "Steuerfahnder-Affäre" in Hessen.
Das ist imho nur ein Zirkus, um den ehrlichen Bürgern "wir schaffen das" vorzugaukeln.

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AttaTroll 15.05.2019, 13:46
16.

Schön! Da rödeln jetzt sicher einige Anwaltskanzleien, um die Hinterzieher weißzuwaschen. Aber eine Frage hätte ich: WER bei der deutschen Skandalbank ist eigentlich verantwortlich zu machen bzw. kann/ wird zur Verantwortung für die kriminellen Machenschaften gezogen?

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schnuddeler 15.05.2019, 13:53
17. Demnächst werden es die Sozialabgaben sein,

die verlagert werden ins Ausland. Aus meinem Bekanntenkreis arbeiten mittlerweile 5 im EU-Ausland sozialversicherungspflichtig angestellt und wohnen 800km von ihrem Arbeitsort entfernt und pendeln nicht direkt sondern arbeiten von zuhause aus. Die Beweggründe sind absolut nachvollziehbar. Auch ich überlege dieses Modell anzuwenden bevor ich einen Rentenanspruch kriege. Diese Leute sind auch die, die händeringend gesucht werden, darunter Programmierer, Datascientists und -architects.

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kerrinnes.gm 15.05.2019, 14:16
18. Steuerbetrug

gibt es in der BRD nicht, wohl aber in der Schweiz.
Mit unseren Politiker wurde das immer verhindert.
Steuerhinterziehung hört sich doch viel netter an
wir haben eben das was wir wählen.

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Frank Zappa 15.05.2019, 14:22
19.

Zitat von pr8kerl
Und was ist mit Facebook, Google und Starbucks? Was ist mir all den US-Konzernen, die mit Steuertricks Milliarden sparen, während Schreinermeister Müller und der Mittelstand immer mehr geschröpft werden? Es wird Zeit für einen grünen Bundeskanzler, der diese schreiende Ungerechtigkeit beendet. Wir brauchen die Facebook-Milliarden für den Klimaschutz.
Hört ist gut an, was Sie hier sagen, und wäre wohl auch so gerecht, ist aber leider nur "heiße, populistische Luft".
Deutschland ist mehr oder weniger die größte Exportnation. Jetzt stellen Sie sich mal vor, wenn die ganzen deutschen Exportunternehmen nicht mehr ihre Steuern in Deutschland zahlen würden, sondern in denen Ländern, in denen sie ihre Gewinne machen. Wäre nicht gut für dieses Land.
Würde wohl nur dann funktionieren, wenn wir irgendwie eine weltweite Steuer auf Unternehmensgewinne hätten. Wie das genau funktionieren sollte und würde, weiß ich leider auch nicht.

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