Forum: Wirtschaft
Steuerpläne der Grünen: Zulauf für die Wutbürger-Fraktion
DPA

An diesem Wochenende werden die Grünen auf ihrem Parteitag ein beispielloses Steuererhöhungsprogramm beschließen. Gemeinsam mit der SPD will die Partei die vermeintlich Reichen zur Kasse bitten. Das funktioniert nicht, sondern wird vor allem Bürger in der Mittelschicht frustrieren.

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böseronkel 27.04.2013, 12:27
590.

Zitat von kneumi
Es ist für Politiker immer einfacher die arbeitende Bevölkerung zu schröpfen als das flüchtige Vermögen.
Es ist für Politiker keineswegs einfacher die arbeitende Bevölkerung zu schröpfen als das scheue Großvermögen. Die arbeitende Bevölkerung wird nur so arm gehalten, dass der Teil da unten des Volkes keine Honorare für Vorträge oder gestückelte Großspenden an Parteien aufbringen kann.

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Spiegelkritikus 27.04.2013, 12:27
591. Generell sollte progressiv besteuert werden

Zitat von sysop
An diesem Wochenende werden die Grünen auf ihrem Parteitag ein beispielloses Steuererhöhungsprogramm beschließen. Gemeinsam mit der SPD will die Partei die vermeintlich Reichen zur Kasse bitten. Das funktioniert nicht, sondern wird vor allem Bürger in der Mittelschicht frustrieren.
Herr Kladen hätte beim Manager Magazin bleiben sollen, da passt er hin.
Was er hier von sich gibt, ist teilweise hanebüchen. Eine Erhöhung der Kapitalertragssteuer ist dringend notwendig, andernfalls vertieft sich die gesellschaftliche Spaltung in arm und reich immer mehr. Die von ihm aufgestellte Rechnung, die von 1,3% Zinsertrag ausgeht, mag für Bundesschatzbriefe und Spatbücher gelten, nicht jedoch für Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung sowie für Aktien und anderen etwas riskanteren Anlageformen.

Durch die hohe Liquidität der Reichen aus dem In- und Ausland werden die Aktienkurse ebenso wie die Immobilienpreise und damit die Mieten in die Höhe getrieben und entsprechende Gewinne realisiert.
Das verschweigt der Autor geflissentlich, obwohl es von zentraler Bedeutung für die soziale Schieflage in diesem Land ist. Sinnvoll und gerecht wäre daher, diese Gewinne bzw. Einnahmen mit dem Einkommenssteuersatz zu versteuern, keinesfalls jedoch unter 35%.

Die Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 49% ist ebenfalls notwendig, allerdings sollte die Progression erst bei etwa 120.000 Euro diesen Wert erreichen. Die zusätzliche Reichensteuer hingegen sollte ab etwa 600.000 Euro Jahreseinkommen erhoben werden, bei 6% beginnen und sich progressiv auf mindestens 20% bei Einkommen von über 2 Millionen Euro steigern.

Wichtig ist, dass generell progressiv besteuert wird, feste Grenzen widersprechen dem Gerechtigkeitspostulat.

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lanre 27.04.2013, 12:28
592.

Zitat von knoeterfrosch
..bei der Fraktion der Umverteiler (von Unten nach Oben), keine Konkretbeispiele - nur Polemik. Wer ist denn die 'Mittelschicht'? Also ich definiere die mit einem Jahreseinkommen von 30k-80k Euro. Es werden AB 60/80K Euro Jahreseinkommen pro Euro ein paar Prozent mehr verlangt. Das spuert ein Mittelschichtler doch gar nicht!!! (...) Ausserdem laesst der autor total ausser acht, dass in den letzten 20 Jahren die Schere zw. arm und reich sich sehr stark geoeffnet hat.
Wenn man jemandem von jedem Euro den man mehr verdient die hälfte weg nimmt merk man das nicht? Mein Gott, was für ein Mensch muss man sein das man anderen Leuten alles missgönnt...

Deutschland gehört zu den gerechtesten Länder was die Einkommensverteilung angeht. Auch ist der Gini Koeffizient in den letzten 20 Jahren nicht so extrem gestiegen. Die Schere von Arm und Reich ist ein Konstrukt der Linken, die als Entschuldigung genutzt wird. Hier geht es mehr um ein Gefühl als um Tatsachen... Mal wieder...

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Miguel 27.04.2013, 12:28
593. wer sich bei

einem (!) einkommen von monatlich 5000 € als finanziell nicht reich begreift, dem ist ein wenig die relation zum rest der gesellschaft weggerutscht.

fast schon komisch, das es ausgerechnet diese einäugigen sind, die aber "garkein problem" damit haben den teilen der gesellschaft die man für "wirklich reich" hält, etwas mehr zuzumuten.

zum artikel:

wenn ein neoliberaler (total)kapitalist etwas über die "andere" suspekte seite der solidargemeinschaft schreibt - also dem genauen gegenteil dessen was er meint begriffen zu haben, kommt eben sinnloses anklagen heraus.


meine meinung:

endlich wird grüne realpolitik auch wieder etwas enttabuisiert geführt.

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Askan 27.04.2013, 12:28
594.

