Forum: Wirtschaft
"Stoppt TTIP"-Demo: Schauermärchen vom rechten Rand
AFP

Die Proteste gegen das Freihandelsabkommen TTIP bedienen vor allem rechtspopulistische Ressentiments. Wer da mitmarschiert, findet offenbar nichts daran, sich gedanklich bei Pegida-Bachmann, Marine Le Pen und Donald Trump unterzuhaken.

Seite 6 von 96
zursachet 10.10.2015, 12:00
50. Schlechter Artikel

Was will der Autor uns eigentlich sagen? Hier wird sich inhaltlich mit nichts befasst, nur Verallgemeinerungen. Und TTIP Gegner jetzt an den rechten Rand zu ordnen ist schon dreist. Eine neue Taktik der willfährigen Finanz - und Großindustrie - Bettel.

Beitrag melden
Thybalt 10.10.2015, 12:00
51. Ein bisschen Differenzierung?

Ein wenig mehr Differenzierung stünde Ihnen, auch wenn es sich um einen Kommentar handelt.
Selbstverständlich ist vermutlich nicht alles in den USA und am TTIP-Abkommen schlecht. Und alle aufgeklärten Kritiker vermuten dies auch (wissen können wir es ja nicht, es gibt ja keinen Einblick in die Details, was, wie Sie bereits ganz richtig festgestellt haben, ein Skandal an sich ist).
Und natürlich gibt es in der breiten Masse der Gegner auch Sektierer, sowohl am linken wie auch am rechten Rand des politischen Spektrums, deren Argumente konfus und teilweise komplett irre sind.
Aber genauso selbstverständlich gibt es deutlich mehr Kritikpunkte an dem Abkommen, als die von Ihnen aufgeführten. Weit mehr dem Vernehmen nach. Zumindest an den Teilen, die bereits an die Öffentlichkeit gelangt sind.
Und die von Ihnen herbeigezauberte Argumentation des Handlangerns für diese Sektierer durch den aufgeklärten, weit größeren Teil der Kritiker ist hanebüchen, unverfroren und unverschämt.

Beitrag melden
Progressor 10.10.2015, 12:00
52. Kein Wunder

Die geheim gehaltenen Verhandlungen treffen zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt auf die Bevölkerung der EU:

- die Frage der Migration ist völlig ungeklärt, man hat kein Konzept, und wenn, würde keine Einigung erzielt werden. Die Kosten tragen wieder einmal das Prekariat und die Mittelschicht.

- man glaubt der EU-Administration nicht mehr, da Lug und Trug an der Tagesordnung sind.

- das EU-Parlament wird als Hort von Lobbyismus, Korruption und falschen makroökonomischen Vorstellungen begriffen, die nur Kapitalinteressen im Focus haben und sozial unausgewogen sind.

Nur mal so aus dem Handgelenkt geschüttelt:

1. Bisher war es nötig, dass die Kapitalinteressen die Politik bestechen müssen. Das ist mit TTIP nicht mehr nötig. Die im Euroland geplanten Gesetze müssen vorab der USA gemeldet werden. Damit können die schon während des laufenden Gesetzgebungsverfahren genau sagen welche Formulierung wie viel an Schadensersatz kosten wird. Damit ist das Freihandelsabkommen in der jetzt geplanten Form ein Mittel zur Korruptionsbekämpfung. ;-P

2. Der US-Dollar ist zur Zeit stark überbewertet, was man an den Leistungsbilanzdefiziten genau sehen kann. Ich sage voraus, dass die Chinesen die volle Konvertierbarkeit des Yuan genau zu dem Zeitpunkt abschließen werden, wenn TTIP unter Dach und Fach ist. Dann wird sich zeigen wozu die angeblich pleite gewordene USA mit den angeblich nicht wettbewerbsfähigen US-Unternehmen in der Lage ist.

3. Chlorhühnchen oder genveränderte Lebensmittel (oder sonst noch einiges andere was der Chemieindustrie eingefallen ist oder einfallen wird) interessiert den auf Existenzminimum gesetzten europäischen Arbeitslosen, Niedriglöhner oder Rentner einen Dreck. Hauptsache es ist billig und man hat mal wieder etwas zwischen den Zähnen. Ich sage der teilweise noch bäuerlichen Nahrungsmittelerzeugung im Euroland eine schwere Zukunft voraus.

4. Beim Investorenschutz stellt man sich wohl leichtgläubig vor, dass ein US-Unternehmen bei uns neue Produktionsstätten errichtet und dann entschädigt wird, wenn Gesetze gemacht werden die den voraussichtlich kalkulierten Gewinn mindern. Das trifft zwar auch zu, ist aber nicht der Punkt. Dieser Abschnitt des TTIP schützt jeden Spekulanten der sich auch nur europäische Aktien kauft und dann die Dividende wegen Gesetzen nicht so ausfällt wie er sich es erträumt hat. Ich verweise bei diesem Punkt auf den Versuch einiger Investoren im Fall HRE, die bei ihrer Klage vermutlich im Gedanken schon im TTIP-Zeitalter waren.

