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Steuertricks: Irland klagt gegen Steuernachzahlung von Apple
REUTERS

Irlands Regierung geht auf Konfrontationskurs zur EU-Kommission. Das Land möchte die 13 Milliarden Euro Steuern von Apple nicht haben, die die EU vom US-Konzern fordert.

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Mr Bounz 02.09.2016, 14:55
20. Witzig

Meist werden Straftaten begangen um mehr Geld zu bekommen, in Irland ist andersherum.

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Sixpack, Joe 02.09.2016, 14:56
21. Irland hat recht!

Steuerrecht ist laut EU Richtlinien eine nationale Angelegenheit. Wenn die EU jetzt gegen Irland vorgeht, warum dann nicht gegen weitere ´tax-free´ zones in der EU? Zum Beispiel in Rumänien oder Bulgarien?

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mimas101 02.09.2016, 15:00
22. Nun denn

kommt halt demnächst der iRexit damit dann Apfel 5 Leute weiterhin in irischen Briefkastenfirmen beschäftigt die den lieben langen Tag nix anderes machen als sich eMails mit Lieferscheinen zuzumailen; damit die Ware dann kostengünstig und ohne Umwege aus China direkt nach Ffm in den Shop geliefert wird.

Oder die Iren lesen richtig was die EWG da geschrieben hat: Es geht um verbotene Subventionen für Firmen. Und die hat Irland zurückzufordern. Machen die Deutschen ja auch wenn so ein blauer Brief ins Haus flattert.
Das hat also nix mit Steuern & Co zu tun (wenn auch hier nach 3 Gläsern Guinness, evtl. genossen im stilvollen und gesponsorten Ambiente auf einer privaten Südseeinsel, plötzlich ein paar zuviele Nullen im Steuerbescheid für Apfel auftauchten).

Allerdings - auf der anderen Seite läßt sich Irland zwar gerne mangels voller Kassen mit öffentlichen Mitteln stützen und retten aber die Steuern sollen hübsch niedrig bleiben damit der niedrige Steuersatz Firmen anzieht.
Das Kalkül: Die Firmen schaffen dann hin und wieder auch mal den einen oder anderen Arbeitsplatz. Und an Arbeit mangelt es den Iren halt.
War da aber nicht letzt hier im SPON ein Artikel zu lesen das auch mit hohen Steuersätzen reichlich Geld in die Staatskassen gespült werden kann?

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peter-k 02.09.2016, 15:02
23.

Was will man mit solchen Ländern in der EU schaffen?

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polaris65428 02.09.2016, 15:03
24. Verkehrte Welt

Die Posse kommt mir so vor, als würde ich meinen Arbeitgeber verklagen, weil er mir monatlich Gehalt überweist. (Oder ist es vielleicht doch Bestechungsgeld, damit ich ständig tue was ich eigentlich nicht möchte ??)

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qoderrat 02.09.2016, 15:08
25.

Zitat von solna
Die EU zeigt hier endlich einmal Stärke, Gemeinsinn und einen Sinn für Gerechtigkeit -- und Irland legt sich quer. Wir hirngewaschen (oder gar korrupt) müssen solche Politiker sein? Ich würde mir wünschen, dass alle Großkonzerne endlich vernünftig besteuert würden.
Klar ist eine faire Besteuerung der Grosskonzerne wünschenswert. Die spannende Frage, die ja jetzt mit der Klage von Irland geklärt werden muss ist, haben die Iren mit dem Steuerrabatt gegen EU-Recht verstossen? Und ob das so eindeutig wie oftmals dargestellt ist, da bin ich mir nicht sicher, es gibt ja noch andere EU-Länder die Konzerne vergleichsweise gering besteuern, Niederlande und Luxemburg fallen da auch auf.

Und dann kommt die zweite spannende rechtliche Frage, wenn der Steuerdeal der Iren nach EU-Recht nicht legal war, wer muss dann für die Differenz aufkommen? Der Konzern, der im guten Glauben (haha, oder besser mit gutem Lobbydeal) im "billigen" Land versteuert, oder der Staat, der einen "falschen" Steuerbescheid ausgestellt hat? Ist es legal, dass ein Staat rückwirkend einen absichtlich zu niedrig ausgestellten Steuerbescheid erhöhen kann?

Und noch spannender ist, wie werden solche Steuersparmodelle für die zukunft ausgeschlossen? Oder sollen sie überhaupt geschlossen werden?

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viceman 02.09.2016, 15:18
26. ist doch ganz einfach,

die 13 mrd werden einfach auf die subventionen / beihilfen usw . an irland angerechnet . wenn die republik irland das geld nicht will, dann eben nicht , aber dann auch nicht von brüssel !

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vagabondix 02.09.2016, 15:21
27. Schön, dass Irland so im Geld schwimmt

Wenn sie wieder mal ein paar Milliarden (so ungefähr 13 zum Beispiel) aus EU-Töpfen haben möchten,
dann kann es nur eine Antwort aus Brüssel geben: NEIN, von uns nicht.

Gegen die "Misswirtschaft" und den Verzicht auf Einnahmequellen in anderen Ländern werden schließlich auch mit aller Härte, ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten durchschnittlicher Einkommen, Massnahmen ergriffen und Unterstützungen reduziert.

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DerBlicker 02.09.2016, 15:21
28. Sie haben das Problem nicht verstanden

Zitat von Sixpack, Joe
Steuerrecht ist laut EU Richtlinien eine nationale Angelegenheit. Wenn die EU jetzt gegen Irland vorgeht, warum dann nicht gegen weitere ´tax-free´ zones in der EU? Zum Beispiel in Rumänien oder Bulgarien?
Es geht nicht darum, wie hoch die Steuersätze in Irland sind, das ist in der Tat nationale Sache. Aber es darf nach EU Recht kein unterschiedlichen Steuersätze für unterschiedliche Unternehmen geben. Individuelle Steuersätze sind nach EU Recht verboten, das wussten sowohl Irland als auch Apple, daher müssen beide mit den Konsequenzen leben.

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crazy_swayze 02.09.2016, 15:26
29.

Zitat von Sixpack, Joe
Steuerrecht ist laut EU Richtlinien eine nationale Angelegenheit. Wenn die EU jetzt gegen Irland vorgeht, warum dann nicht gegen weitere ´tax-free´ zones in der EU? Zum Beispiel in Rumänien oder Bulgarien?
Entweder alle Unternehmen zahlen einen 0,05%igen Steuersatz, oder keiner. Eine exklusive "Apple-Steuer" ist nicht rechtens.
Und darum geht es hier, nicht um das Steuerrecht an sich.

Apple hat einen illegalen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten und anderen Unternehmen erhalten.

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