Zitat von vincent72
Ab 60.000 bzw. 80.000 Euro gilt man als reich???? Wow, ich wusste gar nicht, dass ich reich bin. Ich hätte kein Problem damit, dass Menschen, die wirklich viel Geld verdienen, stärker zur Kasse gebeten werden, aber diese Einkommensgrenzen zählen zur Mittelschicht, wenn überhaupt zur "gehobenen" Mittelschicht. Die Mittelschicht hat sich nicht die Taschen voll gemacht in der Finanzkrise, wir sind auch keine raffgierigen Spekulanten. Wir sind die Leute, die dieses Land finanzieren. Auch den gesamten Hartz 4 Apparat ( ganze Viertel in Berlin beispielsweise) werden von unseren Einkommen, für die wir hart arbeiten, finanziert. Und jetzt heisst es, wir, die " Reichen", müssen mehr geschröpft werden? Wieso geht man nicht an die wirklich wohlhabenden Leute ran und lässt den Mittelstand in Ruhe?! Ich habe oft grün gewählt, das ist jetzt vorbei.
100 Prozent Zustimmung

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grafikgreif 27.04.2013, 12:29
595. Massenmedien

Wer hier die Ideologen sind, ist eine interessante Frage, gehören doch die Massenmedien fast ausschließlich denen, die Angst um ihrem Reichtum haben. Die armen Reichen, die sollen etwas abgeben, damit die Gesellschaft besser funktioniert. Das ist natürlich ein böses Ansinnen.
Wenn diese unendliche Gier der Reichen nicht wäre, würden wir in einer besseren Welt leben.
Nun wird versucht SPD und Grüne zu verunglimpfen, in dem man der sogenannten "Mittelschicht" Angst macht, und da die Massenmedien den "armen Reichen" gehören, funktioniert das auch wunderbar. Demagogie, wie "Gerechtigkeit, statt Umverteilung" kommt wunderbar in den Köpfen derer an, die sich bereitwillig von den Verdummungsangeboten der "Glotze" in den Bann ziehen lassen.

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SirZaharoff 27.04.2013, 12:29
596. Doppelmoral

Wer sind das eigentlich für Leute, die da fordern?

Sind das etwa diejenigen, die neben ihrer schmalen Abgeordneten"entschädigung" von EUR 92.016,- noch eine STEUERFREIE Pauschale von EUR 47.808,- im Jahr erhalten.
Diese Gruppe ist übrigens deckungsgleich mit denen, die von dem Geld eines solchen Halbtagsjobs (wie sonst hätten sioe noch die Zeit für die Nebenjobes) nicht leben können, und sich ihren schmalen ein Euro Job durch nette, gehaltvolle, unheimlich wichtige Reden um ein paar EUR 100.000,- aufbessern.

Diese Leute haben völlig recht, dass wir faulen Schweine, wir Schmarotzer und Gierhälse von Reichverdienern, doch mehr Steuern zahlen sollen. Schließlich muss das Geld für unsere lieben Führer doch herkommen, die dafür emsig mit BER, Elbphilharmonie und S21 beschäftigt sind.

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Joern-Michael 27.04.2013, 12:29
597.

Zitat von Luscinia007
Mit 60.000 Brutto gehören Sie zu den 15 Prozent der am besten Verdienenden, mit 80.000 zu den obersten 10 Prozent. Das mittlere Einkommen lag in Deutschland bei im Jahr 2010 (35,3 Millionen abhängig Beschäftigte) bei 1294 Euro/Monat netto, also keine 15.000 netto pro Jahr. Also: 50 Prozent der Bevölkerung verdienen weniger als 15.000 netto im Jahr.
Ihrer Logik folgend bedeutet das, dass Sie ein durchschnittliches Monats-Netto von 1300,00€ als durchaus ausreichend erachten und gefälligst die sog. "Mittelschicht" von ihrem "hohen Niveau" auf das aus Ihrer Sicht ausreichende Niveau von 1300,00€ herunterbesteuert werden muss.

Wie wäre es denn denn mit der Idee, politische Maßnahmen zu ergreifen, die dazu führen, die unteren Einkommen zu erhöhen?
Das würde, ganz nebenbei, auch noch zu höherem Steuereinkommen führen.

Aber gut, wählen Sie weiterhin Grün... ;-)

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Luscinia007 27.04.2013, 12:29
598.

Zitat von tpro
Sagt wer? Bestimmt niemand, der sich den Allerwertesten durch Weiterbildung aufgerissen hat, um später eine Familie durchzubringen und sich ein Häuschen auf dem Land leisten zu können. Ich schäzte, das alles, was einen Euro über Ihrem Einkommen liegt, für Sie schon ein Vermögen ist. Und damit schon mehr als Mittelschicht.

Sagt die Bundeszentrale für politische Bildung auf der Basis des Sozialoekonomischen Panels.
www.bpb.de/system/files/pdf/NYGWIP.pdf


Einkommensteueranzeile 2007
20 Prozent der Steuerpflichtigen haben ein Bruttojahreseinkommen von über 42.982 Euro
Und 10 Prozent der Steuerpflichtigen haben ein Bruttojahreseinkommen von über 88.948 Euro.

Im Gegensatz kommen die unteren 50 Prozent auf ein Bruttojahreseinkommen von unter 25.000.

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LorenzSTR 27.04.2013, 12:29
599.

Zitat von qvoice
Sie haben keine Ahnung, was Wirtschaftsberater oder Ingenieure tun. Mehr Bildung braucht das Land.
Doch, darum ist es ja oft so erschreckend. In der Selbstdarstellung sind die Damen / Herren aber stets TOP bzw. richtige High Performer.

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