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Steuerparadiese: Steinbrück will Briefkastenfirmen verbieten
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Peer Steinbrück fordert mehr internationalen Druck im Kampf gegen Steuerflüchtlinge. Der SPD-Kanzlerkandidat will anonyme Briefkastenfirmen ganz verbieten, um wirksamer gegen Steuerparadiese vorgehen zu können.

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santaponsa 12.04.2013, 09:18
60. Mensch Steinbrück, ...

... Sie kämpfen, wie der span. Ritter mit der traurigen Gestalt gegen Windmühlenflügel. Fassen Sie sich und ihre SPD erst einmal an die eigene Inlands-Nase:
Während der Regierungszeit von Rot-Grün 1998-2005 wurde KEIN Mindestlohn eingeführt, der Spitzensteuersatz für Hochverdiener um über 10 % gesenkt, die Besteuerung beim Verkauf von Konzernbeteiligungen abgeschafft und grosse Teile des Finanzmarkts (u.a. Zulassung von Hedge-Fonds) liberalisiert. Der gewünschte Erfolg war aber nix! Am Ende von Rot-Grün gab es 5 Mio. Arbeitslose!
Das einzig Zukunftsweisende war die Agenda 2010, die allerdings die Wählerklientel der SPD geplant ärmer machte. Der "Genosse der Bosse Schröder" als BK hatte aber erst einmal die Oberen 10 Tausend bestens bedient. Bingo!
Und jetzt will der Maulheld Peer St. die Steuersparer WELTWEIT "fertigmachen"?
Viel Spass UND Frust dabei!

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happy2010 12.04.2013, 09:18
61.

Zitat von thanks-top-info
ich bin dahmals jeden Morgen vom Kanton Zug nach Zürich gefahren, weil im steuergünstigen Zug der Briefkasten war.
Was glauben sie, wieso in ZUG auf jeden arbeitsfähigen Einwohner fast eine gemeldete Firma kommt?
Ziehen Sie die 5 größten regionalen Arbeitgeber ab, reichts nicht einmal mehr für einen Hausmeister pro Firma
Und das bei 50 MRD Konzernen vor Ort

Aber dafür pendeln ja einige (zum Briefkasten)

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Gruuber 12.04.2013, 09:22
62. Wieso Finanzjongleure und Absahner (rund um die Welt)

so unglaublich hohe Einkünfte aus Geld- und Anlagevermögen bekommen, wenn sie in der Regel nur Kapital auf den Finanzmärkten hin und her schieben (manchmal sogar im Stundentakt), ist schon ein Rätsel.

Aber da die Verteidiger dieser Absahner und Macher immer davon sprechen, dass diese Leute die unsittlichen hohen Einkommen auch redlich verdienen würden, könnte man doch einmal einen rechnerischen Vergleich mit den Einkommen jener Menschen durchführen, die das an Waren produzieren und das an Dienstleistungen erbringen, was die Menschen bzw. die Bevölkerungen der Welt Tag für Tag WIRKLICH brauchen! Im Gegensatz zum völlig unproduktiven und unnützen Geld-hin-und-her-Geschiebe!

Sehr wichtig wäre daher auch, dass öffentlich bekannt gegeben würde, ob das Geld-hin-und-her-Geschiebe der REALWIRTSCHAFT (Produktions- und Dienstleistungswirtschaft) etwas bringt oder ob sie diese im Gegenteil sogar unter Druck setzt! Damit die Profite stimmen.

Und wieso den Banken für deren Finanzspielchen von den Zentralbanken Geld förmlich geschenkt nachgeschmissen wird, statt dafür zu sorgen, dass es genauso "geschenkt" bei der unverzichtbaren und äußerst wichtigen Realwirtschaft und den Konsumenten ankommt, ist auch ein Rätsel.

Ebenso ist ein großes Rätsel, wieso der Staat bzw. die Steuerzahler dauernd für die Geschäfte der Macher und Absahner haften müssen. Und in immer kürzeren Abständen immer größere Rettungspakete für Großpleitiers und Großversager schnüren müssen.

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thunderstorm305 12.04.2013, 09:22
63. Eine populistische Forderung.

Er möchte also alle Länder dazu verpflichten ihr Bankgeheimnis aufzugeben? Na dann soll er mal mit Großbritannien anfangen. Aber selbst in Europa ist es nicht möglich die Steueroasen trocken zu legen. Wie der Fall Zypern zeigt, geht das nur, wenn man genügend Drohpotential hat. Wie möchte man das international durchsetzen? Das ist zwar alles schön gesagt, geht an der Realität aber vorbei. Nach der Wahl wird das alles vergessen sein, weil es gar nicht möglich ist Ländern wie Singapur eine Änderung ihres Finanzwesens aufzuzwingen.

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PK2011 12.04.2013, 09:22
64.

