Forum: Wirtschaft
Stockende Energiewende: Die große Windkraftkrise
Thomas Trutschel/Photothek via Getty Images

Mit eklatanten Steuerungsfehlern hat die Regierung eine Schlüsselbranche der Energiewende in die Existenzkrise gestürzt. Wirtschaftsminister Altmaier muss nun zum Windgipfel bitten. Wie konnte es so weit kommen?

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kaiservondeutschland 01.08.2019, 16:06
190. Tschüss

Deutschland eben. Siehe auch die Geschichte der Dieselmotoren. Die Wohnungsthematik wird jetzt ähnlich „effektiv” gehandhabt. Durch Mietpreisbremse und Mietendeckel geht das Vertrauen der Investoren flöten und der Staat kann’s ohnehin nicht. Kann mir bitte jemand eine Sache nennen, die Deutschland noch gut kann? Früher war das Autos bauen und Fußball, nur geht das beide ja gerade zu Ende.

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knuty 01.08.2019, 16:09
191.

Zitat von cyborgpiratelaserninja
Ein Beschluss zum Atomausstieg kann getroffen aber im Prinzip ja auch wieder zurückgezogen werden. Fraglich ist nur, ob die Bevölkerung das will. Seien wir ehrlich, der chaotische Ausstieg von der Verlängerung nach Fukushima war in dieser Form ein rein politisches Manöver.
Den Eindruck kann man haben, war es aber trotzdem nicht, denn eine Laufzeitverlängerung von AKW, und dazu noch ohne eine vorherige technische Überprüfung, über die konstruktionsbedingte Laufzeiten hinaus wäre von den Gerichten einkassiert worden. Bis Ende Februar 2011 lagen schon acht Klagen vor dem Bundesgerichtshof und dem Bundesverfassungsgericht vor, über die im März 2011 noch entschieden werden sollte und alle hatten große Aussichten auf Erfolg. Zudem Eon zwei seiner Kraftwerke, Isar I und Unterweser, trotz Laufzeitverlängerung abschalten bzw. nicht mehr anfahren wollte.

Würden diese AKW immer noch laufen, wären sie jetzt über 40 Jahre lang in Betrieb und älter als das von Störfällen geplagte AKW Fessenheim, dem ältesten AKW Frankreichs.

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genewolfe 01.08.2019, 16:11
192. Geld was uns fehlt

Zitat von misterknowitall2
wir exportieren reichlich und lassen uns das gut bezahlen. Wir zahlen nur, wenn wir dringend Kapazitäten brauchen und ausweichen müssen.
korrekt. Nur eben leider nicht steuerbar. Und anscheinend wird das dann durch die Regelungskosten/EEG Umlage teuer.
Ist eigentlich auch "wurscht" in meinem Portemonnaie kommt das Geld nicht an. Da haben die Franzosen offensichtlich die bessere Methode gefunden:
- Halb so teuer
- Nur 10% der CO2 Emissionen Deutschlands.
Seien wir ehrlich. Wir haben jetzt 20 Jahre "rumgeprokelt". Die Energiewende ist gescheitert.

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Higamokelus 01.08.2019, 16:12
193. Ganz, ganzer am ganzesten

Zitat von johannmeier
Und das ist jet auch noch ein Problem. Die Windfanatiker wollen wohlganz Deutschland mit diesem Horror zupflastern?
Wenn Sie richtig lesen würden dann würden Sie im Artikel die Forderung der Grünen von 2% der Gesamtfläche finden.
Wie war das nochmal mit der Mathematik? Wenn 2% wie Sie meinen ganz Deutschland ist, was sind dann 100%? Das viel ganzere Deutschland? Oder Deutschland plus Europa, dass ja irgendwie auch Deutschland ist?

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almeo 01.08.2019, 16:14
194.

Zitat von johannmeier
[...] Die Windfanatiker wollen wohlganz Deutschland mit diesem Horror zupflastern?
Sowas ist mit viel Wut im Bauch immer schnelle getippt - aber was ist denn die Alternative, wenn wir in 50 Jahren noch Strom brauchen? Fossile Brennstoffe bis zu dem Punkt, an der die Lagertanks für die Ölheizung im Panzerschrank stehen, weil das Zeug mehr mehr wert ist als der Rest des Hauses zusammen? Kernenergie mit verseuchten Flächen in Russland und dritte Welt Länder, an die man das Zeug verscherbelt hat? Immer mit der Angst, dass Wind und Wasser die Suppe doch wieder vor die eigene Haustür tragen? Oder am Ende doch ein zweites Mittelalter, Party bis zum Schluss und wer dann halt keine Millionen für eine Wohnung in einer festungsähnlichen Hightech-Enklave hat, kann sich in bester Mad Max Manier halt irgendwie durchschlagen?

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christian-h 01.08.2019, 16:17
195. Angabe

Zitat von Ökofred
1)Offshore und Solarprojekte erreichen mittlerweile teileweise eine EEG Förderung von NULL. 2)Aber für Onshore ist die Höhe der Umlage (oder auch gern Förderung, wenn Ihnen das besser passt) nicht das große Problem.
1) Das kann durchaus sein, wenn diese Anlagen an besonders günstigen Standorten stehen, nur ist das Volumen recht gering wie mir scheint, sonst müssten die Ausbauzahlen wesentlich höher sein.

