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Steuerstreit mit den USA: 106 Schweizer Banken erstatten Selbstanzeige
REUTERS

Jede dritte Schweizer Bank bezichtigt sich der möglichen Beihilfe zur Steuerhinterziehung: 106 eidgenössische Institute haben bei US-Behörden Selbstanzeige erstattet. Der Schritt könnte ihnen unangenehme Strafverfahren ersparen.

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dieter-us 26.01.2014, 20:27
20. die schweiz und ihre banken

Zitat von sysop
Jede dritte Schweizer Bank bezichtigt sich der möglichen Beihilfe zur Steuerhinterziehung: 106 eidgenössische Institute haben bei US-Behörden Selbstanzeige erstattet. Der Schritt könnte ihnen unangenehme Strafverfahren ersparen.
Es scheint doch offenbar etwas daran zu sein, dass das Erfolgsrezept der Schweiz darin besteht, kriminellen Elementen beim Steuerbetrug Staatshilfe zu leisten. Vielleicht sollte das Pentagon ernstlich erwegen mit Dronen diese Parasiten mit "surgical strikes" zu desinfizieren.

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citizen_k 26.01.2014, 21:05
21. Respekt vor den USA

Unsere Agenda-Sozen haben sich ebenso anbiedernd wie erfolglos bemüht, durch die Senkung des Spitzensteuersatzes und der legalen beliebigen Gewinn- und Verlusttransfers zwecks Totalauflösung jeglicher Steuerschuld, sich Liebkind bei der Hochfinanz zu machen. Die Schamlosigkeit dieser Politik haben sie bis heute nicht wirklich eingestanden. Da zeigt das ebenso demokratische wie kapitalistische Amerika was des Staates ist. Hut ab vor dieser wahrhaft lupenreinen Demokratie, die wohl nicht einem Schmierenkomödianten vom Schlage eines französischen Steuerflüchtlings die Greencard oder gar den US-amerikanischen Pass aushändigen würde.

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mitbestimmender wähler 26.01.2014, 21:16
22. Die Deutschen Banker verfolgen mit höchster Interesse die Schweiz......

leicht nervös ohne Schadenfreude.

Zitat von dieter-us
Es scheint doch offenbar etwas daran zu sein, dass das Erfolgsrezept der Schweiz darin besteht, kriminellen Elementen beim Steuerbetrug Staatshilfe zu leisten. Vielleicht sollte das Pentagon ernstlich erwegen mit Dronen diese Parasiten mit "surgical strikes" zu desinfizieren.
106 Banken:

Wenn davon schon 3 israelische Bankhäuser in der Schweiz betroffen sind. Können Sie von 25-30 betroffene EU Banken in der Schweiz ausgehen.

Und damit werden auch all deren EU Mutterhäuser einer US Untersuchung nicht entkommen.


Aber was die Schweizer den Anderen vor haben. Sie haben schön seit 5 Jahren Rückstellungen verbucht und den Imageschaden seit 18 Monaten wieder auf Wachstum gedreht.

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Le petit Suisse 26.01.2014, 21:42
23. @derbergischelöwe no. 16

Ihr Wissenstand ist nicht up to date. Die OECD führt Mitte 2015 den automatischen Info-Austausch für Bankdaten ein. Die Schweiz ist dabei. Und wissen Sie, wer sich noch dagegen sträubt ? Grossbritannien mit seinen Trusts und ........die USA !!! Die wollen absolut keine Reziprozität ! Was gemerkt ?

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Ostschweiz 26.01.2014, 23:00
24. Deutschland ist nicht die USA

An die vielen Kommentare, die meinen Deutschland könnte den gleichen Druck auf die Banken ausüben: Mitnichten - der Finanplatz Deutschland ist dafür in etwa so wichtig wie Guatemala im Fussball. Druck machen nützt also gar nix. Die Chance für ein Abkommen bestand, es wurde nicht genutzt. Jetzt gibts erstmal keine neuen Verhandlungen. Zudem werden die Schweizer Banken in Kürze, wenn diese ganze Umstellung durch ist, gesünder und legaler arbeiten als Deutsche Bank und Co. – einen Schritt voraus.

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chriß_graf 26.01.2014, 23:30
25. Delaware, Ärmelkanalinseln, Singapore, Bahamas etc.

Die dopoelzüngigkeit der Amis ist unglaublich, die Schweiz zu blöd und unterwürfig um zu sehen was weltweit abgeht.
Empfehle den Artikel:
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/USA-pflegen-die-groesste-Steueroase/story/19880681

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limo ken 27.01.2014, 01:27
26.

Die Schweizer Politiker sind doch alles Waschlappen, besonders die da immer so dumm in die Welt reinguckt. Den Amis hätte man doch mal die Stirn bieten können und sagen ihr könnt uns alle am ...... lecken. Das ist doch eine Kolonialmacht auf dem Abstieg, so wie die Engländer etwa hundert Jahren. Ein moralisch kaputter und finanziell bankrotter Staat.

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maxbee 27.01.2014, 05:34
27. Keine sachgerechte Berichterstattung!

