Forum: Wirtschaft
Stickstoffdioxid: Berlin arbeitet an Verordnung für Diesel-Fahrverbote
imago/ Frank Sorge

Kommende Woche ebnet das Bundesverwaltungsgericht möglicherweise den Weg für Fahrverbote. Die Bundesregierung scheint damit zu rechnen - denn sie formuliert bereits eine rechtliche Grundlage dafür.

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supfred 24.02.2018, 15:08
20. unsozial

Wenn nun alte Diesel verboten werden trägt das Gesetz die klare handschrift der aktuellen deutschen Politik, ein umverteilen von unten nach oben! Alte dieselfahrzeuge sind heufig im Besitz der arbeitenden zum pendeln verurteilten mittel- und unterschicht. Diese Autos zu verbieten bedeutet einen erheblichen wirtschaftlichen schaden ohnehin schon bebachteiligter Schichten. Ja ich habe auch Verständnis für die in den Städten lebenden Menschen aber es gabe ja auch andere alternativen. Günstigerer Nahverkehr, autoindustrie und Politiker zu Verantwortung ziehen die dieses Problem Jahrzehnte lang aufgrund ihrer inkompetenz oder Dreistigkeit vertuscht haben.

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larosso 24.02.2018, 15:09
21. Berlin: unglaublich effektiv

Berlin ist, wie andere deutsche Städte auch, sonst ja eher für eine langfristige und schleppende Umsetzung diverser Planungen bekannt.

Da kann es schonmal vorkommen, daß bei defekten Schulsporthallen oder schimmelnden Klassenzimmern auf Plnungen verwiesen wird, die Jahreszahlen im mittleren 2020er Bereich aufweisen.

Die Hast und der pingelige Übereifer, mit dem da gegen die Privaten PKW agitiert wird ist sehr außergewöhnlich.

Daher würde ich mir von einer Presse, die für die Menschen Informationen sammeln und bündeln soll, wünschen, die tatsächlichen Hintergründe aufzuklären.

Ich möchte duch "Whistleblower" gern erfahren, wie der Informationsaustausch zwischen den zuständigen Behören so läuft, welche Pläne sie haben.

Ich weiss es nämlich nicht, sie sagen es nicht, die Medien schreiben es nicht. Es wird nur so getan, als müssten die Behörden auf EU Verordnugnen reagiern.

Nun ist es aber so, daß wir viele EU - Pläne haben, insgesamt, und dass die meisten dieser Pläne in den meisten Ländern der EU eigentlich nicht immer sehr schnell und effektiv umgesetzt werden. Oder auch schon mal niemals.

Außerdem muß man als Demokrat nicht auf Verordnungen reagieren, sondern man muß die Verordnungen selber mitgestalten, so daß sie einem gefallen.

Wir müssen nicht tun, was Brüssen sagt.

Wir müssen das tun was wir selber offen disktutiert haben und dann anhand demokratischer Verfahren beschließen.

Diese Poltik der Überrumpelung und Intransparenz ist bekannt, es hat etwas Monarchistisches, Feudales, Arrogantes, Oligarches, denn wer sehr reich ist, dem kann all das erstmal wurscht seinm weil er sich einfach andere Autos kauft oder halt nach Dubai oder Atlanta zieht, dort gibts nämlich keine Abgasprobleme.

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stefan.martens.75 24.02.2018, 15:10
22. Wie unsinnig und willkürlich ist dieser Grenzwert

Mal einige Fakten zum nachdenken:
Höchst offiziell sind am deutschen Arbeitsplatz für Beschäftigte laut Bundesgesundheitsblatt in Büros bis zu 60 Mikrogramm pro Kubikmeter Innenraumluft als „Maximale Arbeitsplatz-Konzentration“ (MAK) erlaubt, an Produktionstätten sogar 950 Mikrogramm. Dieser Wert für Werkshallen und ähnliches und ist gut 20 Mal so hoch wie für Stickstoffdioxid auf Straßen – und zwar acht Stunden täglich und 40 in der Woche.

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Furchensumpf 24.02.2018, 15:11
23.

Zitat von theodtiger
Die Gesundheit von Anwohnern und Passanten ist ein deutlich höheres Gut als die unbeschränkte Eigentumsnutzung von schmutzigen Diesel PKWs.
Natürlich....die Luft wird ja direkt so viel sauberer wenn alle auf Benziner umsteigen...über manche Kommentare kann man nur den Kopf schütteln...

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MtSchiara 24.02.2018, 15:12
24. Eine Halbierung der Grenzwerte ...

Zitat von andysamak70
Ein kleiner Konverter nach Gas und ein Tank ... schwubs di wubs und das Problem ist weg PKW/LKW aber die Typen da in Berlin bringen einfach nichts mehr zustande. Da in Berlin keiner/e mehr regiert sind die Leute ueberfluessig und sollten per Neuwahlen mit klarer Ausrichtung ausgewechselt werden.
Eine Halbierung der Grenzwerte ... und schwubs di wubs ist das Problem wieder da.

Das Problem ist nicht die in Autos verwandte Technologie, sondern das Verfahren zur Grenzwertfestlegung und der Umgang mit Grenzwerten in der Außenluft. Solange aus dem Auspuff von Autos etwas anderes herauskommt, als ein von Luft nicht unterscheidbares Gas, hängt das Risiko eines Verbotes beständig im Raum. Aus dem Auspuff eines Brennstoffzellenfahrzeuges zum Beispiel tritt das im Vergleich zu CO2 21-fach stärkere Klimagas H2O aus. Würde man auch dazu einen Grenzwert festlegen, wäre die Brennstoffzellentechnik tot.

