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"Stimmt's oder hab ich Recht?": Wann Sie Mahngebühren zahlen müssen - und wann nicht
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Wenn Sie vergessen haben, eine Rechnung zu begleichen, fallen bisweilen teure Mahngebühren an. Nicht immer müssen Sie diese wirklich zahlen. Ein Überblick über Ihre Rechte.

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sandrahng 01.02.2015, 14:47
20. Inkassokosten = Mahnkosten?

Zitat von Leser161
"Beauftragt Ihr Vertragspartner allerdings einen Anwalt oder ein Inkassounternehmen, kann der Verzug für Sie rasch sehr teuer werden" Hier wären doch Details interessant gewesen.
Also das Landgericht Frankenthal sieht das etwas anders und hat jetzt erst geurteilt, dass die Kosten, die durch die persönliche Eintreibung der Forderung vor Ort entstanden sind, nicht als Mahnkosten angerechnet werden können: http://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/recht-fuer-stromkunden-5-euro-mahnkosten-der-pfalzwerke-ag-sind-unzulaessig-4487.html

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herr wal 01.02.2015, 15:02
21.

*
Es hilft Ihnen hingegen nicht, wenn Sie gerade knapp bei Kasse sind. Hier gilt der rechtliche Grundsatz: "Geld hat man zu haben". Wer keins hat, ist immer selbst schuld.
*
Aber das ist ja dann doch gerade die rechtswirksame Begründung, NICHT zu zahlen. Denn wenn ich zahle, dann habe ich ja hinterher eben das Geld nicht mehr (und vielleicht sogar KEIN Geld). Da würde ich ja dann mit so einer verantwortungslosen Zahlung sogar gegen meine elementaren Bürgerpflichten verstoßen.
(Nur wer die richtigen Paragrafen nennt, wird ernst genommen! )

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tzbaer 01.02.2015, 15:45
22. Wie ist eine konkreter Zahlungstermin in der Rechnung zu bewerten?

Häufig ist im Vertrag keine Zahlungsfrist vereinbart, in der Rechnung steht dann aber ein Termin welcher z. B. 10 Tage später liegt.
Wie ist das zu bewerten? Wann tritt Zahlungsverzug ein?

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emantsol 01.02.2015, 15:53
23. Kosten

"Hat Ihr Vertragspartner die Mahnung selbst verschickt, sind ihm nur zusätzliche Kosten für Papier und Porto entstanden - also keine 36 Euro, eher 3 Euro."

Ah, der Vertragspartner und/oder seine Mitarbeiter machen das zur Freizeitgestaltung?

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Leser heute 01.02.2015, 16:16
24. Inkassokosten

sind für gewöhnlich keine notwendigen Kosten der Verfolgung der Gläubigerrechte. (Man hätte ja auch gleich klagen können, dann braucht man keine Inkasso-Firma.) Ich würde demnach die Hauptforderung begleichen und warten, bis das IB aufgibt. Klagen alleine wegen seiner eigenen Kosten wird es voraussichtlich nicht.

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mulholland_driver 01.02.2015, 16:36
25. Das Wichtigste fehlt:

Die Zustellung der Rechnung muß nachgewiesen werden. Das ist nur selten der Fall. Kann sie nicht nachgewiesen werden, sind durch den Schuldner keine Mahngebühren zu zahlen, auch keine Anwaltskosten, sondern lediglich der Rechnungsbetrag, nachdem die Rechnung später irgendwann nachweislich zugestellt wurde.

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blaacki 01.02.2015, 16:48
26. hm

mir war so.als könne man nach 288 abs 5 bgb pauschal 40 euro verlangen. so steht es zumindest im gesetzt

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Leser161 01.02.2015, 17:03
27.

Zitat von Leser heute
sind für gewöhnlich keine notwendigen Kosten der Verfolgung der Gläubigerrechte. (Man hätte ja auch gleich klagen können, dann braucht man keine Inkasso-Firma.) Ich würde demnach die Hauptforderung begleichen und warten, bis das IB aufgibt. Klagen alleine wegen seiner eigenen Kosten wird es voraussichtlich nicht.
Nun, das sind Wirtschaftsunternehmen die ihre Angestellten bezahlen müssen, darauf würde ich daher nicht wetten.

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Rechtschreibprüfer_der 01.02.2015, 17:10
28.

Es besteht keine Anmahnpflicht. Wer nicht zahlt, ist automatisch im Verzug. Mahnungen sind reine Höflichkeiten.

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avada~kedavra 01.02.2015, 17:15
29. Also

Zitat von blaacki
mir war so.als könne man nach 288 abs 5 bgb pauschal 40 euro verlangen. so steht es zumindest im gesetzt
im "gesetzt" steht schon mal gar nichts sondern höchstens im Gesetz.
Aber auch hier hilft Ihnen genaues lesen und verstehen des Gesetzestextes inkl. der dazugehörigen Anmerkung.
Dann werden auch Sie u. U. feststellen, dass dies keine pauschale Aussage darstellt.
;-)

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