Forum: Wirtschaft
Steuern, Rente, Zinsen: Politik gegen die jüngere Generation
AFP

Der derzeitige wirtschaftspolitische Kurs nützt vor allem den Älteren. Dennoch ist von einem Aufstand der Jungen bislang nichts zu sehen. Seltsam.

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si-ar 28.08.2016, 12:23
1.

Vielleicht ist den Jungen auch klar, dass sie selbst mal alt werden und dank Niedriglöhnen und Zeitverträgen auch davon profitieren.
Warum soll hier ein Generationenkonflikt beschworen werden?
Wünscht man sich einen Aufstand gegen die Alten, die Unnützen?

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Wirbelwind 28.08.2016, 12:23
2. Die Älteren sind halt in der Überzahl

Die Älteren sind halt in der Überzahl, und noch dazu sind die Älteren in den Parteien und im Politikbetrieb auch noch stark überrepräsentiert. Was soll man da schon erwarten?

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zynik 28.08.2016, 12:24
3. keep them busy

...die sind damit beschäftigt mit ihren Niedrigstlohnjobs über die Runden zu kommen oder sich für den heiligen Markt zu qualifizieren. Den Rest erledigt Apple und Pokemon go.

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blitzunddonner 28.08.2016, 12:24
4. GEGEN die jüngere generation ist vorallem das stupide schulsystem, das den anforderungen des heute nicht mehr gerecht wird, ...

GEGEN die jüngere generation ist vorallem das stupide schulsystem, das den anforderungen des heute nicht mehr gerecht wird, und zuviele anforderungen an der falschen stelle stellt. das führt zur leistungsverweigerung und damit zur niveaulosigkeit.

aber ja, wir können ja noch leistungsträger anderer länder abwerben. damit es denen dort schlechter und uns besser geht.

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gumbofroehn 28.08.2016, 12:25
5. Ja, warum eigentlich?

Die Jüngeren verstehen zu weiten Teilen schlicht und ergreifend nicht die Konsequenzen dieser Politik. Die Älteren zum Teil übrigens auch nicht - und denen, die sie verstehen, sind sie sehr oft egal (nach uns die Sintflut). Wenn sich dann jemand erdreistet, auf die hohen konsumtiven Ausgaben des Staates (bspw. auf den Steuerzuschuss zur Rentenversicherung) hinzuweisen, wird mit Scheinargumenten wie "Geld für die Bankenrettung war ja auch da" und "Nehmt's den Reichen und gebt's den Armen" gekontert. Puh!

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m.sielmann 28.08.2016, 12:26
6. FDP-Neiddebatte vom Übelsten

Wenn man politische Vorstellungen hat, sollte man sie formulieren und vertreten. Aber die Reduzierung auf eine Neiddebatte im alten FDP-Stil ist nicht hilfreich. Die Neiddiskussion bezogen auf Menschen die Unterstützung brauchen verlagert sich von dem vormaligen Neid auf die Sozialhilfeempfänger und die Verachtung von Nicht-Erben auf dieVerlagerung der Neiddebatte gegen Jung und Alt. Die eigentlichen politischen Konfliktlinien zwischen "Oben" und "Unten" werden so tunlichst vermieden. Aber einAuseinanderspielen von Jung und Alt ist der Politik doch schon wegen des Erbrechts unmöglich. Dann müssten sie genauer sein, z.B. eine Politik gegen nichterbende Junge oder nicht vermögende Ältere oder Beschäftigungslose rügen. Aber das wäre dann halt keine Neiddebatte.

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andneu 28.08.2016, 12:27
7. Seltsam?

"Dennoch ist von einem Aufstand der Jungen bislang nichts zu sehen. Seltsam."

Einen Aufstand der Jungen vermisse ich auch. Allerdings eher gegen die ewig gleichen neoliberalen Konzepte, die der Autor hier regelmäßig predigt.

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paulpuma 28.08.2016, 12:28
8.

Unsere Politiker machen Politik für unsere Wirtschaft. Wir sollten Politik für unsere Kinder machen.

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Jörg Stefan Armbruster 28.08.2016, 12:29
9. Umverteilung

Einer der Hauptgründe, warum die Jungen nicht aufbegehren: vielen jungen Mitelschichtskindern wird der wachsende Wohlstand der Alten entweder bereits jetzt von den Eltern/Großeltern durchgeschoben oder sie kalkulieren mit einem ordentlichen Erbe, das ihnen später das Rentenproblem vom Hals hält. Die Armen und die Neubürger sind es, die - wie immer - die Hauptlast zu tragen haben.

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