Forum: Wirtschaft
Stopp für Stadtrand-Shopping: Zurück ins Zentrum

Leere Geschäfte, zugeklebte Schaufenster, verlassene Innenstädte - Discounter und Handelsriesen locken Menschen zum Einkaufen in Randgebiete und ruinieren die Konkurrenz im Zentrum. Diese schöpft nun Hoffnung durch ein neues Urteil: Bekommen die Stadtflüchtigen ab sofort die Grenzen aufgezeigt?

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Bezahler 19.12.2009, 17:12
50. Da bin ich aber genau bei Ihnen

Zitat von ede1103
na toll - erst wird man als autofahrer mit allen mitteln aus der stadt verdrängt (unverschämte Parkgebühren, hohe Politessendichte, lange Fusswege zu dem Parkplätzen und hohe Warenpreise als folge der hohen Mieten) und dann soll man dahin zurückgezwungen werden. Ich denke die Menschen werden nicht alle zurückkehren sondern vermehrt das Internet und den Versandhandel benutzen
Die Autos werden immer radikaler aus der Stadt gedrängt.
Es wurde geflissentlich übersehen,das sich in jedem Auto neben dem Fahrer auch noch eine Geldbörse befindet.Auf den Inhalt dieser Geldbörsen werden die Anbieter in den Innenstädten mehr und mehr verzichten müssen.Dieses ganze Autoverdrängungstheater mit den oftmals tückischen ,da eng reglementierten Parkplätzen tue ich mir konsquent nicht mehr an.Richtig,das meiste bekommt man ja im Internet.Für Lebensmittel lohnt sichs zunehmend auf den Bauernhof zu fahren(hatte da noch nie Ärger wegen Falschparken).Ansonsten freut sich auch mein Rücken,wenn der Großeinkauf direkt vom Einkaufswagen in den Kofferraum wandert.Allen Deutschen Stadtvätern will ich nur anraten von Ihrer Autofreien Stadt ein paar schöne Postkartenbilder zu schießen,um dann die Kaufkraft(Autos)wieder zuzulassen.
Noch ein Aspekt:In meiner Heimatgemeinde mit dem typischen Fußgängerzonenwahn(ca42`Eingebohrene,14,5ha!!Fußgä ngerzone)lungern Abends da nur noch Leute ohne Auto und ohne Geldbörse herum.Da traut sich schon keiner mehr zu flanieren.

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yast2000 19.12.2009, 17:17
51. Och, das mach ganz locker und straff :-)

Zitat von straff&locker
...ohje, jetzt noch Stasi und Islamismus einbauen und schon haben wir nen runden Thread.
Das die Ordnungsämter nicht für Ordnung sorgen, sondern eine Stasi im Gewande der Demokratie sind, ist wohl nichts Neues. Und wenn die Kirchen erzwingen, dass Sonntags nicht mehr gekauft werden darf, kriege ich bestimmt auch noch den Bogen zum Islamismus... Fällt mir noch ein :-)

Ich meine es wirklich ernst: Es gibt hier in diesem Land eine miesepetrige Truppe, die lebensfrohen Teilen der Bevölkerung wie in der Nazi- oder DDR-Zeit den Menschen das Leben zur Hölle macht, und zwar aus purem Neid. Und es gab noch nie eine derart drittklassige politische Klasse in Deutschland wie im Moment, wo es geradezu opportun erscheint, sich mit "Dämlichkeiten" an die Öffentlichkeit zu wagen.

Peer Steinbrück hat es am Ende seiner Amtszeit auch klar ausgesprochen: Deutschland hat ein Problem mit dem Elite-Begriff.

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pibaer 19.12.2009, 17:19
52. Das Gegenteil...

Zitat von MarkH
Meiner Meinung nach ist diesbzgl in Deutschland aber auch endlich mehr bürgerlicher Liberalismus und Pragmatismus gefragt.
Liberal und der gesetzliche Schutz von Innenstädten gegen Einkaufszentren außerhalb der Innenstadt schließen sich aus. Solche Gesetze sind genau das Gegenteil von liberal.