Zitat von Architectus
...das ständige "Steinbrückbashen"? Naja, die Deutschen wollen wohl mehrheitlich eine nichtssagende, meinungslose, opportunistisch handelnde Kanzlerin, die die "Altrnativlosigkeit" (übersetzt: Geld regiert und daran möchte ich nichts ändern) ganz sanft einführt und so dem Neoliberalismus doch noch die Macht übergeben wird.
Herr Steinbrück basht sich nur selbst mit seinen äusserst intelligenten Statements. Das wirft kein gutes Bild auf Deutschland, da lacht die ganze Welt.

frau Merkel ist nun nicht unbedingt meine Kanzlerfavoritin, sie ist aber wenigstens nicht so peinlich.

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Architectus 12.04.2013, 09:23
65. ...richtig

Zitat von janne2109
fein, nun hat er endlich ein Thema gefunden. Wenn er das richtig laut und oft sagt bekommt er bestimmt ein paar Neidstimmen. Aber es gibt wichtigeres.
Wichtigeres:
....z.B. Hartz IV Empfänger jagen, die krank machen
Soviel zur Neiddebatte
Bei den Hartz IV Empfängern wird die angeordnete Überprüfung deutlich mehr kosten, als dann an Strafen wieder eingespart wird.
Bei den Steuerhinterziehern schätzt man so rund 30 Mrd. aufwärts.....

Wer ist hier eigentlich der Asoziale?

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Lonsinger 12.04.2013, 09:24
66. Oh mein Gott,

bei den hohen Einnahmen für sein außerparlamentarisches Gesapper könnte ihm für seinen Sozialverein doch Besseres einfallen. Frägt man sich, kommt dieser Erguss aus seinem Hirn, oder hat er schon so schlecht bezahlte Berater. Auf die Analyse der sog. Briefkastenfirmen einzugehen ist bei der Betrachtung dieses Themas nicht erforderlich. Fettnapf reiht sich an Fettnapf.
Seine Sorgen über Muttis Gehalt sollen ihn weiterbeschäftigen, sie wird es auch für diesen Hungerlohn weiter machen, hoffe ich.

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Neinsowas 12.04.2013, 09:24
67. mal eine Frage:

Sollten Themen, wie offshore/ Steuerhinterziehung nicht innerhalb einer Partei, je nach Standpunkt, ausdiskutiert werden, danach Vorschläge zu Veränderungen gebracht werden, Wege aufgezeigt, wie das Ziel zu erreichen wäre und ggf. Konsequenzen angedacht (Gesetzesänderungen/ Verhandlungen/ Regelungen/...)? Dann sollte die Partei ihr Programm offen legen und der Bevölkerung zur Diskussion übergeben, worauf man dieses oder jenes noch verändern könnte, bevor man die Pläne zur nächsten Wahl freigibt: Der KKandidat würde dann die Partei vertreten. Je nach Charisma stünde er dabei zur Wahl.
Wie kann es sein, dass ein Herr Steinbrück dauernd auf irgendeine Neuigkeit reagiert und so tut, als stünde er einsam und alleine für eine Partei und habe schon jetzt alles zu sagen?

Man will doch gar nichts von i h m hören, sondern davon, welchen Weg unsere Regierung zukünftig, bei all den existenziellen Fragen, einschlagen will? Diese bruchstückhafte Dieses-verändern und Jenes-verändern ergibt keine Vision!
Die Person Steinbrück lässt da kein Vertrauen aufkommen.

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wally1 12.04.2013, 09:24
68. Dieser Kanzlerkandidat

wäre gut beraten warum soviele Bürger mit ihrem Geld ins Ausland gehen.
Könnte es daran liegen das die deutschen Beamte das Geld mit beiden Händen zum Fenster hinaus werfen?
Wenn er mit seinen dummen Sprüchen Erfolg haben möchte sollte er auch endlich die Haftung für unsere Beamte thematisieren

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zoon.politicon 12.04.2013, 09:25
69. Steinbrück setzt sich Angriffen der wirklich Mächtigen und ihrer Lobbyisten aus

Zitat von sysop
Peer Steinbrück fordert mehr internationalen Druck im Kampf gegen Steuerflüchtlinge. Der SPD-Kanzlerkandidat will anonyme Briefkastenfirmen ganz verbieten, um wirksamer gegen Steuerparadiese vorgehen zu können.
Nach Aussage eines bekannten Abgeordneten sollen in Berlin "50 Lobbyisten auf einen Bundestagsabgeordneten kommen, die alle mehr verdienen als er".

Bin vor kurzem mal durch Berlin gegangen: Direkt neben Reichstag und Abgeordneten-Bau findet man im nächst gelegenen Stadtteil an jeder Haustür massenhaft Schilder der verschiedensten Lobbyistenverbände. Wie stark jeder Abgeordnete von diesen täglich "angegangen" wird, wurde ja kürzlich berichtet. Und einige sitzen ja in Ministerien und im Kanzleramt.

Entsprechend setzt sich Herr Steinbrück - mag man denken über ihn, was man will - massiven Angriffen derjenigen aus, die in unserem Lande wirklich die Macht haben und die ein sehr großes "Interesse" daran haben, keine Steuern zu zahlen, auch, wenn unsere Gesellschaft dadurch einmal auseinanderfliegen könnte.

So ordne ich auch eine Menge der letzten Blogs ein, die reflexartig zum "Steinbrück-Bashing" übergegangen sind.

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