Durch Grenzwerte läßt sich nicht nur die Außenluft verändern, sondern auch die Art, wie wir leben. Die Verlockung, dadurch in das Leben der Gesellschaft und jedes einzelnen einzugreifen, ist für interessierte Aktivisten einfach zu groß.

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Furchensumpf 24.02.2018, 15:12
25.

Zitat von Schlaukeks
Fahren Sie doch bis nach Erkner oder eine andere S-Bahn Endstation und parken dort ihr PKW. Dann elektrisch bis in die City und das geht auch schneller.
Glauben Sie wirklich, dass man da im Falle eines Fahrverbotes noch Parkplätze bekommt? Daran wird nicht gedacht...

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charlybird 24.02.2018, 15:14
26. Es hätte eigentlich gar nicht

bis zu einem gerichtlichen Showdown kommen müssen, wenn die Politik der Autolobby, wie immer, nicht blind vertraut hätte.
Selbstkontrolle ist ja immer das Thema, gerne auch in Koalitionsverträgen, wenn man den Herrschaften aus Finanz, Industrie und Handel ihren Aktivitäten den natürlich verlangten größtmöglichen Spielraum, wie immer, gestattet, weil man sich da auch gern aus der Verantwortung stiehlt.
Und das, trotzdem Parlament und Regierung sowie die dazu gebildeten Ausschüsse, mit Juristen geradezu verseucht sind.
Vielleicht gerade deshalb. :-)
Die Gründe sind aber oft naheliegender und auch nicht zu übersehen.
Jetzt haben aber die, die mangels Masse nicht so einfach Alternativen für sich schaffen können, die Popokarte, wenn sie auf ihr (Diesel) Auto angewiesen sind.
Auf der anderen Seite wäre ein Verbot allerdings ein wichtiger Schritt zur Entlüftung vieler Städte und ein Anstoß Richtung Zukunft für alternative, individuelle Mobilitätsmodelle.

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larosso 24.02.2018, 15:17
27. Wichtig ist wichtig

der eine bestellt sich wüchentlich 10 mal Plunder bei Amazon und Zalando und ständig fahren die Lastwagen und Lieferanten herum.


Aber er selber fährt nie in der Stadt Auto.

Der andere kauft überhaupt nie den Kram von Amazon und Zalando und fährt nur sporadisch mal in die Stadt mit dem Auto, und der soll jetzt der Umweltvergifter sein?

Oder unwichtiger als ein Handwerker, der dem Millionär das Bad saniert?

Es gibt keine einfach Methode oder zutreffende Methode, Mobilität heutzutage in wichtig und unwichtig einzuteilen.

Es ist sehr wichtig, einer Tante einen Kuchen vorbeizubringen. Vielleicht freut sie sich schon 3 Tage darauf. Jemand anders fährt zur Arbeit aber hat vergessen daß er frei hat und fährt wieder heim.

Diese krampfhafte dumme dämliche Art zu glauben, man könne die alltäglichen Tätigkeiten in wichtige und unwichtige unterteilen ist absurd.

Die allermeisten Dinge sind unwichtig. Es ist für die Welt nicht wichtig, daß Amazon überhaupt Paketwaren in Deutschland vertickt. Es ist meistens nur Abfallverpackungsmüll mit einem Spielzeug oder BH drin. Es ist egal.

Wir können nicht hingehen und einfach die Behauptung aufstellen, daß Lieferwagen für Supermarktregale irgendwie was Wichtiges an sich hätten im Vergleich zu einem alten Auto voller Omas. Alles ist wichtig oder nicht.

Es gibt übrigens viel zu viele Supermärkte, die zu 90% nur Suff, Süsskram, Pudding und Knabberwaren führen.

Die Grundnahrungsmittel, also das Wichtige, das fände auf 10% der Verkaufsfläche Platz.

Die LKW Kolonnen und Lieferwagen sind weitgehend total überflüssig.

Sie enthalten Schokokekse, Gummischwämme, Werbeprospekte, Schokopaste, Bier, Cola usw.

Wer braucht den Krempel schon.

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Furchensumpf 24.02.2018, 15:21
28.

Zitat von Schlaukeks
Sie haben Recht, die Abgase verdünnen sich in der Atmosphäre und werden auch später abgebaut. Es geht ja nur um die Konzentrationspunkte in Innenstädten, da fahren aber nicht so viele Hochseedampfer mein Gutsta. :)
Sagen Sie das mal den Hamburgern...

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Sportzigarette 24.02.2018, 15:21
29.

Zitat von investor3000
Das wahre Problem ist doch das sich ärmere die Buspreise schwer leisten können. Das hat aber noch nie jemanden interessiert. Man könnte ohne Probleme in allen Verkehrsgesellschaften ab 9 oder 10Uhr das "Kinderticket" für alle Erwachsenen ermöglichen. Bei maximaler Trägheit könnte das in 3 Monaten eingeführt werden (die Kontrolleure müssten nur informiert werden). Das würde die Luft und die Stau-Situation sofort verbessern und würde nichts kosten, da die schwach ausgelasteten Busse ja eh fahren. Und sehen sie, genau das will die Politik nicht.
Buspreise können sich "Ärmere" nicht leisten, ein Auto aber schon? Aha, mit welchem Auto kann ich für 90 Euro inkl. Benzin, Steuer, Versicherung einen Monat lang kreuz und quer durch die Stadt fahren? kauf ich mir dann.....

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