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Bezahler 19.12.2009, 17:24
53. Genau meine Linie

Zitat von phocs
... heißt, die Politiker wissen was gut für uns ist. Hier im schönen Hannover werden Autofahrer von der Stadt bekämpft so gut es eben geht. Folge für mich: kaufe ich eben im nahen Industriegebiet Altwarmbüchen, wo ich mich willkommen und beservicesd fühle, oder mehr und mehr im Internet. Wenn die Politiker gegen die Bürger unsere Städte in bewohnte Freilichtmuseen umwandeln wollen, ist das sozialistisch-antidemokratisch (Ideologie vor Wahlfreiheit), aber schwierig zu verhindern. Was ich aber kann ist dies: wegbleiben.
Auch mein Einkaufskonzept heißt :Meide die Innenstadt.Die wollen mich da nicht haben.Das mit dem Freilichtmueum hat was.Aber letztendlich wird`s zuviele davon geben.Und die Städgte mit diese farbigen Ökoplembel (Gesslerhut)meide ich sogar dringlichst.Damit ist doch allen gedient.Letztendlich wird die Demokratie obsiegen.Die Abstimmung wird eben nicht mit den Füßen,sondern auf Reifen erfolgen.

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anders_denker 19.12.2009, 17:34
54. der böse discounter

klar, meine überlebensration hole ich bei einem solchen.

verkehrsgünstig gelegen, kostenloser parkplatz, kaufen nach dem einkaufszettel. rein-greifen-zahlen-raus!

wie soll da das stadtzentrum mithalten. lange anfahrt, parkplatzsuche (am besten dann noch tolle 70er jahre überteuert tiefgarage mit alk-leichen und urindurft), schlepperei... für ein packchen butter, mehl, milch joghurt? nicht wirklich, oder? das lohnt nicht, finanzell und schon garnicht von der zeit.

wo läge die "chance" des zemtrums? wie wäre es mit einem kauferlebnis. qualitativ gute exclusive ware. damit könnte man alteingesessene fachgeschaäfte stützen, neuansiedlungen von einsteiger fördern. dazu aber, müssen die ganzen ketten (h&m, orsay, hallhuber, new yorker, kamps und wie sie heisen mögen) allsamt weg aus den zentren. die passen auch in die chrom und glas EKZ. individualismus, dazu etwas gastronomie, auch mit tragbaren preisen (mcd, king und subway werden auch verbannt). schon läufts wieder.

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einszweidrei 19.12.2009, 17:36
55. Die Kölner City ist schon zu

Ich wohne in der Kölner Innenstadt. Ich finde es totale Schei*e, dass auch noch die großen Discounter in die schon jetzt mit Auto-, Bahn-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr überfüllte City zwangsüberführt werden sollen.

Es gibt in den Außenbereichen genügend Platz für große Discounter.
Wenn diese Betriebe auch noch alle ausschließlich in der City angesiedelt sein sollen, dann bricht hier einfach der Verkehr komplett zusammen.
Ich kann hier zwar alles zu Fuß erreichen (ich fahre nie zum Einkaufen oder zum Arbeitsplatz, was auch ein Beitrag zum Umweltschutz ist).

Dennoch halte ich die Kapazitätsgrenze der Kölner Innenstadt allgemein für erreicht, besonders an Samstagen oder in der Weihnachtszeit. Mehr Verkehr geht einfach nicht, egal ob mit dem Auto, der Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß. Es ist völlig blödsinnig, diesen Verkehrswahnsinn durch vermehrte Ansiedlung von Discountern in der Innenstadt auch noch erhöhen zu wollen.

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Pitty 19.12.2009, 17:37
56. 100% Zustimmung

Zitat von matbhm
Ach je! Aus der Ecke weht der Wind! Dieses traurige Gedudel um die Ladenöffnungszeiten - und selbstverständlich muss dann auch noch jeder zwischen 9:00 Und 18:00 Uhr zu höheren Preisen und nach Leistung des Eintrittsgeldes für die Innenstadt (sprich: Parkgebühren) die höheren Preise beim Einzelhändler in der Fußgängerzone zahlen! Das alles natürlich als Belohnung dafür, dass die insuffizienten Stadtverwaltung sich um ihre Gesundheit kümmert. Denn sie parken 5 Kilometer von der Fußgängerzone entfernt (brauchen daher allein für Hin- und Rückweg je 15 Min., so dass Sie schon Mal für dreißig Minuten Gehweg die Parkgebühr von bis zu 3,- EUR zahlen und dann weitere 3,- EUR, weil sie von Kleingeschäft zu Kleingeschäft wackeln müssen, um ihren Einkauf zusammenbekommen, wobei sie einen Teil bei Händler nicht bekommen, weil er als Kleinhändler die Sachen nicht vorrätig hat. Deswegen bietet er Ihnen an, die Sachen zu bestellen, die sind dann auch spätestens in einer Woche da! Und dann kommen Sie zehn Minuten nach Ablauf der gelösten Parkkarte bei Auto an und sehen noch die Politesse wegmaschieren, die ihnen gerade ein 15,--EUR-Ticket an die Windschutzscheibe geklebt hat. Ganz zu schweigen, dass wegen der Verkehrberuhigungsmaßnahmen der Kommune sie 1. zum Erreichen und Verlassen der Stadt im endlosen Netz von Einbahnstraßen herumirren und 2. dann endlos auf einer der wenigen Hauptverkehrsstraßen, die zum Durchgangsverkehr noch zugelassen sind, im Stau stehen. Natürlich: Die Alternative ist das Abstellen des Fahrzeuges vor der Stadt auf einem P+R-Parkplatz, dann bei Wind und Wetter zur Haltestelle wackeln, dort zwanzig Minuten bei entsprechendem Wetter auf den Bus warten, dafür - neben der happigen Parkplatzgebühr - das Bushin- und -rückticket (gegebenenfalls bei Einkauf mit Familie für vier bis fünf Leute) zahlen. Dann dasselbe Theater bei Einkauf wie oben beschrieben. Die Einkäufe, die man tatsächlich hat erledigen können, in diversen Tüten zum Bus schleppen, dort wieder endlos in Wind und Wetter warten und nach endloser Fahrt am P+R-Parkplatz ankommen. Und dann dummerweise nicht das nötige Kleingeld (die eingeschobenen Geldscheine nimmt der Automat aus was für Gründen auch immer nicht an) zu haben, um an der Parkplatzschranke vorbeizukommen. Nein: Die Probleme der Innenstädte sind ausnahmslos hausgemacht, und zwar durch völlige Nieten in der Stadtplanung!
Schöner hätte ich es auch nicht formulieren können. Jedenfalls spricht es mir vollkommen aus dem Herzen.