Zitat von sysop
Jede dritte Schweizer Bank bezichtigt sich der möglichen Beihilfe zur Steuerhinterziehung: 106 eidgenössische Institute haben bei US-Behörden Selbstanzeige erstattet. Der Schritt könnte ihnen unangenehme Strafverfahren ersparen.
Eine sachgerechte Berichterstattung hätte die Tatsache erwähnt, dass diese Selbstanzeigen unabhängig davon erfolgten ob die betreffenden Banken Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben oder nicht. Allein schon die Tatsache, dass ein US-Kunde hinterzogene Gelder auf einer CH-Bank gelagert hat, reichte dem US-Justizministerium um Anklage gegen diese zu erheben - so die Drohung. Banken, die sich nicht selbst angezeigt haben, bei denen aber solche Gelder gelagert waren, müssen nun beweisen, dass sie nicht gewusst haben, dass es sich hierbei um hinterzogenes Geld handelte. Ein Ding der Unmöglichkeit, weshalb die ganze Angelegenheit mit Rechtsstaatlichkeit nicht das Geringste zu tun hat.
Ein reines Erpressungsmanöver, das lautet: Entweder ihr zeigt euch selbst an oder wir erheben Klage, was die Sperrung sämtlicher Geschäftsbeziehungen mit den USA einschließlich Ausschluß vom Handel mit dem Dollar bis zum Abschluß des Verfahrens impliziert.

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maxbee 27.01.2014, 05:55
28.

Zitat von FKassekert
Nichts, denn wir haben ja keine Schwarzgeld in der Schweiz und die haben auch keine falschen Beratungen durchgefuehrt. Alles bestens, alles rechtens -wenn man Ackermann als Berater hat, nichtwahr Frau Bundeskanzlerin? Mist nur, wenn man dann auf den Allerwertesten faellt und die Presse berichtet ....
Ihr Beitrag beweist vor allem eines - dass Sie nicht die geringste Ahnung von dem haben, was die USA gegen die CH-Banken durchziehen!
Selbiges gilt für den SPIEGEL, da diesen der tatsächliche Sachverhalt ebensowenig interessiert wie Sie!

Was würden Sie davon halten, wenn alle deutsche Banken mit US-Kunden gegenüber den USA beweisen müssten, dass sie nicht wussten, dass das Geld auf den Konten ihrer US-Kunden Schwarzgeld ist? Wie soll man so etwas überhaupt beweisen können? Scheissegal - wer es nicht kann wird angeklagt - es sei denn er zeigt sich selbst an und akzeptiert die verhängte Geldstrafe. Natürlich ohne jeden Nachweis der Schuld.

Eine derartige Verhöhnung von Rechtsstaatsprinzipien - Umkehr der Beweislast etc. - fordern Sie nun ebenso von der deutschen Regierung. Dabei ist es erst 70 Jahre her, da gehörte solches zum Alltag der deutschen NS-Justiz. Natürlich auch damals zum Wohle des Staates - und das allein zählt für Sie und Ihresgleichen!

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maxbee 27.01.2014, 06:21
29.

Zitat von svizzero
Was nicht im Artikel steht ist, dass die genauen Kriterien für eine mögliche Anklage durch die USA nicht bekannt gegeben wurden. Nach dem Motto: "Du musst dich vorsorglich schuldig bekennen, aber weshalb sagen wir dir nicht." Da darf man ruhig fragen, was das für neue Rechtsverständnisse sind. Ich will keine Schweizer Bank in Schutz nehmen. Aber viele dazumal geführten Praktiken entsprachen der damaligen Schweizer Gesetzgebung. Und die gleichen Praktiken sind heute in gewissen Staat der USA, auf den Kanalinseln und in der Karibik immer noch üblich.
Ihre Darstellung des Sachverhaltes gibt diesen nicht korrekt wieder!
Die gleichen Praktiken wie sie nun von den USA den CH-Banken zum Vorwurf gemacht werden sind nicht nur in Steueroasen weltweit üblich sondern ÜBERALL! Oder glauben Sie etwa, dass z. B. deutsche Banken prüfen, ob die bei ihnen eingezahlten Gelder von US-Kunden versteuert worden sind oder nicht?
Das Ungeheuerliche beim Vorgehen des US-Justizministeriums besteht nämlich darin, dass es für eine Anklage genügt, DASS hinterzogene US-Gelder bei einer CH-Bank gelagert wurden. Egal ob diese davon wussten oder nicht. Deshalb haben sich nun selbst Banken angezeigt, die US-Kunden haben bzw. hatten, ohne zu wissen ob deren Gelder ordentlich versteuert worden sind oder nicht.

Diejenigen Banken, also v. a. die größeren CH-Banken, gegen die die USA glauben Beweise für eine Beihilfe zur Steuerhinterziehung in den Händen zu haben, sind von diesem Selbstanzeigeprogramm ausgeschlossen. Gegen diese wird gesondert, d. h. noch härter vorgegangen. Da könnte man sagen - selber Schuld! -, wenn nicht auch hier das Vorgehen der USA alles andere als rechtsstaatlich wäre.

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