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Steuerschätzung: Experten erwarten Ende des Steuerbooms
DPA

Der deutsche Staat konnte sich seit Jahren über wachsende Steuereinnahmen freuen. Laut einem Zeitungsbericht neigen sich die goldenen Zeiten nun dem Ende.

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hessejames 23.10.2018, 07:10
1. In verständliches Deutsch übersetzt:

Die Steuereinnahmen sprudeln weiter auf hohem Niveau. Man sollte sich JETZT überlegen, wie man mit steuerlichen Anreizen unsere derzeit exportorientierte Wirtschaft auf eine inländisch orientierte Wirtschaft beschäftigungswirksam umbaut. Dann wären wir für die nächste Krise gut aufgestellt...

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Bin_der_Neue 23.10.2018, 07:45
2. Wachsende Steuereinnahmen?

Und wo bitte sind diese geblieben? Marode Strassen, baufällige Schulen, ein sanierungsbedürftiges Bildungssystem - um nur ein paar Beispiele zu nennen - zeugen nicht gerade von goldenen Zeiten der Steuereinnahmen. Oder sind die Gelder etwa in Bankenrettung und europäischen Hilfsfonds - um wieder nur ein paar Beispiele zu nennen - versickert?

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helmut.alt 23.10.2018, 07:49
3. Diese hohen Steuereinnahmen werden bleiben,

wenn die Arbeitslosigkeit weiterhin so niedrig bleibt und die Wirtschaft floriert. Jetzt müssen die Steuern deutlich reduziert werden, insbesondere der Soli muss weg und die Mehrwertsteuer um zwei Punkte reduziert werden. Dann hat der Verbraucher mehr Geld in der Tasche und kann mehr ausgeben, was letztlich wieder die Steuereinnahmen steigen lässt.

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steveleader 23.10.2018, 07:49
4. Deutschland hat...

drei Jahre auf Nebenschauplätzen verbracht. Das wird und muss negative Auswirkungen haben.
Wenn jetzt nicht umgehend der Focus auf die oekonomische und oekologische Weiterentwicklung gesetzt wird, sprudelt bald gar nichts mehr.

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trackingerror 23.10.2018, 08:10
5. @#1

Unsere Wirtschaft ist sowohl binnen- als auch exportorientiert. Eine ausschließliche Binnenorientierung hätte eher eine Verminderung der Beschäftigung zufolge. Würde man die globale Orientierung des Kapitals vermindern, dann wäre die Krisenanfälligkeit wohl tatsächlich geringer. Somit würde man für eine geringere Krisenanfälligkeit aber eine verminderte Beschäftigung in Kauf nehmen müssen. Man merke: eine makroökonomische Maßnahme geht selten nur in eine Richtung, sondern führt zu sog. „Trade-offs“. Es braucht weit mehr als steuerliche Anreize, um die Krisenanfälligkeit zu vermindern.

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Ezechiel 23.10.2018, 08:31
6.

Zitat von hessejames
Die Steuereinnahmen sprudeln weiter auf hohem Niveau. Man sollte sich JETZT überlegen, wie man mit steuerlichen Anreizen unsere derzeit exportorientierte Wirtschaft auf eine inländisch orientierte Wirtschaft beschäftigungswirksam umbaut. Dann wären wir für die nächste Krise gut aufgestellt...
Wie soll denn diese inländisch orientierte, beschäftigungswirksame Wirtschaft aussehen. Wie sind Ihre konkreten Vorstellungen ?

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freeclimber 23.10.2018, 08:35
7. Kein Wunder

Mittlerweile sind die Leistungsbereiten unserer Gesellschaft weit überwiegend in der höchsten Steuerprogression angelangt. Woher also soll das bisher überproportionale Wachstum der Steuereinnahmen zukünftig kommen? Bitter - und sehr teuer - wird es, wenn der Wähler zukünftig die längst überfällige Reform erzwingt. Höchststeuersätze ab etwa 52.000,— sind ein Unding!

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tonhalle 23.10.2018, 08:36
8. Soli, kann mir jemand begründen, warum es den noch gibt?

Erhebungsaufwand, Unmut im Westen, Almosengefühl im Osten, zu hohe Belastung des Mittelstandes?
Gibt es den wirklich nur noch, weil sonst der die Masse zahlende Mittelstand zu stark entlastet wird?
Ist es wirklich nur noch der linke Flügel (der mit der Idee, nicht ALLE zu entlasten und den Soli komplett abzuschaffen), der daran festhält?
Weg damit, die Progression der Einkommensteuer höher auslaufen lassen und den Spitzensteuersatz eben um den Solieffekt aufstocken (42 zu 44,5). So könnte Gerechtigkeit aussehen.
Zu einfach? Zu wenig links?

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Freidenker10 23.10.2018, 08:36
9. Freibetrag erhöhen

Zitat von helmut.alt
wenn die Arbeitslosigkeit weiterhin so niedrig bleibt und die Wirtschaft floriert. Jetzt müssen die Steuern deutlich reduziert werden, insbesondere der Soli muss weg und die Mehrwertsteuer um zwei Punkte reduziert werden. Dann hat der Verbraucher mehr Geld in der Tasche und kann mehr ausgeben, was letztlich wieder die Steuereinnahmen steigen lässt.
2% weniger Mehrwertsteuer merkt kein Mensch und es ist sogar fraglich ob der Handel diese auch an den Kunden weitergibt. Jemand der sich für 50 Millionen eine Luxuxjacht kauft würde evtl. einen 2% Nachlass spüren, aber die große Masse die beispielsweise für 30 Euro einkaufen geht und dann 60 Cent weniger bezahlt merkt das doch kaum. Ich würde den Freibetrag erhöhen, da hätten die unteren Einkommensgruppen spürbar mehr Geld in der Tasche, aber auch alle anderen würden profitieren!

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