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ernstf 19.12.2009, 17:41
57. traurig, traurig

...wenn man lesen muß, in welch widrigen Lebensumständen einige Menschen ihr Leben fristen müssen und welch merkwürdige Konfusion sich in ihnen abspielt.
Glaubt denn jemand, der halbwegs klaren Geistes ist, dass die ALDIs, LIDLs und MEDIAs in diese Welt gekommen sind, um den Kunden zu hätscheln, dem Gemeinwohl zu dienen, die Mitarbeiter als Menschen zu achten und dem kritischen Verbraucher eine geduldige Reflexionsfläche für genau seine Bedürfnisse zu bieten? Wer glaubt das? In der Vergangenheit waren dies prestigeheischende Lokalpolitiker, die sich Arbeitsplätze erhofften und "dass der kleine Mann endlich mal günstig einkaufen kann"...
O MEIN GOTT !!!
Wir betreiben seit langem ein Fachgeschäft in der Innenstadt einer Kleinstadt, bieten eine Grundversorgung für die Menschen vor Ort, und auch Kunden aus den Nachbarstädten besuchen uns gern und immer häufiger, weil in der weiteren Umgebung die MEDIA MÄRKTE alles andere plattgemacht haben. Bei uns findet man freundliche und kompetente Beratung - wenn man will, faire Preise und das Quentchen Geduld, das nötig ist, um manchen, der ebenso vorurteilsbeladen wie z.T. die oben sich austobenden Mitdiskutanten unseren "Krämerladen" betritt, zufrieden wieder nach Hause zu lassen. Und darüber hinaus kümmern wir uns reparierenderweise auch noch nach dem Kauf um die Geräte unserer Kunden.
Wo ist denn das Problem?
Wer gewachsenen Strukturen in den Innenstädten keine Chance gibt, wird sich spätestens im Alter, wenn er mit seiner knappen Rente per Taxi oder per sporadisch fahrender Buslinie "in`s Grüne" fahren muss, um seinen Bleistift für 0,95€ zu kaufen, ärgern. Aber dann ist es zu spät.
Dann nämlich wird der eigene Geldbeutel auf einmal von wenigen Großen beherrscht, die Preise diktieren und Kunden ausnehmen! Ein Hoch auf das ungezügelte Großkapital! Das ist ja schließlich für seine humane und uneigennützige Ader
bekannt...
Mensch Leute, merkt Ihr nicht, wie ihr schon geistig vereinnahmt seid? Sind das wirklich "eure Läden", die ihr so verteidigt? Wenn euch das alles völlig egal ist und euch allein euer mutmaßlicher (weil eingebildeter) Vorteil durch "supergünstige" Preise interessiert, dann stellt euch doch einfach mal kurz vor, ihr würdet in so einem Laden arbeiten oder euer Arbeitgeber hätte die gleiche "Unternehmenskultur"... Dämmert´s?
Auch als Konsument hat man Verantwortung, und man sollte sich nicht von Schlickefängern einfangen lassen.
Allerdings muss ich zugeben, dass auch ich die 60/70er-Jahre-Buden kenne, in denen mausgraue muffelige wortkarge Typen Ware über den Verlaufstisch reichen ("verkaufen" will ich das mal nicht nennen...). Logisch, dass mir das auch stinkt. Aber bitte: nicht verallgemeinern und weiterhin den kritischen Verstand benutzen, denn manches, was weiter oben zu lesen ist, ist nun wirklich unsagbar dämlich! sorry...!