2) Es geht nicht darum welche Begriffe mir besser passen, sondern um die richtige Zuordnung. Der Stromerzeuger bekommt die EEG Förderung und der Stromkunde bezahlt die EEG Umlage.
Ob die Höhe der Förderung ein Problem darstellt oder nicht wurde auch im Artikel, wie von mir hervorgehoben, behandelt.

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wjb27 01.08.2019, 16:18
196. So isses

Zitat von aberhalloja
die Vorgehensweise in Bayern. Hier wird gefordert doch schnellst Möglich den dringend für die Industrie benötigten Windstrom von den Küsten zu bekommen. Warum von der Küste? Na weil man die Windkrafträder nicht in der Landschaft stehen haben will. Am liebsten bringt man dann aber den Strom via LKW nach Bayern, weil man die Stromtrassen auch nicht will. Die Energiewende ist eben allen am liebsten wenn sie einen selber nicht trifft. Das gilt insbesondere für die lieben mit dem SUV in die Schule gebrachten Kinderlein, welche sich auf dem Weg zur FFF Demo an Ihren Smartphones hängend noch schnell bei McD laben während der PC zu Hause läuft ...
In Bayern sind die natürlichen Bedingungen für Windenergie nicht gegeben. Das hat nichts mit Politik sondern mit Physik zu tun.

Die Bayern sind im Nutzen von Solarstrom führend.

Die Bayern benötigen den Küstenzappelstrom nicht. Die holen sich nachdem der grün verseuchte Bund ihnen die Atomkraftwerke abgeschaltet hat den Strom aus der Tschechei. Der ist billiger und steht immer wenn er benötigt wird zur Verfügung.

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wolleh 01.08.2019, 16:19
197. Vieles wird falsch gemacht

1. Man braucht ein Energieministerium mit einem Minister, der etwas von Energie steht. Kein Jurist.
2. Klare Regelungen, die ohne wenn und aber durch gesetzt werden. Plsnungssicherheit.
3. Gemeinden bekommen für Standorte von Windenegieanlagen Geld.
4. Gemeinden werden gefördert, wenn sie ihre Energieversorgung selbst in die Hand nehmen.
5. Auf allen windhöffigen Stellen sollen Windenergieanlagen privilegiert errichtet werden.
6. Der Vogelschutz muss reduziert werden. Rotmilane, Adler und Schwarzstorche dürfen keinen Vorrang haben. 300 m Abstand sind genug.
6. EEG Strom muss vom Netzentgelt und der EEG Umlage befreit werden.
7. Großkonzerne müssen EEG Umlage bezahlt werden.
8. Wer Unwahres erzählt und verbreitet, was Windkraftgegner ständig machen, wird bestraft.
9. etc.

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robeuten 01.08.2019, 16:20
198. ich erlaube mir, ähnlich dem Artikel, die

"Fehler" aufzuzählen:
1) es ist ein grundlegender Fehler, irgendetwas zu subventionieren -
2) leitet sich aus 1) ab - die Politik ist kein guter Unternehmer, und Bevorzugung bestimmter Beteilungsgesellschaften auf Kosten anderer ist 1) ohne Kohle
3) ausufernde Bürokratie? Ernsthaft, wo bei jedem Projekt jedes noch so absurde vermeintliche Restrisiko abgeklärt werden muß, werden bei den "Alternativen" überhaupt keinerlei Auflagen dieser Art gemacht. Es sind schon zig Windräder abgebrannt, umgestürzt, Millionen Insekten, Vögel und Fledermäuse werden umgebracht, keiner weiß, wie sich die Rotoren reziklieren lassen, und keiner weiß, wie sich die riesigen Schneisen und bist 1000 Tonnen schweren Fundamente auf den Wald auswirken!
4) schon jetzt sind nahezu alle guten Flächen zugespargelt, so daß hier in RLP mit Vorliebe auf Hügelkämmen im Wald aufgespargelt wird. Die Dinger stehen mehr still, als daß sie zur Stromversorgung beitragen, dafür muß ich im Winter vor "Eisflug" Angst haben, und das Summen, Getrieberattern und Drönen der Windräder macht den ruhigen Wald zum Stressor.
5) zu den "Bürgerwindparks": ich kam als Erbe in das zweifelhafte Vergnügen, Teilhaber zu werden. Bin froh, daß plus/minus Null beenden zu können - andere haben da - trotz pervers hoher Subventionen - viel viel Geld verloren.

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fgemein 01.08.2019, 16:20
199. Sry

Zitat von Paul W.
Ok, dann hier die Emissionen bei der Stromerzeugung. Wieder Umweltbundesamt. Hier wird es sogar noch deutlicher: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/2_abb_entw-energiebed-thg-emi_2019-03-19.png
Aber ich muss Ihnen die Frage stellen: Welcher Teil des Wortes "Stromerzeugung" bereitet Ihnen die meisten Schwierigkeiten?

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