Schließlich: TTIP wird ausgehandelt zwischen der dummen und konzeptionslosen EU-Administration und gewieften in Wirtschaftskriminalität erfahrenen US-Anwälten. Wer da den Kürzeren zieht dürfte wohl klar sein.

Beitrag melden
heiko1977 10.10.2015, 12:00
53.

Vielleicht waren die TTIP Proteste vorher da? Vielleicht haben die Gruppen um Le Pen, Trump, Bachmann usw. diese Slogans der Protestler gekappert um damit Wählerstimmen zuerlangen? Noch sehr viel l#änger vor den von ihenn genannten Personen haben die Gruppen ATTAC, Die Grünen, Die Linke, BUND.
Im übrigen lieber Kommentator, vielleicht sollten Sie als wahrscheinlicher Befürworter von TTIP sich mal anschauen in wessen Gesellschaft Sie sich befinden, so sind dort z.B. Orban und seine nationalistische Partei für TTIP. Vielleicht sollten Sie sich lieber Kommentator Gedanken machen mit wem Sie sich dort zusammen für TTIP gedanklich unterhaken.

Beitrag melden
j.schiffmann 10.10.2015, 12:01
54. ...

Ähm, weil die Rechten gegen TTIP sind muß ich jetzt dafür sein, sonst bin ich auch ein Rechter?!!

Beitrag melden
chefchen1 10.10.2015, 12:01
55. war das platt

Das war ein billiger Versuch, die Proteste in die braune Ecke zu drücken.
Der Autor definiert einfach die Wurzeln und die Basis der Proteste um.auf die Kritikpunkte (bspw. Demokratie Abbau) geht er erst gar nicht ein.
Man könnte ja fast vermuten, dass er ein bezahlter Industrieschreiberling ist.

Beitrag melden
J.Corey 10.10.2015, 12:01
56. Ziemlich oberflächlich!

Haben US-Behörden den VW-Betrug aufgedeckt, oder haben sie erst etwas entdeckt, als die ICCT einen Hinweis gab? Und glauben sie wirklich, das man im Land der Coal-Roller tatsächlich die Emissionen der Fahrzeuge wichtig findet, oder geht es vielleicht wieder einmal nur um wirtschaftliche Aspekte? Und damit sind wir auch schon beim Thema TTIP - hier soll US-Recht importiert, nicht-staatliche Schiedsgerichte eingeführt und EU--Richtlinien ausgehöhlt werden. Was glauben sie, warum so etwas streng geheim verhandelt wird - die Beteiligten wissen ganz genau, dass ihr Handeln mehrheitlich nicht akzeptiert wird und versuchen es deswegen heimlich durchzuführen. Anstatt ihr gutgläubiges Unwissen zum Besten zu geben und oberfächlichen Nonsens zu verzapfen, sollten sie mal etwas intensiver in die Thematik eintauchen und dann investigativen Journalismus alter Schule demonstrieren. Beim Spiegel müssten noch ein paar alte Hasen sein, die weisen was man darunter versteht. Bis dahin sollten sie es vielleicht mit Herrn Nuhr halten. Sie wissen schon: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die ...!

Beitrag melden
thrust26 10.10.2015, 12:01
57. Ein widerlicher Artikel!

Wenn man das als selbst Betroffener liest, kann man fast verstehen warum am rechten Rand der Begriff Lügenpresse so beliebt ist.

Den Namen des Autors werde ich mir jedenfalls gut merken.

Beitrag melden
rofis 10.10.2015, 12:02
58. Zitat aus

Diese Zeitschrift, die wohl das äußerste an Neutralität darstellt, schreibt diese Woche: die Opposition gegen TTIP hat Angst vor den privaten Gerichten (Zitat sinngemäß). Nicht einmal die Parlamentszeitung wird bei dem Ausdruck "private Gerichte" mehr stutzig! Wer gegen dieses Abkommen nicht auf die Straße geht, hat keinen Verstand und wer es verteidigt, soll erklären warum er etwas unterstützt, dass er nicht einmal kennen darf. Die Abschaffung der Geheimdiplomatie war einmal eine Errungenschaft. Allein die Geheimhaltung der drei Abkommen TTIP, TTP und TISA, die gleichzeitig verhandelt werden und wo nur wenige Spitzenfunktonaere in den USA wissen, was überhaupt drinsteht, sollte jeden Menschen auf die Straße treiben

Beitrag melden
b5200 10.10.2015, 12:02
59. SPON, was soll das?

wird die Nazikeule ausgepackt, wenn man anderer Meinung ist? Dieser Artikel ist einfach nur Propaganda. Widerlich.

Beitrag melden
Seite 6 von 96
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!