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Hovac 19.12.2009, 17:47
58. Werbung

Zitat von Nbass
Jedenfalls ist diese dezentrale Lösung nicht das schlechteste und ich weiß nicht warum wir uns immer so unglaublich schräg stellen müssen wenn es darum geht den Zeitgeist zu Akzeptieren und der liegt nunmal in Einkaufszentren (Malls) die dezentral sind sowie beim Einkauf bei größeren Ketten (Media Markt, Aldi, etc) warum das so ist? Weil ich persönlich mir die 100-200€ mehr für das gleiche Fernsehgerät beim "kleinen Fachhändler" nicht leisten kann und will.
Wenn sie denken Media-Markt-Saturn-Metro wäre günstig haben sie von der Marktwirtschaft nur den Teil mit der Werbung mitbekommen.
Das sind bis auf ein paar Lockangebote die deutlich teuersten, und das mit unter sehr saftig um ein vielfaches.

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Rainer Helmbrecht 19.12.2009, 17:52
59. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von matbhm
Ach je! Aus der Ecke weht der Wind! Dieses traurige Gedudel um die Ladenöffnungszeiten - und selbstverständlich muss dann auch noch jeder zwischen 9:00 Und 18:00 Uhr zu höheren Preisen und nach Leistung des Eintrittsgeldes für die Innenstadt (sprich: Parkgebühren) die höheren Preise beim Einzelhändler in der Fußgängerzone zahlen! Das alles natürlich als Belohnung dafür, dass die insuffizienten Stadtverwaltung sich um ihre Gesundheit kümmert. Denn sie parken 5 Kilometer von der Fußgängerzone entfernt (brauchen daher allein für Hin- und Rückweg je 15 Min., so dass Sie schon Mal für dreißig Minuten Gehweg die Parkgebühr von bis zu 3,- EUR zahlen und dann weitere 3,- EUR, weil sie von Kleingeschäft zu Kleingeschäft wackeln müssen, um ihren Einkauf zusammenbekommen, wobei sie einen Teil bei Händler nicht bekommen, weil er als Kleinhändler die Sachen nicht vorrätig hat. Deswegen bietet er Ihnen an, die Sachen zu bestellen, die sind dann auch spätestens in einer Woche da! Und dann kommen Sie zehn Minuten nach Ablauf der gelösten Parkkarte bei Auto an und sehen noch die Politesse wegmaschieren, die ihnen gerade ein 15,--EUR-Ticket an die Windschutzscheibe geklebt hat. Ganz zu schweigen, dass wegen der Verkehrberuhigungsmaßnahmen der Kommune sie 1. zum Erreichen und Verlassen der Stadt im endlosen Netz von Einbahnstraßen herumirren und 2. dann endlos auf einer der wenigen Hauptverkehrsstraßen, die zum Durchgangsverkehr noch zugelassen sind, im Stau stehen. Natürlich: Die Alternative ist das Abstellen des Fahrzeuges vor der Stadt auf einem P+R-Parkplatz, dann bei Wind und Wetter zur Haltestelle wackeln, dort zwanzig Minuten bei entsprechendem Wetter auf den Bus warten, dafür - neben der happigen Parkplatzgebühr - das Bushin- und -rückticket (gegebenenfalls bei Einkauf mit Familie für vier bis fünf Leute) zahlen. Dann dasselbe Theater bei Einkauf wie oben beschrieben. Die Einkäufe, die man tatsächlich hat erledigen können, in diversen Tüten zum Bus schleppen, dort wieder endlos in Wind und Wetter warten und nach endloser Fahrt am P+R-Parkplatz ankommen. Und dann dummerweise nicht das nötige Kleingeld (die eingeschobenen Geldscheine nimmt der Automat aus was für Gründen auch immer nicht an) zu haben, um an der Parkplatzschranke vorbeizukommen. Nein: Die Probleme der Innenstädte sind ausnahmslos hausgemacht, und zwar durch völlige Nieten in der Stadtplanung!
Sie haben ja schon Zustimmung bekommen...... von mir auch;o).

MfG. Rainer

PS: das ist mit der Bevormundung der Kunden durch die Stadt das selbe, wie mit dem SpOn. Die Erzwingung eines Titels. Völlig sinnlos, aber der SysOp findet das toll, die meisten Foristen, nur nervig.

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